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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.08.2025

Eine ungewöhnliche Geschichte, die nachhallt

Asa
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Das Cover von Asa hat mich sofort angesprochen. Es wirkt düster, geheimnisvoll und passt perfekt zu dem ernsten, bedrückenden Thema, das sich durch die ganze Geschichte zieht. Man spürt sofort, dass es ...

Das Cover von Asa hat mich sofort angesprochen. Es wirkt düster, geheimnisvoll und passt perfekt zu dem ernsten, bedrückenden Thema, das sich durch die ganze Geschichte zieht. Man spürt sofort, dass es um etwas Größeres geht – um Rache, um Schmerz und um eine Figur, die eine außergewöhnliche Kraft ausstrahlt.

Inhaltlich finde ich die Grundidee sehr spannend: Eine Frau, die nach Jahren der Gefangenschaft zurückkehrt, um eine grausame Familientradition zu brechen und sich all denen zu stellen, die ihr das Liebste genommen haben. Diese Mischung aus Rachegeschichte, Familiendrama und düsterem Thriller hat mich neugierig gemacht und ist ungewöhnlich stark umgesetzt.

Trotzdem hatte ich anfangs Schwierigkeiten, in die Geschichte hineinzufinden. Der Schreibstil ist besonders, teilweise sehr fordernd, da er ohne "richtige" direkte Rede auskommt und in einer Perspektive erzählt wird, die man nicht aus jedem Roman kennt. Die Sprache zwingt einen dazu, konzentriert zu lesen, und auch die Zeitsprünge machen es nicht leichter, den Überblick zu behalten. Gerade zu Beginn war das für mich eher eine Hürde, erst später konnte ich mich besser darauf einlassen. Manche Passagen fand ich sehr intensiv und sprachlich stark, andere wiederum hätten für meinen Geschmack etwas gestrafft sein können. Auch bei den Figuren war es für mich nicht sofort einfach, eine Bindung aufzubauen. Asa wirkt distanziert und kühl, fast unnahbar, gleichzeitig aber faszinierend in ihrer Entschlossenheit und Kompromisslosigkeit. Im Laufe der Zeit habe ich begonnen, ihre Motive und auch ihre Verletzlichkeit besser zu verstehen, und gerade dadurch wirkt sie letztlich authentisch und komplex.

Was mir an dem Buch gefallen hat, ist der Mut, mit Erzählweise und Struktur etwas anderes zu wagen. Es ist kein Buch, das man einfach nebenbei liest, sondern eines, das fordert und durch seine Intensität eine besondere Wirkung entfaltet. Auch wenn ich nicht alles daran mochte und mir manches etwas zu sperrig erschien, fand ich es dennoch interessant, weil es so ungewöhnlich ist und man nach dem Lesen viel Stoff zum Nachdenken hat.

Insgesamt würde ich Asa denjenigen empfehlen, die gerne experimentelle Schreibstile ausprobieren, die sich auf düstere Themen einlassen können und Freude daran haben, sich in komplexe Figuren hineinzuarbeiten. Wer lieber eine leicht zugängliche, linear erzählte Geschichte liest, könnte hier eher Schwierigkeiten haben. Für mich war es ein Buch, das nicht einfach war, das aber lange nachhallt und das ich trotz mancher Kritikpunkte als intensives und besonderes Leseerlebnis bezeichnen würde.

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  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.01.2025

Ein dunkles Geheimnis kehrt zurück

Racheritual
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Ein Fall um Baxter Kincaid, den legendären Ermittler, fällt leider hinter meine Erwartungen zurück.

Die Geschichte um den wieder aufgetauchten Ravenkiller verspricht viel, doch die Umsetzung enttäuscht.
Die ...

Ein Fall um Baxter Kincaid, den legendären Ermittler, fällt leider hinter meine Erwartungen zurück.

Die Geschichte um den wieder aufgetauchten Ravenkiller verspricht viel, doch die Umsetzung enttäuscht.
Die Spannungskurve ist über weite Strecken flach und die Handlung zieht sich zäh hin. Die vielen Charaktere, die eingeführt werden, verwirren eher, als dass sie die Geschichte bereichern.
Baxter Kincaid, der einst für seine scharfen Analysen und unkonventionellen Methoden bekannt war, wirkt in diesem Buch oft blass und austauschbar.

Die Geschichte ist zwar solide aufgebaut und die nordische Mythologie verleiht ihr eine düstere Atmosphäre. Doch die Umsetzung lässt zu wünschen übrig. Die Handlung wirkt stellenweise konstruiert und die Charaktere bleiben oberflächlich.

Insgesamt ist der Roman ein solider Thriller, der jedoch nicht ganz die Erwartungen erfüllt. Wer auf spannende Thriller mit einem Hauch von Mythologie steht, wird in diesem Buch sicherlich fündig. Doch wer hohe Erwartungen hat, könnte enttäuscht werden.

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  • Charaktere
Veröffentlicht am 12.11.2024

Eine solide Grundlage für mehr Gelassenheit

Die Lösung für alle deine Probleme: Gibt’s nicht
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Der Titel verspricht eine Lösung für ein emotional stabileres Leben. Doch schon bald wird klar, dass es sich hier eher um eine Reise als um ein Ziel handelt.

Für die Leser, die bereits mit Themen wie ...

Der Titel verspricht eine Lösung für ein emotional stabileres Leben. Doch schon bald wird klar, dass es sich hier eher um eine Reise als um ein Ziel handelt.

Für die Leser, die bereits mit Themen wie Achtsamkeit und ähnlichen Konzepten vertraut sind, bleibt das Buch weitgehend unerfüllt. Es liefert zwar eine solide Einführung in verschiedene Themen wie Schlafprobleme, Grübeln und Neid.

Die Autorinnen verharmlosen die Themen auch nicht und sprechen offen über ihre eigenen Erfahrungen. Dies macht das Buch authentisch und nahbar. Die Erklärungen sind verständlich und die Anregungen, wie man bestimmte Verhaltensweisen ändern kann, gut gemeint.

Doch wer bereits erste Schritte in Richtung Selbstreflexion unternommen hat, wird hier wenig Neues finden. Tips wie der Verzicht auf den Kaffee am Abend oder die Reduzierung der Bildschirmzeit sind zwar hilfreich, aber kaum innovativ. Man erhält eher eine Sammlung bekannter Ratschläge, die zwar hilfreich sein können, aber nicht wirklich zum Nachdenken anregen.

Für Einsteiger mag das Buch eine gute Einführung sein. Für mich war es eher enttäuschend.

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Veröffentlicht am 17.10.2024

Ein Cozy-Roman mit Potential

Willow-Falls-Reihe, Band 1 - Take Me Home to Willow Falls
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Greta Miláns „Take Me Home to Willow Falls“ verspricht mit seinem hübschen Cover und dem vielversprechenden Klappentext eine romantische Auszeit in einer idyllischen Kleinstadt. Doch leider bleibt ...

Greta Miláns „Take Me Home to Willow Falls“ verspricht mit seinem hübschen Cover und dem vielversprechenden Klappentext eine romantische Auszeit in einer idyllischen Kleinstadt. Doch leider bleibt das Buch hinter seinen Erwartungen zurück.

Cassie, die Protagonistin, ist sympathisch und man kann ihr Leid nach der gescheiterten Hochzeit nachfühlen. Ihre Flucht in die Kleinstadt Willow Falls bietet eine willkommene Abwechslung zum Trubel des Großstadtlebens. Das Setting ist liebevoll beschrieben und die Herbstatmosphäre wird eindrucksvoll eingefangen. Die Vorstellung, in einem kleinen Blumenladen zu arbeiten und von der Natur umgeben zu sein, ist verlockend.

Jedoch hapert es an der Umsetzung der Handlung. Die Geschichte wirkt stellenweise konstruiert und vorhersehbar. Die Romanze zwischen Cassie und Jared entwickelt sich zögerlich und es fehlt an wahrer Leidenschaft. Jared, der eigentlich als attraktiver und geheimnisvoller Held angelegt ist, bleibt eine eher blasse Figur. Seine verschlossene Art und mangelnde Kommunikation tragen nicht gerade dazu bei, dass man sich in ihn verliebt.

Ein weiterer Kritikpunkt sind die zahlreichen Schreibfehler, die den Lesefluss leider stark beeinträchtigen. Solche Fehler wirken leider etwas unprofessionell.

„Take Me Home to Willow Falls“ ist ein Buch mit Potenzial, das jedoch nicht ganz überzeugt. Das Setting und die Grundidee sind vielversprechend, doch die Umsetzung lässt zu wünschen übrig. Wer eine leichte und unkomplizierte Lektüre für zwischendurch sucht, könnte mit dem Buch seine Freude haben. Für anspruchsvollere Leserinnen dürfte es jedoch enttäuschend sein.

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Veröffentlicht am 23.09.2024

Japanische Rätsel

Invictum
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"Invictum" entführt den Leser erneut in die faszinierende Welt der Rätsel und Intrigen rund um das Genie Mike Brink.

Während der erste Teil der Reihe noch stärker auf Science-Fiction-Elemente setzte, ...

"Invictum" entführt den Leser erneut in die faszinierende Welt der Rätsel und Intrigen rund um das Genie Mike Brink.

Während der erste Teil der Reihe noch stärker auf Science-Fiction-Elemente setzte, konzentriert sich dieser Band mehr auf die japanische Kultur und ihre komplexen Rätsel. Die Idee, einen internationalen Wettbewerb um die Lösung einer uralten Schatulle zu inszenieren, ist vielversprechend und bietet reichlich Potenzial für spannende Wendungen.

Die ersten Kapitel fangen den Leser gekonnt ein und wecken die Neugier auf die Geheimnisse der Drachenschatulle. Die detailreiche Beschreibung der japanischen Kultur und die Integration traditioneller Elemente tragen zur besonderen Atmosphäre bei. Die im Text abgedruckten Rätsel selbst sind anspruchsvoll und fordern den Leser zum Miträtseln heraus.

Die Vielzahl an japanischen Namen hat mich teilweise den Überblick verlieren lassen und das Lesevergnügen beeinträchtigt. Ein Stammbaum oder eine kurze Zusammenfassung der Charaktere wäre hilfreich gewesen. Das Tempo schwankt im Laufe der Geschichte. Nach einem spannenden Anfang lässt die Handlung zeitweise nach und zieht sich etwas in die Länge. Das Ende kommt dann überraschend abrupt.

"Invictum" ist ein unterhaltsamer Rätselthriller, der Fans des Genres sicherlich gefallen wird. Die Mischung aus japanischer Geschichte, Kultur und spannenden Rätseln bietet eine interessante Lektüre. Wer den ersten Teil mochte, wird auch diesen Band genießen, sollte aber nicht allzu hohe Erwartungen haben.

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