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Veröffentlicht am 21.09.2025

Tolles Thema, wunderbar umgesetzt

Flapp lernt fliegen
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Ich habe mich hier direkt schockverliebt in die Kulleraugen der kleinen Fledermaus auf dem Cover! Das Buch ist nicht nur auf dem Cover, sondern auch im Innenteil farbenfroh und leuchtkräftig umgesetzt, ...

Ich habe mich hier direkt schockverliebt in die Kulleraugen der kleinen Fledermaus auf dem Cover! Das Buch ist nicht nur auf dem Cover, sondern auch im Innenteil farbenfroh und leuchtkräftig umgesetzt, trotz der Tatsache, dass es hier um eine Fledermaus geht und die Geschichte bei Dämmerung und Nacht spielt, dies gefällt mir und auch meinen Kindern sehr gut. Die Seiten sind in einem recht großen Format, dies macht das Buch leider etwas unhandlich für mich, aber natürlich kommen die Illustrationen von Sarah Warburton dadurch toll zur Geltung und es ist auch prima, wenn mehr als ein Kind beim Zuhören mit rein schauen möchte.
Die Reime von Lu Fraser sind auch in der Übersetzung schön melodisch umgesetzt, lassen sich generell ausgezeichnet vorlesen. Allerdings wäre es angenehmer, wenn diese immer beieinander stehen würden und nicht manchmal getrennt auf der linken und rechten Seite. Die Texte sind zudem recht groß geschrieben, also auch perfekt für mal schlechtere Lichtverhältnisse oder generell Menschen mit Sehproblemen. Früher haben mich in der Größe speziell hervorgehobene Wörter im Text gestört, aber da dies in vielen Kinderbüchern so umgesetzt wird, habe ich mich mittlerweile dran gewöhnt.
"Flapp lernt fliegen" enthält eine tolle Thematik und zeigt, mutig zu sein ist nicht selbstverständlich, auch klappt nicht immer alles beim ersten oder zweiten Mal, aber mit Übung, Hartnäckigkeit und wenn es darauf ankommt, kann man über sich selbst hinaus wachsen. Dies gibt besonders Kleinkindern einen Schubs in Richtung Selbstvertrauen und daher ist das Lesealter ab 4 Jahren genau richtig. Schade nur, dass Flapp keine Hilfe von den anderen Fledermäusen erhält und diese einfach davonfliegen und ihn im nahenden Sturm zurücklassen, zum Glück hat er mit Motte einen sehr guten Freund an der Seite.

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Veröffentlicht am 15.09.2025

Bittere Vergangenheit, nicht ganz überraschendes Ende

Bittere Nacht
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Ich mag hier zunächst das Cover mit der düsteren Atmosphäre, mystisch, beklemmendes blau trifft auf den Titel in knalliger Kontrastfarbe, der mich magisch anzieht.

Ich habe den ersten Band gelesen, in ...

Ich mag hier zunächst das Cover mit der düsteren Atmosphäre, mystisch, beklemmendes blau trifft auf den Titel in knalliger Kontrastfarbe, der mich magisch anzieht.

Ich habe den ersten Band gelesen, in dem ging es eher um einen Coldcase. Er war gut, hatte mich jedoch nicht umgehauen, aber ich mochte das Zusammenspiel der Ermittler Juha und Lux. Man merkt nun, sie haben sich weiterentwickelt, es sind keine zwei Fremde mehr, die den jeweils anderen noch lernen einzuschätzen, sondern sind zu einem Team geworden.

Dieses Buch hat für mich direkt einen guten Start hingelegt, man steckt mitten im Geschehen und fiebert noch mit einem Opfer mit, auch wenn man davon ausgeht, dass es kein gute Ende nehmen wird.
Es geht allerdings danach etwas langsam zur Sache, die Ermittlungen geraten ins stocken und alles wird verwirrend aufgrund vieler Personen die auftauchen und miteinander verstrickt scheinen. Es kommen immer wieder Rückblicke eingeschoben, die zum spekulieren anregen.
Wir erfahren auch recht viel vom Privatleben der Ermittler, was leider immer wieder die Spannung raus nimmt. Eigentlich mag ich sowas nicht unbedingt in einem Thriller, wenn es nicht unmittelbar die Mordermittlungen oder die Tatumstände vorantreibt. Allerdings weiß ich ja bereits, dass hier eine Reihe aufgebaut wird und bei Fortsetzungsreihen gehört Hintergrundwissen zu den Charakteren irgendwie dazu, um sich emotional besser an diese zu binden. Manche Situationen finden ich dennoch langatmig, aber vielleicht nötig für einen dritten Teil?

Insgesamt finde ich Teil 2 mit Juha und Lux viel besser als den Vorgänger Thriller, mehr Spannung und Action zu Beginn und in der Mitte, dabei ein genauso gutes und durchdachtes Ende. Die Szenen werden vom Autorenteam Kuhl und Sandrock gut und stimmig umschrieben, so dass man sich in die Räumlichkeiten und die Atmosphäre prima einfühlen kann. Das Ende kam für mich nicht ganz überraschend aber mit einem großen Knall und ich freue mich, wenn ein weiterer Teil herauskommt.

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Veröffentlicht am 21.08.2025

Schwerer Start, tolles Ende

Dunkle Sühne
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Mit "Dunkle Sühne" wagt Karin Slaughter den Auftakt zu einer neuen Thrillerreihe. Beim Feuerwerk zum 4. Juli verschwinden zwei junge Freundinnen, nach einer schnell eingeleiteten Suchaktion werden beide ...

Mit "Dunkle Sühne" wagt Karin Slaughter den Auftakt zu einer neuen Thrillerreihe. Beim Feuerwerk zum 4. Juli verschwinden zwei junge Freundinnen, nach einer schnell eingeleiteten Suchaktion werden beide ermordet aufgefunden. Deputy Emmy Clifton und ihr Vater der Sheriff ermitteln und schnell wird ein Verdächtiger gefunden und eingesperrt.
12 Jahre später kommt dieser nach Unstimmigkeiten wieder frei und erneut verschwindet ein Mädchen. Jetzt ist Emmy wieder ganz am Anfang der Ermittlungen. Kann sie das Mädchen retten? Wurde damals wirklich die falsche Person festgenommen? Emmy muss sich beeilen, denn die Chancen auf ein Happyend sinken mit jeder Stunde die verstreicht.

Mir gefällt bei der Autorin, dass ihre Figuren im Buch eine ausgearbeitete Tiefe aufweisen und sich oft positiv entwickeln. Es stehen nicht nur die Ermittlungsarbeiten im Vordergrund, sondern auch private Momente und zwischenmenschliche Interaktionen. So war mir Emmy zunächst unsympathisch, doch nach dem Sprung in die 12 Jahre später angesetzte Gegenwart merkt man ihr die Reife an, welche zum einen der Job und zum anderen natürlich auch die Erfahrungswerte des Älterwerdens mit sich gebracht haben.
Mich hat der Thriller gut unterhalten, es gab Höhen als auch Tiefen in Emmys Leben. Hinzu kommen überraschende Wendungen und schockierende Geheimisse in North Falls zutage, einer Kleinstadt in der jeder jeden zu kennen scheint. Aber man auch eine gewissen Vetternwirtschaft spürt und bei unangenehmen Themen gerne wegsieht.
Eine kleine Kritik habe ich etwas am Cover, es passt zwar irgendwie zu den Vorgängerbüchern, aber ich sehe keinen Zusammenhang zwischen Bildgestaltung und Buchinhalt. Des weiteren habe ich anfangs etwas Zeit benötigt, mir die familiären Beziehungen und Verbindungen der vielen zügig vorgestellten Charaktere merken zu können, da wäre vielleicht fast ein kleiner Stammbaum etc. auf den ersten Seiten sinnvoll. Aber nun freue ich mich auf weitere Bücher aus North Falls und neue Entwicklungen in Emmys Leben, denn gewisse Spoiler die neugierig machen, wurden am Ende gesetzt.

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Veröffentlicht am 02.08.2025

Macht glücklich

Ich bring dir das Glück – Vom kleinen Elefanten und seinen Glücksgeheimnissen
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Das Cover finde ich süß umgesetzt, mit den Illustrationen im Inneren bin ich etwas zwiegespalten. Der Elefant und die Umgebung sind mir etwas zu plump und flächig umgesetzt, dennoch haben die Seiten eine ...

Das Cover finde ich süß umgesetzt, mit den Illustrationen im Inneren bin ich etwas zwiegespalten. Der Elefant und die Umgebung sind mir etwas zu plump und flächig umgesetzt, dennoch haben die Seiten eine niedliche Optik. Ebenso geht es mir auch mit dem Format, es ist ca. 25 cm im Quadrat. Die Bilder lassen sich natürlich auf den großen Doppelseiten schön betrachten, jedoch ist ein quadratisches Format in der Größe recht unhandlich, wenn es aufgeklappt wird.

Zum Inhalt, die Texte lesen sich gut, es hat tolle Anreize darin, wie man seinen Tag glücklich startet oder auch kleine Momente in Erinnerung ruft, die einen an jedem Tag gefallen haben. So z.B. das man sich morgens sagt "Heute wird ein richtig schöner Tag". Die Autorin bietet in ihren kindgerechten Geschichten Tipps und Rituale, wie man glücklicher durch das Leben geht und hat die Ideen in kurze Kapitel gegliedert, "Das Glücksatmen", "Tschüss Liebe Angst" oder "Der Danke-Stein". Jedes Kapitel endet mit einem Info- bzw. Tippkasten, dem "Elefanten-Geheimwissen", hier wird erklärt, wie man das jeweilige Kapitel-Thema im Alltag umsetzen kann und auch die Erwachsenen mit einbezieht. Dies finde ich eine schöne Idee.

Manche Seiten gefallen mir jedoch nicht so gut, so z.B. der Seifenblasen-Trick, der Streit vertreiben soll. Klingt in Kinderohren fantastisch, wird jedoch beim Versuch ihn umzusetzen eher zu Enttäuschungen führen.

Wir werden versuchen einige Ideen aus diesem Buch in unseren Alltag zu integrieren z.B. das bewusste Ein- und Ausatmen oder auch als Erwachsener mal wieder mehr zu lachen. Uns hat das Buch gefallen und wir werden es immer mal wieder anschauen.

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Veröffentlicht am 05.07.2025

Alte Verbrechen aufklären

Ihr werdet sie nicht finden
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Mein erster Gedanke, juhu ein neuer Thriller von Andreas Winkelmann. Seine letzten Bücher habe ich vor Spannung und Nervenkitzel geradezu verschlungen und auch dieser Titel klingt vielversprechend selbst ...

Mein erster Gedanke, juhu ein neuer Thriller von Andreas Winkelmann. Seine letzten Bücher habe ich vor Spannung und Nervenkitzel geradezu verschlungen und auch dieser Titel klingt vielversprechend selbst wenn mich das Coverbild dieses mal nicht so anspricht.

Ein Polizist verliert seine Tochter und wird danach zum gnadenlosen Rächer. Sieben Jahre später ist er gerade wieder aus dem Gefängnis frei als Franca, eine junge Detektivin, auf Jonas zukommt. Zusammen mit ihm möchte Franca das Verschwinden seiner Tochter aufklären, da sie eine Verbindung zu einer neuen Vermissten erkennt. Aber kann sie ihm auch trauen?

Generell gefällt mir Winkelmanns Schreibstil, der einen durch die Seiten treibt, auch weil man oft in die Tätersicht eintauchen darf. Hier fehlt mir die Tätersicht etwas. Dieser Thriller ist mehr ein Mix aus Coldcase und Krimi, er liest sich zwar gut, aber bei mir kamen leider nicht die übliche Gänsehautmomente auf, die mich ein Buch nicht aus der Hand legen lassen. Zwischendrin gab es zudem einige Längen, in denen die Spannung abfällt und die Ermittlungen ins stocken getaten. Ich war dennoch mit Eifer am miträtseln, wer alles lügt und wurde am Ende noch überrascht. Dennoch kann "Ihr werdet sie nicht finden" für mich nicht mit vorigen Thrillern des Autors mithalten.

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