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Veröffentlicht am 11.10.2025

eine Frau mit großem Herz

ANNA
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Ende des 19. Jahrhunderts lebt Anna im kleinen Ort Zäziwil in der Schweiz. Sie arbeitet als Köchin in der Krone, dem örtlichen Gasthaus. Kochen ist Annas Leidenschaft und hier kann sie ihr Können zeigen. ...

Ende des 19. Jahrhunderts lebt Anna im kleinen Ort Zäziwil in der Schweiz. Sie arbeitet als Köchin in der Krone, dem örtlichen Gasthaus. Kochen ist Annas Leidenschaft und hier kann sie ihr Können zeigen. Aber eines weiß Anna gewiss: ihr Herz gehört Paul, ihn wird sie heiraten. Doch dann stirbt die Wirtin und ihr Mann Fritz ist mit den 8 Kindern und der Wirtschaft überfordert. Er fragt Anna, ob sie nicht in seine Stube ziehen will, sprich ihn heiraten. Auch wenn das Herz etwas anderes sagt, nimmt Anna diese Herausforderung an….
Aus Überliefertem und Erinnerungsstücken aus Annas Leben erzählt die Autorin hier die Lebensgeschichte der fleißigen Anna mit dem so großen Herzen. Auf der einen Seite weiß Anna, dass sie Paul liebt, aber der hat ihr noch keinen Heiratsantrag gemacht. Als Wirtin der Krone hätte sie ein gesichertes Auskommen, wenn das auch mit 8 Kindern und der Wirtschaft ein arbeitsreiches Leben bedeutet. Aber davor schreckt sie nicht zurück. Zudem würde eine Ablehnung von Fritz Antrag ihr Ansehen im Ort arg schädigen. Mehr möchte ich an dieser Stelle nicht verraten, denn Annas Leben wird noch viele Herausforderungen für sie bereithalten.
Ich hätte mir gewünscht, dass im Buch Annas Bedenken, ihre Zerrissenheit mehr zum Ausdruck gebracht worden wären. So hat sich Anna nur der neuen Aufgabe gestellt, ohne dass der Leser ihre innere Zerrissenheit erleben konnte. Ich hätte gerne tiefer in ihr Herz geschaut.
Sehr gelungen fand ich, weil es Annas Liebe zum Kochen und Backen so gut vermittelt hat, dass der Leser die angepriesenen Rezepte nachlesen und somit nachkochen kann.
Insgesamt gebe ich 3,5 Lese-Sterne.

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Veröffentlicht am 17.09.2025

hatte mehr Spannung erwartet

Wo keine Rettung naht
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Nachdem mir der erste Fall mit Sarah Peters ausgesprochen gut gefallen hat, habe ich mich voller Vorfreude und Erwartungen an den zweiten Teil gemacht. Doch leider kann der, was die Spannung betrifft, ...

Nachdem mir der erste Fall mit Sarah Peters ausgesprochen gut gefallen hat, habe ich mich voller Vorfreude und Erwartungen an den zweiten Teil gemacht. Doch leider kann der, was die Spannung betrifft, in meinen Augen nicht mithalten können.
Doch immer der Reihe nach. Sarah Peters ist angeschlagen. Sie kämpft noch immer mit dem Verlust, welcher durch den Tod ihres Lebenspartners und Kollegen Michael für sie unfassbar schwer ist. Selbst zu dem Versprechen in den letzten Minuten vor seinem Tod sich um Michaels 14jährige Tochter zu kümmern, kommt sie nicht nach.
Als eine Freundin, von denen sie kaum welche hat, sie jedoch bittet sich mit der Gefängnispsychologin Karin Westermann in Verbindung zu setzten, kommt sie der Bitte nach. Die Psychologin gesteht Sarah gegenüber ihre Angst, erzählt von den Drohungen, die sie erhält und noch anderen seltsamen Vorgängen im Vorzeigefrauengefängnis. Wenig später ist Karin Westermann tot und Sarah beschließt selbst im Gefängnis in Karins Dienstwohnung einzuziehen und zum Mord an Karin Westermann direkt vor Ort zu ermitteln. Eine Entscheidung, die sie selbst in höchste Gefahr bringt…
Das hätte eine wirklich spannende Geschichte werden können, wenn die Autorin nicht immer wieder, gerade wenn es für mich spannend wurde, auf die schlechte Psyche und die geringe Belastbarkeit von Sarah hingewiesen hätte. Das empfand ich wie eine Endlosschleife. Da blieb die Spannung bei mir auf der Strecke. Schade, denn es gibt im Knast so einige Ungereimtheiten und seltsam agierendes Personal, was mich zum Weiterlesen gebracht hat. Insgesamt gibt’s von mir daher nur 3,5 Lese-Sterne.

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Veröffentlicht am 16.09.2025

Nicht alle Wünsche gehen in Erfüllung

Herrliche Zeiten - Dem Himmel so nah
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Nachdem der erste Teil mir so gut gefallen hat, habe ich mich auch gleich an Teil 2 gemacht. Die vielen handelnden Personen sind mir vertraut geblieben, auch wenn einige hier im zweiten Teil genau die ...

Nachdem der erste Teil mir so gut gefallen hat, habe ich mich auch gleich an Teil 2 gemacht. Die vielen handelnden Personen sind mir vertraut geblieben, auch wenn einige hier im zweiten Teil genau die gleichen negativen Eigenschaften an den Tag legen. Aber nur so wirkt ein Gesellschaftsroman ja auch realistisch und bringt Spannung in die Geschichte.
Im zweiten Teil stehen nun weitestgehend die Kinder von Vivian, Paul und Auguste im Mittelpunkt und auch mit ihnen erlebt man sehr viele Höhen und Tiefen. Da das Buch von den Jahren 1900-1919 spielt, Jahre in denen der Kampf um die Vormacht in Europa, die Herrschaft über die Kolonien und damit verbunden drohende Kriegsvorbereitungen, hat der Autor das auch in seinem zweiten Teil zum Thema gemacht. Für meine Empfindung hat er das zu sehr zum Thema gemacht. Da gerieten in meinen Augen die persönlichen Zwistigkeiten der Figuren zu sehr in den Hintergrund.
Schön fand ich dagegen, wie am Ende des Buchs die Lebenswege der Hauptfiguren mit ihren erreichten oder gescheiterten Zielen Revue passiert wurden. Das war für mich gelungenes Ende, wurden do dadurch der Kreislauf des Lebens, positiv wie negativ, geschlossen. Insgesamt gibt’s von mir 3,5 Lese-Sterne.

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Veröffentlicht am 22.08.2025

häufige Wiederholungen haben Lesevergnügen gedämpft

Mit kalter Hand
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Da ich die beiden vorherigen Bände auch gelesen habe, habe ich mich gefreut Sabine Yao wiederzutreffen. Diese junge Frau und Stellvertreterin von Prof. Herzfeld finde ich sympathisch. So engagiert, menschenoffen ...

Da ich die beiden vorherigen Bände auch gelesen habe, habe ich mich gefreut Sabine Yao wiederzutreffen. Diese junge Frau und Stellvertreterin von Prof. Herzfeld finde ich sympathisch. So engagiert, menschenoffen trotz der vielen schlimmen Dinge, die sie in ihrem Wunschberuf sehen und verarbeiten muss und dabei noch immer neugierig auf die Arbeit und die Sichtweisen der anderen Fachbereiche ist, muss man einfach mögen. Eines gelingt dem Autor, hier im Buch - die Vielschichtigkeit der Arbeit in der der Rechtsmedizin aufzuzeigen. Erste Eindrücke, die bei näherer Untersuchung auf einen ganz anderen Tathergang schließen lassen sind keine Seltenheit. Das wird beim Lesen dieses 3. Bandes wieder recht deutlich und auch für Laien verständlich zum Ausdruck gebracht.
Leider fand ich den ersten Teil dieses dritten rechtsmedizinischen Thrillers nicht so spannend, da hier zu viele Wiederholungen gleicher Sachverhalte, eingebettet in Dialoge zwischen Yao mit der Polizei wie auch der Kommissaranwärterin Kira Kaplan im Praktikum oder Kollegen vorkommen. Zusätzlich hatte ich den Eindruck in einer Lehrveranstaltung zu sitzen. Spannung brachte mir das nicht. Die baute sich erst auf als Dr. Yao Fortschritte bei der Ermittlung des Pferderippers wie auch bei den Leichenteilfunden im Spandauer Forst verzeichnen konnte. Den Pferdefall nutzte Yao, um ihre Kenntnisse zu erweitern. Denn mit Sektionen von Tieren hatte sie bisher noch nie zu tun. Während es bei den Leichenteilfunden wieder einmal eine absolut psychisch kranke Person zu finden und zu stoppen galt. Das war spannend zu lesen. Insgesamt gebe ich 3,5 Lese-Sterne.

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Veröffentlicht am 10.08.2025

konnte mich mit den Charakteren nicht anfreunden

Das Mädchen, das schwieg
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Kajsa Coren wohnt in Loswika, einem kleinen Ort auf einer norwegischen Insel. Kajsa ist Journalistin und hat gerade eine Auszeit aus dem Job als Journalistin genommen. Ihr Lebensgefährte Karsten, der bei ...

Kajsa Coren wohnt in Loswika, einem kleinen Ort auf einer norwegischen Insel. Kajsa ist Journalistin und hat gerade eine Auszeit aus dem Job als Journalistin genommen. Ihr Lebensgefährte Karsten, der bei seinem letzten Einsatz als Kripo-Beamter fast ums Leben gekommen wäre, sitzt 2 Jahre danach noch immer im Rollstuhl. Er hat seinen Lebensmut verloren, fühlt sich nutzlos. Trotz Therapie geht seine Genesung nicht weiter voran.
Doch dann wird die 32jährige Sissel Väge von einer Nachbarin tot im Haus aufgefunden. Ermordet und das bereits vor Tagen. Der ganze Ort ist in Aufregung. Kajsa soll für die Zeitung, da sie ja direkt vor Ort ist, einen Artikel schreiben. Sie lässt sich überreden und ich muss sagen, Kajsa macht ihren Job richtig gut. Akribisch durchleuchtet sie den Hintergrund der Toten, findet neue Ansätze, deckt Widersprüche auf und stellt neue Zusammenhänge fest. Alles Dinge, die die örtliche Polizei in Persona Ole Jakob Eggesbo nicht schafft. Überhaupt kommt mir dieser Lensmann recht inkompetent vor. Hat er doch bereits den Mord an Sissels Vater vor einem Jahr nicht aufklären können. Zum Glück scheint er in der jetzigen Situation seine eigenen Fähigkeiten richtig einzuschätzen und bittet Karsten ihn zu unterstützen. Karstens Zusage ist für ihn gleichzeitig ein Schritt zurück ins Leben.
Am Anfang des Krimis habe ich gedacht: mein Gott gibt es nur kranke Menschen in dem Ort? Eine völlig isoliert lebende junge Frau, die vor Jahren aufgehört zu sprechen, ein örtlicher Beamter, der durch Unfähigkeit glänzt, ein Ehepaar, das sich zu hassen scheint und dessen Tochter gemobbt wird. Irgendwie war mir das zu viel. Besser dagegen haben mir dagegen die Rückblenden auf eine mehr als grausame Kindheit von zwei Kindern gefallen. Sie haben mich zwar sehr traurig gestimmt, haben aber bei mir das Kopfkino anspringen lassen.
Insgesamt gebe ich dem Krimi 3,5 Lese-Sterne.

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