Authentisch und ein sehr dunkler Sommer
Der dunkle SommerDie Autorin hat einen hervorragend spannenden Thriller geschrieben, der sowohl atmosphärisch als auch psychologisch tiefgründig ist. Besonders begeistert hat mich die Erzählweise aus drei Perspektiven, ...
Die Autorin hat einen hervorragend spannenden Thriller geschrieben, der sowohl atmosphärisch als auch psychologisch tiefgründig ist. Besonders begeistert hat mich die Erzählweise aus drei Perspektiven, jede mit einer eigenen, tiefgehenden Geschichte.
Tilda: die Architektin, flieht vor ihrer Vergangenheit und sucht in der verfallenen Villa auf Sardinien nicht nur ein neues Zuhause, sondern auch sich selbst. Trotz ihrer Flucht lässt sie sich nicht unterkriegen und versucht, mit dem neuen Projekt und einem neuen Zuhause ihre inneren Dämonen zu bekämpfen.
Enzo: der Journalist, bringt eine investigative Energie mit, aber auch eine gewisse Melancholie. Er will die Geschichte des Dorfes aufdecken, weil er spürt, dass mehr dahintersteckt, als es zunächst scheint – doch manchmal ist es besser, wenn die Wahrheit verborgen bleibt.
Franca: eine junge Dorfbewohnerin, genießt zunächst ihre Jugend. Doch sie merkt schnell, dass die Erwachsenen im Dorf mehr Geheimnisse haben, als sie ahnte. Dann geschieht etwas, das ihr Leben auf den Kopf stellt – und ihre unbeschwerte Jugend ist vorbei. Mit ihr leidet man am meisten mit. Ihre Geschichte spielt in den 1980er-Jahren und bildet das Tor zur Vergangenheit.
Was das Buch für mich besonders macht: Es spielt in einem erfundenen Dorf und trotzdem wirkt alles so real und authentisch. So real, dass man unweigerlich googelt, ob es diesen Ort wirklich gibt. Meine Kollegin, die aus Sardinien stammt, war ebenfalls begeistert von dem Buch, obwohl sie sonst keine große Leserin ist. Auch sie meinte zu mir, das Buch sei authentisch und sehr gut beschrieben.
Der Plot-Twist am Ende war der Wahnsinn und alles fügt sich auf beeindruckende Weise zusammen. Absolute Empfehlung von mir!