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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.11.2025

Fesselnder Auftakt

These Ancient Flames 1: Awake
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Schon der erste Blick auf das Buch macht deutlich, dass hier viel Liebe ins Design geflossen ist – ein echtes Schmuckstück für jedes Regal. Doch auch der Inhalt muss sich keineswegs hinter der beeindruckenden ...

Schon der erste Blick auf das Buch macht deutlich, dass hier viel Liebe ins Design geflossen ist – ein echtes Schmuckstück für jedes Regal. Doch auch der Inhalt muss sich keineswegs hinter der beeindruckenden äußeren Gestaltung verstecken.

Die Geschichte entführt in eine Welt, die Anklänge an asiatische Kulturen trägt, jedoch klar im Bereich der Urban Fantasy verankert ist. Magische Kraftlinien, alte Drachenlegenden und politische Spannungen bilden die Grundlage einer Handlung, die sofort Fahrt aufnimmt. Bereits auf den ersten Seiten wird man mitten in einen Angriff geworfen, sodass die Spannung ohne Umwege präsent ist.

Im Mittelpunkt steht Meiling – eine junge, aber bereits hoch angesehene Leibwächterin, deren Loyalität und Entschlossenheit sie zu einer faszinierenden Protagonistin machen. Sie ist stark, impulsiv, mutig und doch nicht unfehlbar, was sie äußerst greifbar wirken lässt. Als der geheimnisvolle Raven auftaucht und eine Warnung ausspricht, geraten nicht nur Meis Gewissheiten, sondern auch ihre eigenen Gefühle ins Wanken. Zwischen Pflicht, Misstrauen und wachsender Anziehung entfaltet sich eine dynamische Beziehung, die das klassische Enemies-to-Lovers-Motiv mit viel Intensität bedient.

Besonders gelungen ist der Perspektivwechsel zwischen Mei und Raven, der tiefe Einblicke in ihre Gedankenwelt erlaubt und die Handlung lebendig hält. Nebenfiguren wie Tao sorgen für zusätzliche Farbe und Herz, ohne die Bühne zu überladen. Die Mischung aus ruhigen Momenten, actionreichen Szenen und überraschenden Wendungen sorgt für ein durchgehend hohes Tempo.

Die Magie dieser Welt ist leicht zugänglich erklärt, gleichzeitig aber atmosphärisch genug, um Neugier zu wecken. Der Konflikt zwischen den Fürstenhäusern und die Angst vor dem Verschwinden der Magie verleihen der Geschichte zusätzliches Gewicht.

Auch die Hörbuchvariante überzeugt: Die Sprecher verleihen den Figuren spürbare Persönlichkeit und tragen zur düsteren, spannungsvollen Stimmung bei.

Das Buch ist ein fesselnder Auftakt voller Intrigen, Emotionen und Geheimnisse – und das Ende lässt einen sofort nach dem nächsten Band verlangen. Für mich steht fest: Von Melanie Lane will ich mehr lesen.

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  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 28.09.2025

einfach spannend und genial

A Good Girl’s Guide to Murder
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In Little Kilton, dieser kleinen Stadt, in der jeder jeden kennt, hat man sich längst auf eine Wahrheit geeinigt: Andy Bell ist tot, und ihr Freund Sal muss der Täter gewesen sein. Doch Pippa Fitz-Amobi ...

In Little Kilton, dieser kleinen Stadt, in der jeder jeden kennt, hat man sich längst auf eine Wahrheit geeinigt: Andy Bell ist tot, und ihr Freund Sal muss der Täter gewesen sein. Doch Pippa Fitz-Amobi weigert sich, diese einfache Lösung zu akzeptieren – und genau deshalb habe ich sie sofort ins Herz geschlossen.

Von Anfang an war ich völlig in der Geschichte drin. Holly Jackson schreibt so flüssig und leicht, dass die Seiten nur so dahinflogen, und trotzdem geht die Tiefe nie verloren. Ich habe gelacht, mitgerätselt, den Atem angehalten – und immer mehr das Gefühl bekommen, mitten im Fall zu stecken. Besonders die eingebauten Interviews, Akten und Notizen haben das Ganze für mich extrem realistisch gemacht. Ich konnte richtig mitermitteln und war ständig gespannt, welchen Hinweis Pip als Nächstes aufdecken würde.

Pip selbst ist eine Protagonistin, die mich nachhaltig beeindruckt hat. Ihr Mut, ihre Empathie und ihr unerschütterlicher Sinn für Gerechtigkeit haben mich regelrecht mitgerissen. Sie ist clever, organisiert und trotzdem unglaublich menschlich – ich habe mich sofort emotional mit ihr verbunden gefühlt. Besonders schön fand ich die Szenen mit ihrer Familie, die Wärme und Leichtigkeit in die spannende Handlung gebracht haben.

Die Wendungen? Einfach genial! Mehrfach war ich sicher, endlich die Lösung gefunden zu haben – und wurde dann komplett überrascht. Das Ende hat mich sprachlos zurückgelassen und gleichzeitig überzeugt, weil es so schlüssig und clever war.

Für mich ist A Good Girl’s Guide to Murder nicht nur ein Jugendkrimi, sondern ein fesselndes, klug aufgebautes Buch mit Herz, Spannung und starken Botschaften. Themen wie Vorurteile, Rassismus, Freundschaft und Vertrauen werden sensibel, aber eindringlich behandelt.

Fazit:
Dieses Buch gehört für mich zu den absoluten Highlights meines Lesejahres. Ich kann es uneingeschränkt empfehlen – egal, ob man schon Krimi-Fan ist oder gerade erst ins Genre einsteigt. Pippa Fitz-Amobi werde ich so schnell nicht vergessen, und ich freue mich riesig auf die Fortsetzung!

⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️ von 5 Sternen

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  • Charaktere
  • Cover
  • Spannung
Veröffentlicht am 29.08.2025

total atmosphärisch und wundervoll

The Knight and the Moth
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The Knight and the Moth hat mich in vielerlei Hinsicht überrascht – es ist keine typische Fantasy-Geschichte, sondern etwas ganz Eigenes. Schon die ersten Seiten haben mich in diese geheimnisvolle, düstere ...

The Knight and the Moth hat mich in vielerlei Hinsicht überrascht – es ist keine typische Fantasy-Geschichte, sondern etwas ganz Eigenes. Schon die ersten Seiten haben mich in diese geheimnisvolle, düstere Welt hineingezogen, auch wenn ich mich anfangs erst an die ungewöhnlichen Begriffe und die Erzählweise gewöhnen musste. Gerade die Weissagerinnen, die nur mit Zahlen bezeichnet werden, haben mich am Anfang eher verwirrt. Doch je weiter ich las, desto mehr hat sich ein faszinierendes Bild zusammengesetzt.

Sybil – Nummer 6 – ist eine Figur, die ich sofort spannend fand. Ihr Weg von der unsicheren Seherin hin zu einer selbstbestimmten Frau war sehr bewegend. Und Rory, der Ritter an ihrer Seite, war für mich eine echte Abwechslung zu den üblichen „Alpha-Männern“. Er ist sensibel, zurückhaltend und gleichzeitig stark – damit hat er sich einen Platz in meinem Leserherz verdient. Die Liebesgeschichte der beiden war zwar eher subtil und hätte für meinen Geschmack noch etwas mehr Funken haben dürfen, aber gerade das macht das Buch auch für Leser*innen interessant, die Romance sonst lieber vermeiden.

Mein persönliches Highlight war jedoch Bartholomew, der Gargoyle. Mit seinem Humor, seiner Treue und der Tragik seiner eigenen Geschichte hat er mich zum Schmunzeln gebracht, aber auch tief berührt. Er war für mich das Herzstück des Buches.

Der Schreibstil von Rachel Gillig ist poetisch, atmosphärisch dicht und voller Andeutungen. Es gibt Momente, die etwas ruhiger waren – vor allem im mittleren Teil fehlte mir zeitweise die Spannung –, aber der Anfang und das Ende haben mich absolut gefesselt. Gerade das Finale hatte eine Wucht und Tiefe, die mich richtig umgehauen hat.

Was mir besonders gefallen hat: Die Geschichte fühlt sich frisch und anders an. Keine Drachen, keine Fae, sondern eine Welt voller Omen, Geheimnisse und einer ganz eigenen Magie. Dazu kommt eine düstere, fast gotische Stimmung, die perfekt zu den Figuren passt.

Fazit:
The Knight and the Moth ist ein starkes, atmosphärisches Fantasybuch mit tollen Charakteren, einem originellen Worldbuilding und einer Liebesgeschichte, die nicht den Fokus, aber genau die richtige Balance findet. Für mich war es ein intensives Leseerlebnis, das Lust auf Band 2 macht.

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  • Charaktere
  • Cover
  • Gefühl
Veröffentlicht am 29.08.2025

tolles Buch

Crash Test
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Ich durfte das Hörbuch als Rezi-Exemplar hören – und wow, was für ein Einstieg! Ich war sofort mitten im Geschehen und habe direkt mit Travis mitgelitten. Die homophoben Sprüche, mit denen er konfrontiert ...

Ich durfte das Hörbuch als Rezi-Exemplar hören – und wow, was für ein Einstieg! Ich war sofort mitten im Geschehen und habe direkt mit Travis mitgelitten. Die homophoben Sprüche, mit denen er konfrontiert wird, haben mich richtig wütend gemacht, und ich wollte ihn am liebsten einfach nur in den Arm nehmen.

Mit Jacob hatte ich dagegen lange Zeit so meine Probleme. Ehrlich gesagt hatte ich bis ungefähr zur Hälfte des Buches überhaupt kein Verständnis für seine Familie – für mich steht fest: Wenn du dein Kind liebst, dann bedingungslos. Alles andere macht mich sprachlos. Jacobs Verhalten wiederum hat mich anfangs richtig sauer gemacht, auch wenn mir klar war, dass er in vielen Dingen so handelt, weil seine Eltern ihn geprägt haben. In einer Szene hat es mir fast das Herz zerrissen, und plötzlich tat er mir unendlich leid – ich habe mit ihm gelitten und geweint. Trotzdem: Mit seiner Familie werde ich wohl nie warm.

Ab etwa 60 % habe ich Jacob aber mehr und mehr ins Herz geschlossen. Es hat mir sehr gefallen, endlich auch mehr aus seiner Sicht zu hören. Nur dieses Missverständnis, das zwischen ihm und Travis entsteht, hat mich genervt – einfach, weil es wieder nur durch das Einmischen seiner Eltern zustande kam.

Die Liebesgeschichte zwischen Travis und Jacob hat mich komplett in ihren Bann gezogen. Sie ist süß, berührend und gleichzeitig spicy genug, um mich immer wieder zum Knistern zu bringen. Ich habe gehofft, gebangt, geweint und konnte das Hörbuch kaum stoppen. Gerade der Wechsel zwischen Gegenwart und Rückblenden hat für mich alles noch intensiver und nachvollziehbarer gemacht.

Mein Fazit:
Crash Test ist eine queere Romance voller Emotionen, die mich von Anfang bis Ende nicht losgelassen hat. Man durchlebt eine Achterbahnfahrt zwischen Wut, Mitgefühl, Liebe und Hoffnung – und genau das macht diese Geschichte so besonders. Ich wünsche mir so sehr ein Happy End für Travis und Jacob, und ich kann dieses Hörbuch wirklich nur empfehlen.

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Veröffentlicht am 28.08.2025

tolle Übersetzung

Guardian 1. Seelenwächter
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Ich habe die Reihe schon auf Englisch komplett gelesen und musste sie mir nun in dieser wunderschönen deutschen Ausstattung unbedingt noch einmal zulegen. Das Hardcover, der Farbschnitt, die Illustrationen ...

Ich habe die Reihe schon auf Englisch komplett gelesen und musste sie mir nun in dieser wunderschönen deutschen Ausstattung unbedingt noch einmal zulegen. Das Hardcover, der Farbschnitt, die Illustrationen – allein optisch ist das Buch schon ein Highlight im Regal. Aber auch die Übersetzung ist wirklich gelungen und macht das Lesen zu einem Genuss.

Inhaltlich startet die Geschichte spannend und ohne große Anlaufphase. Zhao Yunlan, Leiter der Abteilung für Sonderermittlungen, bekommt es gleich mit mysteriösen Fällen zu tun, bei denen schnell klar wird: Hier sind übernatürliche Kräfte im Spiel. Und dann wäre da noch der zurückhaltende Professor Shen Wei, dessen Faszination für Yunlan von Anfang an spürbar ist. Dieses Knistern zwischen den beiden, das langsame Annähern und das vorsichtige Zurückhalten von Shen Wei haben mir unglaublich gut gefallen. Ich liebe einfach, wie sich da etwas aufbaut – dezent, aber intensiv.

Was mir außerdem sehr gefallen hat, sind die Nebenfiguren. Ob der tollpatschige Guo Changcheng, der sprechende Kater Daqing oder der „selbsternannte Mönch“ Lin Jing – jede Figur hat ihren eigenen Reiz und bringt Humor, Tiefe oder einfach Abwechslung in die Handlung. Besonders Daqing hat mich oft zum Lachen gebracht.

Der Schreibstil von Priest ist für mich etwas ganz Besonderes. Bildhaft, anspruchsvoll und gleichzeitig mit einer Prise Humor. Aber ich muss auch ehrlich sagen: Es ist kein einfaches Buch. Die vielen Fremdbegriffe, die Unterwelt mit ihren unterschiedlichen Ebenen und die wiederkehrenden Artefakte können schon fordernd sein. Ich mag es, wenn mein Kopf beim Lesen mitarbeiten muss, aber für Einsteiger könnte das durchaus etwas überwältigend wirken.

Die Handlung selbst ist spannend, manchmal richtig düster, aber es gibt auch viele lustige oder slapstickartige Szenen, die das Ganze auflockern. Ich habe mich ein bisschen an alte chinesische Fantasy-Filme wie A Chinese Ghost Story erinnert gefühlt – diese Mischung aus Mystik, Drama und Humor ist einfach unverwechselbar.

Die Liebesgeschichte ist dezent, sie bleibt im Hintergrund und überlagert nie die eigentlichen Fälle. Aber genau das passt. Die Entwicklung zwischen Shen Wei und Yunlan ist spürbar, subtil und voller Vorfreude auf das, was noch kommt – schließlich gibt es ja mehrere Bände.

Insgesamt hat mich der erste Band wieder komplett gefesselt. Spannende Fälle, eine geheimnisvolle Welt voller Mythen und Übernatürlichem, komplexe Charaktere und eine subtile, aber packende Lovestory – genau mein Ding. Wer sich für asiatische Mythologie interessiert, eine etwas traditionellere Erzählweise schätzt und Boys Love in einer spannenden Fantasygeschichte erleben möchte, wird hier definitiv glücklich.

Fazit:
Ein großartiger Reihenauftakt – vielschichtig, humorvoll, spannend und gefühlvoll zugleich. Ich bin begeistert und kann Guardian wirklich nur empfehlen.

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