Platzhalter für Profilbild

BuchFan25

Lesejury Profi
offline

BuchFan25 ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit BuchFan25 über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.09.2025

zu Herzen gehender und dabei spannender Roman über eine gefühlvolle, starke Frau

Die Berghebamme – Tage der Liebe
0

"Die Berghebamme - Tage der Liebe" ist der zweite Band der Reihe um die Berghebamme Maria. Linda Winterberg skizziert die Charaktere mit wenigen, aber eindrücklichen Worten, die sofort Gefühle für die ...

"Die Berghebamme - Tage der Liebe" ist der zweite Band der Reihe um die Berghebamme Maria. Linda Winterberg skizziert die Charaktere mit wenigen, aber eindrücklichen Worten, die sofort Gefühle für die Personen in einem Auslösen. Ihr Schreibstil ist klar, flüssig zu lesen und bildhaft.

Den ersten Band der Reihe habe ich noch nicht gelesen. Dies stellt jedoch kein Problem dar. Ich war sofort in der Handlung drin und alle wichtigen Zusammenhänge wurden kurz und prägnant in die Geschichte eingewoben. Die Zerrissenheit Marias ob der Bitte Evis und die noch schlimmere, als sie mit der Entscheidung und den Folgen leben muss, ist so eindrücklich und authentisch beschrieben, dass ich völlig gefesselt war. Auch in anderen Situationen habe ich mit Maria gelitten, gehofft, gefreut und geweint.

Wunderbar finde ich, wie verschiedene Themen auch durchaus kritisch im Geschehen verarbeitet werden. Von Abtreibungen über die Stellung der Frauen bis hin zu elternlosen Kindern. Dies geschieht so einfühlsam und authentisch zu den Personen passend, dass dieses Buch noch länger nachhallen wird.

Ein wahrlich bewegender Roman über eine wahnsinnig starke Frau, der eine absolute Leseempfehlung mit 5 Sternen von mir erhält.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 15.09.2025

Spannender Krimi mit bayrischem Lokalkolorit, Humor und sympathischen Ermittlern

Bodenfrost
0

Bereits beim in die Hand nehmen des Buches hat man einen Wow-Effekt. Haptisch ist es ein Erlebnis, denn den (Boden-)Frost kann man direkt spüren. Das Cover in winterlichen Farben und der Ausblick auf einen ...

Bereits beim in die Hand nehmen des Buches hat man einen Wow-Effekt. Haptisch ist es ein Erlebnis, denn den (Boden-)Frost kann man direkt spüren. Das Cover in winterlichen Farben und der Ausblick auf einen See machen neugierig auf den Inhalt.

Der Schreibstil von Andreas Föhr gefällt mir sehr gut und das Buch liest sich sehr flüssig. Bisher hatte ich noch keinen Kreuthner/Wallner Krimi gelesen, weshalb ich ohne Vorkenntnisse des Duos startete. Der Einstieg fiel mir leicht. Natürlich merkt man, dass es Vorgängerkrimis gibt, aber die Figuren werden im Verlauf des Buches wunderbar vorgestellt, so dass man die Beziehungen und Charaktere schnell überblickt.

Kreuthner und Wallner finde ich jeden auf seine Art sympathisch und authentisch. Gemeinsam ergeben sie ein typisch gegensätzliches Duo, das die Ermittlungen zusätzlich spannend werden lässt. Der eingestreute Dialekt ist verständlich und verleiht mit weiteren Details dem Ganzen angenehmes Lokalkolorit. Dazu eine gute Prise Humor - das passt hervorragend!

Der Krimi hat richtig Spaß gemacht, der Spannungsbogen ist wunderbar und teils temporeich angelegt. Die vielen gut gestreuten Aufhänger vom Anfang wurden super weiterverarbeitet und geben am Ende einen tollen überraschenden Schluss. Das Ganze war dann ziemlich logisch, wenn man die Hintergründe kannte. Es machte sehr viel Spaß eigene Theorien zu entwickeln, Vermutungen anzustellen und vom Autor an mancherlei Stelle in die Irre geführt zu werden. Dabei natürlich die Freude, wenn mancher Verdacht sich bewahrheitet hat.

Etwas gestört hat mich, dass immer mal wieder englische Äußerungen eingestreut wurden, die zusätzlich Kursiv gedruckt sind. Das wirkte seltsam und war kein gelungener Kontrast zu den Sätzen im bayrischen Dialekt.

Dieser 12. Fall für das charismatische Ermittlerduo Kreuthner-Wallner von Andreas Föhr bekommt eine klare Leseempfehlung für alle Krimi-Fans von mir. „Bodenfrost“ war ganz sicher nicht der letzte Fall, den ich mit den sympathischen, stellenweise verrückt anmutenden, zu Herzen gehenden, authentischen Figuren dieses Universums erlebt habe.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 10.09.2025

Ein außergewöhnlicher Krimi, der in seiner Besonderheit von der Hauptprotagonistin übertroffen wird

Nachtschattengewächse
0

Wunderbar gelungen ist das Cover von „Nachtschattengewächse“. Der Untertitel „Rache ist ein süßes Gift“ lässt erste Ahnungen zum Inhalt aufkommen. Die dargestellten Pflanzen tauchen nach und nach im Buch ...

Wunderbar gelungen ist das Cover von „Nachtschattengewächse“. Der Untertitel „Rache ist ein süßes Gift“ lässt erste Ahnungen zum Inhalt aufkommen. Die dargestellten Pflanzen tauchen nach und nach im Buch auf, was ich besonders schön finde. Eustacias Dachgarten voller Giftpflanzen vor dunklem Nachthimmel und auch das Teleskop findet seinen Platz – hervorragend.

Kaum hatte ich in das Buch rein gelesen, war ich auch schon fertig. Aus der Hand konnte ich es fast nicht mehr legen und ich war gefesselt von der Handlung, die von Andeutungen lebt und sehr vielschichtig ist. Dass dieser Krimi wie angekündigt anders ist als die Norm bewahrheitet sich in vielerlei Hinsicht.

Der feine Humor, der immer wieder aufblitzt, rundet den angenehm flüssig zu lesenden Schreibstil Jill Johnsons ab. Hier ein großes Kompliment an die Übersetzerin Stefanie Kremer, die sicher keine leichte Aufgabe hatte, alle botanischen und figürlichen Besonderheiten ins Deutsche zu bringen!
Eustacia als Hauptprotagonistin finde ich sehr faszinierend. Nicht nur ihr Leben, sondern auch ihre Pflanzen. Die Beschreibungen der verschiedenen Arten und welche Auswirkungen sie haben ist sehr interessant und lehrreich. Dass Eustacia selbst eine polarisierende Figur ist, die sicher von einem guten Teil der Lesenden eher abgelehnt wird, trägt zur Handlung bei. Mir persönlich ist sie mit all ihren Besonderheiten sympathisch. Ihr Verhalten mutet oftmals sonderbar an und eine psychische Auffälligkeit lässt sich nicht verleugnen. Betrachtet man sie jedoch völlig unvoreingenommen, ist sie eine sehr besondere und verletzliche Persönlichkeit. Ein einfaches Leben hatte sie ganz sicher nicht und dass sie der Tod einer sehr wichtigen Person im Leben nachhaltig beeinflusst und die Trauer darüber tief sitzt, ist einfach menschlich.

Interessant ist sicherlich, dass fast keine der handelnden, fein beschriebenen Personen wirklich die ist, die sie zu sein scheint und mindestens ein gut platziertes Geheimnis birgt. Der Schluss, der für mich völlig überraschend ist, spiegelt noch einmal die Vielschichtigkeit des Krimis wider.

Es hat einfach Spaß gemacht mit Eustacia und den weiteren Figuren zu rätseln, leiden, zweifeln etc. Dass sich Eustacia, trotz aller persönlichen Entwicklung, auch am Schluss treu bleibt, finde ich sehr positiv. Ich hoffe sehr, dass es - wie in der Danksagung anklingt - weitere Professor-Rose-Geschichten geben wird!

Von mir eine klare Leseempfehlung für alle, die bereit sind sich in jeglicher Hinsicht auf ein Leseerlebnis ab der Norm einzulassen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 11.08.2025

liebevoll aus Sicht des Katers Louis geschrieben, mit einer großen Portion Humor und Abenteuern einer charakterlich bunten Katzenfamilie

So ein Theater mit dem (Muskel-) Kater
0

Mit „So ein Theater mit dem (Muskel-) Kater!“ legt Ina Rom, das Pseudonym der Autorin, ein humorvolles Buch vor, in dessen Mittelpunkt der charmante Kater Louis steht. Aus seiner Sicht ist das Buch geschrieben ...

Mit „So ein Theater mit dem (Muskel-) Kater!“ legt Ina Rom, das Pseudonym der Autorin, ein humorvolles Buch vor, in dessen Mittelpunkt der charmante Kater Louis steht. Aus seiner Sicht ist das Buch geschrieben und es wird schnell klar, dass er, seine Katzenfamilie sowie sein Freund eine absolut unterhaltsame Truppe sind. Auch wenn sie bei dem einen oder anderen Nachbarn aufgrund ihrer teils spektakulären Aktionen nicht immer ganz so willkommen sind. Echte Stars sind sie, wenn sie ihre Besitzerin Doris bei deren Pilatesstunden unterstützen und für reichlich Abwechslung sorgen. Und wie es sich für eine echte Familie gehört: wenn es drauf ankommt, stehen die Katzen füreinander ein, wie in einigen zu Herzen gehenden Abenteuern deutlich wird.

Wunderbar flüssig und leicht liest man sich durch die Kapitel und ist gespannt, was die Vierbeiner als nächstes Erleben. Nicht nur ein Mal musste ich herzhaft lachen.
Ein schöner Nebeneffekt ist, dass ich sogar etwas über Pilates gelernt habe, denn bisher wusste ich nicht, dass dies mit Hilfe von Geräten praktiziert wird. So erschließt sich auch das Cover, das in der Gestaltung für mich ebenso doppeldeutig ist wie der Titel. Zunächst hatte ich angenommen, dass die fünf Katzen, deren unterschiedliche Charaktere wunderbar abzulesen sind, eine sportbegeisterte Dame mit Fisch und Hilfe beim korrekten Ausrichten des Kopfes, in ihre Mausefalle locken. Auch wenn die vermeintliche Mausefalle ein Pilatesgerät ist – dass dieses Buch zum Lachen animiert, ist nicht nur am Cover sondern auch am Titel erkennbar. Das Spiel mit den Worten Muskelkater, der den achtlosen Sportler ereilen kann, und muskulösem Kater, für den sich Louis zweifelsfrei hält, ist sehr gelungen. Im Inneren des Buches finde ich es toll, dass jedes Kapitel unter der Überschrift mit einem Katzenkopf versehen ist.

Für dieses humorvolle und charmante Buch spreche ich gerne eine Leseempfehlung aus – und das nicht nur für Katzenfreunde und –liebhaber. Besonders geeignet finde ich es als kleines Geschenk zu Nikolaus oder Weihnachten. Der perfekten Zeit, sich gemütlich einzukuscheln und sich von den einfallsreichen Katzen zum Lachen bringen zu lassen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 10.08.2025

italienisches Flair im beschaulichen Bayern und ein kaltblütiger Mord mit vielen Verdächtigen

Mörderische Delikatessen
0

"Mörderische Delikatessen" ist der erste Fall für die Italienerin Emma Ferrari. Sie selbst steht im Mittelpunkt - nicht nur als Ermittlerin, sondern auch als Hauptverdächtige. Schließlich wurde der Tote ...

"Mörderische Delikatessen" ist der erste Fall für die Italienerin Emma Ferrari. Sie selbst steht im Mittelpunkt - nicht nur als Ermittlerin, sondern auch als Hauptverdächtige. Schließlich wurde der Tote in ihrem hübschen Lädchen aufgefunden. Um sich gegenüber dem Kommissar als unschuldig zu erweisen, ermittelt sie mit Hilfe ihrer Freundinnen auf eigene Faust.

Der Autorin Sabine Steck ist mit ihrem Kriminalroman rund um die sympathische Emma ein ansprechender Auftakt zu dieser Reihe gelungen. Sprachlich wie auch inhaltlich spannt sich ein runder Bogen vom Anfang bis zum Ende. Langweilig werden die Ermittlungen dabei nicht, denn durch die vielen verschiedenen Verdächtigen tauchen sehr unterschiedliche Charaktere auf. Auch wenn sich nach und nach eine Vorahnung auf den/die Täter/in ergibt, so gelingt es Sabine Steck die Spannung bis zum Ende hoch zu halten.

Das Cover ist sehr ansprechend und detailliert gestaltet. Es spiegelt sehr schön den Mittelpunkt der Geschichte wider: Bayern, Emmas hübsches Lädchen und die italienischen Delikatessen.

Das Lesen dieses sommerlich leichten Kriminalromans kann ich empfehlen und freue mich bereits auf den zweiten Band.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere