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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.08.2025

Krimiliebe

Die Bibliothek meines Großvaters
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Kaedes Großvater lebt in seinem behaglichen Haus, sein Gedächtnis lässt nach. Wenn sie, die junge Lehrerin aus Tokio, ihn besucht, erzählt er Geschichten von blauen Tigern, die in sein Zimmer kommen oder ...

Kaedes Großvater lebt in seinem behaglichen Haus, sein Gedächtnis lässt nach. Wenn sie, die junge Lehrerin aus Tokio, ihn besucht, erzählt er Geschichten von blauen Tigern, die in sein Zimmer kommen oder schläft ein.
Früher war das anders. Beide dachten sich phantasievolle Erzählungen aus, lösten Rätsel. Jetzt hat der Opa eine besondere Form der Demenz, die auch ausführlich thematisiert wird. Doch manchmal spinnt er mit seiner Enkelin mögliche Geschehnisse in gleich mehreren Varianten. Begleitet von vielschichtigen Halluzinationen. Dennoch: seine Schlussfolgerungen sind genial.
Seine Enkelin liebt Bücher, liest auch anspruchsvolle Literatur, gern Krimis. Darüber gibt es ausufernde Diskussionen. Nicht nur mit dem Großvater, leider. Die Kneipendebatte soll offenbar mit Riesen-Emojis interessanter werden. Hat nicht geklappt. Auch im weiteren Verlauf nicht wirkungsvoller.
Ich mochte die Idee, aus wenigen Beobachtungen eine Geschichte zu entwickeln. Die Umsetzung war sehr, mir zu sehr, detailliert. Kaedes Geschichte hat mich dann aber doch gecatcht.
Am Anfang zögerlich, nimmt die Geschichte letztlich Fahrt auf, ist packend gestaltet.
Hinterlässt gemischte Gefühle.

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Veröffentlicht am 01.08.2025

Urban Fantasy

Die gefährlichen Zauber des Salon Nocturne
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Ein sehr, sehr bedächtiger Beginn. Jackie ist durch einen alten Zauber an ein Café in Paris gebunden. Im Körper einer Katze kann sie sich für ungefähr zwei Stunden davon entfernen. Ihre Vorfahren, sie ...

Ein sehr, sehr bedächtiger Beginn. Jackie ist durch einen alten Zauber an ein Café in Paris gebunden. Im Körper einer Katze kann sie sich für ungefähr zwei Stunden davon entfernen. Ihre Vorfahren, sie und ein Freund suchen einen Weg, diesen Bindungszauber zu lösen.
In der Halloweennacht gibt es einen Zwischenfall: während eines Lichtzaubers wird eine junge Studentin mit magischen Fähigkeiten entführt.
Langsam dröselt sich die Geschichte auf, Widerstand gegen übergeordnete Behörden ist Thema. Es geht - wie immer - um Macht.
Stefanie Schuhens Schreibstil ist nicht wirklich packend, Details werden ausgewalzt und mehrfach erklärt. Vieles bleibt im Dunklen. Mit den Figuren konnte ich nicht warm werden, sie werden von mir als steif und langweilig wahrgenommen. Seltene Spannungsmomente geben ein wenig Würze, sind aber vorhersehbar.
Das wunderschöne Cover rettet da auch nichts mehr, peppt aber die Bewertung auf 3 Sterne auf.

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Veröffentlicht am 15.07.2025

Gegensätzliche Welten

Die Weltenbrücke
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Feinde wollen die friedliche Gemeinschaft in der Schmetterlingshalle vernichten und Elbin Fatisha dafür bestrafen, dass sie einst Drachen und Zwerge befreit hat. Das führte auf Elbenseite zu zahlreichen ...

Feinde wollen die friedliche Gemeinschaft in der Schmetterlingshalle vernichten und Elbin Fatisha dafür bestrafen, dass sie einst Drachen und Zwerge befreit hat. Das führte auf Elbenseite zu zahlreichen Toten.
Ihren Enkeln gelingt es zu entkommen, zusammen mit Freunden wollen sie ihren entführten Bruder befreien. Der musste Zwangsarbeit leisten, konnte dank seiner halbelbischen Kräfte fliehen und träumt von der schönen Eisprinzessin.
Ein interessantes, aber überfrachtet gestricktes Setting. Die Figuren sind vielfältig, zum Teil können sie zaubern oder magische Fähigkeiten nutzen. Leider sind weder Tamina noch ihr Bruder die hellsten Kerzen auf der Torte. Tamina ist zudem zunächst noch ein recht unsympathisches Gör. Verrat, Treue und Loyalität werden thematisiert, ebenso geht es um Freundschaft, Liebe genauso wie um Ungerechtigkeit, Undankbarkeit.
Nicht immer werden Handlungsstränge sauber ausgearbeitet, mitunter geht es etwas unlogisch und sprunghaft zu.
Es geschieht zu viel, die Helden sind überbordend edel von der Gesinnung her. Viele packende Ansätze, interessante Gedanken, aber die Spannung kann nicht dauerhaft gehalten werden. Weniger wäre so viel mehr.

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Veröffentlicht am 25.06.2025

Ideale Lehrer …

Der Lehrerinnendrucker
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Die beliebte Klassenlehrerin der 4c ist im Mutterschutz. Vertretungslehrer nerven mit unzähligen Arbeitsblättern und langweilen die Kids. Kein Wunder, dass die sich nach Verbesserung sehnen. Bei Fritz ...

Die beliebte Klassenlehrerin der 4c ist im Mutterschutz. Vertretungslehrer nerven mit unzähligen Arbeitsblättern und langweilen die Kids. Kein Wunder, dass die sich nach Verbesserung sehnen. Bei Fritz steht ein komplizierter Apparat im Keller, der sogar Lebewesen drucken können soll. Der soll das Problem lösen.
Christian Seltmann versucht auf phantasievolle Weise, einer Schulklasse in Nöten zu helfen. Das Setting passt, die Schulsituation ist realistisch beschrieben. Manche Sachverhalte allerdings sind doch recht kompliziert für die angedachte Altersstufe, einige Passagen muten befremdlich an (u.a. das Anreden Erwachsener mit dem Vornamen,) andererseits benehmen sich die Jungen auch sehr kleinkindmäßig. Ich konnte mit diesen Charakteren nicht warm werden. Später wird geschildert, wie das selbstgemachte Problem gelöst wird.
Sie Idee an sich ist schon interessant, aber unglaubwürdig. Keine Lehrerin würde sich so verhalten.
Wir haben es mit gemischten Gefühlen gelesen.

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Veröffentlicht am 24.06.2025

Nicht lustig

Morden in der Menopause mit dem richtigen Mindset
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Vor Hitzewallungen wird gewarnt: sie können Morde zur Folge haben.
Oder viele ungefragte Belehrungen, an die sich die Autorin selbst nicht hält. Sie reflektiert und plagt sich mit Schuldgefühlen. Durch ...

Vor Hitzewallungen wird gewarnt: sie können Morde zur Folge haben.
Oder viele ungefragte Belehrungen, an die sich die Autorin selbst nicht hält. Sie reflektiert und plagt sich mit Schuldgefühlen. Durch ständiges Wiederholen nicht interessant. Klar, die Menopause ist nicht für Jede die reine Freude, aber sie als Ausrede für jegliches unkluges Verhalten heranzuziehen, ist albern. Livs chaotische Erlebnisse sind sehr konstruiert. Was komisch sein soll, ist eher Slapstick.
Der erste Teil war noch einigermaßen originell und unterhaltsam, dieser ist sehr überdreht.

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