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Veröffentlicht am 03.09.2025

Wunderschön!

Maus geht auf große Reise
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Eines Morgens beschließt das Mausekind schon richtig groß zu sein und auf große Reise zu gehen. Es packt schnell die allerwichtigsten Sachen in eine große gelbe Tasche und zieht los! Doch vor dem Mauseloch ...

Eines Morgens beschließt das Mausekind schon richtig groß zu sein und auf große Reise zu gehen. Es packt schnell die allerwichtigsten Sachen in eine große gelbe Tasche und zieht los! Doch vor dem Mauseloch trifft es direkt mal das Eichhörnchenkind und gemeinsam beschließen sie sich zu stärken, ehe es weitergeht...und sie gemeinsam überlegen, wohin die Reise eigentlich gehen soll. Zusammen macht es natürlich viel mehr Spaß, auch wenn sie immer noch planlos sind, aber dafür treffen sie ja auf den kleinen Frosch. Der Start in einen Tag voller Freundschaft und Abenteuer!

Diese Geschichte ist für Kinder ab 18 Monaten geeignet. Die Pappseiten sind entsprechend dick und stabil und die Geschichte ist einfach und unkompliziert und dennoch zuckersüß! Es ist einfach unglaublich niedlich wie entschlossen dieses Mäusekind, dass sich schon für richtig groß hält, seine Sachen für eine große Abenteuerreise packt: ein Stück Käse und eine Nuss in einer riesigen Tasche!

Als Mutter sind mir natürlich sofort gefühlt 1.000 Dinge eingefallen, die das Kind noch alle unbedingt einpacken müsste! Um Himmels willen, nur so wenig und dann beginnt die Maus die Reise direkt schon mit Futtern und alles ist sofort weg! Aber seien wir ehrlich: Kindern futtern ja auch tatsächlich immer drauf los, kaum dass die Reise beginnt. Immerhin ist Maus freundlich und teilt mit der neuen Eichhörnchen Freundin. Sie sind so herrlich begeisterungsfähig und offen, dass sie auch nicht lange zu zweit bleiben, sondern noch einen dritten mit ins Boot nehmen. Denn natürlich kann man diese riesige Tasche auch prima als Boot nutzen! Die drei erleben an diesem einzigen Tag wirklich so einiges und sind am Abend, als die Mutter zum Abendbrot ruft, absolut glücklich. Jetzt haben sie ja alle super gute Freunde gefunden und morgen ist der nächste Tag für tolle Abenteuer. Diese kindliche Begeisterungsfähigkeit finde ich einfach super und ansteckend. Man bekommt schon beim Lesen richtig gut Laune und Lust auf „Abenteuer“. Dabei sind sie hilfsbereit und offen für neue Freundschaften. Da wird mir richtig warm ums Herz, wenn ich diese drei ungleichen Freunde letztendlich zusammen „abhängen“ sehe und wie glücklich sich die kleine Maus abends müde an die Mutter drückt, umso glücklicher, aufgrund der Gewissheit, dass auch morgen wieder ein toller Tag für Abenteuer und Freundschaft sein wird.

Die Illustration finde ich ganz zauberhaft. Die Tierkinder sehen so freundlich und gleichzeitig aufgeregt und vergnügt aus. Das steckt schon beim Betrachten an. Die Farben sind fröhlich, dabei aber auch natürlich. Ganz offensichtlich ist es ein wunderschön sonniger, aber nicht zu heißer Tag – wie gemacht für Ausflüge. Die Welt ist einfach voller Wunder und Abenteuer, die gemeinsam noch viel schöner sind.

Die Sätze sind auch für die ganz Kleinen gut verständlich, denn die Reise geht ja quasi nur einmal um/durch den Garten, verlässt also nicht den Kinderhorizont. Dabei sind die Sätze schön groß gedruckt, so dass auch die Großeltern oder größere Geschwister als Leseanfänger sie gut vorlesen können.

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Veröffentlicht am 27.08.2025

Was von Freundschaft übrig bleibt... Hörbuch

Unsere letzten wilden Tage
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Nach der High School ist Loyal mit ihrem Vater aus Jacknife, Lousiana weg, nach Atlanta gezogen, wo sie Journalismus studierte. Ein Alligator der Familie Labasque hatte ihr gerade in die Hand gebissen ...

Nach der High School ist Loyal mit ihrem Vater aus Jacknife, Lousiana weg, nach Atlanta gezogen, wo sie Journalismus studierte. Ein Alligator der Familie Labasque hatte ihr gerade in die Hand gebissen und aus Wut über das mangelnde Mitgefühl von ihrer einzigen Freundin Cutter und deren Brüdern Beau und The Wall, veröffentlicht sie einen wirklich fiesen Artikel über deren Familie im Lokalblatt. Einen Artikel den ihr Cutter nie verzieh. Doch nun ist Loyal zurück, an den Ort den sie glaubte, für immer hinter sich gelassen zu haben, bis der dortige Sheriff sie anrief und mitteilte, dass ihre Mutter beobachtet wurde, wie sie nachts mit bloßen Händen den Garten umgrub. Sie nimmt eine Stelle beim Cronicle an und wird auch auf Anhieb mit Sascha Petitpois dem Großneffen des Herausgebers und einzigem Mitarbeiter außer ihr, zu einem Leichenfund in die Sümpfe geschickt. Was nach einer verheißungsvollen Story klang, wird für Loyal zum Albtraum. Die Leiche ist niemand anderes als ihre einstige Freundin Cutter und eine Versöhnung ist nun für immer ausgeschlossen. Ihr bleibt nichts anderes übrig, als ihren Mord aufzuklären. Für Loyal steht nämlich fest, dass dieser stolze Wildfang den sie kannte, niemals Selbstmord begangen hätte und einen Badeunfall ist bei der kühnen Alligatorjägerin, die die Sümpfe wie ihre Westentasche kannte auch ausgeschlossen. Gemeinsam gehen die zwei Außenseiter Loyal und Sascha der Wahrheit auf den Grund und stoßen mehr als auf eine tote junge Frau und aufgehängte Schlangen....

Heike Warmuth spricht nicht gerade warm und gefällig, sondern ausgesprochen spröde und etwas abweisend, dafür aber mit viel Ausdruckskraft. Das passt sehr gut, denn Loyal ist alles andere als eine Southern Belle und empfindet sich selbst stets als abstoßend, aber clever. Mit ihr war nur Cutter bereit befreundet zu sein, denn auch ihre Familie, die verarmt tief in den Sümpfen lebt, steht außerhalb der Gemeinschaft. Doch Cutter schien dies stets egal zu sein, sie schien auf die Meinung anderer zu pfeifen! So sehr sie ihren großen Bruder fürchtete, so sehr trat sie jedoch den üblen Gerüchten entgegen, die über ihn verbreitet wurde. Cutter wollte stets ein Star sein, etwas außergewöhnliches mit ihrem Leben anfangen, doch als Loyal nach Jacknife zurück kehrte, schien es noch trostloser als je zuvor. Je tiefer Loyal und Sascha, der örtliche Paradiesvogel, der offen schwul ist, was für die Südstaatenchauvis das Furchteinflößendste ist, was es gibt und jeden Alligator übertrifft. graben, desto verwirrender wird es. Sie stoßen auf Hass, Gewalt, Drogen und ein Geflecht von Beziehungen und Machtmissbrauch, dass es immer schwieriger macjt, Gut von Böse zu unterscheiden.... und dann müssen sie ja auch noch ständig neue Storys liefern und können sich nicht nur auf diesen einen Todesfall konzentrieren...

Eine karge Gegend, die unwirtlich ist und ihre Bewohner mehr schlecht als recht ernährt. Die Armut führt oft zu Gewalt, Hass und Verzweiflung. Eine spannende Kulisse für einen Krimi und der schon an sich etwas Furchteinflößendes ausströmt. Fernab von Südstaatenplantagen im Stil von im Winde verweht, schlagen sich diese zwei Außenseiter durch und lernen sich nicht nur besser kennen, sondern auch einander zu mögen und zu vertrauen. So schroff Loyal auch ist, so sehr beginnt man sie für ihre Hartnäckigkeit und ihren Sinn für Gerechtigkeit zu schätzen. Man begleitet sie und wünscht ihnen, dass sie endlich ihr Glück finden, was vielleicht etwas viel verlangt ist, aber sie werden sicherlich zufriedener, auch weil sie nicht mehr alleine sind. Es ist unglaublich faszinierend, diese harten Geschwister Labasque kennenzulernen und hinter ihre Fassade zu schauen. Diese Geschwister, die schon früh ihre lieblosen, saufenden und gewalttätigen Eltern verloren haben und statt Hilfe und Mitgefühl, Verachtung und Ablehnung von ihren Mitmenschen bekamen. Wir werfen mit ihnen einen Blick in eines der vergessenen „Armenhäuser“ der vereinigten Staaten, patriotisch weil sie ja sonst nichts haben. Atmosphärisch dicht und geheimnisvoll erzählt Anna Bailey diesen Mordfall, in dem die Polizei offensichtlich nicht ermitteln will und die zwei Außenseiter völlig unterschätzt.

Man spürt, wie die Sümpfe und die flirrende Hitze einen in ihren Bann ziehen und kann nicht aufhören weiterzuhören....

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Veröffentlicht am 19.08.2025

Wieder was gelernt und gelacht!

Ihr habt es gut, ihr habt ja mich. Die Online-Omi lässt sich wählen
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Die 20. Mission für die vierfach verwitwete Eisenbahner-Rentnerin Renate Bergmann (82), zuletzt wohnhaft in Berlin-Spandau. Doch nun ruft sie ein Notfall weg aus ihrem Kiez, ab in die Provinz nach Grünweide, ...

Die 20. Mission für die vierfach verwitwete Eisenbahner-Rentnerin Renate Bergmann (82), zuletzt wohnhaft in Berlin-Spandau. Doch nun ruft sie ein Notfall weg aus ihrem Kiez, ab in die Provinz nach Grünweide, wo ihr angeheirateter Neffe Stefan mit Frau Ariane und den Töchtern Agneta und Lisbeth lebt. Sie haben dort kürzlich gebaut und weil Renate ihnen finanziell und auch sonst tatkräftig unter die Arme gegriffen hat, besitzt sie eine Einliegerwohnung für ihr Altenteil in diesem Haus. Als sie erfährt, dass Arianes Mutter Monika, im eigenen Sanitärbetrieb von der Leiter gefallen ist und beide Arme gebrochen hat, ist klar, dass Ariane zu ihren Eltern muss denn ohne ihre herrische Mutter ist ihr Vater aufgeschmissen! Da Stefan nun alleine die Kinder versorgen muss, würde ihm Renate ja helfen, aber sie will sich ja nicht aufdrängen! Dezent fährt sie in die brandenburgische Provinz, um dort mal wieder durchzuwischen! Auf den Ämtern dort, geht es ganz anders zu als in Berlin, doch irgendwie gerät sie mit Bürgermeister Brummer aneinander, als sie Verbesserungsvorschläge hat. Schon wirft er ihr an den Kopf, wenn es ihr nicht passe, solle sie doch als Bürgermeisterin kandidieren! Mit 82? Was für ein Blödsinn, aber Stadträtin könnte sie ja schon werden. Also beschließt sie zu kandidieren und den Männerhaufen von 15 Alteingesessenen mal kräftig aufzumischen! Dafür muss man sich aber auch mit der Funktionsweise, des Dorfes und seiner Vereine und Einrichtungen vertraut machen und mit allen politischen Akteuren. Renate will natürlich nicht alleine kandidieren und lernt deswegen Brummers Gegenkandidatin, die hochwohlgeborene Leonie kennen, die ebenfalls parteilos ist. Sie gründen eine Bürgerliste und suchen sich noch zwei Mitstreiter und schon geht der Wahlkampf und die Dorfverschönerung los! Also langweilig ist es auf dem Dorf ganz sicher nicht und was man hier so alles erfährt?!

Die 20. Mission und kein bisschen leise, aber wie immer sehr patent und weise. Wir haben wieder eine Menge gelernt, z.B. dass man beim Kuchen Essen, die Kalorien besser einfach weg lässt. Ja klar! Es ist vergnüglich und unterhaltsam, auch wenn es schon ihr 20. Werk ist und wir sicherlich über 10 davon kennen. Anfangs haben wir befürchtet, dass sich zu viel wiederholt, aber dem ist nicht so. Durch das neue Umfeld in Gründweide (bekannt aus „Das Dach muss vor dem Winter drauf – Die Online-Omi baut ein Haus“) kommen zu den altbekannten Personen wie Ilse und Kurt mit dem Koyota, Gertrud und Gunter mit Hund und natürlich auch die esoterische Tochter Kirsten und Günther Habicht auch neue Charaktere mit ihren eigenen Ecken und Kanten.

In ihrer unnachahmlichen Art erzählt Renate (alias Torsten Rode, Jahrgang 74) frei Schnauze, wie es ist und scheut nicht davor, die Dinge beim Namen zu nennen, oder ihnen auf den Grund zu gehen. Natürlich weiß Renate wie man sich benimmt und kann bei einigen, wie bei ihren Nachbarinnen der Berber und der Meiser nur den Kopf schütteln. Auf dem Gestüt von der Leonie ist aber alles so fein, dass auch Renate bisweilen etwas eingeschüchtert ist.

Wir haben die Geschichte mal wieder alle zusammen im Auto im Urlaub gehört und es hat uns gut unterhalten, obwohl mein Mann meinte, dass wie doch schon 3 Kennen (eher mind. 13). Auch wir haben nicht bei Band 1 angefangen und haben ihn auch noch immer nicht gehört, weil zu Beginn eine andere Sprecherin Renate miemte. Carmen-Maja Antoni verkörpert für uns Renate Bergmann jedoch so unnachahmlich perfekt und authentisch, dass eine andere Stimme für uns nicht in Frage kommt – sorry für die Diskriminierung liebe Marie Gruber (unbekannter Weise). Man kann also auch getrost noch mit dieser Episode einsteigen und es lohnt sich, denn tatsächlich endet es dieses Mal mit einem Cliffhanger! Wir erfahren zwar wie die Wahl ausgeht, aber dann! Hoffentlich erfahren wir auch noch, wenigstens nebenbei wie Renate Grünweide weiterhin aufmischt!

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Veröffentlicht am 14.08.2025

Wie schade, dass dies das Ende sein soll!

Die Stadtgärtnerin. Blumenglück hoch vier!
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Die Schüler sind ganz aufgeregt, in wenigen Tagen beginnen die einwöchigen Schnupperpraktika. Toni hat es mit viel Überzeugungsarbeit geschafft, ein Praktikum in der Biogärtnerei BioTop zu ergattern, Cora-Lee ...

Die Schüler sind ganz aufgeregt, in wenigen Tagen beginnen die einwöchigen Schnupperpraktika. Toni hat es mit viel Überzeugungsarbeit geschafft, ein Praktikum in der Biogärtnerei BioTop zu ergattern, Cora-Lee träumt schon von der Tierklinik, Elif muss auf Vermittlung ihrer Mutter zum Steuerberater und Adam will in die Bäckerei, hat aber noch nicht mal gefragt und der Ärger ist groß! Mit Müh und Not schafft es Toni Adam noch in der Gärtnerei unter zu bringen, da der riesige Hund Mingus viel Aufmerksamkeit und geduldige Krauler braucht, damit Gärtnerin Dunya Haddad sich um ihre Arbeit kümmern kann. Toni ist ganz glücklich und hilft mit Feuereifer! Doch ausgerechnet die eifrige Musterschülerin Elif ist beim Steuerberater vor Langeweile schlafend vom Stuhl gefallen und Cora-Lees großer Traum entpuppt sich als Flop! Sie darf nur Schränke auffüllen und Formulare lochen und keinesfalls in die Nähe der Tiere! Das ist ja zum Mäuse melken! Im Herbst ist in der Gärtnerei viel zu tun und Dunya will auf keinen Fall noch mehr Praktikanten, aber wer kann zu einer Tierflüsterin wie Cora-Lee und einer Überfliegerin wie Elif schon nein sagen? Den Freunden wird schnell klar, dass irgendjemand den netten Haddads übel mitspielt und die Gärtnerei ruinieren will, doch wer und warum?

Auch dieses mal wird eine ebenso spannende, wie lustige und kurzweilige Geschichte um die vier Freunde vom Dachgarten mit ganz vielen Gartentipps verknüpft! Mit den Praktikanten lernen wir, wie man dufte Samenbomben bastelt (Vorsicht: Farbexplosion!), Samen erntet oder wie man Erika eintopft. Wem das alles noch nicht reicht, der kann auf der Verlagsseite auch noch Tonis Gartentipps und -Tricks runterladen, die dieses Mal so viele sind, dass sie jedes CD-Booklet gesprengt hätten: z.B. Rezepte für Lauchsuppe, Hundeleckerlis mit Rosmarin, Vogelfutterhäuschen aus Tetra-Packs bastelt, Windlichter mit herrlichem Herbstlaub zaubert oder jede Menge erstaunliche Infos über verschiedene Pflanzen, die natürlich auch in der Geschichte vorkommen und die man sich dan auch besser vorstellen kann. Die oben erwähnte Anleitung zu Samenbomben und Samenernte finden wir dort natürlich auch!

Die Geschichte ist super sympathisch und das liegt auch an der wunderbaren Sprecherin Katja Danowski, die allen Figuren ihre ganz typische Stimme mit Charakter verleiht. Man spürt förmlich, wie die brave Elif beim Steuerberater schlafend vom Stuhl rutscht!. Dabei klingt sie insgesamt energiegeladen und richtig begeisterungsfähig. Sie bringt viel Schwung und Spannung in die Geschichte, sowie ganz viel Liebe zu ihren bisweilen recht eigenwilligen, aber liebenswerten Figuren, den Blumen und den Tieren! Dabei werden geschickt Spuren gelegt, ebenso wie Finten und wir erfahren viel über das Trauma eines Hundes, der so erschreckend aussieht und doch so viel Angst hat. Auch hier können Liebe und Verständnis Wunder wirken.

Gina Mayer ist eine sehr erfolgreiche Kinderbuchautorin, aber sie schreibt auch Krimis für Erwachsene und diese Liebe zu Kriminalfällen merkt man auch dieser Reihe über vier Freunde und ihren Dachgarten an. Denn jedes Mal gehen sie Ungereimtheiten auf den Grund, die ihr Glück bedrohen. Dabei geht es natürlich nicht um Mord und Totschlag, sondern um so ein Gefühl, dass da nicht stimmt. Tonis Mutter Lise ist Familienrechtlerin, das hilft da wenig, aber sie müssen feststellen, dass sie eine ihrer Nachbarinnen unterschätzt haben: sie ist Strafrechtlerin und verteidigt als solche Kriminelle! Daher macht es ihr umso mehr Spaß, dass sie dieses Mal auf der Seite der Opfer tätig werden darf und das ausgesprochen erfolgreich. Toni merkt dabei schnell, dass auch Anwälte kreativ sein müssen (sie will aber dennoch lieber Gärtnerin werden!).

Die Tonträger sind wieder ganz wundervoll mit den farbigen Illustrationen von Daniela Kohl aus den Buchvorlagen gestaltet. Jeder zeigt ein anderes Teil einer Illustration und zusammen ergeben sie ein Ganzes.

Ich bin ganz traurig, dass diese wundervolle Reihe nun schon zu Ende sein soll!

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Veröffentlicht am 06.08.2025

Eine Klasse wächst zusammen!

Die fieseste Lehrerin der Welt
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Die Klasse 5a ist noch gar nicht richtig zusammen gewachsen nach dem Schulwechsel, da wird ihre Lehrerin nach den Osterferien schon pensioniert. Nun übernimmt die junge Frau Fröhlich, die eigentlich „Schrecklich“ ...

Die Klasse 5a ist noch gar nicht richtig zusammen gewachsen nach dem Schulwechsel, da wird ihre Lehrerin nach den Osterferien schon pensioniert. Nun übernimmt die junge Frau Fröhlich, die eigentlich „Schrecklich“ oder „Verboten“ heißen sollte! Nie kann man es ihr recht machen, sie ist immer unzufrieden, gibt schlechte Noten und verbietet alles, besonders was Spaß macht, aber nicht nur. Sogar der Klassengoldfisch wird verboten, die Farbe rot oder Kaputzenpullis und natürlich auch Lachen und gleich sterben.... Als erstes sammelt sie morgens alle Südfrüchte, Handys, Sammelkarten und alles was ablenken könnte ein und stopft es in ihre häßiche schwarze Tasche, die sie nach hoch oben, an die Decke hängt, wo sie schmatzt... Auf der Fensterbank stehen nun unheimliche Fleischfressende Pflanzen, die furchtbar stinken, Fliegen (und Schülerfinger) fangen und die ihre Köpfe neigen, als würden sie die Schüler belauschen.... Es ist der Horror, vor allem für Pauls besten Freund Theo, der nun droht, die Klasse verlassen zu müssen, weil seine Noten zu schlecht werden. Gemeinsam beschließen sie, dass sie diese Lehrerin irgendwie los werden müssen, doch nur wie? Bisher macht doch jeder nur sein eigenes Ding....

Diese Lehrerin ist der blanke Albtraum, auch wenn einzelne Verbote durchaus sinnvoll erscheinen, doch sind die Strafen, die bei Verstößen folgen, so drakonisch, dass selbst das vernünftigste Verbot irrsinnig wird. Das Schlimmste ist jedoch, dass alle Erwachsenen total begeistert von dieser neuen „Fröhlich“-Methode sind und es bald sogar Wartelisten für diese Klasse gibt! Doch je irrer die Aktionen dieser Lehrerin werden, desto unheimlicher wird sie ihren Schülern und umso verzweifelter werden sie. Auch wenn sie anfangs über Paul als den Kleinsten der Klasse gelacht haben, fangen sie langsam an auf ihn zu hören. Fest steht: Frau Fröhlich ist unheimlich und nicht normal und muss unbedingt weg! Sie wollen ihre bisherigen Lehrer wieder haben und das können sie nur gemeinsam schaffen und müssen dabei irgendwie Frau Fröhlich knacken. Das geht natürlich nicht so einfach, vor allem, wenn man nicht weiß, was mit der Frau nicht stimmt, aber viele Köpfe, viele Ideen... Dabei dachten die Schüler immer, dass ihr größtes Problem der Schulmobber aus der 10. mit seiner miesen Gang sei.

Diese Lehrerin fängt richtig fies an, aber dabei bleibt es nicht, sie wird noch fieser, obwohl es undenkbar erscheint. Obwohl die Schüler sich ohnmächtig fühlen und anfangs so gar nicht zusammen halten, weil sie in Kleinstgrüppchen zersplittert sind, ist es witzig. Es fühlt sich trotz allem nicht erdrückend und deprimierend an, weil stets das Gefühl vorherrscht, dass die Schüler ja viel mehr sind und es irgendwie schon schaffen werden. Dabei wächst die Spannung immer mehr, weil man unbedingt herausfinden möchte, was mit Frau Fröhlich denn wohl nicht stimmt und wie sie es so schafft, mit ihren plumpen Lügen die Erwachsenen so ein zu wickeln.... Der gewohnt humorvolle und leichte Ton von Ulrike Rylance schafft dieses Meisterstück, dass trotz der scheinbar ausweglosen Lage, die Geschichte lustig und spannend und nicht deprimierend ist. Es ist auch ein Thema mit dem sich die jungen Leser super identifizieren können, denn wer kennt keine richtig fiesen Lehrer? Sie bleiben leider genauso unvergesslich, wie die richtig guten und netten. Damit haben Lehrer und Lehrerinnen echt eine große Verantwortung.

Natürlich ist hier alles verboten, auch Flüstern, Petzen, Vorsagen und Zettelchen schreiben. Dennoch schaffen es immer wieder welche in der 5a Zettelchen durch die Klasse gehen zu lassen, in denen sie ihre neuen wilden Aktionen oder Theorien verbreiten. Diese zeichnet Horst Hellmeier naturgetreu auf die Seiten, so dass auch wir mitlesen können und man sich als Teil der Klasse fühlt. Er schenkt uns auch Social Media Kommentar der Häme und des Spotts der anderen Klassen, Blicke auf die laminierten Verbotsschilder, die immer mehr und länger werden und natürlich auch Bilder von Frau Fröhlich und ihren stinkenden Pflanzen. Als Vignetten hat er bedrohliche „Scherenschnitte“ der Lehrerin des Schreckens gestaltet.

Dirk Petrick höre ich eigentlich sehr gerne, aber hier kann er mich leider nur in seiner Rolle als fiese Frau Fröhlich überzeugen. Er klingt einfach nicht nach einem Jungen aus der 5. Klasse. Dabei variiert er seine Stimme und liest nicht monoton und auch von Atmung und Pausen habe ich nichts zu beanstanden. Er klingt nur nicht nach einem Jungen, den man „Mücke“ nennt. Die Schläger und Ronaldo liegen ihm viel mehr, Hauptperson ist aber Paul, weswegen mich das Buch mehr überzeugt hat, als das Hörbuch, bei dem durch die für mich unpassende Stimme Distanz aufkam, während ich im Buch versunken bin. .

Das Buch ist schön kurz, mit kurzen Kapiteln, die auch Lesemuffeln wie Theo nicht zu anstrengend sein werden und die absolut irren Theorien zur Wahrheit hinter Frau Fröhlich machen einfach Spaß! Sie schafft übrigens das scheinbar Unmögliche... doch nur was?

Ein großer Lesespaß, nicht nur für die Ferien, ab der 3. Klasse für Jungs und Mädchen!

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