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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.08.2025

gelungener Auftakt

Der Trailer
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In Camp Donkerbloem, einem einsam gelegenen Campingplatz in den Ardennen, ist vor fast 15 Jahren Lisa Martin das letzte Mal lebend gesehen worden. Bisher gibt es keine weitere Spur von ihr – weder tot ...

In Camp Donkerbloem, einem einsam gelegenen Campingplatz in den Ardennen, ist vor fast 15 Jahren Lisa Martin das letzte Mal lebend gesehen worden. Bisher gibt es keine weitere Spur von ihr – weder tot noch lebendig. Zwei Menschen mit ganz unterschiedlichen Motiven machen sich auf den Weg in die Ardennen…
Der Autor hat es wieder einmal geschafft, dass ich nach kurzer Zeit in seinem neuen Thriller abgetaucht bin. Es gefällt mir wie er, ich nenne es einfach mal Schleifen zieht. Soll heißen, man lernt die Figuren im Hier und Jetzt kennen und später dann erfährt man mehr über ihr bisheriges Leben, kann mitunter dadurch ihr jetziges Verhalten besser verstehen, erkennt Zusammenhänge.
Es gibt zwei Figuren, die mir besonders gefallen haben. Eine ist Frieda Stahnke, die suspendierte Polizistin, die zwar nicht ermitteln darf, aber trotzdem ihrem Bauchgefühl folgt. Wie engagiert, manchmal sogar spitzfindig sie ihr Ziel verfolgt, hat mich beeindruckt. Die andere Figur ist Wout Meertens, der Besitzer des Golden Diamant, einer heruntergekommenen Bar in Köln. Polizeilich ist er seit Jahren bekannt und noch immer in dunkle Geschäfte verwickelt, trotzdem ist er mir nicht unsympathisch gewesen. Nach außen hin der harte Kerl, ist er beim Umgang mit Freunden fast schon selbstlos. Natürlich würde er das nie offen zugeben.
Insgesamt betrachtet habe ich mich mit diesem Thriller um den bereits 15 Jahre zurückliegenden Vermisstenfall wunderbar spannend unterhalten gefühlt, denn durch Friedas Recherchen entwickelt sich dieser Cold-Case zum brodelnden Fass.
Somit gibt’s von mir 5 Lese-Sterne.

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Veröffentlicht am 23.08.2025

Jans Team kämpft an drei Fronten – spannend

Der Soldat
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In einer seit Jahren leerstehenden Papierfabrik wird bei einem Brand der Torso eines Mannes entdeckt. Seine Identität ist schnell festgestellt, da der Täter scheinbar die Nerven verloren hat und dessen ...

In einer seit Jahren leerstehenden Papierfabrik wird bei einem Brand der Torso eines Mannes entdeckt. Seine Identität ist schnell festgestellt, da der Täter scheinbar die Nerven verloren hat und dessen Papiere am Tatort liegenlassen hat. Verdächtigt wird der US-Soldat, Staff Sergeant Colin Myers, der sich nach einem Unfall während seines Auslandseinsatzes im Irak im Militärkrankenhaus Landstuhl behandelt wurde und von dort aber geflohen ist.
Es sind schlechte Voraussetzung für die Ermittlung und auch für die Profilerstellung des Täters. Denn der Mord ist in Deutschland verübt worden, für die Mordermittlung somit die deutschen Kriminalbeamten zuständig, jedoch verweigern die Amerikaner eine offene Zusammenarbeit. Für die Ermittlung wie auch für die Erstellung eines Täterprofils wichtigen Informationen zum Tatverdächtigen, bisheriger Lebensweg, Freunde innerhalb der Armee, Vorkommnisse bei seinen Einsätzen usw., werden als Militärgeheimnisse von den Amerikanern zurückgehalten. Wen wundert es, dass Jan da die Nerven verliert und mit den amerikanischen Militärermittlern aneinandergerät. Bei dem Schlafabtausch zwischen Warrant Officer Jason Murphy und Jan Theurer ist selbst mir fast der Kragen geplatzt. Selbst als eine weitere Leiche gefunden wird, gibt es kein Einlenken. Es war spannend zu Lesen wie hier Testosteron die Diskussion aufgeheizt hat. Ganz anders dagegen verhalten sich Lisa und Warrant Officer Kelly Simmons.
Als wäre das nicht genug, hat jeder in Jans Team auch seine eigenen Probleme. Mit den Aufgaben und dem Arbeitspensum in der zentralen OPE-Einheit kommen die Teammitglieder langsam aber sicher an ihre Grenzen. Ein Privatleben ist kaum mehr darstellbar. Einzig Oliver, der IT-Spezi, scheint für sich und seinen Partner eine Lösung gefunden zu haben. Zudem hat Jan auch noch immer stark mit seinen Selbstzweifeln bezüglich seiner dunklen Seite zu kämpfen. Anfangs konnte ich die nicht richtig einordnen, aber schlussendlich ist es dem Autor gelungen, mir Jans innere Zerrissenheit wie auch von den Erfolgen seiner Therapiestunden zu überzeugen. Zum Ende pusht der Autor die Spannung nochmal richtig an, was nicht nur an der überraschenden Entwicklung lag, sondern auch der lebensgefährlichen Lage der beiden amerikanischen Ermittler geschuldet ist. Von mir gibt’s 5 Lese-Sterne.

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Veröffentlicht am 22.08.2025

in meinen Augen der bisher spannendste Fall mit Jan Tommen

Am Ende des Sturms
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Jan Tommen ist bei der Berliner Polizei dafür bekannt, dass er nicht immer Dienst nach Vorschrift macht. Dafür ist sein Team aber sehr erfolgreich, so dass sein Chef oft gar nicht wissen will, welche Kontakte ...

Jan Tommen ist bei der Berliner Polizei dafür bekannt, dass er nicht immer Dienst nach Vorschrift macht. Dafür ist sein Team aber sehr erfolgreich, so dass sein Chef oft gar nicht wissen will, welche Kontakte Jan nutzt und welche Wege er dafür geht. Der neue Fall, der auf den ersten Blick wie ein häuslicher Unfall erscheint, stellt sich recht schnell als kaltblütiger gut getarnter Mord heraus. Der Tote, ein erst seit wenigen Jahren in Deutschland sehr zurückgezogen lebender Italiener, hat nicht nur falsche Papiere, alles deutet darauf hin, dass das Mordmotiv in seiner Heimat Sardinien zu suchen ist. Mehr will ich nicht verraten.
Auf jeden Fall empfand ich diesen Jan-Tommen-Band als den bisher spannendsten. Nicht nur, weil es grenzübergreifende Ermittlung gibt, sondern weil die Verwicklungen Täter oder Opfer schwer durchschaubar waren und die Wendungen bis zur Aufklärung mich so überraschend und spannend waren.
Außerdem fand ich, dass in diesem 12. Thriller Zoe, die Rechtsmedizinerin und festes Mitglied von Jans Team, zu Höchstform aufgefahren ist was ihre soziale wie emotionale Seite betrifft. Stichwort Zoe als Eisverkäuferin. Was habe ich geschmunzelt.
Von mir bekommt dieser neue Jan-Tommen-Thriller 5 Lese-Sterne und eine uneingeschränkte Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 18.08.2025

so spannend wie unterhaltsam

Nur ein Sterbenswort
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Meike Masur wagt fern der Heimat einen Neuanfang und kommt gleich zu Anfang an ihre Grenzen. Denn so viel anders als in ihrer Heimat Stralsund ist die Sprache hier in Stuttgart, dass sogar ein Einkauf ...

Meike Masur wagt fern der Heimat einen Neuanfang und kommt gleich zu Anfang an ihre Grenzen. Denn so viel anders als in ihrer Heimat Stralsund ist die Sprache hier in Stuttgart, dass sogar ein Einkauf beim Bäcker zur Hürde wird. Anders dagegen hat sie im Job als Kommissarin der Stuttgarter Mordkommission keinerlei Probleme sich in das Team einzugliedern. Vielleicht auch, weil ihr Cousin Severin ebenfalls dort arbeitet. Kaum in der Mordkommission angekommen, gibt es auch bereits eine Mordermittlung. Die Schauspielstudentin Katie wird stranguliert in ihrer Wohnung aufgefunden…
Ich kann sagen, dass mir dieses Hörbuch unwahrscheinlich gut gefallen hat. Die Sprecherin, Katja Pilaski, hat die Figuren stimmlich so perfekt zum Ausdruck gebracht. Situationsbedingte Intonierung waren auf den Punkt richtig, so dass ich einfach nur abgetaucht bin. Besonders der Stuttgarter Dialekt ist wunderbar herübergekommen und hat mich mehrmals zum Schmunzeln gebracht. Die Mordermittlung selbst ist spannend. Denn im Umfeld der Toten, sie verdiente sich neben dem Studium Geld als Synchronsprecherin, herrscht starker Druck und Konkurrenzdenken. Insbesondere Produktionsleiter Simon, der an den Rollstuhl gefesselt ist, stellt harte Anforderungen und ist kein einfacher Mensch. Im Gegenteil, er zeigt sehr starke narzisstische Züge, steht gern im Mittelpunkt und kam mir sehr kontrollsüchtig vor. Kein Mensch, den man als Freund oder Chef haben möchte. Gerade seine Persönlichkeit mit allen Ecken und Kanten fand ich wunderbar herausgearbeitet. Könnte er, der an den Rollstuhl gefesselt ist, hinter dem Mord an Katja stecken? Wohl kaum! Darum bleibt die Ermittlung auch spannend und die Aufklärung bringt einige Überraschungen. Von mir gibt’s 5 Lese-Sterne.

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Veröffentlicht am 10.08.2025

Gelungene Mischung von Lebensträumen, Liebe und europäischer Geschichte

Herrliche Zeiten - Die Himmelsstürmer
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Victoria Paxton-Stokes, Vicky genannt, reist mit Mutter und Gouvernante zur Kur nach Karlsbad. Was Rang, Namen und das nötige Kleingeld hat tut dies. Doch Vickie mit gerade 17 Jahren und Träumen von der ...

Victoria Paxton-Stokes, Vicky genannt, reist mit Mutter und Gouvernante zur Kur nach Karlsbad. Was Rang, Namen und das nötige Kleingeld hat tut dies. Doch Vickie mit gerade 17 Jahren und Träumen von der großen Liebe, geht wenn möglich eigenen Interessen nach. Der Dianaturm in Karlsbad ist bekannt dafür, dass sich hier Pärchen und Liebende treffen. Als sie im Hotel den jungen französischen Küchenchef Auguste sowie den deutschen Ingenieur Paul kennenlernt, lässt sie sich auf einen Ausflug genau dorthin ein. Es stellt den Beginn der jahrzehntelangen Freundschaft der drei jungen Leute dar.
Ich fand es wieder unwahrscheinlich unterhaltsam, wie Peter Prange hier in diesem Buch die Geschichte der frei jungen Menschen, die ihren Lebenstraum stets im Auge behalten mit Tatsachen und Fiktionen der europäischen Geschichte vereint. Dabei habe ich immer wieder Parallelen mit den aktuellen politischen Diskussionen Schwierigkeiten hier eine vernünftige Einigung zu finden festgestellt. Träume, Macht und Ohnmacht bei der Verwirklichung ihrer Lebensziele machen den Lesegenuss in diesem Buch aus. Sind es anfangs noch die strengen Konventionen, die das Leben von Vickie bestimmt, lernt sie in den fast 30 Jahren, die der Leser hier miterleben darf, dass hier eine massive Veränderung bis zum Jahrhundertwechsel zu verzeichnen ist. Neue Freiheiten, die sie nur zu gerne auch ihrer Tochter Claire geben will. Ich fand die drei Hauptfiguren, Vickie, Auguste und Paul sehr lebensecht dargestellt. Die muss man einfach gerne haben Von mir gibt’s 5 Lesesterne und ich freue mich bereits jetzt auf die Fortsetzung der Geschichte.

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