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Veröffentlicht am 15.03.2026

Hollywood-Star meets Parfum-Erben: Eine schöne Komposition

The French Escape - Love & Lavender, Band 1
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Ich habe beim lesen des Romans nicht erwartet, dass er mir so gut gefallen würde. Nachdem mich das Cover schon beim Reveal umgehauen hat, musste ich dieses Buch lesen. Ich liebe Bücher, die von Stars und ...

Ich habe beim lesen des Romans nicht erwartet, dass er mir so gut gefallen würde. Nachdem mich das Cover schon beim Reveal umgehauen hat, musste ich dieses Buch lesen. Ich liebe Bücher, die von Stars und Sternchen handeln und ich liebe Parfum und den Fake Dating Trope - damit schien das Buch wie für mich gemacht und auch wenn ich eine einfache Lektüre erwartet hatte, hatte das Buch auch eine gewisse Tiefe, auch wenn sich manche Teile des Romans etwas gezogen haben. Ich bin ehrlich, Timothée hat mich am Anfang ziemlich genervt, aber die Autorin hat den Charakter und sein zu großes, gespieltes Selbstbewusstsein gut verpackt. Mit der Zeit wurde die Handlung aber mit den Rückblenden bei Amber und Timothée immer nachvollziehbarer und man konnte sie besser greifen. Beide haben in der Vergangenheit einiges erlebt und die Verarbeitung der Themen in die Romanhandlung war gut nachvollziehbar, nur manchmal etwas zu ausufernd. An manchen Punkten habe ich mir aber doch noch ein paar Informationen zu der Mutter gewünscht, aber möglicherweise wird dies in Band 2 verarbeitet. Ich mochte Ambers Crew und auch das Netzwerk, dass Timothée um sich hatte, allem voran seine Schwester, habe ich schnell liebgewonnen. Gabriel muss wohl oder übel in Band 2 versuchen, mich von sich zu überzeugen. Neben den etwas längeren Passagen hätte ich mir an manchen Stellen etwas mehr Reife von den Figuren erhofft, aber ich glaube, dass es doch irgendwo mit dem Alter der Protagonisten zusammenhängt. Ich bin gespannt, wie dies im nächsten Band laufen wird. Das Ende hat mich doch überrascht, was positiv ist. Ein guter Wendepunkt, der die Längen zuvor wieder wettmacht. Cannes und Frankreich im Allgemeinen als Setting waren traumhaft und ich kehre gerne mit Band 2 zurück nach Cannes. Ich bin gespannt, ob dann mehr über Timos Mutter offenbar wird und wie dieses Ende weitergesponnen wird. Damit sind es gute 4,5 Sterne. Ein Buch für alle, die Fake Dating, Frankreich und Parfum lieben.

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Veröffentlicht am 18.08.2025

Eine Dark Romantasy, die einen in ihren Bann zieht

Rose in Chains
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Ich muss zugeben, dass dieses Buch mich wirklich von den ersten bis zu den letzten Seiten gefesselt hat. Zu Beginn ist zu erwähnen, dass man die Triggerwarnung lesen sollte, denn der Roman setzt von Beginn ...

Ich muss zugeben, dass dieses Buch mich wirklich von den ersten bis zu den letzten Seiten gefesselt hat. Zu Beginn ist zu erwähnen, dass man die Triggerwarnung lesen sollte, denn der Roman setzt von Beginn an in der Handlung ein und holt den Leser auf den Schauplatz einer magischen Welt zwischen zwei Herrschaftssystemen, unberechenbaren Wendungen und einer Enemies to Lovers Geschichte, die bereits durch ihren Auftakt einen durch die Seiten blättern lässt. Julie Soto schafft es durch ihre Beschreibung des magischen Konflikts zwischen Evermore und Bomards, zwischen Briony und Toven, einen von tiefen Gefühlen und den dunkelsten Seiten des Krieges zu überzeugen. Nachdem es zum Überfall zu Beginn des Romanes kommt, erkennt man auch, warum der Arbeitstitel des Werkes "The Auction" hieß und hier ist anzuführen, dass ich das Buch nach dem Lesen erst einmal verdauen musste, denn Julie Soto hält sich im Roman nicht zurück. Sie beschreibt die Konsequenzen von Kriegen, allem voran für Frauen, ziemlich brutal und auch die Zuordnung zu der Dark Romance passt hierbei. Die Gefühle und Spannungen zwischen Toven und Briony werden gut beschrieben, vor allem weil es eine Slow Burn Romance ist und die Entwicklungen langsam voranschreiten. Praktisch ist es, dass es zu Beginn einen Familienstammbaum und eine Darstellung der verschiedenen Ratsmitglieder gibt. Briony als Figur mochte ich sehr, auch wenn ich manchmal das Gefühl hatte, dass sie als 25-Jährige doch manchmal sehr naiv gehandelt hat, was dann aber vielleicht auch ihrer Familiengeschichte geschuldet ist. Ich mochte auch Rory und Cordelia und den Zusammenhalt der Evermores. Vor allem nachdem die Männer und Frauen - vor allem Frauen - Schreckliches durchmachen. Es war herzzerreißend und doch so ein realistisches Bild, dass gezeichnet wurde. Was mitunter auch gestört hat, war die ständige Fokussierung auf die Jungfräulichkeit, wobei noch nicht sicher ist, was Julie Soto noch geplant hat. Ich bin gespannt, wie es weiter geht, nach diesem spannenden Ende und kann es allen empfehlen, die Enemies to Lovers, Dark Romantasy und Slow Burn lieben. Daher 4,5 Sterne.

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Veröffentlicht am 09.10.2024

Von Krieg und Schönheit – und verschwimmenden Linien

A Song to Drown Rivers
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Ich muss zugeben, dass mich an diesem Roman unglaublich viele Dinge gereizt haben. China um das Jahr 500, eine alte Legende, Verlust und Rache und eine verbotene Liebe – eigentlich viele Dinge, die mich ...

Ich muss zugeben, dass mich an diesem Roman unglaublich viele Dinge gereizt haben. China um das Jahr 500, eine alte Legende, Verlust und Rache und eine verbotene Liebe – eigentlich viele Dinge, die mich an Romanen sehr reizen. Ich hatte vorher nichts von Xishis Legende gehört, aber die historische Fantasy hatte mich in ihrem Bann, auch wenn ich denke, dass ich mit einer anderen Erwartungshaltung an den Roman hätte gehen sollen. Der Stil der Autorin ist fesselnd und auch wenn es sich um einen historischen Fantasyroman handelt, liest es sich fast eher wie eine Legende/ein Märchen. Am besten hat mir die Charakterentwicklung von Xishi gefallen. Von den anfänglichen Gefühlen von ihr nach dem Tod ihrer Schwester, bis hin zu ihrer inneren Zerrissenheit waren wirklich gut beschrieben. Wer jedoch einen besonders romantischen Roman erwartet, wird hier eher etwas enttäuscht. Es sind eher viele kleine Momente des Wollens, des Was-wäre-wenns, des Slow Burns. Es ist nicht wirklich romantisch, viel mehr lebt es von verschwimmenden Grenzen, von brennender Leidenschaft, von tiefem Verlangen zwischen verbotener Liebe und – ja auch vom großartigen Charakterbuilding. Man leidet mit Xishi, versucht sie und ihren inneren Konflikt zu verstehen und gleichzeitig zu hoffen, dass all die Opfer und Risiken sie zu ihrem Glück führen, was dieses Buch letztlich auch so stark gemacht hat. Eine starke Frauenfigur, die nicht leicht zu verstehen ist und zwischen Selbstlosigkeit und eigenen Gefühlen schwankt, viele moralisch graue Figuren und politische Intrigen – eine explosive Mischung. Letztlich hat mich der Roman vor allem durch seine Vielschichtigkeit überzeugt – durch den mythologischen Touch, die Charakterdarstellung und auch durch die tiefen Gefühle, die – zwischen Krieg und politischen Intrigen – ihren Platz finden. Und vielleicht auch durch das Ende. Dieses Ende – ohne etwas vorwegzunehmen – war verständlich, aber auch schmerzhaft passend.

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Veröffentlicht am 25.02.2023

Von Tränen unter Ahornbäumen und Licht in der Dämmerung

Vor uns die Dämmerung
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Als der Forever Verlag mit dem Hashtag #booksthatmademeuglycry geworben hat und versprach, dass das Buch einem das Herz brechen würde, musste ich mich bei Vorablesen bewerben. Und dann war ich bis in die ...

Als der Forever Verlag mit dem Hashtag #booksthatmademeuglycry geworben hat und versprach, dass das Buch einem das Herz brechen würde, musste ich mich bei Vorablesen bewerben. Und dann war ich bis in die frühen Morgenstunden wach und brauchte Zeit, um Worte für diesen Roman zu finden. „Vor uns die Dämmerung“, im englischen „Underneath the Sycamore tree“, geht ans Herz. Und auch wenn ich den englischen Titel passender finde, ist die Idee des Leuchtens in der Dämmerung – das Buch leuchtet wortwörtlich im Dunkeln – auch passend für dieses berührende Buch. Die Geschichte rund um Emery Matterson und ihre Lupus-Erkrankung geht ans Herz. Und um den emotionalen Faktor vorwegzunehmen – ich habe geweint. Die Geschichte eines jungen Mädchens, das den Großteil ihres Lebens an einer Krankheit leidet, die ihr bereits ihre Schwester genommen hat, war wirklich berührend. Und auch wenn die Liebesgeschichte zwischen der Emery und ihrem Stiefbruder Kaiden einen Großteil der Geschichte einnimmt, ist es eher die Art und Weise, wie B. Celeste das Leben Emerys mit der Krankheit geschildert hat, die mir an diesem Buch besonders gut gefallen hat. Die chronischen Schmerzen, die Stigmatisierungen und die Vorurteile mit denen Emery konfrontiert wird, werden wirklich herzzerreißend geschildert. Ich finde es wichtig, dass die Thematik in diesem Werk behandelt wird und auch, dass B. Celeste ein Werk geschaffen hat, dass die Möglichkeit bietet, die verschiedensten Facetten der Erkrankung zu beleuchten. Gerade auch den Aspekt, dass niemand zu Beginn glauben wollte, dass Emery tatsächlich erkrankt ist, was einen bitteren Beigeschmack hinterlässt, weil auch Emery dies immer wieder betont: nur weil eine Erkrankung nicht gleich sichtbar ist, bedeutet es nicht, dass sie nicht existent ist und Schmerzen hervorrufen kann. Ich glaube, dass mir die Geschichte vor ein paar Jahren noch besser gefallen hätte, gerade in Bezug auf die Liebesgeschichte, denn Kaiden war eine … ziemlich ambivalente Figur, die mich gelegentlich zur Weißglut getrieben hat, aber sich im Buch doch auch weiterentwickelt und gegen Ende sogar ein wenig ans Herz wächst. Und doch stand für mich nicht die Liebesgeschichte, sondern die Art und Weise wie Emery gekämpft hat im Vordergrund. Ihr Umgang mit dem Verlust ihrer Zwillingsschwester, ihre Beziehung zu ihrer trauernden Mutter und ihrem Vater, der die Familie in dem Moment verlassen hat, in dem sie ihn wirklich gebraucht hätten und auch der Versuch eines kranken Mädchens doch auf irgendeine Art und Weise ihren Alltag in der Highschool zu überstehen. Gerade dieser Gedanke von Em fast das Ganze gut zusammen: „Chronische Krankheiten lassen wenig Spielraum für Seelenfrieden. Und die Krankheit tritt in diesem Buch keinen Moment in den Hintergrund. Sie ist da, während der guten und schlechten und sehr schlechten Tage. Und auch wenn ich Kaiden nicht immer leiden konnte, ist er ihr auch ein Freund du ich habe Tränen vergossen und gehofft, dass auch die Sonne für Emery scheint. Alles in allem ein Buch, dass die unterschiedlichsten Emotionen erzeugt und einen doch letztendlich mit Tränen zurücklässt. Um nicht zu spoilern, aber doch ein gutes Ende für die Beschreibung dieses berührenden Buches über ein an Lupus leidendes Mädchen zu finden: Emery beschreibt im Roman ihrem Englischlehrer ihr Lieblingsbuch. Und die Worte, die sie für dieses Buch findet… passen doch auch wirklich gut zu diesem Roman.

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Veröffentlicht am 05.06.2022

Gebrochene Herzknochen

Summer of Hearts and Souls
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Herzen haben keine Knochen, sie können nicht brechen – oder etwa doch?
Mir sind beim Lesen dieses Romans Herzknochen gewachsen – und sie wurden gebrochen. Anders kann man viele tolle Szenen in diesem Buch ...

Herzen haben keine Knochen, sie können nicht brechen – oder etwa doch?
Mir sind beim Lesen dieses Romans Herzknochen gewachsen – und sie wurden gebrochen. Anders kann man viele tolle Szenen in diesem Buch nicht beschreiben und ich habe das Buch an einem Abend verschlungen – wenn auch mit einigen Gedanken, die beim Lesen aufgekommen sind. Colleen Hoovers Romane begleiten mich schon viele Jahre und als ich das Cover zum englischen Pendant „Heartbones“ gesehen habe, musste es auf meine Liste. Und ich wurde nicht enttäuscht. Summer of Hearts and Souls trifft ins Herz, es geht um Armut, den tiefen Riss in einer Vater-Tochter-Beziehung, die vorher kaum existent war – und es geht um die erste Liebe, die ersten Gefühle. Gleichzeitig geht es in dem Buch auch neben den Familienkonflikten auch um Drogen und Abhängigkeit, das Versagen eines Systems, das zu einem Teufelskreis führt, dem man kaum entfliehen kann, um Tod und Verlust, aber auch um Vernachlässigung und den daraus resultierenden Konflikten für die Protagonistin. Colleen Hoover hat sich trotz Sommergefühle am Strand doch auch einige sehr ernste Themen ausgesucht.
Was für Beyah eigentlich nur als ein kurzer Zwischenstopp aus der Not heraus vor dem Studium anfängt, verändert ihr gesamtes Leben und Colleen Hoover schafft es schon in den ersten Seiten dafür zu sorgen, dass man mit Beyah mitleidet. Das Mutter Theresa Bild als Aufhänger, die Situation der Mutter zu Beginn mit ihrer Abhängigkeit und dieser Teufelskreis, in dem die Bewohner der Stadt stecken, in der Beyah aufwächst. Ein Sumpf aus Drogen und Perspektivlosigkeit und inmitten all dieser Widrigkeiten ist Beyah. Vernachlässigt durch die Mutter, verlassen vom Vater und dem Leben in ihrer Stadt ausgesetzt hat sich Beyah alles selbst erarbeitet und einerseits spürt man diese Wut, aber auch das mangelnde Vertrauen Beyahs sehr gut. Man beobachtet, wie sie sich langsam öffnet, zunächst ihrer Stiefschwester Sara und dann auch allen anderen gegenüber – vor allem Samson. Samson war eine sehr komplexe Figur und mit all seinen Geheimnissen und Mauern um sich herum hatte man während des Lesens immer mal wieder Vorahnungen, aber viel hat auch überrascht. Am besten passen vermutlich die Tattoos der Beiden, um die Beziehung zu beschreiben. Der Hurrikan Ike, der für Samson eine besondere Rolle spielt, das Windrad von Beyah – Wind und auch Wasser, das Meer, Darya – in dem Buch bekommen diese zwei Elemente noch einmal eine neue Bedeutung und ich fand gerade die Symbolik wirklich schön und zugleich auch tieftraurig. Und dann kommt die große Welle und man fühlt sich plötzlich erschlagen – klassisch bei Colleen Hoover und doch genauso schmerzhaft. Über die letzten Seiten ist man nur so geflogen und das Wachsen und Brechen der Herzknochen beinahe spüren.
Ich mochte das Setting, die Nebenfiguren und auch die Annäherung zwischen Beyah und Samson, die tiefen Emotionen, das Spiel aus Wind und Wasser – den wunderbaren Stil Hoovers. Aber – und an dem Punkt habe ich mich gestört – das Ende war leider zu überhastet. Zu kurz, um bei diesen vielen ernsten Themen wirklich in die Tiefe zu gehen. Das fand ich ein wenig schade. Bezüglich Samson, ohne spoilern zu wollen – ich kann Teile seines Handelns und seiner Motive nachvollziehen und auch die Ursachen, aber manche Grenzen, die er überschritten hat – da hätte im Buch einiges näher betrachtet/verurteilt/erklärt werden müssen. Da hätten ein paar Seiten mehr gut getan. Nichtsdestotrotz ein toller Roman, den ich definitiv weiterempfehlen kann.

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