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Veröffentlicht am 24.08.2025

Eine Welt ohne Wasser

Die Geschichte des Wassers
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Maja Lunde verknüpft im zweiten Teil ihre Klimaquartetts zwei, zu zwei unterschiedlichen Zeiten stattfindende Handlungsstränge miteinander, die auf der einen Seite das Ende eines Lebens und auf der anderen ...

Maja Lunde verknüpft im zweiten Teil ihre Klimaquartetts zwei, zu zwei unterschiedlichen Zeiten stattfindende Handlungsstränge miteinander, die auf der einen Seite das Ende eines Lebens und auf der anderen Seite das Fortbestehen eines Lebens bedeuten. Mittelpunkt beider Handlungsstränge ist die Bedeutung des Wassers. In dem ersten Zeitstrang, der zu unserer jetzigen Zeit vor der Corona-Krise spielt, wird Gletschereis aus Norwegen als Luxusgut verkauft und natürlich vorkommende Wasserquellen zur Stromgewinnung genutztm wodurch der Mensch mal wieder deutlichen Einfluss auf die Natur nimmt und natürlichen Lebensraum zerstört. Dieser kleine Teil der fortschreitenden Klimakatastrophe hat fatale Auswirkungen auf das Leben der Menschen nur 30 Jahre später. Der junge Vater David arbeitet in einer Wasserentsalzungsanlage, um Trinkwasser herzustellen als Flammen große Teile Frankreichs verschlingen und er mit seiner Familie zum Klima-Flüchtling wird. Auf der Flucht wird er von seiner Frau und seinem Sohn getrennt. Er gelangt mit seiner Tochter in ein Flüchtlingslager und muss fortan dort um sein Überleben kämpfen. Gleichzeitig versucht er die Hoffnung nicht aufzugeben, dass seine Frau und sein Sohn doch noch am Leben sind und ihnen die Flucht aus der brennenden Stadt ebenfalls geglückt ist.

Die Geschichte ist meiner Meinung nach nicht leicht zu lesen, obwohl der Schreibstil leicht und eingängig ist. Es führt dem Leser aber sehr deutlich vor Augen, welches Schicksal uns blüht, wenn wir als Gesellschaft als auch als weltweite Bevölkerung den Klimawandel billigend in Kauf nehmen und das Leben in vielen Ländern der Erde unmöglich wird. Es ist eine sehr mitfühlende, oft herzzerreißende Geschichte, die jedoch so wichtig ist, damit wir verstehen, dass wir jetzt noch handlungsfähig sind - und die Folgen des industriellen Zeitalters vielleicht nicht mehr aufhalten, zumindest aber noch begrenzen können.

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Veröffentlicht am 25.05.2025

Eine Banshee erwacht

Fallen Princess
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Zoey Kings Weg ist seit vielen Jahren geplant: Sie geht seit einiger Zeit auf die Everfall-Akadamie, um die Gabe des Heilens zu lernen und später im heiligen Rat die Nachfolge ihrer Mutter anzutreten. ...

Zoey Kings Weg ist seit vielen Jahren geplant: Sie geht seit einiger Zeit auf die Everfall-Akadamie, um die Gabe des Heilens zu lernen und später im heiligen Rat die Nachfolge ihrer Mutter anzutreten. Ärgerlich ist nur, dass Zoeys Magie bisher nicht erwacht ist. Das ändert sich jedoch auf spektakuläre Weise auf der Miss-Everfall-Wahl, die Zoey als Gewinnerin des vorherigen Jahres eigenständig geplant und vorbereitet hat. Doch mitten auf der Feier sieht sie den Tod eines Mitschülers voraus, der anschließend auch wirklich stirbt. Zoeys Welt wird mit Macht aus ihren Fugen gerissen, da offensichtlich ist, dass sie eine Banshee und damit Todesmagie besitzt anstatt die Gabe des Heilens. Sie muss ihr Zimmer in der Everfall-Akademie räumen, in ein neues Wohnheim ziehen, bekommt einen neuen Stundenplan, muss Nachhilfe von Dylan Dae Park bekommmen (einem Jungen, dem die meisten Mitschüler aus dem Weg gehen) und anscheinend wenden sich nach diesem Schicksalsschlag ihre Freunde, auch ihr fester Freund Beau von Zoey ab. Allen Grund die neue Fähigkeiten zu verfluchen und den wahren Grund für den Tod des Mitschülers herauszufinden.

Dies ist das erste Fantasy-Buch, welches ich von Mona Kasten lese. Doch es hat mir sehr gut gefallen. Genauso wie die anderen Bücher von ihr (Maxton-Hall-Reihe, again-Reihe) zeichnet sich die Geschichte durch sehr nahbare und sympathische Charaktere, einen, den Leser in den Bann ziehenden Schreibstil sowie einen interessanten Plot aus. Dazu kommt das Plus an Fantasie. Ich fand die Geschichte spannend und lesenswert und möchte gerne auch mehr prickelnde Szenen mit Zoey und Dylan lesen.


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Veröffentlicht am 06.07.2024

Eine neue Familie

Altes Land
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Anne steht vor den Trümmern ihres Lebens: in dem Job als Musiklehrerin für musikalische Früherziehung, den sie eigentlich nur so halbherzig macht, stößt sie immer mehr an ihre Grenzen. Die Kinder werden ...

Anne steht vor den Trümmern ihres Lebens: in dem Job als Musiklehrerin für musikalische Früherziehung, den sie eigentlich nur so halbherzig macht, stößt sie immer mehr an ihre Grenzen. Die Kinder werden immer anstrengender, aber jede Mutter oder Vater hat die Hoffnung auf ein musikalisches Wunderkind und so muss sie den Eltern jedes Jahr wieder ihren Wunsch bestärken, dass ihr individuelles Kind ein ganz besonderes Talent hat, nur um die musikalischen Angebote finanziert zu bekommen. Schließlich reißt ihr Geduldsfaden. Und privat steuert sie auch in ein Desaster: sie erwischt ihren Freund und Vater ihres Kindes inflagranti mit einer anderen Frau. Eine Trennung ist unvermeitlich, da die neue Frau auch schwanger ist und Annes Freund sich natürlich für die neue Familie entscheidet. Anne weiß aufgrund geringer finanzieller Möglichkeiten keinen anderen Ausweg als zu ihrer Tante auf einen alten Apfelhof im alten Land zu ziehen.
Vera hat ihr ganz eigenes Päckchen zu tragen. Sie hat eine harte Kindheit erlebt: mit der Mutter nach dem zweiten Weltkrieg aus dem ehemaligen Preussen vertrieben, die ersten Jahre als heruntergekommene und nicht anerkannte Flüchtlinge bei der Familie auf dem Hof lebend, bis schließlich der Sohn der Familie aus Kriegsgefangenschaft heimkehrt und in Veras Mutter eine annehmbare Frau findet. Doch diese wird mit der Zeit nicht glücklich, sucht immer nach mehr und verlässt Mann und Kind schließlich, um eine neue Familie zu gründen. Vera jedoch, die keine wirkliche Liebe erfahren hat, bleibt einfach auf dem Hof hängen und versucht mit ihrem Alltag klarzukommen und den "Stiefvater", der größtenteils in seinen Kriegstraumata lebt bis zu seinem Tod nicht alleine zu lassen.
Und genau nach diesem Ereignis kommen Anne und Vera zusammen und versuchen sich ein neues Leben aufzubauen: eine sehr berührende Geschichte über zwei Frauen, die ziemlich in den Biografien ihrer Familien gefangen sind, sich aber versuchen daraus zu befreien. Nebenbei werden viele andere Charaktere des alten Landes präsentiert und Einblicke in deren Leben gegeben.

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Veröffentlicht am 26.05.2024

Täter oder Opfer?

Verwesung
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Das Buch beginnt mit einem Zeitsprung als David Hunter noch als junger forensischer Anthropologe in London arbeitet und mit seiner Frau und seiner Tochter ein glückliches Familienleben führt. Er wird als ...

Das Buch beginnt mit einem Zeitsprung als David Hunter noch als junger forensischer Anthropologe in London arbeitet und mit seiner Frau und seiner Tochter ein glückliches Familienleben führt. Er wird als Polizeiberater zu einem Fall konsultiert, in welchem der vierfache Mörder "Monk" seine Opfer im Moor vergraben haben soll. Ein Grab konnte nun entdeckt werden und die Ermittler bitten David Hunter bei der Untersuchung der Leiche und der Suche nach weiteren Gräbern zu finden. Dies misslingt jedoch und endet auch fast mit der Flucht des Beschuldigten. Acht Jahre später ist die Suche nach den Opfern eingestellt als Monk doch die Flucht gelingt. David Hunter wird kurz danach von zwei Zeitgenossen der damaligen Suche kontaktiert: einerseits von einem ehermaligen Freund und Polizei-Inspektor, der ihn vor Monk warnt und von Sophie, die damals versucht hat mittels Untersuchung der Umgebung die Gräber in unmittelbarer Nähe zu finden. Durch die Kontakte wird der Fall für David wieder präsent und er muss sich auf Spurensuche begeben, um alte Wunden heilen zu lassen.

"Verwesung" ist ein sehr guter Krimi, der mit vielen Verstrickungen und unterschiedlichen Charakteren und deren Entwicklungen aufwarten kann. Dazu ist er - wie die vorherigen Bände - sehr gut und spannend geschrieben. Etwas überraschend war für mich, dass ich den "wahren Fall" ziemlich schnell erspürt habe. Trotzdem war es spannend bis zum Schluss, weil im Buch immer wieder neue Fährten entstehen, sodass ich bis kurz vor Schluss immer an meinem eigenen Urteil gezweifelt habe.

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Veröffentlicht am 13.03.2024

Überraschend

Someone New
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Micah ist von zu Hause ausgezogen, um ein Jura-Studium zu absolvieren. Sie ist derzeit nicht gut auf ihre Eltern zu sprechen, weil sie ihren Zwillingsbruder aufgrund seiner sexuellen Orientierung vor die ...

Micah ist von zu Hause ausgezogen, um ein Jura-Studium zu absolvieren. Sie ist derzeit nicht gut auf ihre Eltern zu sprechen, weil sie ihren Zwillingsbruder aufgrund seiner sexuellen Orientierung vor die Tür gesetzt haben und er seitdem jeglichen Kontakt zu seiner Familie, und auch zu Micah, abgebrochen hat. Dabei möchte sie ihn gerne unterstützen und sucht verzweifelt nach ihm. Leider ist es immer noch nicht "normal", dass jeder Mensch, den- oder diejenige öffentlich lieben kann, in den/ die er/ sie sich verliebt hat. So thematisiert das Buch offen eine neue, gewünschte gesellschaftliche Haltung, die jedoch häufig konträr zu religiösen oder konservativen Meinungen steht.
Obwohl Micah wesentlich lieber Kunst studieren würde, versucht sie sich jedoch am Jurastudium in der Hoffnung ihre Eltern gnädig zu stimmen und so eine Möglichkeit zu schaffen die Familie wieder zusammenzuführen. Doch das Studium gestaltet sich als äußerst langweilig und dann sorgt auch der neue Nachbar von Micah - Julian - mit seiner abweisenden Art für die nötige Ablenkung.

Bisher hatte ich noch kein Buch von Laura Kneidl gelesen, aber ich muss sagen, dass mich das Buch sehr überrascht und begeistert hat. Dies liegt zum einen an den sehr gut und sympathisch gezeichneten Hauptcharakteren. Außerdem macht es den Leser natürlich neugierig zu erfahren, welches Geheimnis Julian birgt und sich deswegen eine Art "öffentliche Fassade" zur Schau stellt. Im Verlauf des Buches wird neben Homosexualität noch ein weiteres gesellschaftlich "bristanteres Thema" aufgedeckt. Das Motiv dahinter ist eindeutig: jeder Mensch soll sein dürfen so wie er ist und lieben dürfen, wen er mag. Erst dann erreichen wir eine offene und tolerante Gesellschaft. Dieser Appell ist mit der Geschichte um Micah und Julian sehr lesenswert.

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