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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 31.08.2025

Team Odessa – von der unbedeutenden Prinzessin zur Unaufhaltbaren

Shield of Sparrows
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Ich kannte von der Autorin bisher nur ihre Suspense-Romance „Indigo Ridge“ und war deshalb sehr gespannt, wie sich ihr erster Ausflug ins Romantasy-Genre gestalten würde. Und ich wurde definitiv nicht ...

Ich kannte von der Autorin bisher nur ihre Suspense-Romance „Indigo Ridge“ und war deshalb sehr gespannt, wie sich ihr erster Ausflug ins Romantasy-Genre gestalten würde. Und ich wurde definitiv nicht enttäuscht!
Die Geschichte beginnt mit Odessa, die im Königreich Quentis wie in einem goldenen Käfig lebt. Schon nach wenigen Seiten ist man mitten im Geschehen, spürt ihre Verzweiflung und empfindet sofort Mitleid mit ihr – schließlich gilt sie als die „unbedeutende Prinzessin“. Im Gegensatz dazu wurde ihre Schwester Mae ihr Leben lang darauf vorbereitet, den Kronprinzen Zavier aus Turah zu heiraten. Doch dann kommt alles anders: Zavier entscheidet sich nicht für Mae, sondern für Odessa und damit nimmt die Handlung richtig Fahrt auf.
Schritt für Schritt entdecken wir mit Odessa die Welt und Devney Perry gelingt es, das komplexe Worldbuilding klar und nachvollziehbar zu entfalten. Zugleich entwickelt sich die Protagonistin spürbar weiter: Aus der unsicheren, zurückhaltenden Prinzessin wird eine junge Frau mit Selbstvertrauen und großem Herz, die man einfach gernhaben muss. Zavier hingegen bleibt lange geheimnisvoll und beinahe unnahbar – möglicherweise aus gutem Grund. Außerdem gibt es da noch eine weitere Figur, die Odessas Gefühle auf den Kopf stellt und die Geschichte definitiv spannend macht.

„Shield of Sparrows“ ist ein packender Reihenauftakt mit detailreichem Worldbuilding, überraschenden Wendungen und einer gelungenen Mischung aus bereits geklärten, aber auch offenen Fragen. Ich empfehle das Buch unbedingt allen Romantasy-Fans, die Lust auf Enemies-to-Lovers, Slow Burn und Forbidden Love haben. Devney Perry zeigt hier eine ganz neue Seite ihres Schreibens und ich freue mich schon sehr auf die Fortsetzung!

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Veröffentlicht am 17.08.2025

Enemies to Lovers auf höchstem Niveau – eine Romantasy mit Suchtfaktor

Rose in Chains
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Ein wirklich großartiges Buch! Ursprünglich habe ich es mir vor allem wegen des wunderschönen Covers und des Farbschnitts gekauft, doch nicht nur äußerlich kann „Rose in Chains“ überzeugen. Auch die Geschichte ...

Ein wirklich großartiges Buch! Ursprünglich habe ich es mir vor allem wegen des wunderschönen Covers und des Farbschnitts gekauft, doch nicht nur äußerlich kann „Rose in Chains“ überzeugen. Auch die Geschichte selbst hat mich sofort in ihren Bann gezogen.
Trotz der über 600 Seiten habe ich das Buch förmlich verschlungen, so leicht und fesselnd liest sich der Schreibstil der Autorin. Julie Soto schafft es dabei, das komplexe Worldbuilding geschickt in die Handlung einzuweben. Das Magiesystem ist spannend und durchdacht, die Welt detailreich und atmosphärisch. Besonders begeistert haben mich aber die Charaktere: Briony ist eine starke, kluge und sympathische Protagonistin, die für sich und andere einsteht. Auch Toven ist faszinierend – geheimnisvoll, voller Ecken und Kanten, und man möchte unbedingt mehr über ihn erfahren. Zusammen bilden die beiden ein intensives, fast explosiv wirkendes Duo, von dem man gar nicht genug bekommen kann.
Alle Figuren besitzen spürbaren Tiefgang und durch die geschickten Wechsel zwischen Gegenwart und Vergangenheit wird man immer tiefer in ihre Geschichten hineingezogen.

Für mich ist „Rose in Chains“ ein rundum gelungener Auftakt der Evermore-Reihe! Es ist perfekt für Romantasy-Fans, die Enemies to Lovers, Forbidden Romance und einen intensiven Slow Burn lieben. Ich kann es kaum erwarten, bis Band zwei erscheint.

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Veröffentlicht am 10.08.2025

Ein emotionaler Pageturner, der lange nachwirkt

Loverboy – Niemand liebt dich so wie ich
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Dies war mein erster Roman der Autorin und wow, was habe ich da gelesen! Schon nach den ersten Seiten war ich komplett im Geschehen gefangen und habe das Buch praktisch in einem Rutsch verschlungen. Nur ...

Dies war mein erster Roman der Autorin und wow, was habe ich da gelesen! Schon nach den ersten Seiten war ich komplett im Geschehen gefangen und habe das Buch praktisch in einem Rutsch verschlungen. Nur der Schlaf hat mich gezwungen, eine Pause einzulegen – und das auch nur sehr widerwillig.
Zu Beginn lernen wir zwei Perspektiven kennen: Zum einen Lola, zum anderen ihre Mitbewohnerin Vivian. Vivians Sicht ist entscheidend, um zu verstehen, wie es überhaupt zu den Ereignissen ihrerseits kommen konnte. Im Verlauf der Handlung taucht man immer wieder in ihre Gedankenwelt ein, während der Fokus aber vor allem auf Lolas Sicht – und später auch auf Elias – liegt. Lola und Elias sind beide sehr sympathisch und mir schnell ans Herz gewachsen. Besonders mochte ich ihre Dynamik: neckisch, aber gleichzeitig liebevoll und fürsorglich. Der Schmerz, den beide bei der Suche nach ihrer Freundin bzw. Schwester Vivi empfinden, ist intensiv spürbar. Allgemein gelingt es Antonia Wesseling sehr gut, Emotionen mit ihrem Schreibstil zu transportieren. Ich habe mitgelitten, oft Gänsehaut gehabt und konnte das Geschehen kaum loslassen. Die Geschichte ist von der ersten bis zur letzten Seite spannend – allerdings definitiv nichts für schwache Nerven. Sie behandelt ein Thema, mit dem ich bisher keinerlei Berührungspunkte hatte, und bietet Einblicke, die gleichermaßen faszinierend wie erschreckend sind.
Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und dies wird ganz sicher nicht mein letztes Buch der Autorin gewesen sein!

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Veröffentlicht am 27.06.2025

Zwischen Pixeln und Gefühlen: Mein Lesehighlight

Novel Haven - Levels of Love
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Das Buch hat meine Erwartungen absolut erfüllt, wenn nicht sogar übertroffen!
Schon die Grundidee hat mich sofort begeistert: eine süße Romance-Story, gepaart mit authentischen Gaming-Elementen – eine ...

Das Buch hat meine Erwartungen absolut erfüllt, wenn nicht sogar übertroffen!
Schon die Grundidee hat mich sofort begeistert: eine süße Romance-Story, gepaart mit authentischen Gaming-Elementen – eine Kombination, die erfrischend anders ist. Besonders fand ich auch die Darstellung junger Frauen, die sich in der Gamingbranche mit Talent und Durchhaltevermögen behaupten und dabei zeigen, dass sie den Männern in absolut nichts nachstehen. Was mich jedoch endgültig in den Bann gezogen hat, war der wunderschöne Schreibstil der Autorin. Die Geschichte liest sich so mitreißend und lebendig, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte.
Dies lag vor allem auch an der Dynamik der beiden Hauptpersonen – Lara und Luca. Lara war mir wirklich von der ersten Sekunde an sympathisch. Sie hat bereits viel im Leben durchgemacht, ist zerfressen von Selbstzweifeln, findet aber in ihrem selbst programmierten Spiel Novel Haven einen Ort der Zuflucht – einen Rückzugsort, wenn das reale Leben zu laut wird. Luca ist eine absolute Green Flag und auch er hat mit inneren Dämonen zu kämpfen. Die Zwei ergänzen sich wunderbar und schaffen es, sich gegenseitig Halt zu geben und ein Stück weit gemeinsam zu heilen. Aber nicht nur die Beiden sind toll geschrieben, sondern auch viele andere Charaktere aus dem Novel Haven-Universum sind liebevoll und glaubwürdig gestaltet. Das macht es umso leichter, emotional mitzufiebern und in die Welt einzutauchen.

Trotz der ebenso ernsteren Themen wie Traumata, Leistungsdruck oder Selbstwertproblemen bleibt das Buch für mich ein echter Wohlfühlroman mit sanftem Rivals-to-Lovers-Vibe und der perfekten Prise Slow Burn. Wenn man Indie-Games liebt und gern liest, dann ist es das geeignete Buch! Aber auch alle, die mit Gaming wenig Berührung haben, können ohne Vorwissen problemlos in die Handlung eintauchen, denn alles wird nachvollziehbar und zugänglich erklärt.
Ich freue mich schon jetzt riesig auf den zweiten Band!

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Veröffentlicht am 22.06.2025

Jeremy & Cecily – explosiv, intensiv, unvergesslich

God of Wrath – Besessene Liebe
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* Ich verfasse die Rezension auf Grundlage der englischsprachigen Originalausgabe. Dabei bewerte ich alles unter Ausnahme der deutschen Übersetzung.
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Was für eine fesselnde Geschichte! Ich konnte nicht ...

* Ich verfasse die Rezension auf Grundlage der englischsprachigen Originalausgabe. Dabei bewerte ich alles unter Ausnahme der deutschen Übersetzung.
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Was für eine fesselnde Geschichte! Ich konnte nicht anders und habe sie innerhalb eines Tages verschlungen. Schon in den Vorbänden fand ich Jeremy und Cecily unglaublich spannend, daher war ich äußerst neugierig auf ihre gemeinsame Story und wurde definitiv nicht enttäuscht. Rina Kent versteht es einfach, einen sofort in den Bann zu ziehen.
Allerdings muss ich gestehen, dass ich anfänglich mit Cecily zu kämpfen hatte. Obwohl sie mir in „God of Malice“ und „God of Pain“ so sympathisch erschien, konnte ich sie in diesem Band zunächst nicht richtig greifen. Erst später habe ich einen Zugang zu ihr gefunden und sie wuchs mir ans Herz. Der Spruch „Stille Wasser sind tief“ passt perfekt zu ihr.
Jeremy war bereits von Anfang an faszinierend – düster, skrupellos und gleichzeitig absolut magnetisch. Nicht alles, was er getan hat, war moralisch vertretbar und manche seiner abrupten Handlungen fand ich etwas übertrieben. Trotzdem hat mich die Dynamik zwischen den Zweien komplett in den Bann gezogen. Es war bewegend zu sehen, wie sich ihre Beziehung entwickelt, wie sie emotional einander näherkommen und sich gegenseitig von ihren inneren Dämonen befreien.
Ein echtes Highlight war für mich außerdem, dass die Geschichte stellenweise parallel zum ersten und zweiten Band verläuft. Einige Situationen von Cecily und Jeremy, die dort offengeblieben waren, werden hier aufgegriffen und genau solche Verknüpfungen liebe ich!
Insgesamt hat mir das Buch wirklich sehr gut gefallen. Einige Handlungen sind meiner Meinung nach heftiger als in „God of Pain“, aber nicht ganz so extrem wie in „God of Malice“, also würde ich es genau in deren Mitte verorten. Wer die ersten beiden Bände mochte, wird auch diesen Teil lieben. Der Enemies-to-Lovers-Stil kommt hier besonders stark zur Geltung und macht „God of Wrath“ zu einem unvergesslichen Folgeband.

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