Profilbild von Judiko

Judiko

Lesejury Star
offline

Judiko ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Judiko über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.09.2025

Authentisch und mit viel Wärme

Was du siehst
0

❓️Warum wollte ich das Buch lesen?

Ich habe schon viele Bücher über die DDR gelesen, in denen es meist um Flucht, Kontrolle oder Manipulation ging. Mich hat interessiert, einmal eine andere Perspektive ...

❓️Warum wollte ich das Buch lesen?

Ich habe schon viele Bücher über die DDR gelesen, in denen es meist um Flucht, Kontrolle oder Manipulation ging. Mich hat interessiert, einmal eine andere Perspektive zu erleben. Menschen, die nicht nur unter den strengen Strukturen litten, sondern auch Angst vor dem Neuen hatten und das Altbekannte liebten. Genau diesen Gegensatz versprach das Buch aufzugreifen und das hat mich sehr neugierig gemacht.

🔎 Worum geht’s?

1967 in Ost-Berlin: Ruth bleibt schwanger zurück, als ihr Geliebter verschwindet. Mit ihrer Tochter Jule zieht sie in ein kleines Dorf in Mecklenburg, wo Jule gemeinsam mit Andi, dem Sohn der Nachbarin, aufwächst. Aus kindlicher Nähe wird eine Liebe, die stärker scheint als alles. Doch die Wende verändert ihr Leben. Jule sucht ihren Vater, Andi möchte in der Heimat bleiben. Zwischen Verlust, Sehnsucht und Hoffnung entwickeln sich nicht nur ihre Geschichten, sondern auch die der Dorfgemeinschaft.

🧠 Meine Meinung:

Das Buch hat mich sehr berührt, vor allem durch die liebevoll gezeichneten Charaktere. Jule und Andi habe ich gerne begleitet, aber auch die Dorfbewohner tragen mit ihren Eigenheiten dazu bei, dass die Erzählung Tiefe gewinnt. Die Gemeinschaft, in der jeder jeden kennt und füreinander da ist, verleiht der Geschichte eine besondere Wärme, fast so, als wäre man selbst Teil davon.
Besonders eindrucksvoll fand ich die Liebe zum Detail. Das Kinderspiel „Ich sehe was, was du nicht siehst“ zieht sich wie ein roter Faden durch die Kapitel. Jede Farbe spiegelt eine Stimmung oder Situation wider und gibt der Handlung eine ganz eigene Note.
Sehr wohltuend war für mich auch, dass dies keine typische DDR-Geschichte mit starren Mustern ist, wie man sie oft kennt. Stattdessen wird das Thema mit einer gewissen Leichtigkeit erzählt. Trotzdem wird deutlich, dass es ganz unterschiedliche Perspektiven gab.  Menschen, die neugierig in den Westen blickten, und solche, die bleiben wollten, weil sie das Leben so akzeptieren, wie es war. Gerade das machte die Geschichte lebendig und nachvollziehbar.
Obwohl auch Konflikte eine Rolle spielen, wirkte die Handlung insgesamt hoffnungsvoll und voller Wärme. Die Liebesgeschichte wirkt authentisch, und die Gegensätze von Alt und Neu, Angst und Hoffnung sind fein herausgearbeitet. Am Ende flossen Tränen, nicht nur wegen des Geschehens, sondern auch, weil mir die Figuren ans Herz gewachsen sind.

✅️ Fazit:

Eine berührende Geschichte über Heimat, Freundschaft, Liebe und Geheimnisse.  Atmosphärisch, voller Wärme und mit starken Charakteren. Wer die Bücher von Barbara Leciejewski mag, wird auch dieses lieben. Für mich ein Lesetipp, besonders für die kommende Jahreszeit, wenn die Blätter fallen und man es sich mit einer heißen Schokolade gemütlich machen möchte, dann ist dieses Buch der perfekte Begleiter.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 10.09.2025

Wieder richtig gut!

Himmelerdenblau
0

❓️Warum wollte ich das Buch lesen?

Seit Liebeskind verfolge ich Romy Hausmanns Bücher voller Begeisterung. Sie schafft es immer wieder, mich in psychologische Abgründe mitzunehmen, Figuren zu erschaffen, ...

❓️Warum wollte ich das Buch lesen?

Seit Liebeskind verfolge ich Romy Hausmanns Bücher voller Begeisterung. Sie schafft es immer wieder, mich in psychologische Abgründe mitzunehmen, Figuren zu erschaffen, die unter die Haut gehen, und Geschichten zu spinnen, die mich nicht mehr loslassen. Nach Marta schläft, Perfect Day und zuletzt dem Sachbuch True Crime - Der Abgrund in dir (2022) war die Vorfreude auf einen neuen Roman groß und das Warten hat sich definitiv gelohnt.

🔎 Worum geht’s?

Vor zwanzig Jahren verschwand Julie Novak spurlos. Ein Schicksal, das ihre Familie zerbrach. Ihr Vater Theo, einst Herzchirurg, lebt nun mit der aufkommenden Demenz, die ihn Stück für Stück seiner Erinnerungen beraubt. Doch die Vergangenheit lässt ihn nicht los. Während die Podcaster Liv und Phil erneut in Julies Fall eintauchen, kämpfen beide mit der Frage, ob und wie sich die Wahrheit rekonstruieren lässt. Ihre Recherche weckt alte Wunden und stellt alles infrage, was man zu wissen glaubt.

🧠 Meine Meinung:

Wieder einmal ist es Romy Hausmann gelungen, mich von der ersten Seite an zu fesseln. Besonders Theo ist mir sehr ans Herz gewachsen. Seine Erzählweise, geprägt von seiner Krankheit, macht ihn zu einem unzuverlässigen Erzähler. Er vertauscht Namen, ersetzt Wörter durch andere („Parkgarage“ wird zur „Parkgiraffe“) und verliert oft den Faden. Genau dadurch schwankt man ständig zwischen Sympathie, Mitgefühl, einem Schmunzeln und der dadurch aufkommenden Frage: Kann man ihm wirklich glauben?

Die Ausgangsidee, ein Cold Case kombiniert mit der Demenz des Vaters, ist brillant. Es entsteht ein beklemmendes Spiel mit Zeit, Wahrheit und Erinnerung. Ich habe so viele Theorien aufgestellt, war sicher, eine Spur gefunden zu haben, und bin doch immer wieder in die Irre geführt worden. Das hat mich fast schwindelig gemacht, wie eine rasante Achterbahnfahrt der Gedanken.

Ein weiterer Strang der Geschichte ist der Podcast von Liv und Phil. Grundsätzlich mochte ich diesen Einbau sehr, vor allem, weil er echten Fällen Raum gibt und das Gefühl von Authentizität verstärkt. Gleichzeitig war es mir an manchen Stellen fast zu viel, gerade weil ich mit Phil persönlich nicht so warm geworden bin. Aber das ist Meckern auf hohem Niveau, denn unterm Strich fügt sich auch dieser Aspekt stimmig in die Geschichte ein.

Dabei ist es kein klassischer Thriller mit Hochspannung und Action, sondern ein psychologisch fein erzähltes Familiendrama, das von Atmosphäre, Figuren und Emotionen lebt und gerade dadurch enorm spannend wirkt.

Romy Hausmann erzählt nicht nur packend, sondern auch sensibel. Die Darstellung von Demenz wirkt sehr realistisch, authentisch und voller Tiefe. Genau das macht Theo so greifbar,  verletzlich, aber gleichzeitig liebenswert. Ich sagte ja, er ist mir sehr ans Herz gewachsen und erinnert an meine Omi.

✅️ Fazit:

Ein Psychothriller, der weit über reine Spannung hinausgeht. Romy Hausmann verwebt eine Familiengeschichte voller Schmerz, Verlust und Liebe mit einem packenden Rätsel, das bis zum Schluss keine klaren Antworten zulässt.

Im Epilog heißt es: „Das Leben ist wie es ist.“
Und genauso lässt sich dieses Buch beschreiben: Das Buch ist wie es ist - einfach gut!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 09.09.2025

Jahreshighlight und Prädikat Lieblingsbuch

Du musst meine Hand fester halten, Nr. 104
0

❓️Warum wollte ich das Buch lesen?

Seit "Stay away from Gretchen" bin ich ein riesiger Fan der Autorin. Ihre Art, Geschichte mit persönlichen Schicksalen zu verweben, hat mich damals zutiefst bewegt ...

❓️Warum wollte ich das Buch lesen?

Seit "Stay away from Gretchen" bin ich ein riesiger Fan der Autorin. Ihre Art, Geschichte mit persönlichen Schicksalen zu verweben, hat mich damals zutiefst bewegt und deshalb war für mich sofort klar, auch ihr neuestes Werk muss ich wieder unbedingt lesen. Die Vorfreude war groß und ich wurde nicht enttäuscht.

🔎 Worum geht’s?

Am Ende des Zweiten Weltkriegs wird ein kleiner Junge gefunden. Niemand kennt seinen Namen oder seine Herkunft. Er selbst hat jede Erinnerung verloren. Man schätzt sein Alter, gibt ihm den Namen Hartmut und bringt ihn in ein katholisches Kinderheim, wo Strenge, Gehorsam und eiserne Ordnung herrschen.
Dort begegnet er Margret, einer älteren Kriegswaise. Sie nennt ihn liebevoll Hardy, wird seine engste Vertraute und stellt sich schützend an seine Seite. Zwei verlorene Seelen, die einander Halt geben, mit dem festen Entschluss, sich niemals voneinander zu trennen. Doch die Frage nach Herkunft und Identität begleitet Hardy sein Leben lang und beeinflusst auch die kommenden Generationen.

🧠 Meine Meinung:

Von der ersten Seite an war ich gefesselt. Hardy habe ich sofort in mein Herz geschlossen. Seine Sehnsucht nach Zugehörigkeit und die Härten, die er ertragen muss, haben mich zutiefst bewegt. Aber auch Margret hat mich nicht losgelassen. Was sie durchmachen musste, war kaum zu ertragen und hat mir mehrfach das Herz gebrochen.
Besonders stark empfand ich den roten Faden der Geschichte, die Suche nach den eigenen Wurzeln. Dieses Thema ist so eindringlich, dass es das Schicksal über Generationen einer ganzen Familie bestimmt.

Und dann war da noch etwas, das ich besonders schön fand, dass Tom Monderath aus Stay away from Gretchen hier eine kleine Stimme bekommt, obwohl er mit dieser Geschichte eigentlich gar nichts zu tun hat. Gerade weil es so unerwartet war, empfand ich es als einen genialen und berührenden Einfall.

Eine kleine Anmerkung möchte ich dennoch machen. Die Kapitel sind sehr lang. Für mich hat das bedeutet, dass der Gedanke „ach, ein Kapitel geht noch“ nicht wirklich funktionierte und ich mag es normalerweise lieber kürzer. Aber das ist wirklich nur eine Randnotiz, denn die Intensität der Geschichte hat mich so gefesselt, dass ich darüber hinwegsehen konnte.

Mehr als einmal habe ich beim Lesen mit den Tränen gekämpft. Manche Szenen waren so grausam und schmerzhaft, dass ich kurz pausieren musste, nur um das Buch dann gleich wieder zur Hand zu nehmen, weil ich unbedingt wissen wollte, wie Hardy und Margret ihren Weg gehen.

✅️ Fazit:

Dieses Buch ist für mich ein absolutes Lesehighlight und bekommt meine höchste Auszeichnung: Prädikat Lieblingsbuch!
Es ist klug, einfühlsam und berührend. Eindringlich und aufrüttelnd. Ein bewegender Familienroman, der zeigt, wie stark unsere Vergangenheit noch Generationen später nachwirkt.

‼️Triggerwarnung im Buch.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 16.08.2025

War mit ihr dort...

Where to Next
0

🔎 Worum geht’s? 🧠 Meine Meinung:

Das Faszinierende für mich war, dass man beim Lesen das Gefühl hat, Jil schon lange zu kennen. Sie wirkt wie das Mädchen von nebenan, mit Ängsten, Zweifeln und doch ...

🔎 Worum geht’s? 🧠 Meine Meinung:

Das Faszinierende für mich war, dass man beim Lesen das Gefühl hat, Jil schon lange zu kennen. Sie wirkt wie das Mädchen von nebenan, mit Ängsten, Zweifeln und doch diesem großen Mut, 2018 einen Schritt zu wagen, den sie selbst kaum für möglich gehalten hätte. Ihren Traum vom Reisen zu leben und andere daran teilhaben zu lassen.

Ihren Job als Inneneinrichterin legt sie kurzerhand auf Eis und bricht auf... Erster Stopp: Sansibar!

Was sie bisher nur aus Erzählungen kennt, wird zur Realität. Kein Strom, kein fließendes Wasser und doch so viel mehr, was sie prägt und wachsen lässt. Diese Reise wird für sie nicht nur zur Entdeckung neuer Orte, sondern auch zu einer Reise zu sich selbst. Sie lernt Kulturen kennen, begegnet Menschen, die Spuren hinterlassen, verbessert ihr Englisch, stellt sich Ängsten und findet Stück für Stück Antworten auf die Frage, wohin ihr Leben führen soll.

Besonders spannend fand ich, dass Jil nicht nur ihre Highlights teilt, sondern auch ihre Fehler. Offen zeigt sie, was schiefgehen kann und gerade das macht ihre Erzählungen so authentisch. So wird ihr Buch zu einer Mischung aus packendem Reisebericht, wertvollen Tipps und ehrlichen Einblicken in ihre Gefühlswelt. Obwohl ich Jil schon länger auf Instagram folge, habe ich hier Seiten von ihr entdeckt, die mir bisher verborgen waren.

Auch wenn Jaimy, ihr Partner, den sie auf dieser Reise kennen- und lieben gelernt hat, nur am Rande erwähnt wird, spürt man die Leichtigkeit und Freude, die beide miteinander teilen. Ihre Abenteuer machen einfach Lust, selbst den Rucksack zu packen.

Umso größer ist meine Vorfreude auf ihr zweites Buch „Where to next - Meine Reise zurück ins Leben“. Ein Titel, der schon verrät, wie dramatisch es weitergeht. Ein Traumurlaub wird durch einen Autounfall abrupt beendet. Zwar hatte Jil ihren Schutzengel dabei, doch mit den Folgen beginnt eine ganz andere, vielleicht schwerste Reise ihres Lebens. Gerade deshalb bin ich gespannt, mehr über ihre Gedanken, ihre Stärke und ihren unerschütterlichen Willen zu lesen.

Das Abenteuer geht weiter...
Am 29.08.25 heißt es für sie - Next Stop Namibia! Ich kann es kaum erwarten, sie auch auf diesem Weg zu begleiten, auch wenn es sicherlich nicht ganz einfach wird, wenn man ihre Geschichte hier auf Instagram verfolgt hat. 😭

✅️ Fazit:

Wie heißt es so passend im Klappentext „Ein Buch über Fernweh und Freiheit, vom Fortgehen und Bei-sich-selbst-Ankommen.“

Sie hat mich mit ihrem Reisetagebuch richtig in ihren Bann gezogen. 👍

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 11.08.2025

Absurd komisch und zugleich sehr berührend

Wedding People (deutsche Ausgabe)
0

❓ Warum wollte ich das Buch lesen?

Ehrlich gesagt hatte ich es zwar kurz auf meiner Wunschliste, mich aber dann doch dagegen entschieden. Ich kann nicht einmal genau sagen, warum es wieder runtergeflogen ...

❓ Warum wollte ich das Buch lesen?

Ehrlich gesagt hatte ich es zwar kurz auf meiner Wunschliste, mich aber dann doch dagegen entschieden. Ich kann nicht einmal genau sagen, warum es wieder runtergeflogen ist, umso überraschter war ich, dass mich das Buch trotzdem erreicht hat, und zwar als Überraschungspost vom Verlag. In der Box waren sogar zwei Bücher, was mich besonders gefreut hat, da ich es so gemeinsam mit der lieben Virginia lesen konnte. #buddyread mit Virginias.lesewelt (Instagram)

🔎 Worum geht’s?

Grünes Seidenkleid. Goldene High Heels. Ein Luxushotel an der Küste.
Als Phoebe Stone das »Cornwall Inn« betritt, ist sie für alle ein weiterer Gast der Hochzeitsgesellschaft. Doch in Wahrheit hat sie keinen Grund zu feiern. Sie ist allein hier. Zum letzten Mal.
Was sie nicht ahnt, die Braut hat jeden Zwischenfall einkalkuliert, außer Phoebe. Als sich ihre Wege kreuzen, gerät eine perfekt geplante Hochzeit ins Wanken und eine unaufhaltsame Kette von Ereignissen beginnt, die alles verändern wird.

🧠 Meine Meinung:

Stellt euch vor, eine Frau, die sich auf einer Hochzeit befindet, plant eigentlich sich das Leben zu nehmen und trotzdem ist das Ganze urkomisch. Ja, wirklich!
Auf der einen Seite soviel Situationskomik und auf der anderen Seite Phoebe, die den Freitod wählt. Fast schon makaber, aber ich
musste so oft laut lachen. Über die Dialoge, über viele absurde Szenen, aber auch über die Spitznamen, die Phoebe den Gästen gegebenhat, z.B. „Hoher Dutt“ und „Nackenkissen“. Herrlich! Solche Assoziationen lieb' ich einfach.

Dann gab’s eine Szene, die mich wirklich gepackt hat. Phoebes Rückblick auf ihr Leben.
Doktorarbeit, die zum Buch werden sollte. Forschung, die in eine PowerPoint-Präsentation musste. Sex, aus dem ein Baby entstehen sollte. Aber von all dem klappte nichts. Und schließlich die Scheidung von Matt.
Das trifft ins Mark, weil es zeigt, wie viel Druck und Erwartungen auf ihr lagen.

Meine Lieblingsmomente? Ganz klar die Gespräche zwischen Phoebe und Lila, der Braut. Die beiden sind wie ein Ping-Pong-Match aus Witz und Überraschung. Lilas Familie ist so herrlich schräg, dass ich mir das sofort als Netflix-Serie vorstellen könnte. Aber auch die ernsten Dialoge mit dem Bräutigam haben mich sehr berührt.

Allerdings hatte das Buch für mich in der Mitte einen kleinen Hänger. Zu viele Anspielungen auf Kunst und Literatur, schönen Gruß übrigens von Mrs. Dalloway. Dazu Dialoge, die sich endlos zogen (wer diskutiert schon gerne drei Seiten lang über den Plural des Cocktails „Sex on the Beach“?) Und wenn ich schon beim Meckern bin, ihr wisst wie sehr ich die absurden Szenen gefeiert habe, (ich sag nur Oldtimer), verliert die Autorin sich genauso gerne auch im Detail und es wird dann schnell unlustig. Manchmal ist eben weniger auch mehr.
Aber dann kam das Ende! Es hat mich voll reingeholt. Berührend, klug und witzig. Genau der Mix, den ich am Anfang so geliebt habe. Vergesst meine Kritik, nehmt sie einfach nur zur Kenntnis, aber lest dieses Buch, es hat mich so glücklich zurückgelassen.

✅ Fazit:

Ein Buch, das mich zum Lachen, zum Nachdenken und sogar ein bisschen zum Weinen gebracht hat. Absolut lesenswert!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere