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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.03.2024

Schwierig

Krummes Holz
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Georg, genannt Jirka kommt nach 5 Jahren aus dem Internat zurück auf den elterlichen Hof. Der landwirtschaftliche Betrieb ist inzwischen kaum noch rentabel und stark heruntergewirtschaftet. Seine Oma ist ...

Georg, genannt Jirka kommt nach 5 Jahren aus dem Internat zurück auf den elterlichen Hof. Der landwirtschaftliche Betrieb ist inzwischen kaum noch rentabel und stark heruntergewirtschaftet. Seine Oma ist dement, seine Schwester ist tagelang nicht da und er selbst weiß auch nicht so recht, was er eigentlich da will. Von seinem Vater fehlt jede Spur.

Mich lässt das Buch sehr unentschlossen zurück. Und ich finde es extrem schwierig. Dabei meine ich nicht das reine Lesen, der Stil ist sehr angenehm und gut lesbar und man wird irgendwie in die Geschichte hineingebracht. Allerdings wechselt ständig die Zeitangabe, ich brauchte immer eine Weile, um zu erkennen, in welcher Zeit ich mich gerade befinde. Inhaltlich konnte ich allerdings sehr wenig damit anfangen. Die Kindheit der Geschwister war frustrierend, der Vater stark sadistisch. Ohne, dass eigentlich erklärt wird, warum er wirklich so geworden ist. Die Andeutungen reichten mir nicht aus. Die Suche von Jirka nach sich selbst ist zwar irgendwie nachvollziehbar, aber es hat mich emotional nicht wirklich angesprochen. Irgendwie sind in dieser Familie alle verkorkst. Das Ende war für mich einfach nicht akzeptabel. Es tut mir leid, aber ich kann keine wirkliche Leseempfehlung aussprechen. Dazu ist das Buch zu speziell.

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Veröffentlicht am 20.02.2024

Viele Wendungen

Die Insel des Zorns
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Die berühmte Schauspielerin Lana Farrar fährt mit ihrem viel jüngeren Mann und einigen engen Freunden zu Ostern auf ihre Privatinsel in Griechenland. Dort erleben sie einen Sturm und kommen nicht von der ...

Die berühmte Schauspielerin Lana Farrar fährt mit ihrem viel jüngeren Mann und einigen engen Freunden zu Ostern auf ihre Privatinsel in Griechenland. Dort erleben sie einen Sturm und kommen nicht von der Insel herunter. Die Nacht endet mit einem Mord…

Ich bin etwas unschlüssig, wie ich insgesamt das Buch beurteilen soll. Der Anfang ist rasant und lässt sich wunderbar lesen. In der Mitte war dann für meine Begriffe ein Hänger, als die Geschichte sehr ins Philosophische abdriftete. Ich hatte so meine Probleme damit, dass der Ich-Erzähler mich sozusagen persönlich anspricht. Ich mag diese Art von Büchern nicht. Am Ende gab es dann unheimlich viele Wendungen. Anfangs war das noch sehr spannend, danach war es mir einfach auch ein wenig zu viel. Das ging so bis zum Ende. Irgendwie hatte ich das Problem, dass mir eigentlich fast keine der Personen nur ansatzweise sympathisch wurden. Von einem Thriller hatte ich mir mehr versprochen.

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Veröffentlicht am 16.03.2026

Enttäuscht

Zorn – Die Akte Heinlein
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Schröder hat einen Dackel namens Dumbo und Zorn geht mit ihm nicht ganz freiwillig Gassi. Der Hund macht sich selbstständig und bringt eine abgetrennte Hand zurück. Schröder und Zorn ermitteln, doch der ...

Schröder hat einen Dackel namens Dumbo und Zorn geht mit ihm nicht ganz freiwillig Gassi. Der Hund macht sich selbstständig und bringt eine abgetrennte Hand zurück. Schröder und Zorn ermitteln, doch der Körper zu der Hand fehlt immer noch. Und so richtig vorwärts geht das Ganze auch nicht.

Ich mag die Bücher um Zorn und Schröder, doch der 15. Band hat mich eigentlich nur enttäuscht. Ich muss es so deutlich sagen, die Geschichte an sich war komplett spannungslos und das konnte das Ende dann auch nicht mehr retten. Die vielen Seiten der Fieberfantasien haben mich irgendwann extrem gelangweilt und ich habe sie tatsächlich quer gelesen. Mir fehlte das charmant Witzige in den Dialogen von Schröder und Zorn. Das Ende konnte mich überhaupt nicht überzeugen und ich gebe die zwei Punkte nur, weil ein Bonuspunkt für die Reihe dabei ist, mit dem ich hoffe, das nächste Buch wird besser.

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Veröffentlicht am 14.08.2025

Enttäuschend

Opfer
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Anne ist zur falschen Zeit am falschen Ort. Bei einem Überfall auf ein Juweliergeschäft in einem Einkaufszentrum gerät kommt sie zufällig den Tätern in die Quere. Diese schlagen sie zusammen und schießen ...

Anne ist zur falschen Zeit am falschen Ort. Bei einem Überfall auf ein Juweliergeschäft in einem Einkaufszentrum gerät kommt sie zufällig den Tätern in die Quere. Diese schlagen sie zusammen und schießen auf sie. Anne überlebt und kommt schwerverletzt ins Krankenhaus. Doch auch dort ist ihr der Täter auf der Spur und will sie ermorden.
Die Ermittlungen nimmt ihr Freund, Kommissar Camille Verhoeven, auf. Eigentlich illegal, denn er darf nicht ermitteln, wenn das Opfer ihm so nahesteht. Und so bekommen beide viele Schwierigkeiten.

Das Buch war für mich enttäuschend. Es beginnt ganz rasant und spannend mit dem Überfall. Der Schreibstil: kurz, abgehackt und telegrammartig ist hier passend, um das Ganze voranzutreiben. Doch er ändert sich im Laufe des ganzen Buches nicht und nach wenigen Seiten empfand ich ihn nur noch als störend. Denn dadurch wirkte das ganze Buch leidenschaftslos, eigentlich sogar völlig emotionslos. Ich konnte zu keiner der Figuren eine Beziehung herstellen – weder positiv noch negativ. Alles war wie ein trockener Bericht eines langweiligen Protokolls. Dazu kam noch die sehr komische Beschreibung der Figuren: die Männer waren entweder sehr hässlich oder bildschön beschrieben. Die Frauen wurden ausschließlich über ihre (vorzugsweise großen ausladenden) Hintern und ihre (noch größeren) Brüste beschrieben. Sexistischer geht es wohl nicht? Ich hatte in diesen Passagen das Gefühl, hier schreibt ein pubertierender Junge seine Wünsche auf. Nicht ein bereits älterer Autor.
Außerdem zieht sich das ganze im Mittelteil ziemlich langweilig endlos hin. Erst gegen Ende des Buches gibt es einige Überraschungen, die für mich das Werk aber auch nicht mehr retten.
Die beiden Punkte vergebe ich nur, weil man einen Punkt ohnehin vergeben muss und den zweiten für den sehr guten Beginn und einige gute Teile am Ende. Ein weiteres Buch des Autors werde ich wohl nicht lesen.

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Veröffentlicht am 14.08.2025

Enttäuscht

Das Jahr, in dem Dad ein Steak bügelte
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Ruth ist 30 und ihr Verlobter hat sich von ihr getrennt. Sie hat daran schwer zu kämpfen und zieht für ein Jahr zurück in ihr Elternhaus. Ihr Vater Howard leidet an Demenz und da ihre Mutter weiter arbeitet ...

Ruth ist 30 und ihr Verlobter hat sich von ihr getrennt. Sie hat daran schwer zu kämpfen und zieht für ein Jahr zurück in ihr Elternhaus. Ihr Vater Howard leidet an Demenz und da ihre Mutter weiter arbeitet und auch ihren Hobbies nachgeht, soll Ruth ein Jahr lang auf ihren Vater aufpassen…

Mich hat das Buch enttäuscht. Ich hatte mehr erwartet. Im weitaus größeren Teil des Buches geht es eigentlich um Ruths Befindlichkeiten, ihren Problemen mit dem Ex, ihren Freundinnen, ihrem Verhältnis zu den Eltern. Oder besser gesagt: ihrem erst mal kaum vorhandenen Verhältnis, denn sie war jahrelang kaum dort. Um die Demenz ihres Vaters geht es anfangs eher am Rande. Die Geschichte wird in kurzen – manchmal extrem kurzen – Kapiteln erzählt, über denen jeweils das Tagesdatum steht. Je mehr die Geschichte fortschreitet, desto mehr merkt man die Ausfälle des Vaters. Das ist traurig, wird aber gut erzählt. Er war beliebt und so versuchen seine Ex-Studenten, ihn noch sehr zu unterstützen. Doch es wird schwieriger und schwieriger. Während das Verhältnis zu ihrem Vater trotz der Krankheit wieder enger wird, bleibt das zur Mutter sehr komisch distanziert. Und genau so ging es mir auch – ich wurde emotional nicht richtig mitgenommen.

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