Von allen alten ???-Büchern, die ich bisher gelesen habe, ist dieses hier glaube ich mein liebstes gewesen (es könnte aber auch gut sein, dass ich irgendeins gerade vergesse), und obwohl es fast genauso ...
Von allen alten ???-Büchern, die ich bisher gelesen habe, ist dieses hier glaube ich mein liebstes gewesen (es könnte aber auch gut sein, dass ich irgendeins gerade vergesse), und obwohl es fast genauso lange her ist, wie die anderen, erinnere ich mich hier sogar noch relativ detailliert an den Drachen, die Figuren, die Auflösung, und wie generell alles lief, was ich mal als eindeutig positives Zeichen sehe.
Die Kommentare (ich weiß gar nicht, ob das bei neuen Auflagen der alten Bücher auch so ist, aber bei meiner war's auf jeden Fall so) gehen mir halt immer noch extrem auf die Nerven, aber abgesehen davon habe ich jetzt nicht wirklich Probleme mit dem Buch gehabt, soweit ich mich erinnern kann.
Ich gebe zu, dass am Ende sogar ein paar kleine Tränchen flossen, weil ich mich so für Hinase gefreut habe, und wie sier sich entwickelt hat. Tatsächlich ist Hinases ganze Geschichte tatsächlich sehr bewegend, ...
Ich gebe zu, dass am Ende sogar ein paar kleine Tränchen flossen, weil ich mich so für Hinase gefreut habe, und wie sier sich entwickelt hat. Tatsächlich ist Hinases ganze Geschichte tatsächlich sehr bewegend, und wie sier mit all den Schwierigkeiten umgeht und siehre Gefühle betrachtet und reflektiert fand ich wirklich schön gemacht.
Leider ändert das natürlich auch weiterhin nichts daran, dass ich trotzdem meine Schwierigkeiten mit der Welt habe, und so sehr ich die individuelle Geschichte von Hinase auch mag, so sehr stößt es mir doch sauer auf, dass es in der Welt der Bücher scheinbar trotz aller Geschlechtslosigkeit in Kinderjahren keine einzige nicht binäre Person gibt. Das verursacht trotz allem doch das Gefühl, dass Binärität die Norm sei, und alles andere irgendwie merkwürdig, und damit stimme ich einfach nicht überein. Aus gerade dieser Perspektive muss ich leider auch sagen, dass die ganze Reihe an Qualität für mich abnimmt. Als individuelle Geschichte, die zeigt, wie eine Person letztendlich feststellt, dass sie doch ein binäres Geschlecht hat, finde ich sie zwar toll, aber angenommen jemand nicht binäres liest die Reihe: Die Person kriegt doch eigentlich ununterbrochen gesagt, dass das nur eine Phase ist, und sollten wir solche Aussagen und Botschaften nicht eigentlich längst hinter uns gelassen haben?
Ich werde trotzdem beide Enden lesen, einfach weil mich Hinases Geschichte weiterhin interessiert, nur insgesamt ist die Reihe eigentlich nur ein ganz langes "in Wirklichkeit sind wir alle binär"-Ding, egal wie sehr das Buch teilweise Ansätze zeigt, dass es eigentlich etwas anderes sagen möchte, und damit ist es für mich leider auch immer mit einem sehr miesen Beigeschmack verbunden.
Wieder ein einerseits schöner Band, der mich andererseits aber auch wieder auf so einige Logiklücken hingewiesen hat. Zum Beispiel die Tatsache, dass Frankreich komplett in einer Sprache lebt, in der alles ...
Wieder ein einerseits schöner Band, der mich andererseits aber auch wieder auf so einige Logiklücken hingewiesen hat. Zum Beispiel die Tatsache, dass Frankreich komplett in einer Sprache lebt, in der alles männlich/weiblich ist, weil das in unserer Welt auch so ist/war, aber wenn in Frankreich die Geschlechtsreife ja aber auch erst ab einem gewissen Punkt eintritt, dann muss die Sprache für davor ja auch existieren, theoretisch kann es also nicht (fast) alles männlich/weiblich sein. Also ich verstehe natürlich, dass man die Sprache nicht neu schreiben kann, aber das ergibt doch für diese Welt hier dennoch keinen Sinn.
An sich der größte Teil der Story hat mir aber wieder gut gefallen. Es gibt immer noch viele Stereotypen und eine heteronormative Welt, so mehr oder weniger, aber gleichzeitig wird auch aufgegriffen, dass es nicht alles so ist, wie die Stereotypen es einen vielleicht glauben lassen, und das fand ich wiederum richtig schön gemacht. Ich glaube, die Reihe könnte einfach bis zum Ende eine Mischung aus "voll gute Ideen" und "Worldbuilding wirkt nicht ganz stimmig" sein ... aber das werde ich ja bestimmt noch feststellen.
Kommunikation ist alles, und in diesem Buch ist endlich eine gute Menge davon vorhanden!
Natürlich gab es in den ersten paar Bänden auch schon ein wenig was davon, aber hier war sie weitreichender, und ...
Kommunikation ist alles, und in diesem Buch ist endlich eine gute Menge davon vorhanden!
Natürlich gab es in den ersten paar Bänden auch schon ein wenig was davon, aber hier war sie weitreichender, und außerdem nicht nur zwischen dem Dreiergespann (bzw. zwei Teilen davon), sondern zwischen mehr Leuten, was mir wirklich gut gefallen hat. Außerdem hatte ich hier zum ersten Mal das Gefühl, dass Shiori, Ritsu und Hinase tatsächlich alle zu dritt richtig gute Freunde sind (zu sehen, wie Shiori und Ritsu miteinander gesprochen haben, hat mich wirklich echt glücklich gemacht) und zum ersten Mal war mir Shiori tatsächlich echt sympathisch. Er ist ausnahmsweise einmal nicht viel zu weit gegangen, hat niemandem seine (gut gemeinten) Ansichten aufgezwungen, und war einfach nur für Leute da. Das fand ich echt richtig cool.
Außerdem haben mir die Gespräche gefallen, die über Geschlechter und Sexualität geführt wurden (auch wenn es immer noch sehr heteronormativ alles ist), und ich finde es sehr cool, dass man auch mehr von den Problemen der Leute um Hinase herum mitbekommt, und das sogar bei mehr Leuten als nur Ritsu und Shiori. Rui ist außerdem echt verdammt cool, und ich liebe sie!
Am Anfang war ich leicht irritiert davon, dass es jetzt auch Geschichten abseits von Hinase gibt bzw. eben angedeutet wird, dass Leute, die mit Hinase eigentlich gar nichts zu tun haben, auch ihre eigenen Dinge durchmachen, aber ich muss sagen, dass es mir letztendlich doch echt gut gefallen hat. Ich hatte das Gefühl, dass dadurch alle Interaktionen nicht mehr so gezwungen wirken, weil sich jetzt nicht alles darum dreht, dass Hinase unbedingt ein Geschlecht braucht. Dadurch wirkt alles ein wenig lockerer.
Die Geschichte geht also in meinen Augen eindeutig bergauf, und ich bin schon ziemlich gespannt, wie sowohl Hinases als auch die Geschichten der anderen weitergehen, besonders, weil es gerade keine (Haupt)charaktere mehr gibt, die ich nicht leiden kann, was ich echt ziemlich cool finde!
Band 3 hat mir einerseits schon wieder besser gefallen als der vorherige, andererseits bin ich aber auch ein kleines bisschen mäkelig was ein paar Dinge angeht.
So war es einerseits wieder sehr spannend, ...
Band 3 hat mir einerseits schon wieder besser gefallen als der vorherige, andererseits bin ich aber auch ein kleines bisschen mäkelig was ein paar Dinge angeht.
So war es einerseits wieder sehr spannend, mit einigen Rätseln und Problemen, die gelöst werden wollten, und ein paar Kämpfen, die es zu meistern galt, andererseits hatte ich aber auch das Gefühl, dass viele Dinge eingeführt wurden, die dann nicht wirklich einen Nutzen hatten. So lernen Aaron und Call zum Beispiel ein paar neue Fähigkeiten, nutzen sie aber nicht, als sie die Gelegenheit hätten. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass das alles eher für zukünftige Bände eingeleitet wurde, was auch kein Problem ist, ein wenig schade finde ich es aber schon, dass es hier trotz Gelegenheit so in Vergessenheit geraten ist.
Call fand ich als Hauptfigur wieder sympathisch, als Team mit Aaron, Tamara und Mordo war er ziemlich stark, und auch die Nebenfiguren kamen mir durchaus gut geschrieben vor. Besonders Jasper finde ich relativ stark zumindest großteils, und auch die anderen wirken gut durchdacht und gezielt. Sie sind nicht alle so, dass ich sie unglaublich tiefgründig fände, und ein bisschen was kann man auch durchschauen, wenn man schon ein paar Bücher gelesen hat, einfach weil der Schreibstil da schon Hinweise gibt, aber das ändert nichts daran, dass ich sie unterhaltsam finde, und sie fügen sich gut in die Welt ein, zumindest wenn man mich fragt.
Ein Problem, dass ich bisher mit allen Bänden hatte, war, wie schnell es voran geht (kein einziges Buch umfasst ein Jahr, und auch wenn es das ja nicht wirklich muss, finde ich doch, dass man es beim Lesen durchaus merkt, dass der Inhalt so viel Zeit nicht füllen kann, was mir sehr schade vorkommt), da würde ich mir manchmal wünschen, dass man ein wenig mehr Zeit zum verweilen hat oder das Jahr tatsächlich thematisiert wird, aber insgesamt der Stil hat mir wieder gut gefallen, und ich war auf jeden Fall wieder gut unterhalten und freue mich auch auf die letzten Bände, die ich auf jeden Fall auch weiterverfolgen will.