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Veröffentlicht am 18.09.2025

Garibald, der erste Herzog der Bajuwaren.

Der Krieger und die Königin
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Der neue historische Roman »Der Krieger und die Königin« von dem Autorenehepaar Iny Lorentz, erzählt die Geschichte des ruhmreichen Kriegers Garibald, dem ersten Herzog der Bajuwaren, der Langobarden-Prinzessin ...

Der neue historische Roman »Der Krieger und die Königin« von dem Autorenehepaar Iny Lorentz, erzählt die Geschichte des ruhmreichen Kriegers Garibald, dem ersten Herzog der Bajuwaren, der Langobarden-Prinzessin Waltrada und wie das Paar im Früh-Mittelalter das Schicksal Bayerns in eine neue Richtung lenkt.

Als sich die Langobarden-Prinzessin Waltrada und der junge bajuwarische Krieger Garibald zum ersten Mal begegnen, sieht es nicht nach Liebe aus: Waltrada ist eine Geisel der Franken – und Garibald verhindert unwissentlich ihre Befreiung. Aus Wut darüber verletzt sie ihn mit einem Dolch.

Während Garibald in Italien an der Seite der Ostgoten kämpft und Ruhm und Ehre erlangt, wird Waltrada gegen ihren Willen mit dem mächtigsten König der Franken verheiratet. Doch Garibald kann die mutige Prinzessin nicht vergessen und hat auch Jahre später noch Schuldgefühle ihretwegen. Schließlich schmiedet er einen waghalsigen Plan, um sie zu befreien. Damit ändert er nicht nur sein Leben und das Waltradas grundlegend, sondern auch die Geschichte Deutschlands …

Beide Autoren haben wieder sehr gründlich zur Thematik recherchiert. Die umfassenden Recherchearbeiten, aber auch das Interesse an historischen Gegebenheiten, spürt man während des Lesens in vielen Details ganz deutlich. Im Anhang dazu gibt es noch einen Hinweis zu – Historischer Hintergrund -. Was mir Probleme bereitete, waren die vielen und oft fast gleichen Namen sowie dieser ständige Wechsel der Ortschaften. Zum Teil kam ich hier ganz schön ins grübeln.

Das Buch ist in neun Teile gegliedert, die wiederum in mehrere Kapitel unterteilt sind. Da manche Kapitel recht kurz sind, ist der Lesefluss trotz der vielen und ewigen Kampfhandlungen, die meistens von Garibald angeführt und auch von ihm erfolgreich geschlagen werden, schnell zu lesen.

Die Protagonisten entwickeln sich im Laufe der Geschichte, wobei die Entwicklung von Garibald am greifbarsten ist. Die Geschichte ist in sich abgeschlossen und soweit schlüssig.

Sprachlich ist das Buch in der heutigen Sprache angepasst und wartet mit Sprüchen auf, die es so damals mit Sicherheit nicht gab. Die angeführte große Liebesgeschichte zwischen Waltrada und Garibald, war für mich nur angedeutet, denn erst zum Ende der Geschichte kommt es zu einer schnellen Vereinigung der beiden. Hier war für mich zu keiner Zeit eine Liebesgeschichte zwischen Waltrada und Garibald, greifbar.

Fazit
Anhand des Covers und Klappentextes, habe ich schon etwas komplett anderes erwartet, eine lebendige Liebesgeschichte vor historischem Hintergrund.
Die Geschichte plätschert leider einfach so vor sich hin und zu keiner Zeit hat mich das Lesefieber so sehr gepackt, wie ich es bei Iny Lorentz gewohnt bin. Mir fehlte einfach ein schöner Spannungsbogen, der mich hätte fesseln können.

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Veröffentlicht am 13.08.2025

Die Suche nach der Wahrheit

Der Sommer am Ende der Welt
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In ihrem neuen Roman “Der Sommer am Ende der Welt” erzählt die Autorin Eva Völler, eine Geschichte über die Journalistin Hanna, die einen Artikel über das Schicksal der ehemaligen Verschickungskinder in ...

In ihrem neuen Roman “Der Sommer am Ende der Welt” erzählt die Autorin Eva Völler, eine Geschichte über die Journalistin Hanna, die einen Artikel über das Schicksal der ehemaligen Verschickungskinder in den 60er-Jahren auf Borkum, recherchieren und schreiben möchte.

Hanna reist mit ihrer Tochter Katie auf die Insel Borkum, in das Hotel Dünenschloss der ehemaligen Villa Aurora, wo das Schicksal vieler Verschickungskinder, stattfand. Auch Hannas eigene Mutter war dort als Kind und hat schlimme traumatische Erinnerungen machen müssen. Hanna möchte herausfinden, was sich in dem einstigen Kinderkurheim zugetragen hat, und stößt dabei auf viele Ungereimtheiten.

Gleich zu Beginn ihres Aufenthalts, begegnet Hanna dem Arzt Ole Vandenberg und als sei der Blitz eingeschlagen, verlieben sich beide Hals über Kopf, ineinander. Im Dünenschloss angekommen, werden Hanna und Katie herzlich aufgenommen, bis der Grund ihres Besuches klar wird. Fortan dreht sich der Wind und das Drama nimmt seinen Lauf ...

Eines Tages liegt vor Hannas Hotelzimmertür das Tagebuch einer ehemaligen Kinderbetreuerin, mit Hinweisen auf ein vertuschtes Verbrechen. Selbst in Oles Familie schlummert in der Vergangenheit ein schreckliches Geheimnis. Langsam wird die Vergangenheit wie ein Puzzle aufgedeckt, doch nicht alle Inselbewohner möchten, dass die Wahrheit ans Licht kommt ...

Die Handlung über die schrecklichen Erlebnisse der Verschickungskinder in der Vergangenheit, gehen Stück für Stück verloren, und zurück bleibt eine Liebesgeschichte zwischen Hanna und Ole.

Fazit:
Auf dieses Buch hatte ich mich sehr gefreut, denn gerne hätte ich mehr über die Schicksale und Erlebnisse der Verschickungskinder, erfahren. Ich wurde nicht warm mit den Protagonisten, weder in der Gegenwart noch in der Vergangenheit. Die Idee des Themas ist zwar interessant gewählt aber durch die ganzen Verstrickungen, bleibt die Tiefe der eigentlichen Handlung auf der Strecke.

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Veröffentlicht am 29.07.2025

Die Kraft der Literatur

Die Buchhändlerin von Königsberg
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Der Autor Herr Christian Hardinghaus, ist Historiker, Autor und Journalist. In seinem neuen Roman „Die Buchhändlerin von Königsberg“ erzählt der Autor eine Geschichte über eine tapfere und engagierte Buchhändlerin, ...

Der Autor Herr Christian Hardinghaus, ist Historiker, Autor und Journalist. In seinem neuen Roman „Die Buchhändlerin von Königsberg“ erzählt der Autor eine Geschichte über eine tapfere und engagierte Buchhändlerin, als der Krieg immer Näher an ihr geliebtes Königsberg, rückt.

Inhalt:
Frieda ist Buchhändlerin mit Leib und Seele. Der Krieg hat ihr schönes Königsberg bisher kaum erreicht, aber die Spannungen sind deutlich spürbar. Ihre Lieblingsbücher werden verboten, in der Buchhandlung, dem Ort der freien Gedanken, trauen die Leute sich nicht, offen zu sprechen. Und dann musste auch ihr Verlobter an die Front. Frieda klammert sich an die Bücher, bis Königsberg angegriffen wird und die Bomben fallen. In diesen dunklen Stunden sucht Frieda nach Hoffnung zwischen den Seiten. Doch wie weit können Worte durch schwere Zeiten tragen?

Königsberg 1940. Frieda lebt ein unbeschwertes Leben im Haus ihrer Eltern und liebt Bücher über alles. Am liebsten würde sie in einer Bibliothek arbeiten anstatt im Tabakwarengeschäft ihres Vaters, dass sie später einmal übernehmen soll. Frieda bekommt ihre Gelegenheit und mit List überredet ihr neuer Chef ihren Vater, dass seine Tochter bei ihm in der Buchhandlung ihre Ausbildung macht. Frieda lebt nur noch für diese Buchhandlung, blüht regelrecht auf bis ihr Chef sie gezwungenermaßen in den Urlaub schickt. In Rauschen lernt sie ihre große Liebe, den Soldaten Hans kennen, der jedoch wieder zurück an die Front muss. Frieda ist glücklich und fährt nach Hause.

Doch dann geschieht das Unglück, der Krieg zerbombt ihr geliebtes Königsberg und die Stadt liegt in Schutt und Asche. Frieda blendet alles Schreckliche um sich heraum aus und flüchtet in eine realitätsfremde Welt. Für jeden und in jeder Lage, fällt ihr immer wieder eine wundervolle Geschichte ein, um die Mitmenschen in ihrer Nähe, in ihre Welt eintauchen zu lassen. Ob ihr das gelungen ist?

Die Beweggründe von Frieda mit der Kraft der Worte, hungernde Kinder und Erwachsene am Leben erhalten zu wollen, fand ich nicht nachvollziehbar und authentisch.

Fazit:.
Der Schreibstil des Autors ist flüssig aber für die 1940er Jahre ziemlich modern gehalten. Das Zusammenspiel zwischen Fiktion und Realität, konnte ich trotz gut recherchierter Tatsachenberichte, nicht ganz nachvollziehen.

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Veröffentlicht am 08.07.2025

Die Welt der Chemie

Das Gefühl von Unendlichkeit
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Die Autorin Austin Taylor, geboren 1999 in Maine, USA, hat Chemie und Englisch an der Harvard University studiert. Ihr Debütroman „Das Gefühl von Unendlichkeit“ erzählt die Geschichte von Zoe und Jack ...

Die Autorin Austin Taylor, geboren 1999 in Maine, USA, hat Chemie und Englisch an der Harvard University studiert. Ihr Debütroman „Das Gefühl von Unendlichkeit“ erzählt die Geschichte von Zoe und Jack – zwei außergewöhnlich begabte junge Menschen, deren Begegnung an der Harvard-Universität einem Urknall gleicht.

Zoe kommt aus einem gutbürgerlichen Haushalt, in dem die Physik eine zentrale Rolle spielt und sie sich gerne an wissenschaftlichen Diskussionen beteiligt hat, während Jack sich allein hochgearbeitet hat. Zoe und Jack führen tagsüber einen spielerischen Wettkampf um die Anerkennung ihrer Professoren, aber nachts diskutieren sie in tiefgehenden Gesprächen über ihre Ideen und Träume. Schnell entwickeln sie Gefühle füreinander.
Als sie eine Entdeckung machen, die nicht nur die Welt der Chemie, sondern auch das ganze Land in Aufruhr versetzt und sie erste Erfolge erzielen, gründen sie ein Startup, damit eventuelle Patente nicht an die Uni übergehen. Sie suchen sich immer wieder neue Investoren und Zoe wird die Geschäftsführerin, das Gesicht der Firma und Jack der wissenschaftliche Leiter des Labors. An dem Tag, an dem sie eigentlich das College abgeschlossen hätten, haben sie bereits eigene Mitarbeiter, entwickeln ein Medikament gegen die Alterung des Menschen und jonglieren mit Millionen. Doch dann werden erste Gerüchte laut, dass Jacks Testreihen nicht stimmen. Zoe kann und will das nicht glauben, denn sie vertraut ihm, obwohl sie schon lange nicht mehr in die Forschung involviert ist.
Der steigende Druck stellt jedoch ihre Liebe auf eine harte Probe.

Die Autorin bringt ihre Fachkenntnisse in Chemie hier stark zum Ausdruck und mit ihren wissenschaftlichen Fachdialogen und Laborszenen, kostet es schon einige Mühe, durchzuhalten. Das Thema des Buches ist recht interessant, wäre die Handlung, stellenweise nicht so in die Länge gezogen worden. Erst die überraschende Wendung im letzten Drittel der Geschichte, konnte mich mit diesem Debüt, versöhnen.

Fazit: „Das Gefühl von Unendlichkeit“ hat ein interessantes Thema, aber ein Vorteil wäre es schon, mehr Kenntnisse in Chemie, zu haben. Auch die detaillierten Einblicke, auf den unterschiedlichen Zeitebenen, empfand ich streckenweise viel zu umfangreich und eher verwirrend. Die Tragik der Geschichte ist emotional bei mir leider nicht rübergekommen und konnte mich nicht ganz überzeugen.

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Veröffentlicht am 04.07.2025

Eine tragikomische Familiengeschichte

Frau im Mond
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Der Autor Pierre Jarawan erzählt in seinem Roman „Frau im Mond“ eine fiktive tragikomische Familiengeschichte zwischen Kanada und dem Nahen Osten, die in historische Ereignisse eingebettet ist.

Inhalt:
»Es ...

Der Autor Pierre Jarawan erzählt in seinem Roman „Frau im Mond“ eine fiktive tragikomische Familiengeschichte zwischen Kanada und dem Nahen Osten, die in historische Ereignisse eingebettet ist.

Inhalt:
»Es gibt für den menschlichen Geist kein Niemals.«
Am 4. August 1966 zündet eine Gruppe Studenten – die Lebanese Rocket Society – eine Weltraumrakete, um den Libanon in eine blühende Zukunft zu führen. Auf den Tag genau 54 Jahre später kommt es im Beiruter Hafen zu einer Explosion, die das ganze Land erschüttert. Meisterhaft verknüpft Pierre Jarawan diese beiden historischen Ereignisse zu einer Kontinente verbindenden Familiengeschichte weit über das Schicksal des Nahen Ostens hinaus. Denn im kanadischen Montréal stoßen die Zwillingsschwestern Lilit und Lina auf Spuren ihrer armenischen Großmutter Anoush ...

Auf der einen Seite gibt es die fiktiven Zwillingsschwestern Lilit und Lina el Shami, die Nachfahren libanesischer Auswanderer sind und im kanadischen Montreal aufwachsen. Als sie eines Tages eine alte Postkarte ihrer Großmutter Anoush, die sie nie kennengelernt haben in den Händen halten, macht sich Lilit die Dokumentarfilmerin ist, auf den Weg in den Libanon. Sie möchte die Wurzeln der Familie finden und taucht tief in die Vergangenheit ihrer Großeltern ein. Bei ihrer Suche erfährt sie auch mehr über das Raketenprojekt ihres Großvaters Maroun, der im hohen Alter noch begeistert von der Weltraumforschung ist.

Auf der anderen Seite sind es historische Ereignisse: Am 4. August 1966 zündet eine Gruppe Studenten – die Lebanese Rocket Society – eine Weltraumrakete, um den Libanon in eine blühende Zukunft zu führen. Auf den Tag genau 54 Jahre später kommt es im Beiruter Hafen zu einer Explosion, die das ganze Land erschüttert.

Es sind viele Geschichten und Schicksale unterschiedlicher Figuren, die der Autor während einer großen Zeitspanne konstruiert und dabei ein stimmiges Bild entstehen lässt, indem sich letztendlich alle Fäden miteinander verknüpfen lassen und sich am Ende der Kreis schließt.

Fazit:
Die Handlung springt wechselhaft von der Gegegenwart in die Vergangenheit und umgekehrt, selbst die Erzählperspektive ändert sich dabei und lässt nicht alle Verbindungen auf den ersten Blick eindeutig erkennen. Der Schreibstil des Autors schildert sehr detailliert und in allen Einzelheiten diese fiktive Familiengeschichte, die mich wegen dem Umfangs, nicht ganz so packen konnte.

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