Eher schwach
Die UnbehaustenWilla Knox ist freie Journalistin ohne Aufträge, ihr Mann Iano hat seine Professur verloren, der gemeinsame Sohn Zeke ist nach einer Tragödie alleinerziehend und quasi mittellos. Als ob das nicht genug ...
Willa Knox ist freie Journalistin ohne Aufträge, ihr Mann Iano hat seine Professur verloren, der gemeinsame Sohn Zeke ist nach einer Tragödie alleinerziehend und quasi mittellos. Als ob das nicht genug wäre, ist das Haus der Familie eine baufällige Ruine, die von Grund auf saniert werden müsste. Vor 150 Jahren lebt an gleicher Stelle ein Lehrer namens Thatcher Greenwood. Charles Darwin Evolutionstheorie erschüttert die Welt, es wird gestritten und diskutiert. Was verbindet die Familien über Jahrzehnte hinweg miteinander? Ist es das viktorianische Haus oder die ähnlichen Lebensumstände, die eine Gemeinsamkeit schaffen?
»Es ging darum, ob die Evolutionslehre unterrichtet werden durfte. Er bekam Schwierigkeiten mit dem Schuldirektor und den Stadtvätern und wurde zurechtgewiesen.« (Seite 389)
Fiktion trifft historische Fakten, zwei Zeitebenen bemüht die Autorin hierfür, kann das funktionieren? Für mich persönlich leider nicht, denn das hier nach ihrem grandiosen „Demon Copperhead“ übersetzte, zeitlich allerdings Jahre davor geschriebene Buch konnte mich nicht überzeugen. Nach einem interessanten und amüsanten Anfang verlor mich die Geschichte beim ersten Zeitsprung und danach wurde es nicht wirklich besser. Die geschichtlichen Ereignisse waren faszinierend, das schon, allerdings hat mir das Gesamtkonstrukt einfach nicht gefallen. Die Charaktere weckten keine Emotionen bei mir und blieben mir bis zuletzt fremd. Hier lag die Latte nach dem eingangs erwähnten Werk eben sehr hoch und meine Erwartungen wurden nicht erfüllt. Schade, aber nicht zu ändern. Dennoch freue ich mich auf weitere Bücher der Autorin und verbleibe solange in freudiger Erwartung.