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Veröffentlicht am 06.10.2025

Auftaktband einer faszinierenden Reihe

Till the End of the Moon 1
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Als der Kampf gegen den Dämonengott Tantai Jin aussichtslos erscheint, wird die Kultiviererin Li Susu 500 Jahre in die Vergangenheit geschickt, um ihm in seiner menschlichen Form zu begegnen und den Dämonenknochen ...

Als der Kampf gegen den Dämonengott Tantai Jin aussichtslos erscheint, wird die Kultiviererin Li Susu 500 Jahre in die Vergangenheit geschickt, um ihm in seiner menschlichen Form zu begegnen und den Dämonenknochen zu entreißen, ehe er seine unheilvolle Macht entfalten kann. Dazu übernimmt sie den Körper von Ye Xiwu, der Tochter eines einflussreichen Generals, ohne zu ahnen, dass sie mit Tantai Jin, der zu dieser Zeit als Geiselprinz am Königshof lebt, verheiratet ist. Als Li Susu den späteren Dämonengott kennen lernt und sieht, wie grausam er seit seiner Kindheit behandelt wurde, muss sie sich mit aller Kraft gegen das aufkommende Mitleid wehren und ihr stellt sich die Frage, ob seine unermessliche Grausamkeit tatsächlich angeboren ist, oder sich als Resultat der schlechten Behandlung durch seine Umgebung entwickelte.

"Till the End of the Moon 1" von Teng Luo Wei Zhi ist der Auftaktband einer vierteiligen Reihe, der mich sofort in seinen Bann gezogen hat, den Schreibstil fand ich äußerst mitreißend. Obwohl mich bereits der erste Satz mitten ins Geschehen warf, entstand bei mir nicht das Gefühl, dass zum Verständnis benötigte Informationen fehlen. Gemeinsam mit Li Susu, die sich in dem fremden Körper orientieren muss, habe ich die neue Umgebung aufgenommen und die Figuren kennen gelernt. Dabei hat mich der auf chinesischer Mythologie beruhende Hintergrund fasziniert, sowohl die familiären Strukturen als auch das Magiesystem und die Vielzahl der spirituellen Wesen trugen dazu bei, ein farbenprächtiges Bild vor meinem geistigen Auge entstehen zu lassen.

Dennoch habe ich mich etwas schwer getan, den Protagonisten emotional nahe zu kommen, nicht nur Tantai Jin, der bereits als Mensch von außerordentlicher Gefühlskälte geprägt ist, auch Li Susu, die in ihrer Güte und dem Streben nach Perfektion das entsprechende Gegengewicht zum zukünftigen Dämonenkönig darstellt, wirkte auf mich recht unnahbar. Durch die Verlagswerbung als Romantasy bin ich sicherlich auch mit falschen Erwartungen an das Buch heran gegangen, was sich zwischen Tantai Jin und Li Susu entwickelte, hat meiner Meinung nach wenig mit romantischer Anziehung zu tun. Dennoch hat mich die Lektüre bis zum Ende nicht los gelassen, selbst kleinere Längen zwischendurch haben dem Lesevergnügen in meinen Augen kaum Abbruch getan, so dass ich diesen Reihenauftakt gern weiter empfehle.

Fazit: Anhand des Klappentextes hatte ich eine bestimmte Erwartung, die dieser Roman nicht erfüllte, trotzdem hat mich der faszinierende Reihenauftakt gefesselt, so dass ich dafür gern eine Leseempfehlung ausspreche.

Veröffentlicht am 28.08.2025

Spannender Finalband mit kleinen Schwächen in der Hintergrundgeschichte

The Forbidden Wolf King - Die Chroniken von Avalier 4
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In Ihrem Rudel gehört die Wolfswandlerin Zara zu den dominantesten Frauen, daher erhält sie eine Einladung zur Königinnenprüfung, bei der nur die stärkste Kämpferin überleben und den Alphakönig Axil Moon ...

In Ihrem Rudel gehört die Wolfswandlerin Zara zu den dominantesten Frauen, daher erhält sie eine Einladung zur Königinnenprüfung, bei der nur die stärkste Kämpferin überleben und den Alphakönig Axil Moon heiraten soll. Neben der Ehre, die diese Kämpfe ihrem Rudel einbringen, hat Zara ganz eigene Gründe, sich den Prüfungen zu stellen. Denn in Jugendjahren war Axil ihre große Liebe, ehe er sie plötzlich wortlos verließ, ihre Rache soll darin bestehen, seine Frau zu werden und ihn damit für immer zu einer lieblosen Ehe zu zwingen. Doch kaum stehen sie sich gegenüber, muss Zara sich eingestehen, das ihre Gefühle für Axil längst nicht so tief begraben sind, wie sie dachte.

"The Forbidden Wolf King" von Leia Stone ist der finale Band der Chroniken von Avalier, in dem neben der in sich abgeschlossenen Geschichte von Axil und Zara auch die Hintergrundstory - der Krieg, den die Königin von Nightfall gegen alle magischen Völker in Gang gesetzt hat - fortgeführt wird. Daher empfehle ich, die Reihe unbedingt in chronologischer Reihenfolge zu lesen. Da in jedem der Bücher ein anderes Paar im Mittelpunkt steht, kannte ich Zara bisher noch nicht, habe sie aber schnell in mein Herz geschlossen. Axil war mir zwar ebenfalls sympathisch, doch nach dem Ruf, der ihm in den Vorgängerbänden voraus geeilt ist, hätte ich mir seinen Charakter etwas intensiver beschrieben gewünscht. Nichtsdestotrotz habe ich sämtliche Figuren im Buch als authentisch und lebensecht empfunden und war emotional immer an ihrer Seite.

Den fesselnden Schreibstil kenne ich mittlerweile aus recht vielen Büchern der Autorin und auch dieses Mal wurde ich nicht enttäuscht, ich mochte den E-Reader zwischenzeitlich kaum aus der Hand legen und habe den Roman in kürzester Zeit durchgesuchtet. Dabei muss ich allerdings anmerken, dass der Handlungsstrang um den Krieg der Königin von Nightfall für meinen Geschmack etwas knapp abgehandelt wurde, nach der Vorgeschichte dieser grausamen Herrscherin, die in den ersten drei Bänden nahezu unbesiegbar schien, fand ich die Auflösung reichlich schnell und einfach, ich denke hier hätten ein paar Seiten mehr nicht geschadet. (Und eine kleine Randbemerkung kann ich mir nicht verkneifen: mir hat sich auch im 4. Teil noch nicht erschlossen, warum die wilden Tiere alle ein -aro an der Bezeichnung trugen, ich konnte nicht erkennen, inwiefern sich Elcharos, Bäraros oder Hasaros von unseren Elchen, Bären und Hasen unterschieden, daher bin ich immer wieder über diese Worte gestolpert.) Dennoch habe ich mich insgesamt recht gut unterhalten gefühlt und spreche für den Abschlussband der Reihe eine Leseempfehlung aus.

Fazit: Der Finalband hätte meiner Meinung nach zwar gern etwas ausführlicher sein dürfen, besonders was die Handlung um den Nightfall-Krieg betrifft, trotzdem habe ich das Leseerlebnis als runden Abschluss der Reihe empfunden und empfehle das Buch gern weiter.

Veröffentlicht am 13.08.2025

Unterhaltsame Geistergeschichte mit kleinen Schwächen

Ghosted
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Emily ist seinerzeit nach London gezogen, um es besser zu haben als die Leute in der ärmlichen Siedlung, aus der sie stammt. Dazu gehört nicht nur beruflicher Erfolg, für ihren Lebenstraum muss auch der ...

Emily ist seinerzeit nach London gezogen, um es besser zu haben als die Leute in der ärmlichen Siedlung, aus der sie stammt. Dazu gehört nicht nur beruflicher Erfolg, für ihren Lebenstraum muss auch der perfekte Mann gefunden werden. Andy, der sie vor einigen Monaten plötzlich geghosted hat, passte sowieso nie richtig in Emilys Vorstellung ihres zukünftigen Partners. Als sie mit ihren Freunden während einer Party mit dem Ouija-Brett experimentiert, schreibt das Glas Andys Namen - am nächsten Morgen sitzt sein Geist plötzlich in ihrem Wohnzimmer und bittet sie um Hilfe. Denn er hat Emily nicht wortlos verlassen, sondern ist unerwartet gestorben, kann sich aber nicht erinnern, wie es geschehen ist. Auf der Suche nach der Wahrheit über seinen Tod erklärt Andy immer wieder, wie wunderbar sie schon vor ihrem Plan zur Selbstoptimierung gewesen ist.

"Ghosted" von Rosie Mullender ist eine nette Geistergeschichte, die nicht nur durch den Plot ein wenig an den Film "Ghost - Nachricht von Sam" erinnert, sondern die Parallelen immer wieder durch Filmzitate in den Gesprächen zwischen Emily und Andy betont. Mich hat dieser Roman schnell in seinen Bann gezogen, auch wenn es gedauert hat, ehe ich mit der Protagonistin warm geworden bin. In ihrem inneren Zwang, sich in die erfolgreiche "Emily 2.0" zu verwandeln, verhält sie sich manchmal so irrational, dass ich es nicht nachvollziehen konnte.

Sicherlich ist sie in ihrer Kindheit und Jugend verletzt worden, dennoch war es für mich unverständlich, wie sie ganze fünf Monate mit Andy zusammen sein konnte - in meinen Augen hatten sie ganz eindeutig eine Beziehung, auch wenn Emily sorgsam vermieden hat, dass die Gefühle zwischen ihnen zur Sprache kamen - und als er sich nicht mehr gemeldet hat, nicht einmal nachgefragt hat, was los ist, sondern automatisch annahm, er habe sie wortlos verlassen. Denn Andy ist ein wirklich liebenswerter Charakter, er war mir auf Anhieb sympathisch und je mehr ich erfahren habe, wie deutlich er seine Zuneigung zu Emily gezeigt hat, umso weniger konnte ich verstehen, wie es ihr selbst entgehen konnte.

Den Schreibstil kann ich nur als mitreißend bezeichnen, die Figuren waren meiner Meinung nach authentisch und lebensecht dargestellt, so dass ich emotional immer tief in der Handlung versunken war. Gegen Ende wurde es noch richtig spannend und ich kann abschließend sagen, dass ich mit diesem Buch wunderbare Lesestunden hatte, diese unterhaltsame Lektüre empfehle ich gern weiter.

Fazit: Zwar konnte ich Emilys Blindheit in Bezug auf ihre eigene Person und auch auf Andys Gefühle für sie nicht wirklich verstehen, dennoch habe ich mich von dem Roman insgesamt wunderbar unterhalten gefühlt, so dass ich dafür gern eine Leseempfehlung ausspreche.

Veröffentlicht am 25.06.2025

Spannender Reihenauftakt um verborgene Drachendynastien

Dragons in Secret - Jadeblut
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Am Abend von Ashleys einundzwanzigstem Geburtstag wird ihr von einer Anwaltskanzlei ein Kästchen überbracht, in dem der Schlüssel zu einem Bankschließfach liegt. Vor Ort findet sie eine Drachenschuppe, ...

Am Abend von Ashleys einundzwanzigstem Geburtstag wird ihr von einer Anwaltskanzlei ein Kästchen überbracht, in dem der Schlüssel zu einem Bankschließfach liegt. Vor Ort findet sie eine Drachenschuppe, bei deren Berührung sie für einige Stunden ohnmächtig wird - kein Wunder, dass sie die folgenden Ereignisse zunächst für eine Halluzination hält. Denn auf dem Heimweg wird Ashley nicht nur von schwarz gekleideten Männern mit Schwertern angegriffen, sie sieht auch einen leibhaftigen Drachen heran fliegen, der sich in einen Mann verwandelt und sie verteidigt. Am nächsten Morgen zeigt ihr Caleb Lancaster nicht nur, dass es Drachen tatsächlich gibt, Ashley muss sich auch der Tatsache stellen, dass sie ebenfalls die Nachfahrin einer bisher noch unbekannten Drachendynastie ist.

"Dragons in Secret - Jadeblut" von Andreas Suchanek ist der spannende Auftakt einer Fantasyreihe, der mich schnell in Ashleys Welt hinein gezogen hat. Sowohl die Protagonistin, als auch die Figuren an ihrer Seite fand ich umfassend und authentisch dargestellt, Ashley, Caleb und später auch Jacob waren mit sofort sympathisch. Die Personen im Hintergrund - Mitglieder der Drachenfamilie und auch Jäger - hätten für meinen Geschmack gern noch etwas ausführlicher charakterisiert sein dürfen.

Den Schreibstil habe ich als sehr mitreißend empfunden, einmal begonnen mochte ich den E-Reader zwischenzeitlich kaum aus der Hand legen. Dabei bot der Autor genügend Möglichkeiten für wilde Spekulationen, neben dem Lesevergnügen war ich gedanklich auch immer noch mit meiner eigenen Fantasie beschäftigt, die sich ausgemalt hat, was wohl gerade im Hintergrund geschieht und wie sich die Ereignisse weiter entwickeln könnten. Das hat die Spannung für mich noch erhöht und ich habe mich von der ersten bis zur letzten Seite wunderbar unterhalten gefühlt. Der Epilog hat mich noch einmal richtig überrascht, so dass ich es nun kaum erwarten kann, bis der Folgeband erscheint. Für diesen fesselnden Reihenauftakt spreche ich daher gern eine Leseempfehlung aus.

Fazit: Bereits ab der ersten Seite war ich tief in der Geschichte versunken, mich hat dieser fantasievoll geschriebene Auftaktband gefesselt und begeistert, so dass ich das wundervolle Leseerlebnis gern weiter empfehle.

Veröffentlicht am 11.06.2025

Spannender Abschlussband der fantasievollen Dilogie

Arc & Ruin
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In der Hoffnung, dass die Wächter, die sie groß gezogen haben, eventuell mehr über die Entstehung der Gottfresser wissen, reist Rah in ihren Heimattempel. Gleichzeitig macht sich Irin auf die Suche nach ...

In der Hoffnung, dass die Wächter, die sie groß gezogen haben, eventuell mehr über die Entstehung der Gottfresser wissen, reist Rah in ihren Heimattempel. Gleichzeitig macht sich Irin auf die Suche nach einem alten Weggefährten, der einst sein bester Freund und später sein ärgster Feind war, dabei muss er emotional tief in seine Vergangenheit eintauchen.

Shina und Mae schließen sich einem Orden an, der verspricht Mae zu heilen - doch zunächst müssen sie den anderen Mitgliedern helfen, die göttlichen Gegenstände zu stehlen, die die Städte mit Energie versorgen. Laut einer alten Überlieferung kann einer der Königsgötter daraus eine Waffe herstellen, die beitragen soll, den drohenden Weltuntergang zu verhindern.

"Arc & Ruin" von Marie Graßhoff ist der Abschlussband einer Dilogie, zum Verständnis sehe ich es als unabdingbar an, zunächst den Vorgänger "Heart & Shadow" gelesen zu haben, da die Handlung fortlaufend über beide Bücher hinweg erzählt wird. Bei mir war erst ein paar Wochen her, seit ich das erste Buch gelesen hatte, für alle, die sich mehr Zeit zwischen den Bänden lassen, gibt es zu Beginn einen wirklich ausführlichen Rückblick auf den ersten Teil, das hat mir sehr gefallen. Sowohl Shina und Mae als auch Rah und Irin waren mir bereits in Teil eins ans Herz gewachsen, so dass ich mich darauf gefreut habe, ihnen erneut zu begegnen, entsprechend schnell war ich dieses Mal in die Geschichte eingetaucht. Von den Protagonisten hatte ich bereits ein gutes Bild vor Augen, auch einige ihrer Mitstreiter konnte ich förmlich vor mir sehen, während andere Figuren für meinen Geschmack etwas zu blass charakterisiert blieben.

Auch über den Hintergrund hätte ich gern mehr erfahren, die Autorin hat eine so spannende und vielschichtige Welt erschaffen und dennoch konnte ich mich des Gefühls nicht erwehren, dass sie uns Lesenden nur einen Ausschnitt davon gezeigt hat. Für mich war diese Dilogie der erste Kontakt mit den Werken von Marie Grasshoff, ihr Schreibstil hat mich gefesselt und begeistert. Die Erzählperspektive wechselte mit jedem neuen Kapitel zwischen den Hauptfiguren, was immer wieder kleine Cliffhanger erzeugte und die Spannung auf einem konsequent hohen Niveau hielt. Insgesamt habe ich jede Leseminute genossen, das Ende hat mich rundum zufrieden zurück gelassen, so dass ich diese gelungene Fortsetzung gern weiter empfehle.

Fazit: Die Fortsetzung hat mich schneller in ihren Bann gezogen, als es beim ersten Band der Fall war und obwohl ich mir den Hintergrund etwas ausführlicher gewünscht hätte, habe ich mich insgesamt wunderbar unterhalten gefühlt, so dass ich für diesen Roman gern eine Leseempfehlung ausspreche.

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