Profilbild von raschke64

raschke64

Lesejury Star
offline

raschke64 ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit raschke64 über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.08.2025

Nettes Sommerbuch

Wir sehen uns im Sommer
0

Susanne, Mangan und Rebecka machen erneut eine Reise auf den Spuren ihrer verstorbenen Freundin Sonja. Dieses Mal geht es anhand ihrer Briefe um die ganze Welt und sie erfahren Überraschendes...

Das Buch ...

Susanne, Mangan und Rebecka machen erneut eine Reise auf den Spuren ihrer verstorbenen Freundin Sonja. Dieses Mal geht es anhand ihrer Briefe um die ganze Welt und sie erfahren Überraschendes...

Das Buch ist die Fortsetzung von Sommerfreundinnen. Hier wie auch dort hat Sonja ihren drei Freundinnen Aufgaben aufgegeben und während der Reise finden sie wieder näher zueinander und entdecken einiges neues an sich selbst. Das Buch war für mich eine nette Sommerunterhaltung mit einer Mahnung an die Freundschaft. Gleichzeitig wirkte es auf mich aber auch wie der 2. Aufguss des Vorgängerbuches. Vor allem das Ende hin war ziemlich kitschig. Daher gut für den Urlaub oder zwischendurch, doch insgesamt ein schwächerer Eindruck.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.08.2025

Unentschlossen

Kampfsterne
0

Eine deutsche Siedlung in den 1980ern Jahren. Mehrere mehr oder weniger miteinander befreundete Familien mit Kindern und Jugendlichen leben zusammen. Vor allem die Kinder wechseln von Haus zu Haus. Die ...

Eine deutsche Siedlung in den 1980ern Jahren. Mehrere mehr oder weniger miteinander befreundete Familien mit Kindern und Jugendlichen leben zusammen. Vor allem die Kinder wechseln von Haus zu Haus. Die Frauen sind zu Hause und kümmern sich um Haushalt und die Kinder, die alle irgendwie zu Genies erzogen werden sollen. Nach außen hin die heile Welt der damaligen Zeit...

Erzählt wird das Buch in ganz kurzen Kapiteln aus Sicht der Kinder, Jugendliche und Erwachsenen. Und da merkt man schnell, dass die heile Welt so gar nicht heil ist und die Familien zum Teil stark untereinander konkurrieren und teilweise Neid und Hass herrschen. Die nach außen gezeigte Freundschaft ist nicht wirklich vorhanden. Stattdessen versuchen vor allem die Frauen, sich gegenseitig auszustechen, und so die wirklichen Probleme der Kinder und der Jugendliche gar nicht mitbekommen. Diese sollen funktionieren, möglichst Höchstleistungen bringen, die eigenen Befindlichkeiten sind wichtiger. So gesehen ist diese kleine Siedlung eine Milieustudie, die man für die damalige Zeit anwenden kann und die auch heute noch stimmen dürfte. Die kurzen Kapitel aus den verschiedenen Sichten sorgen für Abwechslung und man kann relativ schnell lesen. Leider hielt sich mein Mitgefühl in Grenzen und ich konnte zu den handelnden Personen keine Beziehung aufbauen. Das Ende fand ich teilweise verwirrend, teilweise unverständlich. So als wüsste die Autorin nicht, wie sie das Buch hätte beenden können.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.08.2025

Zeitgeschichte

Wenn wir wieder leben
0

Danzig und Zoppot in den 1920er Jahren. Gundi verbringt die Sommerferien und viele Wochenenden in Zoppot. Dort lernt sie Julius und Max kennen und zusammen mit ihrer Halbschwester Lore träumen sie davon, ...

Danzig und Zoppot in den 1920er Jahren. Gundi verbringt die Sommerferien und viele Wochenenden in Zoppot. Dort lernt sie Julius und Max kennen und zusammen mit ihrer Halbschwester Lore träumen sie davon, Musiker zu werden und mit der Musik ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Doch der Weg ist schwer. Ihnen fehlt ein Lied, das ein Hit wird. Sie finden es bei einer polnischen Angestellten und werden so zu kleinen Berühmtheiten. Als die Nazis kommen, werden sie vom Gauleiter protegieret und zu Stars ...

Die Autorin bezeichnet das Buch als ihr persönlichstes. Das ist vielleicht der Hauptgrund, warum ich es als ihr bisher von mir gelesenes schlechtestes empfand. Die Geschichte wird über 2 Zeitebenen erzählt. Einmal Gundi und ihre Freunde und dann in den 1960er Jahren Gundis Tochter Wanda. Die ersten 200 Seiten habe ich mich regelrecht gequält und auch wirklich stark gelangweilt. Gundi blieb ewig Kind. Alle Probleme wurden ihr aus dem Weg geräumt und später saß sie diese einfach aus. Dabei blieb sie als Figur immer naiv kindlich und blass. Doch auch die 3 anderen Bandmitglieder waren nicht überzeugend. Einzig der Großvater Pop wirkte wie ein lebendiger und sympathischer Mensch. Gleiches empfand ich auch für Wanda. Ihre Entwicklung vollzog sich schneller und überzeugender. Erst ab Mitte des Buches wird die Geschichte vielschichtiger, interessanter und die Autorin wird wesentlich besser. Alles in allem ist es ein eher durchschnittliches Buch mit einem überraschenden Ende.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.08.2025

Brutal

Dreckiger Schnee
0

Detektive Aidan Waits ist nicht gerade ein Musterpolizist. Er soll undercover im Drogenmilieu ermitteln. Gleichzeitig soll er Isabelle Rossiter, die minderjährige Tochter eines hochrangigen Politikers, ...

Detektive Aidan Waits ist nicht gerade ein Musterpolizist. Er soll undercover im Drogenmilieu ermitteln. Gleichzeitig soll er Isabelle Rossiter, die minderjährige Tochter eines hochrangigen Politikers, wiederfinden. Auch sie ist im Drogenmilieu gelandet. Er findet sie, doch Tage später ist sie tot und Aidan hat gleich mehrere Probleme am Hals...

Das Buch lässt mich zwiespältig zurück. Auf der einen Seite ist es sehr gut geschrieben. Vor allem den Anfang habe ich nahezu verschlungen, direkte schnörkellose Sprache, viel Spannung. Auf der anderen Seite war die Figur des Aidan förmlich nicht tragbar. Er kommt sehr unsympathisch rüber, er macht mehr den Eindruck, selbst ein Täter zu sein. Und er bekommt gefühlt auf fast jeder Seite körperliche Gewalt zu spüren, ist aber kurz danach wieder total fit, wenn auch teilweise unter Drogeneinfluss. Irgendwann war das einfach zu viel für mich und nicht glaubwürdig.
Ich kann aber das Buch nicht völlig verreißen, denn das Ende wiederum ist sehr gut gelungen und bringt noch einige Überraschungen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 05.08.2025

Etwas verschenkt

Der Stau
0

Aufgrund eines riesigen Staus auf der Autobahn findet die kurz vor der Pension stehende Polizistin Billy, die gerade mehrere Monate in Australien verbracht hat und auf dem Heimweg ist, in einem Nachbarauto ...

Aufgrund eines riesigen Staus auf der Autobahn findet die kurz vor der Pension stehende Polizistin Billy, die gerade mehrere Monate in Australien verbracht hat und auf dem Heimweg ist, in einem Nachbarauto eine Leiche. Der Mann wurde mittels einer Fahrradspeiche ermordet. Hilfe ist momentan nicht zu erwarten und so beginnt Billy allein mit den Ermittlungen.

Das Buch hätte richtig gut werden können. Eine schöne Idee, doch leider hapert es in den ersten zwei Dritteln an der Umsetzung. Da zieht sich die Beschreibung, da nerven viele der Personen und da gibt es mehr als einige Längen. Hier wurde viel verschenkt. Vor allem die dauernde Beschreibung, dass Billy eigentlich dringend mal müsste, hat mich nach einer Weile fassungslos gemacht. Da gab es mehrere Frauen, da gab es Decken und andere Abdeckmöglichkeiten und da wäre es sehr einfach gewesen, das Problem zu lösen.
Das letzte Drittel ist dann richtig spannend und hält einige Überraschungen bereit. Leider ist das am Ende zu wenig, um das Buch mehr als Mittelmaß sein zu lassen. Wirklich schade.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere