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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.09.2025

Ich bin zwiegespalten

Spookily Yours
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Die junge Hexe Willow lebt in der idyllischen Kleinstadt Pleasant Grove, in der Magie nichts Ungewöhnliches ist! Sie arbeitet in dem Café ihrer Schwester, lebt ein unspektakuläres Leben, doch dann läuft ...

Die junge Hexe Willow lebt in der idyllischen Kleinstadt Pleasant Grove, in der Magie nichts Ungewöhnliches ist! Sie arbeitet in dem Café ihrer Schwester, lebt ein unspektakuläres Leben, doch dann läuft ihr der Kater Damien über den Weg, der ihre Hilfe braucht. Willow freut sich, dass endlich etwas Aufregendes passiert, weshalb sie einwilligt dem verfluchten Kater zu helfen: sie hebt den Fluch auf, sodass er wieder ein Mensch wird. Damien ist allerdings ein Dämon - ist das evtl. ein Problem?

Ich wollte das Buch wegen der herbstlichen cosy vibes und dem Thema Hexen bzw. Magie lesen: ich war neugierig, was hinter dem Fluch steckt bzw. was es mit dem Dämon auf sich hat – Liebesgeschichten interessieren mich generell kaum.

Das malerische Kleinstadtflair, die herbstliche Halloweenstimmung, das Thema Hexen bzw. Zauberei sind absolut gelungen! Die Charakterzeichnung sowie die Beziehung zwischen Willow und Damien konnten mich hingegen nicht wirklich überzeugen - ich empfand die beiden sowie ihre Entwicklung als eher oberflächlich, Stichwort “Insta Love”.

“Spookily Yours” ist ein stimmungsvoller, süßer, witziger Roman, der locker leicht daherkommt und auf mich wie ein unterhaltsames Jugendbuch wirkte, wären da nicht die spicy Szenen gewesen.

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Veröffentlicht am 20.08.2025

Meinen Geschmack hat es nicht getroffen

The Return of Ellie Black
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Die 17-jährige Ellie verschwindet spurlos, kurz nachdem sie eine Party verlassen hat. Zwei Jahre später erhält Detective Chelsey Calhoun einen überraschenden Anruf: Ellie wurde herumirrend aufgefunden! ...

Die 17-jährige Ellie verschwindet spurlos, kurz nachdem sie eine Party verlassen hat. Zwei Jahre später erhält Detective Chelsey Calhoun einen überraschenden Anruf: Ellie wurde herumirrend aufgefunden! Ihre Entführung war einer von Chelseys ersten Fällen und ging ihr aus persönlichen Gründen besonders nahe. Die forensischen Ergebnisse von Ellies Kleidung sind erschütternd, sodass Chelsey alles daransetzt, den Täter mit Ellies Hilfe zu finden - doch Ellie schweigt. Was ist hier los?

Der Schreibstil ist atmosphärisch sowie intensiv und die Charaktere sind auf eine gute Weise eigenwillig, zudem verfügen sie über Tiefe. Die Handlung ist rätselhaft, vielschichtig und verschiedene Perspektiven bieten interessante Einblicke. Das Innenleben der beiden Protagonistinnen nimmt viel Raum ein, und da ich keinen Zugang zu ihnen hatte, konnten mich ihre Gedanken und Gefühle nicht wirklich packen, sodass ich den Handlungsverlauf als eher schleppend empfand.

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Veröffentlicht am 18.08.2025

Nicht mein Geschmack

Dunkle Sühne
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North Falls ist eine typische amerikanische Kleinstadt, in der man einander kennt oder in diesem Fall, zu kennen glaubt, denn das Verschwinden von zwei Teenagerinnen deckt tiefe dunkle Abgründe auf …

Für ...

North Falls ist eine typische amerikanische Kleinstadt, in der man einander kennt oder in diesem Fall, zu kennen glaubt, denn das Verschwinden von zwei Teenagerinnen deckt tiefe dunkle Abgründe auf …

Für die Ermittlerin Deputy Emmy Clifton ist der Fall persönlich, weil eins der vermissten Mädchen ist die Tochter ihrer besten Freundin ist, die ihr ein schlechtes Gewissen macht, ihr die Schuld an der Entführung ihrer Tochter gibt …

“Dunkle Sühne” konnte mich leider nicht überzeugen: ich empfand den Erzählstil als zu ausführlich und die Umsetzung der Handlung sowie die Charakterzeichnung bzw. die Dynamik zwischen den Figuren eher wenig originell.

Die Geschichte ist nervenaufreibend, komplex sowie wendungsreich, der Stil intensiv und die Atmosphäre spürbar beklemmend, aber meine oben genannten Kritikpunkte lassen all das meiner Meinung nach irgendwie, mal mehr mal weniger, verpuffen.

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Veröffentlicht am 29.07.2025

Für mich zu viel Cosy, zu wenig Crime

Mörderisch verstrickt – Ein Strickclub ermittelt
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Im Mettes Strickladen “Strickschick” in Lüttjekoog, einem kleinen idyllischen Ort an der Nordseeküste, treffen sich die tatkräftige Pfarrerin und alleinerziehende Mutter Anne, die burschikose Friseurin ...

Im Mettes Strickladen “Strickschick” in Lüttjekoog, einem kleinen idyllischen Ort an der Nordseeküste, treffen sich die tatkräftige Pfarrerin und alleinerziehende Mutter Anne, die burschikose Friseurin Brunhilde sowie der verwitwete Bootsverleiher Gustavsen jeden Donnerstag, um gemeinsam zu stricken, zu plaudern oder Probleme zu lösen.

Als Anne bei einem Watt-Spaziergang etwas findet, dass aus der untergegangenen sagenumwobenen Siedlung Rungholt stammt, überschlagen sich die Ereignisse: Jemand bricht in die Kirche ein und schlägt Anne nieder. Kurz darauf geschieht ein Mord und da die Polizei schon Annes Angreifer nicht aufspüren konnte, nehmen die Strickbegeisterten die Ermittlungen selbst in die Hand - allen voran die sympathisch forsche Mette.

Mettes Entwicklung – aus einer konservativen Erziehung hin zu einem selbstbestimmten Leben – verleiht ihr Tiefe und macht sie für mich zur Heldin der Geschichte. Sie war mir am sympathischsten, denn ihre rebellische Energie bringt ordentlich Schwung ins Strickkränzchen! Sie ist ein Freigeist: selbstironisch, aufgeschlossen, kreativ, intuitiv, mutig sowie unkonventionell bis unorthodox - bei ihr sind Hirn, Herz und Humor perfekt ausbalanciert!

Die Geschichte wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt - lebendig, mit viel Gespür für die menschliche Natur, Gemütlichkeit sowie Nordseeflair! Die Hygge-Atmosphäre, die Innenwelt und die Aktivitäten der liebenswerten, leicht kauzigen Figuren, die Tierliebe und die Liebe zum nordischen Küsten-Lifestyle machen diesen Roman zu einem warmherzigen Wohlfühlbuch, doch all das “erdrückt” die Spannung meiner Meinung nach. Mir dauerte es zu lange, bis die Krimi-Handlung zum Tragen kam, und dann empfand ich sie als nebensächlich sowie wenig packend gestaltet.

“Mörderisch verstrickt – ein Strickclub ermittelt” ist ein gemütlicher Krimi, der mir zu gemütlich war – das Düstere, das rätselhaft Vertrackte, das ich in britischen Cosy-Crime-Büchern so schätze, fehlte mir hier - aber das ist natürlich Geschmackssache!

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Veröffentlicht am 19.06.2025

Meinen Geschmack traf es nicht

Die feindliche Zeugin
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Emmett, ein schwarzer Jugendlicher, wird in London wegen Mordes an einem weißen Mann verhaftet. Die Beweislage spricht gegen ihn und die Vorverurteilung in den Medien ist niederschmetternd, doch seine ...

Emmett, ein schwarzer Jugendlicher, wird in London wegen Mordes an einem weißen Mann verhaftet. Die Beweislage spricht gegen ihn und die Vorverurteilung in den Medien ist niederschmetternd, doch seine ambitionierte schwarze Strafverteidigerin Rosa Higgins hat den Verdacht, dass hier etwas faul ist und forscht hartnäckig nach ...

Erzählt wird aus Rosas und Emmetts Sicht. Aus Rosa Perspektive erfährt man viel über die Abläufe eines Strafverfahrens im britischen Rechtssystems und darüber, wie es hinter den Kulissen zugeht. Konservative weiße Männer mit Upperclass-Herkunft geben den Ton an. Ihre Möglichkeiten bzw. Verbindungen bedeuten zudem entscheidende Vorteile - vor, während sowie nach der Ausbildung! Aus Emmets Sicht erfährt man wie er die Untersuchungshaft erlebt und ansatzweise, wieso er sich kaum zum Tathergang äußert.

Rosa ist absolut glaubwürdig, mit echten Fehlern: ihre Alltagsorganisation, ihre Beziehung und ihre Familienangelegenheiten sind chaotisch sowie kompliziert, da sie alles vernachlässigt, was nicht mit der Arbeit zu tun hat. Sie hat es wirklich nicht leicht, als schwarze Frau ohne Oberschicht-Herkunft muss sie gegen Nachteile ankämpfen!

Die Ignoranz, die Vorurteile und die Diskriminierung kommen hautnah an. Man spürt die Ohnmacht bzw. den Frust aufgrund der vielen kleinen wie großen, leichtfertigen gleichzeitig tiefschürfenden Ungerechtigkeiten gegenüber Rosa sowie Emmett.

Ich fand den Schreibstil weder besonders gut noch schlecht, manches war mir zu ausführlich und einige Kapitel bzw. Passagen waren für mich nichtssagend. Die Handlung hätte mMn ein bisschen mehr Tempo vertragen können und die meisten Charaktere waren mir wenig sympathisch und ich empfand viele als klischeehaft gezeichnet. Die Dynamik zwischen ihnen ergab für mich auch kaum Sinn, denn irgendwie sind alle meistens kalt bzw. schroff zueinander, sogar diejenigen, die sich nahestehen und viel bedeuten.

“Die feindliche Zeugin” wurde für mich erst zum Ende hin spannend. Die Geschichte an sich, mit all den wichtigen Themen, und der Auflösung ist toll, doch die Umsetzung traf meinen Geschmack einfach nicht. Die eindringlichen Darstellungen der Ignoranz der Überprivilegierten gegenüber den Interessen der “anderen”, von “Alltagsrassismus” sowie “Alltagsfrauenfeindlichkeit” fand ich wirklich gelungen, genau wie Rosas übermäßiges Engagement – beides ist bewegend und erschreckend gestaltet!

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