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Veröffentlicht am 16.11.2025

Achtung: Versteckte Kosten des Buchreisens werden hier offengelegt

Die Buchreisenden - Ein Weg aus Tinte und Magie
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Adam möchte endlich beweisen, dass er bereit ist, selbstständig Reisende durch die Buchwelten zu führen, ein exklusiver Service der Londoner Buchhandlung Libronautic Inc., für welche Adam tätig ist. Deswegen ...

Adam möchte endlich beweisen, dass er bereit ist, selbstständig Reisende durch die Buchwelten zu führen, ein exklusiver Service der Londoner Buchhandlung Libronautic Inc., für welche Adam tätig ist. Deswegen ist er alles andere als begeistert, als sein aktueller Gast den in der Handlung des Romans vorgesehenen Pfad verlässt und dadurch nicht nur sich selbst, sondern auch Adam in Gefahr bringt. Kurz darauf verhält sich die nächste Person während einer magischen Buchreise verdächtig auffällig. Und jedesmal erscheint eine Tür, die definitiv nicht zur Handlung des zugehörigen Romans gehört.
Die Idee, direkt in ein Buch hineinreisen zu können, hat seinen gewissen Reiz, deswegen sind die von Libronatic Inc. angebotenen Buchreisen trotz des hohen Preises ziemlich gefragt. Einige Einschränkungen und Bedingungen gibt es, ebenso sind die Regeln dieser Reisen sehr verständlich erklärt, genauso wie die Folgen, sollte man sich nicht daran halten. Da Adam seinen Job gut macht habe ich mich wie Adam selbst gewundert, dass er stets einen Kollegen zur Seite bekommt. Was es damit auf sich haben könnte offenbart sich wie einige weitere nicht so schöne Geheimnisse rund um Libronatic Inc. von Kapitel zu Kapitel. Dabei verschiebt sich der Fokus von den Buchreisen ein wenig weg zu weiteren Abenteuern, welche Adam mit Charakteren erlebt, deren Vertrauen er zunächst gewinnen muss. Und es stellt sich heraus, dass dieses magische Buchreisen nicht nur einen hohen Preis von den Kunden fordert, sondern dass auch andere einen ungewollten Preis zahlen müssen.
Der Roman bietet eine abwechslungsreiche Mischung aus Spannung und Geheimnissen, welche sich Adam nach und nach offenbaren und sein Heile-Welt-Bild seiner bisherigen Familie der Buchreisenden gewaltig ins Wanken bringt. An einigen Stellen hätte ich mir ein etwas schnelleres Voranschreiten der Handlung gewünscht, insbesondere zu Beginn, ebenso bleiben zum Ende von Band 1 viele Fragen offen. Dafür gilt es so manche Überraschungen zu entdecken, die neugierig auf den zweiten Band der Dilogie machen. Auch der Schreibstil ist angenehm bildhaft und macht es einfach, die Szenen miterleben zu können.

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Veröffentlicht am 02.11.2025

Ein Leben ohne Tod nach dem Tod

Eternity Online 2
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Das Abenteuer in Avataris geht weiter. Der künstlichen Welt, in der man nach seinem Tod wie in einem Videospiel als Held Quests besteht, Loot aufsammelt und bei einer Niederlage einfach wiederaufersteht. ...

Das Abenteuer in Avataris geht weiter. Der künstlichen Welt, in der man nach seinem Tod wie in einem Videospiel als Held Quests besteht, Loot aufsammelt und bei einer Niederlage einfach wiederaufersteht. Rob und seine Freunde werden weiterhin als Feinde des Systems gejagt, da ihnen die Künstlichkeit dieser Welt bewusst ist. Das neue Ziel der Machtinhaber ist es, eine Arena zu bauen, um die Kämpfe gegen den Feind fortan dorthin zu verlagern. Natürlich nicht ohne Hintergedanken.
Man muss kein Profigamer sein oder Rollenspiele spielen, um diese Trilogie zu mögen. Der Spaß an Fantasy gepaart mit ein wenig Dystopie reicht vollkommen. Da der Truppe um Marten, dem Kampfmeerschweinchen-artige Squan mit der großen Klappe, und Ethan, den Bärenmenschen mit der großen Stärke, ein Mitglied fehlt, wird diesmal ein neuer Charakter aufgenommen, der zwar sehr hilfreiche Fähigkeiten besitzt, jedoch auf seine Art ziemlich aus der Rolle fällt. Was nicht selten für humorvolle Abwechslung sorgt. Für meinen Geschmack ein sehr gelungener Einfall.
Zwischendurch hing der Spannungsbogen für mich ein wenig durch, insgesamt hat es die Trilogie auf unterhaltsame Weise vorangebracht. Vor allem, da sowohl neue Charaktere als auch weitere Hintergründe ins Spiel kommen. Es bleibt spannend.

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Veröffentlicht am 19.08.2025

Drei Episoden, ein Café

Die Tage im Café Torunka
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Im Café Torunka kann man gemütliche Lesestunden erleben. Bereits das Cover lädt zum Verweilen ein. In drei Episoden treffen jeweils Personen aufeinander, die etwas Vergangenes miteinander verbindet, das ...

Im Café Torunka kann man gemütliche Lesestunden erleben. Bereits das Cover lädt zum Verweilen ein. In drei Episoden treffen jeweils Personen aufeinander, die etwas Vergangenes miteinander verbindet, das nun aufgearbeitet wird.
Das Café wird betrieben von einem Vater und seiner jüngeren Tochter, während die Mutter momentan im Ausland arbeitet. Die Hintergründe zur Familie erfährt man im Laufe des Romans. Ebenso hilft ihnen ein Student aus, dem eine fremde Kundin plötzlich ins Gesicht sagt, sie kenne ihn von früher. Woraufhin sich ein aussergewöhnlicher Verlauf ergibt, bis sich die Hintergründe klären. Die weiteren Episoden sind locker miteinander verknüpft und bauen teilweise aufeinander auf.
Ein weiteres Buch, welches zu den Asiatischen Wohlfühl-Büchern gezählt werden kann. Es ist angenehm modern, schon allein deswegen, weil es diesmal liebevoll zubereiteten Kaffee statt Tee gibt. Zudem ist die Tochter des Besitzers noch im Schulalter, der Vater ist also auch in dieser Hinsicht angenehm zeitgemäß. Die Gäste sind bunt gemischt, wobei das Café etwas versteckt liegt und dadurch so eine Art Geheimtipp im Viertel ist.
Da es nur drei Episoden sind, fallen diese recht lang aus. Der Vorteil ist auf jeden Fall, dass genügend Raum für emotionalen Tiefgang vorhanden ist. In gewisser Weise sind immer Liebe und Verlust im Spiel, Vergangenheit und Gegenwart. Fantastische Elemente kommen im Buch nicht vor.
Die drei Episoden bieten durch die jeweils Beteiligten eine angenehme Abwechslung und man hat Zeit, sich in die Charaktere hineinzuversetzen beim Lesen. Das macht es zu einer äußerst entspannten Lektüre.

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Veröffentlicht am 16.08.2025

Female Rage im Paradies

Bad Tourists
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Willkommen im exklusiven Sapphire Island Resort, genießen Sie ihren Urlaub im traumhaften Paradies der Malediven. Lernen Sie das Frauentrio Darcy, Kate und Camilla kennen, die gemeinsam Darcys erfolgreiche ...

Willkommen im exklusiven Sapphire Island Resort, genießen Sie ihren Urlaub im traumhaften Paradies der Malediven. Lernen Sie das Frauentrio Darcy, Kate und Camilla kennen, die gemeinsam Darcys erfolgreiche Scheidung inmitten des Indischen Ozeans feiern wollen. Machen Sie einen Tauchausflug mit dem Paar Jade und Rob, das hier seine Flitterwochen verbringt. Gönnen Sie sich spannende Lesestunden in atemberaubender Atmosphäre.
Warnhinweis: Mit blutigen Ereignissen muss in diesem Roman gerechnet werden.

„Unsere Freundschaft basiert auf einer entsetzlichen Tragödie, um Himmels willen. Ansonsten kennen wir uns kaum.“ (Zitat)

Der Freundschaft des Frauentrios, welches man in diesem Roman begleitet, liegt ein bewegendes Drama zugrunde, dessen Bedeutung nach und nach deutlich wird. Neben den drei Frauen, die man in verschiedenen Situationen und Zeitebenen kennenlernt, ist auch das Paar in den Flitterwochen interessant, sowohl das Schicksal der Frau als auch der Charakter des Mannes spielen eine nicht unwesentliche Rolle. Ob und wie die beiden zum eigentlichen Thema des Romans passen ist zunächst nicht abzusehen.
Neben dem Drama in der Vergangenheit, welches die drei Frauen zusammengeführt hat, und den schon bald geschehenden Gewalttaten im Resort, zeigt die Autorin verschiedene Arten toxischer Männlichkeit sowie deren Folgen. Mal mehr, mal weniger deutlich. Wobei sie sich hierbei auf einige Männer beschränkt statt zu verallgemeinern. Zusammenhänge werden angedeutet und laden zum Spekulieren ein, was damals wirklich geschah und wer schuldig sein könnte, sowohl damals wie auch heute. Hier kann ich sagen, hatte ich immer mal wieder Punkte, an denen ich meine Vermutungen zu den Fällen neu überdenken musste. Auch die Charaktere der Freundinnen ließen Spekulationen zu, ob nicht doch etwas Düsteres in einer von ihnen verborgen liegen könnte.
Ein weiterer Aufhänger des Romans ist, was toxische Männlichkeit mit den Frauen macht. Und dass es Frauen gibt, die sich so verhalten, wie die Gesellschaft es durch das in den Köpfen existierende Frauenbild nicht erwarten würde.
Stilistisch abwechslungsreich und spannend gestaltet, bietet es wiederholt Gelegenheit, sich mit den Charakteren zu beschäftigen und sich zu fragen, welche Taten man wem zutrauen würde oder nicht. Die paradiesische Urlaubskulisse wird durch einige Aktivitäten angenehm greifbar und bietet einen schönen Kontrast zu den Gewalttaten. Die Intensität der Spannung wird dadurch zwar wiederholt aufgelockert, macht den Roman so allerdings nicht weniger interessant.

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Veröffentlicht am 12.08.2025

Der Versuch, den Mord an sich selbst aufzuklären

Not Quite Dead Yet
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Seit ihrer Kindheit wurde Jet eingeredet, sie sei ungenügend, faul und am Tod ihrer Schwester verantwortlich. Und jetzt, im Alter von 27 Jahren, versucht jemand, sie brutal zu ermorden. Jet überlebt knapp, ...

Seit ihrer Kindheit wurde Jet eingeredet, sie sei ungenügend, faul und am Tod ihrer Schwester verantwortlich. Und jetzt, im Alter von 27 Jahren, versucht jemand, sie brutal zu ermorden. Jet überlebt knapp, jedoch erwartet sie jetzt ein Tod auf Raten, denn in spätestens einer Woche wird sie tot sein. Eine Woche, die sie nutzen will, um ihren eigenen Mörder zu finden.
In dieser Woche beginnt sie, gemeinsam mit ihrem besten Freund Billy gewisse Dinge mal etwas genauer zu betrachten. Da sie eh nichts zu verlieren hat sieht sie auch keine Notwendigkeit, noch groß Rücksicht dabei zu nehmen. Entsprechend rigoros geht sie auch mal vor, was ich ganz gut dargestellt fand, denn was hat sie schon zu verlieren? Zudem läuft ihr bei ihren Recherchen die Zeit davon. Was sie an teils grenzwertigen Familiengeheimnissen zutage fördert war nicht vorherzusehen und bietet so einiges an Spekulations-Material.
Vom Stil her ist der Roman ähnlich zu den Jugendthrillern der Autorin, die Protagonistin ist zwar mit 27 Jahren älter, verhält sich allerdings in manchen Situationen leider doch wie ein Teenager bzw. eine junge Erwachsene in der Selbstfindungsphase. Ihre bissige Art empfand ich bei ihrem familiären Hintergrund und insbesondere in der aktuellen Situation als durchaus glaubwürdig und gut gewählt, da muss keine Frau lieb und verständnisvoll agieren und es noch anderen recht machen. Zumal sie jede der Personen in ihrem Umfeld auf dem Gewissen haben könnte. Nur an zwei Stellen war ihr Verhalten unnötig verletzend, ihrem besten Freund sowie einem unbeteiligten Teenager gegenüber, das machte sie mir unnötig unsympathisch in den Momenten. Die meisten Charaktere bleiben leider oberflächlich, obwohl Jet diese bereits ein Leben lang kennt. Vielleicht ist es dem Plot geschuldet, durch eine Woche Handlung regelrecht durchzurasen.
Gestört hat mich wie bereits im vorherigen Roman der Autorin der sich einschleichende Superlativ. Obwohl es Jet körperlich zusehends schlechter geht, ist sie stellenweise weiterhin zu körperlichen Höchstleistungen fähig? Obwohl eine Ader im Hirn droht zu platzen? Auch agierten mir einige Personen zu sehr im Sinne der Autorin, die Handlung in eine bestimmte Richtung zu lenken. Nervig war das Mutter-Klischee, der erwachsenen Tochter in sämtliche Entscheidungen reinzureden, nur um kurz darauf die Mitleidsnummer abzuziehen, welch schlechte Tochter Jet doch sei. Da es solche Personen durchaus gibt werte ich das allerdings nicht negativ.
Die Suche nach dem Täter oder der Täterin sowie dessen Motiv sind spannend und laden zum Miträtseln ein, vor allem durch die vielen Geheimnisse, welche Jet und Billy aufdecken. Als Zielgruppe würd ich das Buch eher für junge Erwachsene oder Jugendliche ab 16 sehen, weniger als Erwachsenenthriller.

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