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Veröffentlicht am 29.09.2025

Achterbahnfahrt durch eine K-Drama-Fantasystory

Prinzessin der tausend Diebe – Betrayed
2

Inhalt:
Sora ist die rechtmäßige Erbin eines einflussreichen Firmenimperiums. Doch vor Jahren wurden sie und ihre Mutter vom Clan verstoßen, denn Sora verfügt, im Gegensatz zum Rest ihrer Familie, über ...

Inhalt:
Sora ist die rechtmäßige Erbin eines einflussreichen Firmenimperiums. Doch vor Jahren wurden sie und ihre Mutter vom Clan verstoßen, denn Sora verfügt, im Gegensatz zum Rest ihrer Familie, über kein Mana, keine Magie. Dadurch ist sie in den Augen ihrer Familie vor allem eins, eine Enttäuschung und Schande. Doch eines Tages erhält Sora einen Brief mit einer Einladung und sie kehrt zu ihrer Familie zurück. Nichtsahnend, dass sie dabei etwas in Gang setzt, von dem sie niemals zu träumen gewagt hätte, weder in ihren Wunschträumen noch in ihren Albträumen. Auf ihrem Weg begegnet sie Menschen, die sie hoffte nie wieder zu sehen und einem Gott, der auf ihre Hilfe angewiesen ist, ebenso wie sie auf seine.

Meinung:
Mit Prinzessin der tausend Diebe hat Thea Long eine fantastische Welt mit koreanischem K-Pop-Drama geschaffen, die ihresgleichen sucht. Koreanische Legenden bilden dabei die Grundidee dieser Geschichte.
Die Storyline fand ich durchaus sehr unterhaltsam, stellenweise regelrecht brutal. Es war anders, als ich es erwartet hatte und dabei erfrischend neu. Der Schreibstil von Thea Long macht das Lesen einfach, wenngleich ich manche Stellen dennoch mehrfach lesen musste, um mit dem Geschehen Schritt zu halten. Das Worldbuilding ist toll gemacht und zieht sich über das gesamte Buch hinweg, auch wenn ich nach wie vor noch so einige Fragen habe und nun wohl auf Band 2 für eine weitere Auflösung hoffen muss.
Die Charaktere sind toll beschrieben. Allen voran Ran, der Tigergott, der durch seine wirklich charmante Art, mich mehr als einmal zum Lachen gebracht hat. Sora hingegen ist eine FMC, die sowohl kratzbürstig, als auch unnachgiebig und stolz ist. Sie ist eben nicht die heroische, selbstlose Heldin und genau das macht sie so natürlich und auch gibt er eine große Charakterstärke. Gleichzeitig hat mich manchmal ihre aufbrausende, naive Art etwas genervt, aber so ist das vermutlich mit Protagonistinnen, die Ecken und Kanten haben.
Die Geschichte fliegt über die Seiten nur hinweg, sodass stellenweise innerhalb weniger Zeilen so viel passiert, das einem beim Lesen fast schwindelig werden kann. Hier hätte ich mir an der einen oder anderen Stelle etwas mehr Details gewünscht.
Sehr unzufrieden hat mich dann letztendlich das Ende gemacht. Hier erwartet uns ein mieser Cliffhanger, der das Warten auf Band 2 ziemlich schwer macht.

Das Buch sei allen empfohlen, die generell auf etwas K-Drama stehen, ungewöhnliche Fantasy mögen und sich vor allem Charaktere mit Ecken, Kanten und Fehlern wünschen.

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  • Handlung
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  • Charaktere
  • Cover
  • Fantasy
Veröffentlicht am 21.09.2025

Solide Vampire-Dark-Romantasy mit etwas verschenktem Potential

In the Shadows we wait
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Inhalt:
Xara wird regelmäßig von Albträumen heimgesucht. Als sie erfährt, dass sie adoptiert ist, macht sie sich auf die Suche nach Surnova, ihrem Geburtsort, um mehr über sich und ihre Vergangenheit herauszufinden. ...

Inhalt:
Xara wird regelmäßig von Albträumen heimgesucht. Als sie erfährt, dass sie adoptiert ist, macht sie sich auf die Suche nach Surnova, ihrem Geburtsort, um mehr über sich und ihre Vergangenheit herauszufinden. Dort träumt sie immer mehr, sobald sie der Schlaf überfällt und die Träume fühlen sich erschreckend real an. In Surnova trifft sie auch auf den Vampirfürsten Dorian und seinen Diener Juraj, die sie beide für die Reinkarnation ihrer großen Liebe halten. Doch Xara erinnert sich an nichts. Und plötzlich scheinen ihre Träume doch mehr zu sein, als einfach nur Träume.

Meinung:
In the Shadows we wait hatte unglaublich viel Potential und konnte mich leider doch nicht ganz überzeugen.
Xara und auch die beiden neuen Freunde, die sie in Surnova findet, Adrian und Chris, sind wirklich sehr sympathisch und haben das Lesen zu einem Vergnügen gemacht. Juraj, als Diener und Freund des Vampirfürsten Dorian, fand ich ebenfalls gelungen dargestellt. Durch seine Art gegenüber Xara war er mir ebenfalls sehr sympathisch. Mit Dorian hingegen konnte ich leider gar nichts anfangen. Er war mir von Beginn an unsympathisch, was sich leider im Laufe des Buches nicht gebessert hat.
Das Buch ist aus drei Sichtweisen geschrieben, was gut zur Grundstory passt. Auch das Cover sowie der Farbschnitt des Buches passen gut zur Gesamtstory und bilden eine tolle Einheit.
Generell hat mit In the Shadows we wait stark an The Vampire Diaries erinnert, auch wenn im Detail natürlich enorme Unterschiede vorhanden sind.
Insbesondere das Ende hat mich dann sehr gestört, den zum einen endet das Buch mit einem Cliffhanger, was an sich in Ordnung wäre. Jedoch hat die Handlung nach meinem Empfinden einfach mittendrin aufgehört. Ich hatte das Buch beendet und war absolut unzufrieden mit dem Ende des ersten Teils. Vom Gefühl her, hätte hier noch mehr passieren müssen, um den ersten Teil abzuschließen. Ein oder zwei Kapitel mehr hätten hier nicht geschadet.

Die beschriebene Tropen Haters to Lovers oder auch arranged Marriage habe ich im Buch selbst jedoch so nicht wiederfinden können. Auch als slow burn würde ich das Buch nicht beschreiben.

In the Shadows we wait ist eine solide Dark-Romantasy, die mich jedoch leider nicht gänzlich überzeugen konnte. Wer Vampire und generell eine düstere Atmosphäre mag, ist hier genau richtig.

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Veröffentlicht am 07.09.2025

Solide Romance im Musik- und Showbiz

Gentle Heart
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Inhalt:
Ashley Cruz hat eine toxische Beziehung hinter sich, die sie immer noch nicht loslässt. Um weitere negative Schlagzeilen zu vermeiden, will sie sich ausschließlich auf ihre Karriere als Sängerin ...

Inhalt:
Ashley Cruz hat eine toxische Beziehung hinter sich, die sie immer noch nicht loslässt. Um weitere negative Schlagzeilen zu vermeiden, will sie sich ausschließlich auf ihre Karriere als Sängerin und Schauspielerin konzentrieren. Doch auf ihrer Release-Party begegnet sie Logan Buckley, dem Gitarristen der angesagten Band Scarlet Luck. Und ein Moment zwischen ihnen bildet den Beginn einer Freundschaft Plus. Denn Ashley hat sich geschworen sich nie wieder mit einem Mann, der in der Öffentlichkeit steht, einzulassen. Doch je mehr Zeit Buck und Ash miteinander verbringen, desto mehr verschwimmen die Grenzen zwischen Freundschaft und dem was sein könnte.

Meinung:
Mit Gentle Heart nimmt uns Mona Kasten zurück in die Welt von Scarlet Luck. Anders als bei den beiden ersten Bänden dreht sich diesmal alles um Ashley Cruz und Logan Buckley. Dieser dritte Band der Scarlet Luck Reihe kann als Stand-Alone gelesen werden. Jedoch sollte man die ersten beiden Bände vor diesem dritten lesen, wenn man alle drei Bücher genießen möchte, denn der dritte Band beinhaltet Handlungen des ersten und zweiten Bandes, jeweils aus anderen Sichtweisen.
Für mich war Gentle Heart eine solide Romance im Musik und Showbiz, die mich jedoch leider nicht so berührt hat, wie andere Romane von Mona Kasten. Ashley und Logan sind sympathische Charaktere, aber der Funke hat mir hier einfach gefehlt. Der dritte Teil der Scarlet Luck Reihe beinhaltet wieder tolle Botschaften, doch das gewisse Etwas hat sich für mich nicht eingestellt. Die Entwicklung der Lovestory zwischen Ashley und Logan ist sehr schön geschildert, denn die Gefühle zueinander entwickeln sich nach und nach. Dies konnte ich als Leser/in sehr gut nachempfinden durch die Beschreibungen. Für eine runde Gesamtstory hat mir allerdings der gesamte Aufbau der Beziehungen und der Umstände gefehlt. Es wurden dauerhaft Handlungen angedeutet, auf die jedoch nicht wirklich eingegangen wurde und einen etwas ratlos zurückgelassen haben.
Auch nach dem Ende des Buches hatte ich immer noch das Gefühl die Charaktere nicht richtig zu kennen. Alles in allem sind die Story und leider auch Ashley und Logan für mich etwas blass geblieben, obwohl sie sehr viel Potential hatten.

Als Stand Alone ohne Kenntnis der ersten beiden Bände kann ich Gentle Heart jedoch nicht gänzlich empfehlen. Mir haben hier die Schilderungen der weiteren Geschehnisse und die Einordnung insgesamt gefehlt. Auch blieben für mich Ashley und Logan etwas zu blass als Charaktere mit ihren individuellen Eigenschaften. Die Handlungen der beiden waren jedoch sehr eindrucksvoll geschildert.
Wer die ersten beiden Bände der Scarlet Luck Reihe geliebt hat, der wird in Gentle Heart sicherlich eine weitere tolle Lovestory finden.
Für mich war Gentle Heart leider ein nicht ganz so überzeugender Band von Mona Kasten.

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Veröffentlicht am 01.09.2025

Tolle Small-Town-Romance mit viel Spice und einigen Überraschungen

Honeybridge. All Mine
1

Inhalt:
Isabella zieht nach der Trennung von ihrem untreuen Ex in das beschauliche Städtchen Honeybridge. Dort will sie einen Neuanfang wagen und ihr eigenes Restaurant eröffnen. Direkt gegenüber befindet ...

Inhalt:
Isabella zieht nach der Trennung von ihrem untreuen Ex in das beschauliche Städtchen Honeybridge. Dort will sie einen Neuanfang wagen und ihr eigenes Restaurant eröffnen. Direkt gegenüber befindet sich ein Lokal, dessen Besitzer Etienne weckt sofort Isabellas Neugierde. Etienne ist jedoch als DER Frauenheld schlechthin in der Stadt bekannt und lässt sich nur auf One-Night-Stands ein. Doch sie hat sich geschworen sich ein Jahr lang auf keine Männer einzulassen, sich keine Ablenkung von ihrem großen Traum zu erlauben. Etienne entgeht die neue, attraktive Nachbarin ebenfalls nicht. Doch allen Flirtversuchen seinerseits scheint sie bislang immun zu sein.
Nach und nach kommen sich die beiden näher und Isabella muss sich fragen, ob manche selbstauferlegten Regeln es nicht doch wert sind, gebrochen zu werden.

Meinung:
Honeybridge - All Mine verspricht eine cozy, Small-Town Setting pumpkin spiced Romance mit viel Spice. Zumindest das Small-Town Setting sowie der Spice wurden gut umgesetzt. Als cozy oder pumpkin spiced würde ich den Roman jedoch nicht bezeichnen. Nichtsdestotrotz hat mir die Story gut gefallen und ich habe mich gut unterhalten gefühlt. Der Schreibstil von Pippa Nixon ist sehr gut zu lesen. Etwas gewöhnungsbedürftig ist anfangs die Erzählerperspektive mit Dual-POV, hieran gewöhnt man sich jedoch schnell.
Die sich aufbauende Spannung zwischen Etienne und Isabella ist toll beschrieben. Beide Charaktere sind sympathisch und haben ihre Eigenheiten, die sie aber jeweils liebenswürdig machen. Isabella ist eine selbstbewusste Frau, die genau weiß, was sie will und auch für ihre Meinung eintritt. Mit einigen Kontern vor allem gegenüber diversen männlichen Personen der Stadt, hat sie schnell meine Sympathie gewonnen. Etienne als Frauenheld war mir anfangs zunächst etwas undurchsichtig, je weiter die Geschichte vorangeschritten ist, desto sympathischer wurde er mir jedoch.
Der Spice in diesem Buch ist teils gut geschrieben, teils jedoch auch ein wenig seltsam. Das könnte jedoch auch an der deutschen Übersetzung liegen. Insgesamt überwiegt hier die körperliche Anziehung zwischen der FMC und dem MMC. Emotionale und tiefgründige Gespräche gibt es dagegen nur wenige. Nichtsdestotrotz spürt man in jeder Begegnung zwischen Etienne und Isabella ein Knistern. Pippa Nixon hat hier vor allem die körperliche Anziehung der beiden sehr gut beschrieben. Warum es hierbei mehr auf die körperliche Anziehung ankommt beziehungsweise ob sich daraus mehr entwickelt, wird natürlich nicht verraten.

Das Buch hat mich insgesamt gut unterhalten und konnte mit diversen, sehr sympathischen Haupt- und Nebencharakteren punkten. Die Story ist vorhersehbar, auch wenn es durchaus einige Entwicklungen gibt, die überraschen. Die Vorhersehbarkeit ist jedoch aufgrund des Genres durchaus gewollt. Gefehlt hat mir allerdings das beworbene cozy und pumpkin spiced Setting.

Das Buch kann ich allen empfehlen, die sich als FMC eine Frau wünschen, die selbstbewusst reagiert und gut kontern kann, sowie einen MMC, der mehr ist, als die äußere Fassade zunächst vermuten lässt. Dieses Buch ist für alle, die nach dem Small-Town Setting und Found Family Trope suchen sowie gegen etwas expliziteren Spice nichts einzuwenden haben. Wer hier tiefgründige, emotionale Kommunikation erwartet, den muss ich leider enttäuschen, in diesem Buch wird vor allem die körperliche Anziehung der Main Character im Vordergrund stehen.

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Veröffentlicht am 13.08.2025

Ausbaufähiger Auftakt einer tollen Fantasywelt

The Wind Weaver (Wind Weaver 1)
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Inhalt:
Rhya ist ein Halbling. In ihrer Heimat etwas, das unbedingt ein Geheimnis bleiben muss, wenn sie überleben will. Doch sie wird von Soldaten gefangen genommen, um hingerichtet zu werden. Im letzten ...

Inhalt:
Rhya ist ein Halbling. In ihrer Heimat etwas, das unbedingt ein Geheimnis bleiben muss, wenn sie überleben will. Doch sie wird von Soldaten gefangen genommen, um hingerichtet zu werden. Im letzten Moment wird sie jedoch von General Scythe davor bewahrt, der sich gegen seine eigenen Männer stellt. Denn Rhya trägt ein Zeichen. Das Zeichen der Windweberin. Sie hat die Macht das Element Luft zu beherrschen.
Auf ihrer gemeinsamen Flucht mit Scythe muss sie lernen diese Kraft zu beherrschen, ebenso die immer heftiger aufkommenden Gefühle, die sie für ihren Retter hegt. Doch ist er wirklich, wer er vorgibt zu sein? Und kann Rhya ihre Macht beherrschen oder verliert sie dabei alles?

Meinung:
Eine tolle Fantasy-Romance, die jedoch Zeit braucht, um sich zu entfalten.
The Wind Weaver hat ein tolles World Building, das jedoch einige hundert Seiten benötigt hat, um mich als Leserin zu fesseln. Man merkt, dass dies der Auftaktband ist und noch weitere Teile folgen werden.
Die Geschichte zwischen Rhya und Scythe fand ich schön beschrieben, wobei es definitiv eine absolute Slow-Burn-Romance ist. Der Hauptteil der Romantasy liegt in diesem Teil eindeutig auf dem Bereich Fantasy.
Die Charaktere neben Rhya und Scythe sind ebenfalls toll beschrieben und haben ihre ganz eigene Hintergrundgeschichte, die man im Laufe des Buches erfährt.
An Rhya hat mich ein wenig ihr wechselnder Charakter gestört. Mal ist sie unglaublich schlagfertig und im nächsten Moment zieht sie komplett den Kopf ein und ist total schüchtern. Das fand ich etwas widersprüchlich, weshalb ich sie nicht so ganz einschätzen kann. Teilweise wurden dadurch ihre Handlungen für mich nicht ganz nachvollziehbar. Auch der Umgang von Scythe mit ihr, insbesondere zu Beginn des Buches, fand ich nicht verständlich.

Insgesamt ist The Wind Weaver ein schöner Auftakt dieser Romantasy-Reihe, jedoch mit Luft nach oben. Die Romance kommt in diesem Teil etwas kurz, der Hauptaugenmerk liegt bei Fantasy und dem Worldbuilding.
Auch wenn mich dieser erste Teil nicht komplett überzeugen konnte, hoffe ich, dass sich dies mit den Folgebänden noch ändert.

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