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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.09.2025

Dieses Buch hat mich leider nicht glücklich gemacht

Das glückliche Leben
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Dieses Buch hat mich leider nicht glücklich gemacht

Inhalt:
Éric Kherson steht in der Mitte des Lebens. Er ist geschieden, hat einen Sohn, ist im Beruf erfolgreich, aber trotzdem passt es nicht. Éric ...

Dieses Buch hat mich leider nicht glücklich gemacht

Inhalt:
Éric Kherson steht in der Mitte des Lebens. Er ist geschieden, hat einen Sohn, ist im Beruf erfolgreich, aber trotzdem passt es nicht. Éric hat depressive Phasen, ist ausgebrannt und tritt auf der Stelle. Da kommt ihm das Angebot einer ehemaligen Mitschülerin, Amélie, für die Regierung zu arbeiten, gerade recht. Éric gibt sein Bestes, doch auf einer Geschäftsreise landet er in Seoul zufällig in einem „Happy Life“, wo er sich dem Ritual seiner eigenen Scheinbeerdigung unterzieht. Dieses Ritual gibt ihm die Kraft, sich auf das Wesentlich im Leben zu besinnen. Er bringt dieses Geschäftsmodell nach Frankreich, um auch hier den Menschen zu mehr Glück zu verhelfen.

Meine Meinung:
Dank des lockeren Schreibstils von David Foenkinos konnte ich diesen Roman gut lesen, obwohl er mich überhaupt nicht gepackt hat. Die erste Hälfte empfand ich als ziemlich belanglos und unaufgeregt. Die Personen werden endlos lange eingeführt und beschrieben. Trotzdem fühlte ich mich ihnen nicht nah, was wohl an dem distanzierten Schreibstil lag. Es wird mehr beschrieben als gezeigt. Die Gefühle und Emotionen der Protas werden eher aufgezählt, als dass sie bei mir ankommen.

Die zweite Hälfte konnte mich dann deutlich mehr fesseln. Hier geht es um das seltsam anmutende Ritual der Scheinbeerdigung, das in Südkorea anscheinend wirklich praktiziert wird, um gestressten und unglücklichen Menschen neuen Lebensmut zu geben.

Alles in Allem empfand ich den Roman als einigermaßen unterhaltsam, aber leider ziemlich oberflächlich. Dabei hätte das Thema so viel mehr hergegeben.

★★★☆☆

Veröffentlicht am 27.08.2025

Zu viel Banken- und Wirtschaftsgedöns

Basel tanzt Tango
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Zu viel Banken- und Wirtschaftsgedöns

Inhalt:
In Basel werden immer wieder bei Tango-Veranstaltungen Frauen vergiftet, was sie zum Erbrechen bringt. Um dem Giftmischer auf die Spur zu kommen, mischen ...

Zu viel Banken- und Wirtschaftsgedöns

Inhalt:
In Basel werden immer wieder bei Tango-Veranstaltungen Frauen vergiftet, was sie zum Erbrechen bringt. Um dem Giftmischer auf die Spur zu kommen, mischen sich die Kommissare Matteo Santoro und Zina Goldberg unter die Tanzenden. Just an diesem Abend trifft es außer einigen Frauen auch einen Mann, einen Banker, und zwar weitaus schlimmer, denn er stirbt.

Meine Meinung:
Ich bin hier absolut zwiegespalten. Einerseits gefiel mir der etwas gehobene Schreibstil sehr gut. Auch der Kriminalfall war eigentlich ganz spannend. Es gibt etliche Verdächtige und immer wieder neue Wendungen.
Andererseits wird viel zu viel herumgeschwafelt, was vom Verbrechen und den Ermittlungen ablenkt, wodurch auch die Spannung immer wieder einbricht.
Es wird sehr viel auf die Banken- und Wirtschaftsszene eingegangen, und hier wirft man mit für den Laien unverständlichen Begriffen um sich; das nervt einfach. Zuweilen hatte ich das Gefühl, Sandrin wollte keinen Krimi schreiben, sondern mit den Banken (und nebenbei auch mit den Lehrer*innen) abrechnen. Es geht hier schon ziemlich polemisch und klischeehaft zu.

★★★☆☆

Veröffentlicht am 17.08.2025

Zwei Kriminalfälle und jede Menge Einzelkämpfer

Grenzfall - In der Stille des Waldes
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Zwei Kriminalfälle und jede Menge Einzelkämpfer

Inhalt:
Polizist Bernhard Krammer wird auf österreichischer Seite zu einem seltsamen Fund in einer Baugrube gerufen: In einem präparierten Dachs ist Babykleidung ...

Zwei Kriminalfälle und jede Menge Einzelkämpfer

Inhalt:
Polizist Bernhard Krammer wird auf österreichischer Seite zu einem seltsamen Fund in einer Baugrube gerufen: In einem präparierten Dachs ist Babykleidung versteckt. Ob dies auf ein Verbrechen hinweist, muss Krammer erst herausfinden.

Auf deutscher Seite erholt sich Krammers Tochter Alexa von einer Schussverletzung, als ihr ehemaliger Kollege Jan sie aufsucht. Sie beide haben wohl vor einiger Zeit den Falschen gefasst. Es gibt neue Hinweise, und so machen sich Alexa im Krankenstand und Jan im Urlaub auf ins Gebirge, um den Richtigen zu finden.

Meine Meinung:
Ich kenne die beiden vorherigen Bände leider nicht, und so hatte ich des Öfteren das Gefühl, dass mir Infos fehlten. Die früheren Fälle sind anscheinend zum Teil noch nicht abgeschlossen und spielen auch hier in den 3. Fall hinein, der dann übrigens auch wieder mit einem Cliffhanger endet und nicht ganz abgeschlossen ist.

Zunächst empfand ich das Buch als recht spannend und locker geschrieben. Mein Kopfkino sprang sofort an. Das liebe ich. Leider war ich dann aber bald enttäuscht, als ich merkte, dass ich hier zwei komplett unabhängige Kriminalfälle vor mir habe, in denen parallel ermittelt wird - Krammer in Österreich, Alexa in Deutschland. Wo ist hier das angekündigte „Ermittlerteam Bernhard Krammer und Alexa Jahn“? Zudem gab es auch speziell im Mittelteil dann doch einige Längen, wo beide Stories auf der Stelle traten. Erst gegen Ende wurde es dann wieder richtig spannend, allerdings auch nur, weil sich die Ermittler selten dämlich anstellen und absolut unverantwortlich handeln.

So war dieser Band für mich leider kein guter Einstieg in die Reihe.

Die Reihe:
1. Der Tod in ihren Augen
2. Ihr Schrei in der Nacht
3. In der Stille des Waldes
4. In den Tiefen der Schuld
5. Ihre Spur in den Flammen
6. Ihr Grab in den Fluten (ET Januar 2026)

★★★☆☆

Veröffentlicht am 21.07.2025

Drei einzelne Fragezeichen

Die Auferstehung
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Drei einzelne Fragezeichen

Inhalt:
Vor sieben Jahren ist im brasilianischen Regenwald die Hälfte einer Filmcrew verschollen, darunter auch Tracy, die Tochter des Millionärs Alec Hitfield, mit dem auch ...

Drei einzelne Fragezeichen

Inhalt:
Vor sieben Jahren ist im brasilianischen Regenwald die Hälfte einer Filmcrew verschollen, darunter auch Tracy, die Tochter des Millionärs Alec Hitfield, mit dem auch die drei ??? Justus Jonas, Peter Shaw und Bob Andrews bekannt waren. Nun taucht eine Frau auf und behauptet, Tracy Hitfield zu sein. Während Alec sie freudestrahlend mit offenen Armen willkommen heißt, hegt seine Schwester Mary Zweifel an Tracys Identität. Sie beauftragt Justus, dem nachzugehen. Auch Bob und Peter werden in den Fall verwickelt - jeder für sich.

Meine Meinung:
Ich habe die Kriminalgeschichten um die drei ??? früher geliebt und sie auch mit meinen Kindern gelesen und gehört. So freute ich mich unbändig auf „Die Auferstehung“ - quasi auch eine Auferstehung der alten drei ???. Doch leider konnte mich das Buch nicht abholen. Ich fürchte, ich habe mich in den vergangenen Jahren schneller weiterentwickelt als Justus, Peter und Bob, obwohl auch sie älter und reifer geworden sind und Andreas Eschbach ihnen einen passenden Background verpasst hat. Aber in vielem blitzen einfach noch die damaligen Jugendlichen durch, was auch am Schreibstil liegen mag, der dem früheren recht ähnlich ist. Das wirkt einerseits nostalgisch, andererseits für mich aber nicht hundertprozentig glaubwürdig. Zudem hat es mich gestört, dass die drei eine lange Zeit jeder für sich im Fall Tracy wursteln und sich erst spät zusammentun. Die drei ??? waren für mich einfach immer ein super Trio, das sich toll ergänzt hat und nur zu dritt stark war.

Gegen ein bisschen mehr Spannung hätte ich auch nichts einzuwenden gehabt. Ab und an zieht es sich doch ein wenig, und große Teile der Lösung sind schon früh vorherzusehen. Die Story ist aber trotzdem einigermaßen verzwickt und gut konstruiert.

★★★☆☆

Veröffentlicht am 02.05.2025

Zu weichgespült

Vorsehung
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Gebundene Ausgabe: 512 Seiten
Verlag: Droemer (2. Mai 2025)
ISBN-13: 978-3426562796
Originaltitel: Here One Moment
Übersetzung: Alice Jakubeit
Preis: 23,00 €

Zu weichgespült

Inhalt:
Cherrys Mutters war ...

Gebundene Ausgabe: 512 Seiten
Verlag: Droemer (2. Mai 2025)
ISBN-13: 978-3426562796
Originaltitel: Here One Moment
Übersetzung: Alice Jakubeit
Preis: 23,00 €

Zu weichgespült

Inhalt:
Cherrys Mutters war Wahrsagerin, doch Cherry hat ihre Gabe nicht geerbt - oder doch? Als sie eines Tages im Flugzeug aufsteht und von Passagier zu Passagier geht, um ihm seine Todesursache und das Alter zum Zeitpunkt des Todes zu sagen, kann sie sich hinterher an nichts erinnern. Doch das Leben ihrer Mitreisenden hat sie dadurch komplett verändert, denn alle bemühen sich nun, dem Schicksal ein Schnippchen zu schlagen.

Meine Meinung:
Die ersten Seiten fand ich richtig gut und fesselnd, wie ich es von Liane Moriarty auch gewohnt bin. Daher wollte ich nach der Leseprobe das gesamte Buch lesen. Leider konnte dieses mich aber nicht komplett überzeugen.

Die Erzählung springt zwischen verschiedenen betroffenen Passagieren, einer Flugbegleiterin und Cherry hin und her. Durch die Vielzahl der Personen wirkt der Roman etwas zerfleddert. Ich blieb zu allen Charakteren auf Distanz, weil ich mich immer wieder neu auf sie einstellen musste. Auch lernt man keine Figur wirklich gründlich kennen, sondern bleibt eher an der Oberfläche.Davon abgesehen ist der Schreibstil sehr angenehm zu lesen, nicht besonders anspruchsvoll, aber auch nicht ganz trivial.

Natürlich regt das Buch zum Nachdenken an: Was würde man tun, wenn man wüsste, man hat nur noch kurze Zeit zu leben? Würde man endlich Dinge in Angriff nehmen, die schon lange auf der To do-Liste stehen? Würde man endlich seine Träume verwirklichen, oder würde man sich zurückziehen, um nur ja nicht in die prophezeite Situation zu kommen? Hier reagiert jeder der Protagonist*innen anders. Manches konnte ich dabei gut nachvollziehen, anderes weniger.

Nachdem die Story im Mittelteil etwas vor sich hin plätschert, hoffte ich noch auf den Knalleffekt zum Schluss. Doch der blieb leider aus.

Fazit:
Nette Unterhaltung, aber nicht mehr.

★★★☆☆