Passender Abschluss, der der Reihe treu bleibt
The Sweetest BetrayalNach dem Ende von The Cruelest Mercy war klar, dass es in The Sweetest Betrayal ordentlich krachen würde. Und tatsächlich: Schon nach wenigen Kapiteln war ich wieder mitten in dieser Welt, die mich seit ...
Nach dem Ende von The Cruelest Mercy war klar, dass es in The Sweetest Betrayal ordentlich krachen würde. Und tatsächlich: Schon nach wenigen Kapiteln war ich wieder mitten in dieser Welt, die mich seit dem ersten Band so begeistert. Die Mischung aus Intrigen, Romantik und Wüstenmagie funktioniert auch diesmal wieder wunderbar und sorgt für ein Finale, das sich richtig groß anfühlt.
Zahru hat endlich den Entwicklungssprung gemacht, den ich mir so lange gewünscht hatte. Sie ist immer noch sie selbst, aber entschlossener, dunkler, weniger bereit, sich kleinzumachen. Es macht Spaß, ihr dabei zuzusehen, wie sie die Konsequenzen früherer Entscheidungen trägt. Und Kasta? Nun, er ist weiterhin das perfekte Beispiel für einen moralisch grauen Love Interest, der einen gleichzeitig verzweifeln und seufzen lässt. Ihre Dynamik ist definitiv das Herzstück des Buches.
Auch die Nebenfiguren glänzen wieder. Hen und Jet stehlen in ihren Szenen fast die Show und bringen die richtige Portion Witz und Leichtigkeit ins Geschehen. Insgesamt schafft Natalie Mae es erneut, Humor und Spannung zu verbinden, ohne dass eines das andere verdrängt.
Ein kleiner Wermutstropfen ist, dass der politische Teil diesmal etwas zu kurz kommt. Die Handlung konzentriert sich stärker auf Beziehungen und Emotionen, was zwar funktioniert, aber manchmal etwas Tiefe kostet. Trotzdem bleibt die Geschichte durchgehend spannend, mit genug Überraschungen, um mich bis zur letzten Seite mitzunehmen.
Das Ende hat mich zufrieden, aber auch ein bisschen wehmütig zurückgelassen. Ich wollte gar nicht, dass es vorbei ist – und das ist wohl das beste Kompliment, das man einem Reihenfinale machen kann.
Fazit:
Ein würdiger Abschluss, der mit starken Charakteren, Spannung und Gefühl überzeugt. Nicht alles läuft perfekt, aber The Sweetest Betrayal beweist, dass diese Reihe zu den unterschätzten Highlights im YA-Fantasybereich gehört.