Mit dem Fernglas
Die Frau in den FlutenChloe Cooper arbeitet in einer Bar, führt fremde Hunde Gassi und pflegt ihre kranke Mutter. So weit, so normal, aber sie steht auch gerne an ihrem Fenster und beobachtet mit dem Fernglas, was andere Menschen ...
Chloe Cooper arbeitet in einer Bar, führt fremde Hunde Gassi und pflegt ihre kranke Mutter. So weit, so normal, aber sie steht auch gerne an ihrem Fenster und beobachtet mit dem Fernglas, was andere Menschen so treiben, neuerdings ihre frisch zugezogenen Nachbarn. Als sie eines Tages mit dem Hund ihrer Mutter am Strand entlangspaziert, wird sie Zeugin eines Unfalls zwischen einem Jetskifahrer und einer Schwimmerin. Aber war es tatsächlich ein Unfall? Nicht nur durch die polizeilichen Ermittlungen gerät Chloe unter Druck.
Aus verschiedenen Perspektiven und eingeblendeten Interviews in der Rückschau setzt Loreth Anne White diesen Thriller zusammen und erreicht dadurch mit spielerischer Leichtigkeit einen hohen, durchgehenden Spannungsbogen. Wenige Charaktere beherrschen das Geschehen, welches beim Leser für mannigfaltige Vorstellungen und Interpretationsmöglichkeiten sorgt, die Auflösung gestaltet sich logisch und verknüpft alle bislang losen Fäden geschickt miteinander. Zur Handlung selbst lässt sich kaum Näheres sagen, denn das würde viel von der gekonnt aufgebauten Geschichte vorwegnehmen.
Unglaubliche Szenen und Figuren, welche sich deutlich entwickeln, stehen neben Loreth Anne Whites atmosphärischem Schreibstil mit Sogwirkung im Mittelpunkt und so verdient auch „Die Frau in den Fluten“ volle fünf Sterne mit einer Leseempfehlung!