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Veröffentlicht am 14.09.2025

Die Geschichte einer Band die scheinbar aus dem Nichts kam, um die Welt zu erobern, vom Hinfallen und Aufstehen - und Amore!

Dass es uns überhaupt gegeben hat
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"Es gab keinen Plan B. Meine Zukunft dachte ich mir als schwarze Fläche. Unsere Band war ein flackerndes Licht, das ich vor mir her durch diese Dunkelheit trug. Wanda oder der Tod."
VII. Kapitel
In einer ...

"Es gab keinen Plan B. Meine Zukunft dachte ich mir als schwarze Fläche. Unsere Band war ein flackerndes Licht, das ich vor mir her durch diese Dunkelheit trug. Wanda oder der Tod."
VII. Kapitel
In einer Zeit, in der die österreichische Musik praktisch tot ist, kam gefühlt aus dem Nichts auf einmal - Wanda! Sie steigen in eine Höhe, mit der niemand gerechnet hat und ebneten die Fläche für viele Bands, die danach kamen.
In diesem Buch erzählt Bandgründer Marco Wanda von seinem eigenen Leben, seinem Finden zur Musik, wie sich die Bandmitglieder zu dem formten, was wir auf der Bühne feiern. Vom Scheitern und wieder Aufstehen. Von den schönsten Momenten, aber auch den schrecklichsten.
Es ist eine Geschichte voller Exzesse. Jeder, der die Band kennt, weiß von Marcos Suchtproblemen, aber sie hier so erzählt zu bekommen war für mich als Fan heftig.
Marco Wanda schreibt nüchtern, auch wenn er uns an seinen Gefühlen teilhaben lässt, wirken die Worte manchmal emotionslos und distanziert. Etwas, das man wohl so machen muss, um nicht an den Erinnerungen zu ersticken.
Berührend erzählt er von der Freundschaft der Musiker, der tiefen Verbundenheit. Aber auch von Problemen, Krankheit, dem Tod. Sein Privatleben und Liebesbeziehungen lässt Marco außen vor, auch geht er manchmal nicht ins Detail, was ich verstehe und respektiere.
Besonders faszinierend fand ich die Entstehungsgeschichte ihrer erfolgreichsten Lieder und von einigen legendären Musikvideos. Teilweise habe ich das Buch zur Seite gelegt, um mir das jeweilige Video mit den neuen Infos im Kopf mit völlig anderen Augen anzusehen.
Ich habe Wanda mehrfach auf der Bühne erlebt, auch in Momenten, in denen Marco Wanda offensichtlich zu kämpfen hatte. Und doch haben sie jedes Mal ein Feuer entfacht im Publikum.
Dies ist die erste Musikerbiographie, die ich gelesen habe - und ich bin Fan, von daher vermutlich nicht sehr objektiv. Mir fehlen die Vergleichswerte, wie solche Bücher "normalerweise" formuliert sind. Doch Marco wäre nicht Marco, wenn er es normal machen würde - und wäre auch nie so erfolgreich geworden, wenn er sich an die erdachten Grenzen seiner Mitmenschen gehalten hätte.
Fazit:
Die Geschichte einer Band die scheinbar aus dem Nichts kam, um die Welt zu erobern, vom Hinfallen und Aufstehen - und Amore!

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Veröffentlicht am 10.09.2025

Abschied und Wiedersehen - wunderbar vereint im Café Torunka.

Die Tage im Café Torunka
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"Ein Wiedersehen ist im Leben das, was einem Wunder am nächsten kommt."
Kapitel "Ort des Wiedersehens"
Und diese Wunder passieren im Torunka, einem kleinen, unscheinbaren Café am Ende einer schmalen Gasse. ...

"Ein Wiedersehen ist im Leben das, was einem Wunder am nächsten kommt."
Kapitel "Ort des Wiedersehens"
Und diese Wunder passieren im Torunka, einem kleinen, unscheinbaren Café am Ende einer schmalen Gasse. Da sieht sich Aushilfskellner und Student Shuichi mit einer merkwürdigen Frau konfrontiert, die behauptet, ihn aus einem anderen Leben zu kennen. Gemeinsam beginnen sie, die Vergangenheit und Gegenwart des anderen zu erkunden.
Auch Ayako, dort immer wieder zu Gast, trifft dort auf jemanden aus vergangener Zeit, ohne es zu wissen. Und am Ende dürfen wir die Tochter des Chefs, Shizuku, bei einem unverhofften Wiedersehen und großen Gefühlen begleiten.
Diese drei wundersamen Begebenheiten, die im Café Torunka ihren Anfang finden, waren einfach herzerwärmend!
All die kleinen und großen Schicksale, Liebe, die ihr Ende fand, neue Gefühle, Abschiednehmen und Wiedersehen. Alles in einem alten Café unter den Augen von Chef Isao Tachibana und seiner Tochter Shizuku.
Japanische Roman sind für mich oft schwer zu beschreiben. All die kleinen Handgriffe und Rituale, die dort Alltag sind und mir so ungewöhnlich erscheinen. Benimmregeln, die wir in Europa so nicht kennen, die sich aber herrlich lesen und anfühlen...
Mir haben diese drei Geschichten sehr gut gefallen, verträumt, traurig, wunderschön und mit der Hoffnung auf ein Wiedersehen!
Fazit:
Abschied und Wiedersehen - wunderbar vereint im Café Torunka.

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Veröffentlicht am 10.09.2025

Ein wunderbar unterhaltsamer Roman aus der Herbert-Reihe - nicht nur für Grillfans!

Finale
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Ich lachte. "Hans, ich war Finanzbeamter. Ich kann mit Druck umgehen."
Hans legte seine Hand auf meine Schulter. "Zeig der Welt, weshalb man >HERBERT< großschreibt."
Kapitel "Der Berufsgriller vor dem ...

Ich lachte. "Hans, ich war Finanzbeamter. Ich kann mit Druck umgehen."
Hans legte seine Hand auf meine Schulter. "Zeig der Welt, weshalb man >HERBERT< großschreibt."
Kapitel "Der Berufsgriller vor dem Krematorium"
Ja, Herbert will es allen zeigen. Spontan hat er sich und Hans bei einem Grillwettbewerb angemeldet. Doch nicht nur da geht es heiß her. Auch die neuen Nachbarn strapazieren seine Nerven. Und Sohn Oskar macht sich in der Schule nicht nur Freunde, so muss Herbert sich auch noch mit dessen Lehrern herumschlagen.
Herbert wäre nicht Herbert, wenn er sich das Leben nicht selbst noch ein wenig schwerer machen würde. Wegen einer unüberlegt eingegangen Wette droht er bei einer Niederlage bei dem Grillwettbewerb nicht nur seinen guten Ruf zu verlieren.
Ich kenne einige der Herbert-Bücher und dieser steht seinen Vorgängern in Nichts nach! Da haben wir die ganz spezielle Freundschaft von Herbert und Hans. Hans, ein Lebemann, möchte eigentlich nur einen kleinen Männerurlaub mit seinem Freund. Das notwendige Kleingeld wollen die beiden jetzt bei einem Grillwettbewerb gewinnen. Doch Herbert wird erst später klar, dass er - als Besitzer eines Food-Trucks - gut abschneiden sollte.
Auch die beste Ehefrau der Welt, Anja, hat wieder ein paar herrliche Auftritte. Sie weiß, wie sie ihren Ehemann zu nehmen hat - am besten mit viel Humor!
Die neuen Nachbarn sind speziell, wollen alle auf Öko trimmen und liegen Herbert und Anja mit einer Wärmepumpe in den Ohren. Aber Herbert weiß sich zu wehren!
Ich muss sagen, vor allem die Alltagssituationen, die er auf seine ganz eigene Art löst, unterhalten mich immer wieder besonders gut! Ob es anderer Vater ist, der ihm den Parkplatz wegschnappte, oder die Mutter von Oskars Schulkollegen Jason, mit dem Oskar schon im Kindergarten immer wieder aneinander geraten ist. Herbert nimmt ihnen allen den Wind aus den Segeln.
Und mir manchmal die Luft zum Atmen, vor lauter Lachen! Auch der Grillwettbewerb ist spannend bis zuletzt!
Fazit:
Ein wunderbar unterhaltsamer Roman aus der Herbert-Reihe - nicht nur für Grillfans!

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Veröffentlicht am 31.08.2025

Ein wunderbarer Herbstroman, der wichtige Fragen stellt - nicht nur für Young Adult.

Falling Like Leaves
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"Ich habe auch keinen Bock auf den Charme dieses Ortes", schiebe ich hinterher. (...) "Ich wäre lieber in New York, würde auf meine angesehen Highschool gehen und mit meinem Praktikum weitermachen. Andere ...

"Ich habe auch keinen Bock auf den Charme dieses Ortes", schiebe ich hinterher. (...) "Ich wäre lieber in New York, würde auf meine angesehen Highschool gehen und mit meinem Praktikum weitermachen. Andere junge Leute würden morden, um das zu tun, woran ich jetzt seit drei Jahren arbeite."
Kapitel 3
Und Ellis selbst würde auch morden, um wieder zurück nach New York zu kommen. Nach einem Streit ihrer Eltern musste sie mit ihrer Mutter nach Bramble Falls zu ihrer Tante ziehen - bis Thanksgiving soll sie in dem kleinen Ort zur Schule gehen. Gerade jetzt, wo sie die Kontakte ihres Vaters und ihr Praktikum in seiner Firma braucht, um ihre Chancen auf einen Platz an der Columbia zu erhöhen. Um dort Publizistik studieren zu können, hat sie ihr gesamtes Leben auf Eis gelegt. Keine Zeit für Freunde oder Vergnügen.
In Bramble Falls ticken die Uhren anders. Alles bereitet sich auf den Herbst und die damit einhergehenden Feierlichkeiten und Aktivitäten vor. Schon früher war Ellis im Sommer dort und hat mit ihrem jetzigen Mitschüler Cooper eine schöne Zeit verbracht. Doch er schneidet sie und Ellis hat keine Ahnung warum ...
Ehrlich, Misty Wilson hatte mich ab der ersten Seite! Ellis ist so zielstrebig und ehrgeizig, hat ihr Ziel klar vor Augen. Dass ihr Herz aber auch für Mode und Design schlägt, verdrängt sie, um Journalistin zu werden, so wie ihr Vater. In Bramble Falls erliegt sie - ebenso wie ich - dem Zauber einer Kleinstadt, der sich einer Jahreszeit verschrieben hat und verbringt einen goldenen Herbst dort. Langsam kommt Ellis ein wenig zur Ruhe ... Doch sie hat so hart auf ihr Ziel hingearbeitet, dass sie unbedingt weiter kämpfen will.
Cooper arbeitet in einem Café, dort und in der Schule laufen er und Ellis sich ständig über den Weg. Und auch wenn er sich große Mühe gibt, sie auszublenden, irgendwie prallen die beiden immer wieder aufeinander. Und erinnern sich an den wunderbaren Sommer, der sie verbindet.
Die Entwicklung der beiden, jeder für sich und gemeinsam, war ein Vergnügen zu lesen. Auch wenn ich Ellis hin und wieder gerne geschüttelt hätte.
Ja, "Falling like leaves" ist ein College-Roman, und doch habe ich mich auch als ältere Leserin angesprochen gefühlt. Da haben wir die tollen Aktivitäten, eine interessante Liebesgeschichte und ein Dilemma, das in jedem Leben auftauchen kann - egal, ob man jung ist oder schon ein wenig älter. Wähle ich die sichere Option, die guten Karrieremöglichkeiten oder folge ich meiner Leidenschaft?
Ellis Tante Naomi und ihre Tochter Sloane nehmen Ellis und ihre Mutter mit offenen Armen auf und binden vor allem Ellis in die Vorbereitungsarbeiten ein. Ich mochte die beiden, mit ihrer bodenständigen, anpackenden Art. Die herbstlichen Feste und auch die familiären Rituale haben mir sehr gut gefallen - und ich habe große Lust auf einen ganz bestimmten Film bekommen ;)
Alles in allem sehr gelungen, mit tollen Protagonisten und viel Herbst-Umbruch-Stimmung!
Fazit:
Ein wunderbarer Herbstroman, der wichtige Fragen stellt - nicht nur für Young Adult.

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Veröffentlicht am 24.08.2025

Sanfte aber gerade deswegen sehr eindrückliche Erzählung.

Spät am Tag
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"Am Ende stellt sich heraus, dass wir eben doch kein Tagebuch lesen. Johannes hat das meiste ein Jahr nach den Ereignissen ausgeschrieben."
Zweiter Teil, Zweiter Tag
Johanne lebt nun allein in dem großen, ...

"Am Ende stellt sich heraus, dass wir eben doch kein Tagebuch lesen. Johannes hat das meiste ein Jahr nach den Ereignissen ausgeschrieben."
Zweiter Teil, Zweiter Tag
Johanne lebt nun allein in dem großen, weißen Haus. In dem Haus, in das sie vor 17 Jahren nach ihrer Scheidung gezogen ist. In dessen Besitzer Mikael sie sich verliebt hat, dessen exzentrische Ex-Frau Sofia ertragen und deren gemeinsame Tochter Maren sie aufwachsen hat sehen. Sofia ist schon lange weggezogen, Maren vor einiger Zeit. Und Mikael - gestorben, vor zwei Jahren.
In Rückblicken lässt uns Johanne teilhaben, an dem Tag, an dem sie das Haus gesehen hat, als sie Mikael näher kam, die Höhen und Tiefen eines gemeinsamen Lebens. Den Wechsel der Jahreszeiten in Norwegen, die sehr langen Tage im Sommer, die sehr kurzen im Winter. Den Nebel, die Tiere, die Gemeinschaft.
Kristin Vegos Erzählung ist sanft und gerade deswegen eindrücklich. Sie lässt uns manchmal im Unklaren, was Geschichte und was Erfindung ist, schreibt im Buch an einem Buch. Stapel von Papier, die beschrieben und liegengelassen werden, voller Leben, Ängste, Liebe und Verzweiflung.
Sofia ist eine Künstlerin, seit einem Unfall vielleicht noch aufbrausender, noch emotionaler und kreativer als zuvor. Ihre oft überschwappende Wut macht es Johanne nicht immer leicht, und doch liebt sie Mikael, Maren und ihr gemeinsames Leben zu sehr, um es nicht zu durchleben. Manchmal fühlt sie sich Sofia verbunden, nur um gleich darauf festzustellen, dass sie Welten trennen.
Wie ihr Leben nun, nach Mikael Tod, nachdem sie ihren gemeinsamen Weg beendet haben, weitergeht, darüber lässt uns die Autorin im Unklaren - oder doch nicht?
Das Leben ist Drama genug, und trotz der teils tragischen Ereignisse verzichtet die Autorin auf gekünstelte Aufregung. Eine interessante Form zu lesen, die wunderschöne Bilder an eine verzauberte Landschaft vor meinen Augen erscheinen ließen. Und ein Auf und Ab der Gefühle, wie sie das Leben schreibt.
Manchmal bringt Kristin Vego ihre Menstruation ins Spiel, für mich ein Sinnbild der Lebensenergie, die in jungen Jahren stark strömt, später nur noch ein kleiner aber steter Tropfen ist. Klingt jetzt eigenwillig, aber ich fand es sehr interessant und passend.
Generell ein ungewöhnliches Buch, das mir erstaunlich gut gefallen hat.
Fazit:
Sanfte aber gerade deswegen sehr eindrückliche Erzählung.

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