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Veröffentlicht am 12.08.2025

Teufelsspirale

The Echo before Dawn
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„Ich will fort von hier, zurück zu dem Tag, an dem ich die Zukunft noch ändern kann.“

Dieser Songtext verbindet die beiden Protagonisten des Manhuas und ist das Gleichnis der Oneshot, das immer wiederkehrende ...

„Ich will fort von hier, zurück zu dem Tag, an dem ich die Zukunft noch ändern kann.“

Dieser Songtext verbindet die beiden Protagonisten des Manhuas und ist das Gleichnis der Oneshot, das immer wiederkehrende Motiv, das uns durch die Freundschaft, die Ausgrenzung, die Drogenhölle leitet. Die Geschichte der beiden jungen Männer, die eine tiefe Freundschaft verbindet, ist in drei zeitlich abgestufte Kapitel unterteilt, in dem uns die Geschichte der beiden Freunde näher gebracht wird. Bei mir wurde der Manhua nur wenige Minute alt, bevor ich ihn förmlich verschlungen habe. Er ist spannend, schockierend und leider nur allzu wahr. Die Abwärtsspirale, die Drogensucht, die differenzierten Gründe für den Griff zur Droge sind in „Echo before dawn“ subtil dargestellt, doch gleichzeitig auch ziemlich ungeschönt.

Youjie kommt aus einem schwierigen Elternhaus und hat mit der Überforderung zu kämpfen, seine Schwester großzuziehen und auf seine Großmutter zu achten, während seine Mutter immer wieder rückfällig wird und er in Grenzsituationen gerät. Seine Zuflucht findet er bei einer Dealerbande - und rutscht selbst ab. Yichen ist eigentlich das genaue Gegenteil - doch auch ihn treiben Leistungsdruck und Kameradschaft in die Sucht - die Suche nach einer (gefährlichen) Gemeinschaft ist hier ein ziemlich starkes Motiv.

Was für eine starke Oneshot - wir wissen alle, was Drogen mit einem Menschen machen können und was für Abgründe sie öffnen. Aber hier erleben wir sie in einem anderen Medium. Die Geschichte beleuchtet die Freundschaft der zwei Protagonisten - und ihre unterschiedlichen Wege in und aus der Sucht heraus.

Mich persönlich haben die verschiedenen Komponenten sehr gefesselt. Es ist kein einfaches Manhua, vieles ist verknappt und zwischen den Zeilen erzählt. Ich habe die beiden Hauptfiguren sehr lieb gewonnen und mit ihnen gefiebert.

Das Artwork hat mich allein schon auf dem Cover begeistert - und die Zeichnungen im Manhua sind ebenso detailliert wie schonungslos und passen zum Thema und zur Geschichte.

Von mir eine klare Empfehlung. Die Thematik ist hart und sehr real.

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Veröffentlicht am 12.08.2025

Unglaublich gelungener Genremix

Run to Heaven 01
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„Ich brauche keine Waffen um zu gewinnen. Ich kann gehen, wohin ich will. Soweit mich meine Füße tragen.“

Wow. Punkt. Der Euromanga vereint soviel Themen, verwebt sie zu einem komplexen Gesamtgewebe ...

„Ich brauche keine Waffen um zu gewinnen. Ich kann gehen, wohin ich will. Soweit mich meine Füße tragen.“

Wow. Punkt. Der Euromanga vereint soviel Themen, verwebt sie zu einem komplexen Gesamtgewebe und fängt damit die eigentliche tiefe Geschichte auf, die im Auftaktband des französischen Autors Toan erzählt eindrucksvoll erzählt. Es ist eine Geschichte über Träume, über den Versuch zu Fliegen, über den Krieg und wie der Krieg die Menschen verändert. Über Verlust, Glauben und Hoffnung. Es geht darin um so starke Themen, um harte Wahrheiten - ich bin Splittermangaplus unendlich dankbar, dass er uns mit so starken Werken fernab des Mainstreams verfolgt.

Fee ist eine Teenagerin, die im Schatten des Krieges lebt. Ein Ende ist nicht in Sicht und ein normales Teenieleben schwer möglich. Fee lebt mit ihrem kranken Vater zusammen, der aufgrund der Krankheit ausgemustert wurde. Ihre Mutter ist eine hochdekorierte Admiralin und kehrt selten von der Front zurück. Jetzt stehen die World Games an - ein Moment zum Luftholen - vor allen Dingen da Fee als Läuferin ein Ass ist.

„Die Menschheit hört nie auf, über ihre eigenen Grenzen hinauszuwachsen.“ Ein Satz ihres Vaters. Klug, überlegt und immer für seine Tochter da, gleich ob sie ein Pflaster oder einen guten Rat braucht. Unrecht hat er mit seiner Äußerung nicht. Die Menschheit wächst über ihre eigenen Grenzen - manchmal positiv, manchmal taumeln wir am Abgrund - ich finde, dass wird auf den 300 Auftaktseiten des Mangas mehr als deutlich.

Fee ist so ein starker Charakter - sie ist sich ihrer Stärken und Schwächen bewusst. Im Laufe der Geschichte festigen sich diese Charaktereigenschaften zu Wünschen, Zielen und Träumen, die sie verfolgt, mit der Unterstützung ihrer Freunde. Camille, Sam und all die anderen. Freundschaft ist eines der besonders starken Themen!

In der ersten Hälfte liegt der Fokus des Mangas stark auf Sport, auf den WorldGames und auf den persönlichen Motivationen außergewöhnliches zu leisten. Dabei werden wir auch in das Privatleben vonseiten und ihrem Dad mitgenommen - und mir ist das eingespielte Team wirklich ans Herz gewachsen. Ich habe auf der anderen Seite die Spuren des Krieges auf den Straßen gesehen - seine Darstellung hat der Autor nie vergessen - und je weiter die Geschichte fortgeschritten ist, desto präsenter wurde der Krieg für den Leser gemacht. Gleichzeitig wurden ernste und schwerer zu verarbeitende Themenbereiche bespielt.

Der Zeichenstil ist wahnsinnig detailliert. Zu Beginn wird uns eine Ahnung davon gegeben, mit welchen Farbschematas im Band gearbeitet wird. Die Panels sind detailliert und schnelllebig, ich war trotzdem so gefangen, als würde ich einem Spielfilm folgen. Besonders im Gedächtnis geblieben ist mir die Darstellung der Augen in Großaufnahme, die sich mehrmals auf den Seiten in unterschiedlicher Funktion zeigt - und eine einsame Blume, die mich hat schwer schlucken lassen.

Ein richtig starker, berührender Manga, der mich vollkommen unerwartet getroffen hat - über Ziele und Träume in Zeiten von Krieg und Hoffnungslosigkeit, über Freundschaft und Familienbande - eine große Empfehlung von mir. Ich hoffe sehr, dass wir nicht allzu lange auf den zweiten Band warten müssen.

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Veröffentlicht am 24.06.2025

Ein toller Abschluss der Histo-Dilogie

Himmel der Träume 02
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„Ich bin nur das Luftschiff seiner Träume.“

Der zweite kund finale Band der Mangareihe ging mir unter die Haut. „Himmel der Träume“ spielt im historischen Belgien, in einer Zeit des Aufbruchs, der Seefahrer ...

„Ich bin nur das Luftschiff seiner Träume.“

Der zweite kund finale Band der Mangareihe ging mir unter die Haut. „Himmel der Träume“ spielt im historischen Belgien, in einer Zeit des Aufbruchs, der Seefahrer und Entdeckungsreisen und großen wissenschaftlichen Durchbrüchen.

Im zweiten Band geht es um geistigen Diebstahl einerseits und andererseits um das Beziehungsgeflecht zweier Frauen, Amelie, der Frau des treulosen Händlers Hans, und Sahara, der Sklavin, die er von einer seiner Reisen mitgebracht hat.

Spannend für mich war die Dynamik beider Frauen, wie sie sich immer wieder zwischen Zu- und Abneigung begegnen, im selben Boot sitzen und dann doch wieder nicht. Generell die Darstellung der Frauenbilder und der Frauenrollen, die zu der Zeit eng gesteckt waren und aus der die Frauen nur schwer ausbrechen konnten, war für mich sehr eindrucksvoll und detailliert. Anhand von Sahara, Amelie und einer Dienerin in Hans Haushalt konnte ich Treue und Abhängigkeit, Zwang und Hass deutlich verfolgen.

Hans selbst hat für mich an Tiefe gewonnen - er ist immer noch unerträglich, keine Sorge, aber ich konnte sehen für wen sein Herz schlägt - und die Herausarbeitung dieses Charakterzuges war für mich allein schon großes Kino.

Der Artstyle ist außergewöhnlich - allein das Cover zieht meinen Blick an - die Farben, die Details und die Pose der beiden Protagonistinnen machen sehr neugierig auf den Inhalt. Der Manga wird von einer klaren Linienführung bestimmt, durchbrochen von ganzseitigen Panels, die den Lesenden zum Verweilen animieren. Viele Details haben hier versteckte Bedeutungen. Der Text korrespondiert gut mit den Bildern, die so aussagekräftig sind, dass nichts zweimal erklärt werden muss. Ich habe viele Alltagssituationen und Szenen, in denen beide an ihre emotionalen Grenzen kamen, miterlebt.

Das Stück Geschichte in zwei Mangabänden zu komprimieren erfordert einen sehr guten Plot - der wirklich geglückt ist. Die historischen Vibes wurden genauso transportiert wie die Emotionen der Figuren.

Für mich sind die beiden Bände ein Highlight, das ich jedem Histo-Fan ans Herz legen möchte.

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Veröffentlicht am 08.05.2025

Tiefgründiger Histo-Manga

Himmel der Träume 01
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„Ich bin Luft. Luft ist Paradies. Das Paradies bin ich.“

Mich hat das sehr ausdrucksstarke Cover auf den Comic aus Korea aufmerksam gemacht. Besonders, da die Blicke der beiden jungen Frauen nicht einander ...

„Ich bin Luft. Luft ist Paradies. Das Paradies bin ich.“

Mich hat das sehr ausdrucksstarke Cover auf den Comic aus Korea aufmerksam gemacht. Besonders, da die Blicke der beiden jungen Frauen nicht einander zugewandt sind, obwohl sie sich halten, sondern in die Ferne gerichtet sind, hat mich neugierig gemacht.

Zudem bin ich großer Fan historischer Romane - und hier geht es um ein höchst spannendes historisches Thema. Um Glaube und Wissenschaft und die Freiheit, das auszuleben, für das man brennt.

Die fromme Amelie ist mit Hans verheiratet, einem holländischen Kaufmann aus gutem Hause. Als solche hat sie in Demut zu leben und ihrem Gatten zu Willen zu sein. Doch sie hat einen starken Wissenshunger, wann immer sie Gelegenheit findet, betreibt sie wissenschaftliche Studien - über das Fliegen. Als Hans von einer seiner Reisen eine exotische Sklavin mit nach Hause bringt, wird sie jedoch mit ganz anderen Emotionen konfrontiert.

„Himmel der Träume“ ist stark auf den historischen Aspekt ausgelegt - was mir sehr gut gefallen hat. Man erfährt vieles über die holländische Geschichte und die Eigenarten der der dort lebenden Bevölkerung - was für mich diesen Histo-Comic einen besonderen Charme verleiht. Ich hatte teilweise wirklich das Gefühl, im 1600 Jahrhundert zu leben, zu Zeiten großer Umbrüche und neuer Entdeckungen.

Amelie, die Protagonistin, ist nicht glücklich in ihrer Ehe. Trotzdem ist sie bemüht, ihrem Mann zu Willen zu sein. Doch ich habe ihren Zwiespalt deutlich gespürt, vor allen Dingen, als sie in Berührung mit neuer Kultur und neuen Ideen kommt. Auf jeden Fall ist der Comic sehr spannend aufgebaut.
Die Liebesgeschichte, die sich auf dem Cover schon andeutet, baut sich langsam auf und fußt eher auf gegenseitigem Verständnis und Verständigung als auf erotischen Gedanken. Beide müssen sich erst mal mit den Emotionen und dem Mindset des jeweils anderen auseinandersetzen - und das benötigt Zeit.

Die Themen, mit denen der Comic spielt, sind Wissenschaft und Wissensdurst, tief verwurzelter Glauben und die Kluft dazwischen, denn Amelie lebt wie schon erwähnt in beiden Welten. Das kann in den nächsten Bänden noch spannend werden! Zudem wird im ersten Teil die oftmals tiefe gegenseitige Abhängigkeit thematisiert. Mann und Frau, Herrin und Untergebene, um nur einige Beispiele zu nennen.

Die Panels erscheinen ausdrucksstark und passen gut zur Thematik. Yudori geht auch bei expliziten Szenen nicht zu sehr ins Detail, verschweigt jedoch auch nichts.

Ein starker Auftakt! Ich bin auf den nächsten Band wirklich gespannt!

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Veröffentlicht am 08.05.2025

Tolle Mischung aus Mythologie und Alltäglichkeit

Mein Nachbar Yokai 01
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Der Manga war zuckersüß und am Ende richtig spannend! Ich mochte das Miteinander eines modernen japanischen Dorfes mit Handy und Co. und den Yokai einfach sehr gerne.

In der Kleinstadt Fuchigamori existieren ...

Der Manga war zuckersüß und am Ende richtig spannend! Ich mochte das Miteinander eines modernen japanischen Dorfes mit Handy und Co. und den Yokai einfach sehr gerne.

In der Kleinstadt Fuchigamori existieren nämlich Menschen, Dämonen und Geister friedlich nebeneinander und helfen einander den Alltag zu bewältigen. Der erst neu zum Yokai gewordene Buchio muss sich mit seinem Kater-Yokai-Leben erst mal zurecht finden. Zum Glück hat er dazu tatkräftige Unterstützung. Doch nicht nur der kleine Yokai hat so seine Probleme. Auch die menschlichen Nachbarn schlagen sich mit einigen Problemen herum.

Sobald man den Manga aufschlägt, wird man von Mythen und Legenden begrüßt. Das hat mich zumindest schon mal sehr gefreut! Generell schafft es der Manga mit seiner Nähe und seiner Alltäglichkeit von Mythen und Legenden zu überzeugen. Wo sieht man sonst schon Yokai, die in alltägliche Rollen schlüpfen und Jobs nachgehen. Denen Zeit gelassen wird. Viel Fokus wird auf den Alltag der Figuren gelegt. Wir gehen mit Mu-chan zur Schule, wir erleben Sportfeste mit ihr, erste Verliebtheiten und schlecken Eis an der Seite ihrer Freunde - dämonischen und menschliche. Ich zumindest musste dabei Lächeln.

Oft begleiten wir auch Bushio, den Yokai in Ausbildung - und erleben dabei die Güte und das Verständnis, mit dem sich Menschen und Dämonen in diesem Manga begegnen. Ihm wird Zeit gegeben, seine Fähigkeiten zu entdecken und seinen Platz in der Gesellschaft zu finden. Dass dabei die Familie wächst sowie der kleine Yokai hat mich berührt.

Ganz nebenbei lernen wir auch unglaublich viel über die japanische Kultur, die Mythen und Legendenwelt, gemeinsam mit Bushio. Zum Schluss wird’s noch mal richtig spannend!

Die Zeichnungen sind zart und einfühlsam, die Gesichter, egal ob dämonisch oder menschlich ausdrucksstark, ohne zu übertreiben. Das führt zu einem wunderschönen lebendigen Stil, der mich begeistert.

Ein toller Auftaktband, der Themen wie Mut und Freundschaft, Zusammenhalt und Akzeptanz in den Vordergrund stellt - ich freue mich schon sehr auf den zweiten Teil.

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