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Veröffentlicht am 13.10.2025

Rosenduft

Die drei ??? und die schwarze Rose
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Unerwartet erreicht Justus Jonas ein geheimnisvolles Paket mit einer Blumensendung – doch diese Lieferung ist alles andere als gewöhnlich. Im länglichen Karton steckt eine tiefschwarze Rose, eine Blume, ...

Unerwartet erreicht Justus Jonas ein geheimnisvolles Paket mit einer Blumensendung – doch diese Lieferung ist alles andere als gewöhnlich. Im länglichen Karton steckt eine tiefschwarze Rose, eine Blume, die so in der Natur gar nicht existiert. Noch unheimlicher wird es, als Justus die Blüte genauer betrachtet: Auf den samtigen Blütenblättern zeichnen sich winzige, aber deutlich erkennbare Totenköpfe ab. Wer könnte ihm so ein rätselhaftes Geschenk geschickt haben? Handelt es sich um eine verschlüsselte Warnung oder gar um eine Drohung? Justus, Peter und Bob sind sofort alarmiert. Mit ihrer typischen Neugier und Scharfsinnigkeit machen sie sich auf, das Geheimnis der schwarzen Rose zu lüften. Jede Spur führt sie tiefer in ein Netz aus rätselhaften Hinweisen, düsteren Andeutungen und überraschenden Wendungen.

Nach einer längeren Flaute bei den ???-Büchern ist dieses Werk wieder ein echtes Highlight. Die Geschichte fesselt von der ersten Seite an und bleibt bis zum Schluss spannend. Besonders interessant: Man erfährt dabei einiges über die faszinierende Welt der Rosenzucht – ein Thema, mit dem ich mich zuvor nie beschäftigt hatte. Selten schaffen es die Drei ???, mit einem solch unerwarteten Plottwist zu überraschen. Das Ende war clever aufgebaut und hat mich richtig begeistert. Und ganz ehrlich: So eine schwarze Totenkopfrose hätte ich selbst auch nur zu gerne!

Veröffentlicht am 31.08.2025

Lasst den Herbst beginnen

Falling Like Leaves
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Rezensionsexemplar
Ellis, ein echtes New-York-City-Girl, hat ihren Lebensplan fest im Kopf: an der Columbia University studieren und Journalistin werden. Doch als sich ihre Eltern trennen und sie mit ihrer ...

Rezensionsexemplar
Ellis, ein echtes New-York-City-Girl, hat ihren Lebensplan fest im Kopf: an der Columbia University studieren und Journalistin werden. Doch als sich ihre Eltern trennen und sie mit ihrer Mutter nach Bramble Falls ziehen muss, bricht ihre Welt zusammen. Statt Großstadttrubel wartet ein verschlafenes Kleinstädtchen mit Apfelständen, Kürbissen und dem großen Herbstfestival. Ellis fühlt sich fehl am Platz – bis sie Cooper wiedertrifft, den Jungen, mit dem sie vor drei Jahren ihren ersten Kuss geteilt hat. Anfangs begegnet er ihr distanziert, fast abweisend, doch zwischen Harvest Spice Lattes, selbstgebackenen Cookies und buntem Herbsttrubel spüren beide, dass die alte Anziehungskraft nie verschwunden ist. Vielleicht ist Bramble Falls doch mehr als ein Zwischenstopp – vielleicht sogar ein Neuanfang.

Dieses Buch ist ein perfekter Herbstroman! Schon nach wenigen Seiten hatte ich Lust, selbst Äpfel zu pflücken und neue Kürbisrezepte auszuprobieren. Hätte ich gewusst, wie sehr es Herbststimmung vermittelt, hätte ich es mir für kaltes Wetter im Park aufgehoben. Schade, dass es in Deutschland nicht so viele herbstliche Feste gibt – ich würde sofort hinfahren.
Ellis war mir zu Beginn nicht sonderlich sympathisch. Ihr Zwang, perfekt sein zu müssen, wirkte anstrengend und überheblich. Doch im Laufe der Geschichte entwickelt sie sich weiter, sodass man ihre Gedanken und Gefühle besser versteht und sie einem näherkommt. Cooper dagegen ist von Anfang an sympathisch, auch wenn er in der Vergangenheit zu schnell aufgegeben hat und Ellis zunächst etwas kühl behandelt. Seine Enttäuschung macht ihn jedoch nachvollziehbar.
Alles in allem ist dies eine gelungene Herbstgeschichte voller Stimmung, zweiter Chancen und der Erkenntnis, dass das Leben manchmal andere Wege bereithält, die mindestens genauso schön sein können.

Veröffentlicht am 29.08.2025

Wiederbelebung

Die Auferstehung
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Können Tote wirklich zurückkehren? Vor vielen Jahren verschwand eine junge Frau spurlos im brasilianischen Regenwald. Nun taucht sie plötzlich wieder auf – lebendig, aber umgeben von Rätseln. Justus Jonas, ...

Können Tote wirklich zurückkehren? Vor vielen Jahren verschwand eine junge Frau spurlos im brasilianischen Regenwald. Nun taucht sie plötzlich wieder auf – lebendig, aber umgeben von Rätseln. Justus Jonas, Peter Shaw und Bob Andrews, längst erwachsen geworden und jeder seinen eigenen Weg gegangen, geraten unabhängig voneinander mit diesem geheimnisvollen Wiederauftauchen in Berührung. Ganz in alter Manier beginnen sie, Spuren zu verfolgen und Schlüsse zu ziehen. Schließlich kreuzen sich ihre Wege erneut, und die drei Freunde von einst sehen sich gezwungen, nicht nur den aktuellen Fall zu lösen, sondern auch ihre eigene Vergangenheit und die Veränderungen in ihrem Leben aufzuarbeiten.

Beim Lesen des Klappentextes hatte ich erwartet, dass die drei Detektive inzwischen in ihren Dreißigern sind. Umso überraschter war ich, sie in ihren Fünfzigern wiederzufinden – und genau das verleiht der Geschichte ein ganz besonderes, reiferes Flair. Das Buch ist weniger von spektakulären Enthüllungen oder atemberaubender Action geprägt, sondern vielmehr von Emotionen, Nachdenklichkeit und dem Umgang mit Vergänglichkeit. Man versteht schnell, warum die Figuren so handeln, wie sie handeln, und erkennt, wie sehr ihre Erfahrungen sie geprägt haben. Manche Charaktere, die mir lieb und vertraut waren, habe ich schmerzlich vermisst – doch es ist nachvollziehbar, dass sie nicht mehr Teil der Geschichte sein können. Der eigentliche Fall ist eher schlicht gehalten, nicht übermäßig tiefgründig, aber genau darin liegt auch seine Stärke: Er ist kein Selbstzweck, sondern der Rahmen, in dem die Verbindung der drei Detektive neu beleuchtet wird. Das Wiedersehen von Justus, Peter und Bob, ihre Dynamik und die Art, wie sie sich als ältere Männer gegenüberstehen, hat mich tief berührt. Ich hatte ursprünglich mit einem soliden, eher durchschnittlichen Krimi gerechnet – vielleicht drei Hasenohren wert. Bekommen habe ich jedoch ein Buch, das mich so positiv überrascht hat, dass es die volle Punktzahl verdient.

Veröffentlicht am 29.08.2025

Rote Tränen

Die drei ??? und der weinende Sarg (drei Fragezeichen)
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Ein Sarg, aus dessen Totenschädel Tränen fließen. Ein exzentrischer Millionär, der ein ebenso merkwürdiges wie rätselhaftes Testament hinterlässt. Ein Gärtner, der sein scharfes Messer schwingt. Zwei Erben, ...

Ein Sarg, aus dessen Totenschädel Tränen fließen. Ein exzentrischer Millionär, der ein ebenso merkwürdiges wie rätselhaftes Testament hinterlässt. Ein Gärtner, der sein scharfes Messer schwingt. Zwei Erben, die in ständiger Fehde miteinander liegen. Und schließlich ein Brüderpaar, das sich zum Verwechseln ähnlich sieht – all das bildet die Kulisse für ein weiteres spannendes Abenteuer in Rocky Beach. Doch schnell wird klar, dass die Lösung des Falls weit mehr verlangt, als sich auf alte Sprichwörter zu verlassen. Denn der Satz „Der Mörder ist immer der Gärtner“ greift hier zu kurz – und die drei ??? müssen am eigenen Leib erfahren, dass sich hinter jeder Spur eine falsche Fährte und hinter jeder Vermutung eine neue Wendung verbergen kann.

Dieses Buch hat mich absolut begeistert. Das Hörspiel kannte ich schon vorher, und es zählt seit Langem zu meinen Lieblingsfolgen der Reihe. Doch die Romanfassung setzt noch einen drauf: Sie ist deutlich umfangreicher, mit zusätzlichen Szenen und spannenden Situationen, die im Hörspiel fehlen. Dadurch wirkt die Handlung noch vielschichtiger und lebendiger. Besonders gelungen finde ich, wie die falschen Fährten eingebaut wurden – immer wieder wurde ich aufs Neue in die Irre geführt, bis schließlich das große Ganze klar wurde. Ich weiß, dass das amerikanische Original ursprünglich als sogenannte „Selbstentscheider-Story“ konzipiert war, bei der der Leser den Fortgang mitbestimmen konnte. In dieser Umsetzung wurde das großartig aufgegriffen und zu einer packenden linearen Handlung verwoben. Gerade das macht die deutsche Ausgabe so besonders. Umso mehr hoffe ich, dass dieser Band irgendwann ein Remake bekommt, das die gesamte Komplexität und Vielfalt der Story noch besser zur Geltung bringt. Für Fans der drei ??? ist dieses Buch auf jeden Fall ein absolutes Highlight – und für mich persönlich ein Titel, den ich jederzeit wieder lesen würde.

Veröffentlicht am 29.08.2025

Mörderiches Moor

Beauty must die
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Mae ist alles andere als begeistert, als ihre Eltern sie zu den Großeltern ins verschlafene Tallahawney in den Südstaaten schicken. Dort soll sie endlich Disziplin lernen und ihren Highschool-Abschluss ...

Mae ist alles andere als begeistert, als ihre Eltern sie zu den Großeltern ins verschlafene Tallahawney in den Südstaaten schicken. Dort soll sie endlich Disziplin lernen und ihren Highschool-Abschluss nachholen. Statt Großstadtleben und Freiheit erwarten sie enge Dorfgemeinschaft, strenge Regeln und das Gefühl, nicht dazuzugehören. Doch schon kurz nach ihrer Ankunft überschattet ein grausames Verbrechen die kleine Stadt: Mitschülerin Shirley wird kaltblütig ermordet aufgefunden. Die Polizei tappt völlig im Dunkeln, Gerüchte machen die Runde, und jeder scheint Verdächtigungen gegen jeden zu hegen.
Mae, die weder an Passivität noch an einfache Erklärungen glaubt, beschließt selbst Nachforschungen anzustellen. Unterstützung findet sie ausgerechnet bei Nathan – beliebt, aber verschlossen, und jemand, der ganz offensichtlich mehr weiß, als er zugibt. Während die beiden versuchen, die Wahrheit hinter Shirleys Tod zu ergründen, stoßen sie auf eine Mauer aus Schweigen und Geheimnissen. Bald wird deutlich: Jeder in Tallahawney hat etwas zu verbergen, und kaum jemand ist so unschuldig, wie er nach außen wirkt. Je tiefer Mae gräbt, desto mehr verstrickt sie sich in einem Netz aus Lügen, Intrigen und gefährlichen Halbwahrheiten. Und plötzlich ist nicht nur ihre eigene Sicherheit bedroht – auch die dunkel gehüteten Geheimnisse ihrer eigenen Familie könnten ans Licht gezerrt werden …

Dieses Buch hat mich von der ersten bis zur letzten Seite gepackt. Ich konnte es kaum aus der Hand legen und habe es tatsächlich nur zum Schlafen beiseitegelegt. Die Spannung war durchgehend hoch, ich habe mitgefiebert, mitgerätselt und mich mehrfach in die Irre führen lassen. Besonders interessant fand ich, dass ich den Täter nie im Verdacht hatte – was das Finale für mich umso überraschender und intensiver gemacht hat. Shirley selbst war mir nicht sonderlich sympathisch, wodurch mir die emotionale Distanz zu ihrem Schicksal leichter fiel, auch wenn sie nie wie ein reiner Negativcharakter beschrieben wurde. Nathan hingegen hat mich vollkommen aufs Glatteis geführt: Schon bevor Mae Zweifel hegte, hatte ich selbst ein Auge auf ihn geworfen – nur um später zu erkennen, wie geschickt ich in die falsche Richtung gelenkt wurde. Genau so sollte ein guter Thriller sein: atmosphärisch, voller Wendungen und mitreißend bis zur letzten Seite.