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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.08.2025

Mysteriös und spannend

Die Insel - einer kennt die ganze Wahrheit
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Die Insel - Ulf Kvensler

Das Cover hatte mich sofort gepackt. Es stach mir ins Auge und die gelben Seiten fand ich super ansprechend, noch bevor ich den Klapptext gelesen hatte

Von Anfang an war mir ...

Die Insel - Ulf Kvensler

Das Cover hatte mich sofort gepackt. Es stach mir ins Auge und die gelben Seiten fand ich super ansprechend, noch bevor ich den Klapptext gelesen hatte

Von Anfang an war mir klar, dass es ein wenig spooky wird, doch zwischendurch war ich etwas verwirrt und hatte die Befürchtung, dass es zu sehr ausartet in eine Richtung, die mir nicht gefällt.

Schlussendlich muss ich aber feststellen, dass es ein sehr spannendes Buch war. Der Schreibstil war sehr flüssig, sodass ich gut durch die Kapitel kam.

Besonders interessant fand ich die schnellen Wechsel von Gegenwart in Vergangenheit, die zwar kurz irritierten, aber viel Dynamik brachten.
Die Charaktere waren alle sehr mysteriös, niemand war durchschaubar.

Erst ganz am Ende wird klar, was wirklich hinter der Geschichte steckt.

Alles in allem: sehr, sehr spannend!

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Veröffentlicht am 10.08.2025

Gewohnt spitze

HULDA
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HULDA - Ragnar Jónasson

Wer die Thriller-Serie mit der ungewöhnlichen Kommissarin Hulda gelesen hat, sollte dieses Buch unbedingt lesen.

Wir gehen hier ganz an den Anfang – quasi nach dem Motto: „Wie ...

HULDA - Ragnar Jónasson

Wer die Thriller-Serie mit der ungewöhnlichen Kommissarin Hulda gelesen hat, sollte dieses Buch unbedingt lesen.

Wir gehen hier ganz an den Anfang – quasi nach dem Motto: „Wie alles begann“.
Island, 1980. Hulda steht noch am Anfang ihrer Karriere.
Sie bekommt einen Fall zugewiesen, der 20 Jahre zurückliegt und nie aufgeklärt wurde. Jetzt tauchen neue Erkenntnisse auf, und Hulda soll der Sache auf den Grund gehen.
Die Lösung dieses Falls könnte ihr großer Durchbruch als Kommissarin werden.

Im letzten Drittel war ich schon so weit zu denken, dass die Geschichte zwar ok ist, mich aber nicht völlig vom Hocker reißt.
Und dann kam das Ende.
Wow!!!
Das hat mich wirklich umgehauen!
So mag ich gute Bücher.

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Veröffentlicht am 24.07.2025

Gelungener Text zu schwierigem Thema

Nüchtern am Weltnichtrauchertag
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Nüchtern am Weltnichtrauchertag - Benjamin von Stuckrad-Barre

Das Buch hat auf ganz amüsante Weise zu mir gefunden – nämlich als Schrottwichtel-Geschenk beim letzten Weihnachtsfest.
Ich habe es mir frech ...

Nüchtern am Weltnichtrauchertag - Benjamin von Stuckrad-Barre

Das Buch hat auf ganz amüsante Weise zu mir gefunden – nämlich als Schrottwichtel-Geschenk beim letzten Weihnachtsfest.
Ich habe es mir frech aus einem der anderen Pakete gemopst. ;)

Ich war herrlich amüsiert! Der Autor trifft den Nagel auf den Kopf, besonders in seiner Beschreibung, wie es sich anfühlt, als Wassertrinker auf einer Party zu sein.
Mir ist in den letzten Monaten selbst aufgefallen, in welche merkwürdigen und manchmal unangenehmen Situationen man da geraten kann. Das dann so treffend und unterhaltsam beschrieben zu lesen, war wirklich erhellend.

Ich mag seinen Schreibstil – klar und verständlich, dabei aber nie banal. Immer mit einem intelligenten Ton.

Natürlich immer, ohne den Ernst des Themas aus den Augen zu verlieren.
Denn: Für jeden Menschen bedeutet dieses Thema etwas anderes – je nach Hintergrund und Erfahrung.

Ein kurzweiliger Text, der zum Nachdenken anregt.

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Veröffentlicht am 22.06.2025

Gelungener Schweden Krimi

Beutetanz
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Beutetanz - Ulrika Rolfsdotter

Mit Beutetanz habe ich nun den zweiten Fall rund um die Psychologin Annie Ljung gelesen – und wie so oft bin ich wieder mitten in eine Reihe eingestiegen, ohne den ersten ...

Beutetanz - Ulrika Rolfsdotter

Mit Beutetanz habe ich nun den zweiten Fall rund um die Psychologin Annie Ljung gelesen – und wie so oft bin ich wieder mitten in eine Reihe eingestiegen, ohne den ersten Band zu kennen. Das ist eigentlich typisch für mich. Im Nachhinein denke ich dann immer: Warum nicht gleich vorne anfangen? Denn natürlich merkt man, dass es Vorgeschichten gibt – kleine Andeutungen und Entwicklungen, die ohne das Vorwissen aus dem ersten Buch nicht ganz ihre Tiefe entfalten. Aber gut, das habe ich mir selbst eingebrockt.

Trotzdem hat mir das Buch richtig gut gefallen. Der Schreibstil ist flüssig, klar und angenehm zu lesen. Ich kam sehr gut voran, was für mich ein echtes Qualitätsmerkmal ist. Keine unnötigen Längen, keine überkomplizierten Konstruktionen – einfach ein gut erzählter Krimi, der ohne Effekthascherei auskommt. Besonders mochte ich, wie die Autorin mit wenigen Worten Stimmung erzeugt. Sie beschreibt nicht endlos, sondern gezielt – und das reicht vollkommen, um Bilder im Kopf entstehen zu lassen.

Die Figuren – allen voran natürlich Annie Ljung – sind glaubwürdig und wirken echt. Ich habe mich schnell auf sie einlassen können. Annie ist keine überzeichnete Superheldin, sondern ein Mensch mit Ecken, Kanten und Verletzlichkeit. Gerade das macht sie interessant. Ich mag es, wenn Figuren ein Innenleben haben, das nicht überdramatisiert wird, sondern einfach mitschwingt. Auch die Nebenfiguren sind gut eingebunden, man spürt, dass es da Beziehungen, Spannungen und Entwicklungen gibt – auch wenn mir durch das Überspringen des ersten Teils sicher einiges entgangen ist.

Der Kriminalfall selbst ist spannend aufgebaut, ohne überladen zu sein. Es gibt Wendungen, bei denen ich kurz schlucken musste, aber nichts wirkt konstruiert. Besonders gelungen finde ich die psychologische Tiefe, die sich wie ein roter Faden durchzieht. Das passt natürlich hervorragend zur Hauptfigur, aber auch insgesamt zur Atmosphäre des Buches. Es geht nicht nur darum, wer der Täter ist, sondern auch um die Frage: Warum? Und was macht das mit den Menschen, die betroffen sind?

Ein Punkt, den ich etwas irritierend fand, ist der deutsche Titel: Beutetanz. Er wirkt auf mich nicht besonders stimmig im Kontext der Geschichte. Nachdem ich ein wenig recherchiert habe, weiß ich, dass der schwedische Originaltitel eigentlich etwas ganz anderes bedeutet – und meiner Meinung nach auch besser zur Geschichte passen würde. Natürlich kann die Autorin nichts für die deutsche Titelwahl, aber es beeinflusst doch, wie man an das Buch herangeht.

Sehr positiv überrascht hat mich die Atmosphäre, die Ulrike Rolfsdotter schafft. Die Geschichte spielt in Ådalen – also in Mittelschweden, nicht etwa im hohen Norden, wie man vielleicht spontan denkt, wenn man „schwedischer Krimi“ hört. Die Landschaft wird eindrucksvoll, aber nie kitschig beschrieben. Man spürt die Kälte, die Abgeschiedenheit, das Unausgesprochene in der Luft. Die Umgebung ist hier nicht nur Kulisse, sondern Teil der Geschichte, beinahe selbst eine Figur. Das gefällt mir besonders, weil es der Handlung zusätzlich Tiefe gibt.

Fazit: Beutetanz ist ein kluger, atmosphärisch dichter Kriminalroman mit einer Hauptfigur, die man gern begleitet – gerade weil sie nicht perfekt ist. Der zweite Band funktioniert auch ohne Vorkenntnisse, macht aber neugierig auf den ersten. Ulrike Rolfsdotter schreibt ruhig, psychologisch feinfühlig und mit einem guten Gespür für Zwischenmenschliches. Wer skandinavische Krimis mag, die nicht nur auf Spannung, sondern auch auf Tiefe setzen, sollte sich Annie Ljung und ihre Fälle auf jeden Fall merken. Ich jedenfalls werde mir Tiefes, dunkles Blau nachholen – und hoffe, dass es noch weitere Fälle geben wird.

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Veröffentlicht am 26.05.2025

Gelungener Abschluss

Dämmersee
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Dämmersee - Johanna Mo

Mit „Dämmersee“ bringt Johanna Mo die Hanna-Dunker-Reihe zu einem spannenden Abschluss. Der Krimi überzeugt durch eine ruhige, aber fesselnde Erzählweise und eine Handlung, die ...

Dämmersee - Johanna Mo

Mit „Dämmersee“ bringt Johanna Mo die Hanna-Dunker-Reihe zu einem spannenden Abschluss. Der Krimi überzeugt durch eine ruhige, aber fesselnde Erzählweise und eine Handlung, die bis zum Ende undurchschaubar bleibt. Die Autorin versteht es, Hinweise geschickt zu platzieren, ohne zu früh zu viel zu verraten – ich hatte bis kurz vor Schluss keine Ahnung, worauf es hinausläuft, und genau das macht für mich einen guten Krimi aus.

Der Schreibstil ist wie in den vorherigen Bänden angenehm klar und gut lesbar. Besonders gefällt mir, wie Mo kleine Rückblenden und Wiederholungen einbaut, ohne dass es sich wie eine Wiederholung anfühlt. Das hilft, sich wieder in die Figuren und die Geschichte einzufinden, auch wenn der letzte Band schon eine Weile her ist.

Hanna Dunker ist als Hauptfigur wieder sehr überzeugend. Man merkt, wie sie sich im Laufe der Reihe entwickelt hat. Sie wirkt menschlich, nachdenklich und manchmal auch verletzlich – ohne dabei klischeehaft zu werden. Auch die Nebenfiguren sind gut geschrieben und fügen sich stimmig ins Gesamtbild.

Was mir besonders gefallen hat: Die Geschichte kommt ohne übertriebene Dramatik aus. Es gibt keine künstlich aufgebauschten Szenen, stattdessen eine ruhige, aber stetige Spannung, die einen durch das Buch trägt. Die Insel-Atmosphäre tut ihr Übriges – sie verleiht dem Krimi eine besondere Stimmung.

Insgesamt ist „Dämmersee“ ein gelungener Abschluss der Reihe. Wer die ersten Teile mochte, wird auch hier voll auf seine Kosten kommen. Ein Krimi, der nicht laut sein muss, um spannend zu sein.

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