Poetisch
ChimäreDystopisch, naturalistisch und poetisch: Das trifft vollkommen auf Sarah Kuratles Roman „Chimäre“ zu.
In Chimäre kämpft eine kleine Inselgemeinschaft, bestehend aus Lehrinnen und Schülerinnen um den Erhalt ...
Dystopisch, naturalistisch und poetisch: Das trifft vollkommen auf Sarah Kuratles Roman „Chimäre“ zu.
In Chimäre kämpft eine kleine Inselgemeinschaft, bestehend aus Lehrinnen und Schülerinnen um den Erhalt der Artenvielfalt, da das Leben auf dem Festland immer weiter zerfällt. Die Kapitel werden aus den Sichtweisen von Alice und Gregor wiedergegeben. Alice, die sich auf der Insel als Alois ausgibt, verlässt die Insel, nimmt die Gefahren und die andere Welt des Festlandes auf sich. Gregor, gezeichnet von traumatischen Erfahrungen, versucht auf der Insel klarzukommen. Wie finden beide zurecht? Wie finden beide ihre Identität?
Der Roman drückt sich durch eine unfassbar poetische und intensive Schreibweise aus. Die Naturbeschreibungen sind einerseits total detailliert-beobachtend, andererseits so vielschichtig und mehrdeutig. Die Orte wirken mystisch und magisch. Auch die Beziehung von Alice und Gregor ist gekennzeichnet von dieser Vielschicht und Poesie.
Für mich war das ein Roman, der viel Deutung von der lesenden Person abverlangt. Manchmal war mir leider die Geschichte nicht ganz klar oder ich konnte dem Verlauf nicht ganz folgen. Größtenteils hat mich vor allem die Sprache berührt. Eine Empfehlung für alle, die Bücher mit beeindruckenden Naturbeschreibungen und einer dystopischen Welt suchen!