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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.02.2026

Locker und intererssant

Unser Haus mit Rutsche
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Satia Al Bagdadi hat mit „ Unser Haus mit Rutsche „ einen lockeren, amüsanten, autofiktionalen Roman aus der Sicht ihrer Protagonistin Layla geschrieben. Die Geschichte beginnt in Laylas Kindesalter und ...

Satia Al Bagdadi hat mit „ Unser Haus mit Rutsche „ einen lockeren, amüsanten, autofiktionalen Roman aus der Sicht ihrer Protagonistin Layla geschrieben. Die Geschichte beginnt in Laylas Kindesalter und endet heute. Layla wächst in Saarbrücken auf. Ihr Vater stammt aus dem Irak und ihre Mutter aus Frankreich. Der Vater ist humor- und fantasievoll und hat ständig neue Geschichte und Geschäftsideen im Kopf. Permanent verspricht er seiner Tochter Neues, wie z.B. das besagte Haus mit Rutsche des Romantitels am Tigris. Layla ist gefangen zwischen den unterschiedlichen Kulturen, aber dennoch glücklich. Als 1991 der Golfkrieg ausbricht, verändert sich ihr Vater jedoch radikal. Die Autorin hat ihren Roman in verschiedenen Zeitebenen geschrieben. Sie schreibt entspannt und flüssig über ihre Kindheit und ihrem jetzigen Leben. Besonders gut hat mir der Teil des Buches gefallen, in dem Layla von ihrer irakischen Familie erzählt. Insgesamt gesehen ein schöner Familienroman, den ich gerne gelesen habe.

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Veröffentlicht am 08.10.2025

3 Leben

Die drei Leben der Cate Kay
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Den Titel des Buches "Die drei Leben der Cate Kay" von Kate Fagan erkennt man schon am Buchcover: In dem Rückspiegel spiegeln sich die Augenpaare dreier identischer Frauen. Die Protagonistin dieses unterhaltsamen ...

Den Titel des Buches "Die drei Leben der Cate Kay" von Kate Fagan erkennt man schon am Buchcover: In dem Rückspiegel spiegeln sich die Augenpaare dreier identischer Frauen. Die Protagonistin dieses unterhaltsamen Romans ist die Autorin Cate Kay, eine berühmte und geschätzte Autorin, die mit einer Romantriologie einen Bestseller geschrieben hat, der sogar in Hollywood als Film gedreht wurde.Doch hinter dieser berühmten Frau stecken noch andere Charaktere, die sie nach außen hin versteckt, bis sie beschließt ihre Memoiren zu schreiben. Cate ist als Anne Marie Callahan aufgewachsenen und lebte bis zu einem tragischen Ereignis zusammen mit ihrer alleinerziehenden Mutter . Sie ändert ihre Identität und wird zu Cass, bis sie als Cate eine berühmte Schriftstellerin wird und ihre Memoiren schreibt, die Einiges aus ihren verschiedenen Leben aufdecken.Dieser interessante und gut lesbare Roman ist aus verschiedenen Perspektiven geschrieben und war ein großes Leseabenteuer für mich.

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Veröffentlicht am 05.09.2025

Guter Roman mit Längen

Lázár
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Der Roman „Lazar“ von Nelio Biedermann hat mich durch das edle Pferd auf dem Cover regelrecht angezogen und das Buch hat mich durch seine Bildlichkeit und intensive Sprache begeistert. Auch die Bezugnahme ...

Der Roman „Lazar“ von Nelio Biedermann hat mich durch das edle Pferd auf dem Cover regelrecht angezogen und das Buch hat mich durch seine Bildlichkeit und intensive Sprache begeistert. Auch die Bezugnahme auf die Werke großer Literaten hat mich beeindruckt. Es ist ein Generationenroman einer ungarischen Familie, der auch die Zeit des ersten und zweiten Weltkrieges umfasst. Der Roman beginnt mit der Geburt des Jungen Lajos, der seinem Vater in keiner Weise ähnlich sieht und aus einer Affäre seiner Mutter stammt. Er wächst zusammen mit seinem kranken Bruder in dem Waldschloss der Familie auf bis er nach dem Tod des Vaters die Familiengeschäfte übernimmt. Erzählt wird die Geschichte einer Familie aus guten Verhältnissen. Sämtliche Familienmitglieder und deren Lebensläufe werden ausführlich beschrieben. Man begleitet sie durch verschiedene Zeiten und durch zwei Kriege. Ein großartiges Werk, leider mit einigen Längen, eines jungen Autors.

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Veröffentlicht am 29.08.2025

Aufarbeitung

Meine Mutter
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Das neue Buch von Bettina Flitner heißt „Meine Mutter“ und ist das Nachfolgewerk von „Meine Schwester“, in dem sie den Selbstmord ihrer Schwester verarbeitet hat. In „Meine Mutter“ geht es neben dem Selbstmord ...

Das neue Buch von Bettina Flitner heißt „Meine Mutter“ und ist das Nachfolgewerk von „Meine Schwester“, in dem sie den Selbstmord ihrer Schwester verarbeitet hat. In „Meine Mutter“ geht es neben dem Selbstmord ihrer Mutter Gisela auch um die Aufarbeitung ihrer Familiengeschichte. Das Buch beginnt mit dem Besuch der Autorin des Grabes ihrer Mutter und sie beginnt über deren Leben und ihren Freitod nachzudenken und begibt sich auf Spurensuche ihres kurzen Lebens. Gisela wurde als eines von sechs Kindern in Schlesien geboren und trat von dort aus auch die Flucht vor den sowjetischen Soldaten nach Ende des zweiten Weltkrieges in den Westen Deutschlands an. Dort heiratet sie jung einen Juristen und bekommt zwei Töchter. In der Ehe kriselt es jedoch schon bald und Gisela beginnt unter Depressionen zu leiden aufgrund derer sie sich später auch das Leben nimmt. Bettina Flitner schreibt ihre Familiengeschichte ziemlich sachlich und dennoch bewegend. Mir hat dieses persönlich geschriebene Buch sehr gefallen und ich habe einiges über die Flucht aus Schlesien erfahren, das mir bisher nicht so bewusst war.

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Veröffentlicht am 20.08.2025

Folgen eines Attentates

WARDA
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Der Roman "Warda" von Rose Daniel hat mich durch sein besonderes Cover mit den zwei,
nur durch die verschiedenen Augenfarben unterschiedlichen Gesichtern, stark angezogen.
Auch der Buchfigur Cherin, Schwester ...

Der Roman "Warda" von Rose Daniel hat mich durch sein besonderes Cover mit den zwei,
nur durch die verschiedenen Augenfarben unterschiedlichen Gesichtern, stark angezogen.
Auch der Buchfigur Cherin, Schwester des jungen Polizisten Tamer Al Bari sind diese unterschiedlichen Augen aufgefallen. Kurze Zeit später ist sie tot. Opfer eines Terroranschlages, das durch die Protagonistin dieses aufregenden Romans, Agnesa, auf einem muslimischen Fest verübt wurde. Auch Agnesa wird Opfer ihres eigenen Anschlages. Sie erleidet eine Amnesie und wird von Cherins Bruder in der Wohnung seiner Familie untergebracht. Nicht ahnend, dass diese junge Frau für den Tod seiner Schwester verantwortlich ist. Während Agnesas Gruppe neue Anschläge plant, kehrt ihre Erinnerung nach und nach wieder zurück.
Zwischenzeitlich hat Tamer für die verletzlich wirkende junge Frau Gefühle entwickelt, obwohl ihm nach und nach bewusst wird, dass Agnesa für den Anschlag mit verantwortlich ist. Die Autorin schreibt offen und schonungslos über das Attentat und seine Folgen für die Angehörigen der Opfer und für die Attentäterin selber. Der Schreibstil ist spannend und sie vermittelt gekonnt die Empfindungen beider Seiten. Der Seite der Opfer und der Seite der Täterin. Ein emotionaler Roman, der mich nach dem Lesen noch längere Zeit beschäftigt hat.

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