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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.02.2018

Spannend, gefühlvoll und berührend

Die Rache der Polly McClusky
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-Die Rache der Polly McClusky-

-Zusammenfassung-
Kurz bevor Nate McClusky das Gefängnis verlassen darf, bringt er ein ranghohes Mitglied der "Aryan Steel" um - ein großer Fehler, denn schon bald wird ...

-Die Rache der Polly McClusky-

-Zusammenfassung-
Kurz bevor Nate McClusky das Gefängnis verlassen darf, bringt er ein ranghohes Mitglied der "Aryan Steel" um - ein großer Fehler, denn schon bald wird ein Hinrichtungsbefehl gegen ihn und seine Familie erlassen.
Als er schließlich aus der Haft entlassen wird, ist es für die Mutter seiner kleinen Tochter Polly bereits zu spät, aber er setzt alles daran, dass es Polly nicht genauso ergeht.
Noch am selben Tag holt er Polly aus der Schule und begibt sich mit ihr auf die Flucht..

-Cover & Titel-
Das Cover erinnert an einen typischen amerikanischen Roadmovie: interessant, aber nichts außergewöhnliches.
Der Titel, ja, was soll ich sagen? Ein typischer Titel für einen Thriller und den Inhalt des Buches sehr gut wiedergebend.

-Inhalt-
Der Autor nutzt einen sehr bildlichen, spannenden und detaillierten Schreibstil, sodass man sich unglaublich gut in das Buch hineinversetzen kann - an manchen Stellen habe ich mich wie im Kino gefühlt. Durch die sehr kurzen Kapitel mit häufigen Cliffhangern wurde die Geschichte noch spannender.
Manchmal war alles ein wenig zu detailliert, teils sehr blutige Szenen die oft auch sehr heftig waren.
Auch die Beschreibungen der unterschiedlichen Gangs und ihren Tätigkeiten hat mich überzeugt, alles sehr stimmig und interessant zu lesen.
Alles in einem ein sehr gutes Buch mit einer klaren Leseempfehlung von mir.

Veröffentlicht am 15.01.2018

Herzerwärmend

Wenn Funken über Wolken tanzen
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-Wenn Funken über Wolken tanzen-

-Zusammenfassung-
Nicolette, genannt Nico, ist 33 Jahre alt und hat bereits eine Ehe hinter sich. Mittlerweile wankt ihr Glaube an die wahre Liebe gehörig - umso schlimmer ...

-Wenn Funken über Wolken tanzen-

-Zusammenfassung-
Nicolette, genannt Nico, ist 33 Jahre alt und hat bereits eine Ehe hinter sich. Mittlerweile wankt ihr Glaube an die wahre Liebe gehörig - umso schlimmer dass Tina, ihre beste Freundin, dauernd versucht, Nico neu zu verkuppeln.
So auch während einer Galerieeröffnung, bei der sie Kosta, ihren One-Night-Stand, kennenlernt. Wie so oft bleibt es nicht bei diesem One-Night-Stand. Das Problem: zwischen Nico und Kosta liegen 14 Jahre Altersunterschied, denn Kosta ist erst 19...

-Cover & Titel-
Ich finde das Cover sehr schön und liebevoll gestaltet, meiner Meinung nach äußerst passend zum Buch.
Auch den Titel finde ich sehr interessant sowie passend.

-Inhalt-
Das Buch hat mich positiv überrascht: gerechnet habe ich mit einer typischen, klischeehaften Liebesgeschichte, herausgekommen ist alles andere als eine klischeehafte Geschichte.
Was mich sehr angesprochen hat, war die Ungewissheit, ob eine Beziehung zwischen den Beiden klappt - es war nie ganz klar, wie sich die Beiden entscheiden.
Auch die Charakterisierung von Nico und Kosta war recht interessant - wie bereits erwähnt absolut keine Klischees. So wirkte Kosta sehr erwachsen und Nico eher wie die Jugendliche.
Der Schreibstil war sehr flüssig und angenehm, auch die Perspektivwechsel waren schön. Obwohl größtenteils aus Nicos Perspektive erzählt wurde, machten kurze Passagen aus Kostas Sicht das Buch noch einen Ticken interessanter.
Eine klare Kaufempfehlung von mir, habe selten eine so tolle und stimmige Liebesgeschichte gelesen.

Veröffentlicht am 09.03.2026

Grandios-komplexes Worldbuilding

Flut aus schwarzem Stahl
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Mit "Flut aus schwarzem Stahl" eröffnet der mir zuvor unbekannte Autor Anthony Ryan eine neue epische Fantasyserie. Der Einstieg führt zunächst vergleichsweise ruhig in das Geschehen hinein, doch schon ...

Mit "Flut aus schwarzem Stahl" eröffnet der mir zuvor unbekannte Autor Anthony Ryan eine neue epische Fantasyserie. Der Einstieg führt zunächst vergleichsweise ruhig in das Geschehen hinein, doch schon bald wird deutlich, dass sich hinter den ersten Ereignissen eine größere Bedrohung zusammenbraut. Nach und nach entfaltet sich eine Geschichte, in der Macht, Loyalität und alte Konflikte eine zentrale Rolle spielen.

Der Schreibstil ist angenehm zu lesen und zugleich detailreich genug, um eine dichte Atmosphäre entstehen zu lassen. Ryan beschreibt seine Welt mit vielen kleinen Nuancen, ohne sich dabei in endlosen Ausschmückungen zu verlieren. Gerade die Schauplätze und politischen Strukturen wirken durchdacht und verleihen der Handlung eine solide Basis. Man merkt schnell, dass hier eine größere Geschichte angelegt ist, die sich vermutlich über mehrere Bände entwickeln wird.

Besonders interessant fand ich die unterschiedlichen Perspektiven, aus denen erzählt wird. Dadurch erhält man Einblicke in verschiedene Regionen und Machtverhältnisse der Welt. Gleichzeitig braucht es dadurch ein wenig Geduld, bis sich alle Handlungsstränge wirklich miteinander verbinden. Wer gerne sofort eine klare Hauptlinie verfolgt, könnte den Beginn deshalb als zu gemächlich empfinden. Für mich hat sich diese Struktur jedoch gelohnt, weil sie der Geschichte Tiefgang gibt.

Die Figuren wirken überwiegend vielschichtig und bewegen sich oft in moralischen Grauzonen. Klare Gut-und-Böse-Schablonen gibt es hier kaum, was ich gerade bei diesem Genre immer sehr begrüße. Gerade diese Ambivalenz sorgt dafür, dass Entscheidungen und Konflikte glaubwürdig erscheinen und Spannung erzeugen.

Auch das Worldbuilding gehört für mich zu den Stärken des Buches. Die Welt fühlt sich groß und lebendig an, mit eigenen Kulturen, politischen Interessen und historischen Hintergründen. Vieles wird nur angedeutet, was neugierig auf die weiteren Entwicklungen macht. Gleichzeitig verlangt das Buch dadurch ein gewisses Maß an Aufmerksamkeit, da viele Namen und Zusammenhänge eingeführt werden.

Insgesamt ist Flut aus schwarzem Stahl ein vielversprechender Auftakt für eine neue Fantasyreihe. Wer umfangreiche Welten, mehrere Perspektiven und eine eher düstere Grundstimmung schätzt, dürfte hier sehr gut aufgehoben sein.
4,5/5 Sterne

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 02.03.2026

Toll für junge Einsteiger in das Genre geeignet!

Erde 13
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Mit "Erde 13 " legt Andreas Langer erneut einen Science-Fiction-Roman für eine junge Zielgruppe vor, der ohne lange Vorrede auskommt. Besonders positiv aufgefallen ist mir, dass die Geschichte direkt ins ...

Mit "Erde 13 " legt Andreas Langer erneut einen Science-Fiction-Roman für eine junge Zielgruppe vor, der ohne lange Vorrede auskommt. Besonders positiv aufgefallen ist mir, dass die Geschichte direkt ins Geschehen startet. Es gibt keine ausufernde Einführung oder unnötige Ausschweifungen. Stattdessen befindet man sich sofort mitten im Geschehen. Dieser unmittelbare Einstieg hat mich schnell gepackt und neugierig gemacht.

Bereits mit "They Are Everywhere" konnte mich der Autor im Sci-Fi-Bereich überzeugen, weshalb ich entsprechend hohe Erwartungen hatte. Und auch diesmal zeigt sich, dass er ein gutes Gespür für Spannung und bedrohliche Szenarien besitzt. Die Handlung entwickelt sich dynamisch, immer wieder tauchen neue Fragen auf, während sich das größere Bild nur Stück für Stück zusammensetzt.

Was die Zielgruppe betrifft, richtet sich "Erde 13" diesmal meiner Meinung nach klar an Leserinnen und Leser, die Science-Fiction nicht nur wegen spektakulärer Action lesen, sondern auch wegen der zugrunde liegenden Ideen. Wer Freude daran hat, sich gedanklich mit möglichen Zukunftsszenarien auseinanderzusetzen und sich fragt, wie realistisch bestimmte Entwicklungen eigentlich sind, dürfte hier auf seine Kosten kommen. Ohne überzogen zu wirken, werden hier spannende Situationen erzeugt, die immer wieder zum Rätseln und Mitfiebern anregen. Gerade für junge Einsteiger ins Sci-Fi-Genre dürfte sich dieses Buch daher super eignen.

Insgesamt ist "Erde 13" eine temporeiche, durchdachte Science-Fiction-Geschichte, die vor allem durch ihren direkten Einstieg und die konsequent aufgebaute Spannung überzeugt. Wer bereits Gefallen an "They Are Everywhere" vom selben Autor gefunden hat oder generell packende Zukunftsszenarien mag, sollte hier definitiv einen Blick riskieren.
4,5/5 Sterne

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  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 23.02.2026

Nicht perfekt im Tempo, dafür umso stärker im Worldbuilding!

Tale of Sun and Night (Tale of Sun and Night 1)
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"Tale of Sun and Night" entführt in eine Welt, in der Träume nicht nur Bilder im Kopf sind, sondern eine greifbare Macht und Präsenz besitzen. Im Mittelpunkt steht Lio, eine junge Frau, die unter schwierigen ...

"Tale of Sun and Night" entführt in eine Welt, in der Träume nicht nur Bilder im Kopf sind, sondern eine greifbare Macht und Präsenz besitzen. Im Mittelpunkt steht Lio, eine junge Frau, die unter schwierigen Umständen lebt und plötzlich in ein Geflecht aus Magie, Intrigen und verborgenen Wahrheiten gerät. Ohne zu viel vorwegzunehmen: Die Geschichte lebt stark vom langsamen Entdecken dessen, was hinter allem steckt.

Der Einstieg fiel mir angenehm leicht. Man wird nicht mit Informationen überhäuft, sondern lernt die Welt Stück für Stück kennen. Gerade das Magiesystem rund um Träume und ihre Auswirkungen fand ich spannend angelegt und wunderbar ausgearbeitet. Es wirkt durchdacht und bietet viele Möglichkeiten für Konflikte, welche sowohl auf persönlicher, als auch auf gesellschaftlicher Ebene stattfinden. Die Welt wirkt in sich stimmig, mit klaren Regeln und spürbaren Machtstrukturen. Man merkt, dass hier mehr im Hintergrund existiert, als direkt auf den Seiten erklärt wird. Gleichzeitig bleibt genug Raum für weitere Enthüllungen in den Folgebänden.

Der Schreibstil ist flüssig und bildhaft, ohne sich jedoch in endlosen Beschreibungen zu verlieren. Besonders gelungen fand ich die atmosphärischen Szenen, in denen Träume und Realität miteinander verschwimmen. Hier entsteht eine fast schon greifbare Spannung. An anderen Stellen hätte ich mir jedoch etwas mehr Straffung gewünscht, da sich einzelne Passagen in ihrer Stimmung ähneln und das Tempo dadurch leicht gebremst wird.

Die Figuren sind interessant angelegt, vor allem die Protagonistin, die trotz widriger Umstände eine innere Stärke entwickelt, welche sich erst nach und nach zeigt. Ihre Entwicklung verläuft nicht sprunghaft, sondern nachvollziehbar und durch ihre Sanftheit durchaus authentisch. Auch die zwischenmenschliche Dynamik nimmt sich Zeit. Die Beziehungselemente stehen nicht permanent im Vordergrund, sondern fügen sich organisch in die Handlung ein, was ich als sehr passend und durchweg rund empfunden habe.

Insgesamt ist Tale of Sun and Night ein gelungener und atmosphärischer Reihenauftakt, der vor allem durch seine Grundidee und die dichte Stimmung überzeugt. Wer gern in neue Fantasywelten eintaucht, Geduld für langsam wachsende Entwicklungen mitbringt und Wert auf ein durchdachtes Magiekonzept legt, dürfte hier gut aufgehoben sein. Nach dem Cliffhanger am Schluss freue ich mich nun sehr auf die Fortsetzung!
4,5/5 Sterne

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