Profilbild von Geri

Geri

Lesejury Star
offline

Geri ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Geri über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.08.2025

Blutsbande

Asa
0

Es entsprang dem Wahn des Urgroßvaters, pflanzte sich durch die Schrecken des 2. Weltkrieges fort und streckt de ne Tentakel bis in die Gegenwart. Ada, die schon jung Leid, Schmerz und Verrat ...

Es entsprang dem Wahn des Urgroßvaters, pflanzte sich durch die Schrecken des 2. Weltkrieges fort und streckt de ne Tentakel bis in die Gegenwart. Ada, die schon jung Leid, Schmerz und Verrat erfahren hatte, hat nur einen Wunsch. Doch als ihr das Liebste genommen und sie ihr Weltbild in Trümmern sieht, kommt sie zurück. Die ist eine gute Jägerin und eine Beschützerin und diesmal wird die nicht scheitern.
Ein Buch, was es zu Beginn dem Leser nicht leicht macht. Es ist keine Geschichte, die einen mit offenen Armen empfängt. Sie will verstanden und erobert werden. Doch dann zieht sie einen in ihren Bann. Mir hat einzig das Abdriften ins Spirituelle nicht gefallen. Das war aus meiner Sicht überflüssig. Die Geister der Vergangenheit waren schon präsent genug.
Die Sprache ist kurz wie die Sätze. Der Erzählstil ist an Asa gerichtet. Das ist ein Ansatz, den ich so noch nicht gelesen habe. Ich brauchte etwas um mich daran zu gewöhnen. Als Fazit hätte man mich am Anfang des Buches gefragt, ob es mir gefällt, wäre meine Antwort nein gewesen. Ab dem ersten Drittel wurde es besser und irgendwann hatte es mich gepackt. Rückblickend würde ich sagen, es lohnt sich. Am Anfang ist es schwer aber es lohnt sich, dranzubleiben. Es hat echt was auch wenn es sehr blutig ist und eine Triggerwarnung gut wäre.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 22.07.2025

Eine seit 20 Jahren andauernde Tragödie

Himmelerdenblau
0

Julie verschwand in dieser Septembernacht in 2003 mit 16 Jahren spurlos. Es gibt nur einen Brief des Entführers, der eine lächerlich geringe Summe fordert. Doch wurde das Lösegeld nicht übergeben. Jetzt ...

Julie verschwand in dieser Septembernacht in 2003 mit 16 Jahren spurlos. Es gibt nur einen Brief des Entführers, der eine lächerlich geringe Summe fordert. Doch wurde das Lösegeld nicht übergeben. Jetzt 20 Jahre später sucht Julies Vater immer noch nach seiner Tochter. Unterstützt wird er von Liv, die einen True Crime Podcast betreibt und Cold cases wieder hervorholt. Nur was soll jetzt noch Neues ans Licht kommen? Besonders an diesem Buch ist, dass es weitestgehend von Theo - Julies Papa erzählt wird. Theo, der an fortgeschrittener Demenz leidet und dessen Verstand sich ab und an ausknipst wie eine Lampe. Romy Hausmann ist es meiner Meinung nach, sehr gut gelungen Theo eine Stimme zu verleihen ohne ins kitschige oder mitleidsvolle abzugleiten. Hier muss die Autorin sehr lange Recherchearbeit geleistet haben. Aber Theo trägt das Buch aus meiner Sicht. Die anderen Personen wie die bereits erwähnte Liv (die selbst eine Vielzahl von Problemen mit sich trägt), die zweite Tochter von Theo - Sophia - die am Rande des Nervenzusammenbruchs balanciert und der Exfreund von Julie, der alsTäter herhalten musste und daran zerbrochen ist.
Nicht so schön fand ich den Schluss - hier wurde es für mich sehr unrealistisch. Und einige Handlungsstränge, die den Leser wahrscheinlich verwirren sollten, fand ich komplett überflüssig weil sie nichts zur Geschichte beigesteuert haben.
Ein lesenswertes Buch für das ich 4 Sterne vergebe.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 21.07.2025

Eine seit 20 Jahren andauernde Tragödie

Himmelerdenblau
0

Julie verschwand in dieser Septembernacht in 2003 mit 16 Jahren spurlos. Es gibt nur einen Brief des Entführers, der eine lächerlich geringe Summe fordert. Doch wurde das Lösegeld nicht übergeben. ...

Julie verschwand in dieser Septembernacht in 2003 mit 16 Jahren spurlos. Es gibt nur einen Brief des Entführers, der eine lächerlich geringe Summe fordert. Doch wurde das Lösegeld nicht übergeben. Jetzt 20 Jahre später sucht Julies Vater immer noch nach seiner Tochter. Unterstützt wird er von Liv, die einen True Crime Podcast betreibt und Cold cases wieder hervorholt. Nur was soll jetzt noch Neues ans Licht kommen? Besonders an diesem Buch ist, dass es weitestgehend von Theo - Julies Papa erzählt wird. Theo, der an fortgeschrittener Demenz leidet und dessen Verstand sich ab und an ausknipst wie eine Lampe. Romy Hausmann ist es meiner Meinung nach, sehr gut gelungen Theo eine Stimme zu verleihen ohne ins kitschige oder mitleidsvolle abzugleiten. Hier muss die Autorin sehr lange Recherchearbeit geleistet haben. Aber Theo trägt das Buch aus meiner Sicht. Die anderen Personen wie die bereits erwähnte Liv (die selbst eine Vielzahl von Problemen mit sich trägt), die zweite Tochter von Theo - Sophia - die am Rande des Nervenzusammenbruchs balanciert und der Exfreund von Julie, der alsTäter herhalten musste und daran zerbrochen ist.
Nicht so schön fand ich den Schluss - hier wurde es für mich sehr unrealistisch. Und einige Handlungsstränge, die den Leser wahrscheinlich verwirren sollten, fand ich komplett überflüssig weil sie nichts zur Geschichte beigesteuert haben.
Ein lesenswertes Buch für das ich 4 Sterne vergebe.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 20.07.2025

Dyst-Utopisch

All Better Now
0

Neal Shusterman schockt nach Corona mit der nächsten Seuche. Aber bei diesem Virus ist der, der es überlebt glücklich und entspannt und die, die sterben, Tun dies in einem Moment des Glücks. ...

Neal Shusterman schockt nach Corona mit der nächsten Seuche. Aber bei diesem Virus ist der, der es überlebt glücklich und entspannt und die, die sterben, Tun dies in einem Moment des Glücks. Allerdings sind die Genesenen nicht nur glücklich, sondern sie verschenken ihr Hab und Gut, sind komplett umweltbewusst und bis zur Selbstaufopferung hilfsbereit. Das gefällt natürlich der Wirtschaft nicht und somit wird versucht, ein Gegenvirus, dass die Menschen unglücklich macht, zu entwickeln. Und in diesem Gemenge treffen Rón (aus reichem Elternhaus) und die mittellose Mariel zusammen. Weltverbesserer und Realismus prallen aufeinander und da ist noch Morgan - die Meisterin der Manipulation. Ein durchaus gut und spannend geschriebenes Buch. Ich hätte mir gewünscht, dass die Charaktere etwas detaillierter ausgearbeitet worden wären, so dass man mit ihnen besser hätte mitfühlen können. Sie bleiben für mich wie hinter einem transparenten Schleier. Ich kann sie zwar sehen, aber die Details bleiben verborgen. Aber egal spannend und unterhaltsam ist das Buch - eine Mischung aus Dystopie und Utopie- und zum Nachdenken kommt man auch.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 30.06.2025

Nicht so abwegig

Reset
0

Ein Virus befällt Rechner, Mobilgeräte - eigentlich alles, was in irgendeiner Art und Weise mit dem Internet verbunden ist. Und dieses Virus versendet Fake-Nachrichten und zwar täuschend echt. Kein Wunder ...

Ein Virus befällt Rechner, Mobilgeräte - eigentlich alles, was in irgendeiner Art und Weise mit dem Internet verbunden ist. Und dieses Virus versendet Fake-Nachrichten und zwar täuschend echt. Kein Wunder wir alle haben massig Daten, Videos und Fotos im Netz - so dass das von Peter Grandl geschilderte Szenario nicht abwegig ist. Und auf einmal steht die Welt am Rande des Atomkriegs, Abfangjäger Steigen auf, um angeblich entführte Flugzeuge abzufangen.
Eine düstere Geschichte, die am Anfang zäh anfängt, aber sich später zu einem echten Pageturner entwickelt. Der Autor schafft es sehr überzeugend darzustellen, wie vulnerabel unsere Wirtschaftssysteme sind und spätestens bei der Hyperinflation kommt man mächtig ins Grübeln. Das bunt zusammengewürfelte Expertenteam, was das Virus stoppen und den Urheber finden soll, besteht mal aus ganz normalen Menschen, die durchaus Schwächen haben und Fehler machen. Und die Welt existiert weiter, indem man auf analoge Inhalte zurückgreift. Analoge Telefone, Fax- und Funkgeräte sogar die alten Zeitungsdruckmaschinen werden zusammen mit dem längst verrenteten Bedienpersonal aus dem Museum geholt. Ein gut zu lesendes Buch. Man muss nur am Anfang durchhalten, finde ich. Dann packt es einen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere