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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.08.2025

Toughe Protagonistin trifft auf sexy Liebesgeschichte

Eden
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Seien wir mal ehrlich, besonders viel Story hat dieses Buch nicht und dennoch habe ich es geliebt, weil es mich von Anfang bis Ende super gut unterhalten hat, weil es richtig spicy war und weil es mit ...

Seien wir mal ehrlich, besonders viel Story hat dieses Buch nicht und dennoch habe ich es geliebt, weil es mich von Anfang bis Ende super gut unterhalten hat, weil es richtig spicy war und weil es mit einer wahnsinnig starken, toughen Protagonistin aufwarten konnte.

Dabei mochte ich einfach alles an dieser Geschichte, die super spannend war und mich von der ersten Seite an in ihren Bann ziehen konnte. Ich mochte die kleinen und größeren Spielchen zwischen Eden und Drake, genauso die Funken, die zwischen den beiden sprühen. Außerdem mochte ich die schlichten, aber doch interessanten und unerwarteten Wendungen. Ebenso fand ich schön, dass die Sexszenen nicht zu krass und außergewöhnlich, aber dennoch super heiß und prickelnd geschrieben sind. Überhaupt steht hier die Beziehung zwischen Eden und Drake, sowie deren Sexleben, im Mittelpunkt, gleichzeitig die unbändige Liebe Edens zu ihrer Zwillingsschwester Trudy, die bei einem Unfall ihre Unterschenkel verloren hat. Und dann gibt es da noch Drakes Bruder Devon, der nicht unterschätzt werden sollte.

Am meisten an diesem Buch hat mir aber Eden als Protagonistin gefallen, weil sie einfach einzigartig ist, eine richtige Powerfrau, die sich nichts bieten lässt, wild um sich schlägt und sich Drake ohne Probleme zu stellen weiß. Sie ist super mutig, neugierig und frech, hat Feuer unterm Hintern und dennoch gibt es Dinge, mit denen auch sie zu kämpfen hat. Eden ist eine großartige Schwester, aber auch eine tolle Frau für Drake, weil er mit ihr seinen Meister gefunden hat.

Alles in allem fand ich dieses Buch als reine Unterhaltungsliteratur einfach nur herrlich, super unterhaltsam, spannend und richtig flüssig wegzulesen, beziehungsweise hören, mit tollen Charakteren und viel Spice.

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Veröffentlicht am 20.08.2025

Emotionale, düstere Liebesgeschichte, aber ohne Kitsch

My Haunted Heart – Ich sehe dich
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Nach langer Zeit habe ich hiermit endlich wieder ein Buch gelesen, welches mich absolut packen konnte und welches ich kaum aus den Händen legen konnte, weil mich die Geschichte so sehr in ihren Bann gezogen ...

Nach langer Zeit habe ich hiermit endlich wieder ein Buch gelesen, welches mich absolut packen konnte und welches ich kaum aus den Händen legen konnte, weil mich die Geschichte so sehr in ihren Bann gezogen hat.

Diese beginnt noch ziemlich ruhig und man könnte denken, es wird, obwohl gleich am Anfang eine Trauerfeier stattfindet, eine gemütliche Kleinstadt-Romanze. Doch falsch gedacht. Was man hier bekommt, ist nämlich eine zutiefst emotionale Liebesgeschichte mit einem gebrochenen, männlichen Charakter, der für mich irgendwie den Mittelpunkt der ganzen Geschichte gebildet hat, obwohl eigentlich Flora die Protagonistin ist. Er ist einerseits typisch Mann, der seine wahren Gefühle versteckt, der harte Ex-Soldat, der andern droht und ihnen Angst einjagt. Andererseits versteckt er innen drinnen selbst ganz viele Ängste, Angst vor Fehlern, Angst, nicht richtig zu sein und Angst vor der Zukunft. Dabei spielen viele verschiedene Themen eine Rolle, zu aller erst PTBS, was unter anderem zu Suizidgedanken führt, aber auch Krankheit und in gewissem Maße auch Stalking, wobei ich dieses Thema absolut nicht schlimm in diesem Buch fand.

Die Liebesgeschichte selbst fand ich aber auch großartig geschrieben, voller Verständnis von Seiten Floras, selbst, als andere sich einmischen, ihr von einer Beziehung mit Swayer abraten und ihn als gefährlich ansehen. Ihre Hingabe habe ich bewundert und wie sie ihn immer wieder verteidigt, ihn auffängt und am Leben hält, ist sehr realistisch und ohne unnötigen Kitsch geschrieben, nachvollziehbar und sehr menschlich. Vor allem fand ich schön, wie sie mit dem Thema Briefe umgeht, worüber ich nicht zu viel verraten möchte. Allerdings gibt es diesbezüglich auch ein kleines Logikproblem, was ich aber auch nicht weiter bewerten möchte. Das Ende der Geschichte fand ich ebenfalls großartig, denn es ist ein bittersüßes Happy End, bei welchem sich die Autorin keine unrealistische Lösung für ein bestehendes Problem herbeifantasiert hat.

Alles in allem kann ich sagen, dass ich dieses Buch wirklich toll fand, die Geschichte sehr schön, emotional und obwohl sie lange Zeit teilweise echt düster ist, ist sie doch auch irgendwie lebensbejahend. Ebenso mochte ich die Charaktere, selbst die, die nicht unbedingt Sympathieträger sind, weil sie einfach gut und nachvollziehbar geschrieben sind. Und auch den Schreibstil fand ich super, mal ganz ohne Gendern, außer in den Anmerkungen.

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Veröffentlicht am 02.08.2025

Der beste Band der Reihe

Was wir leise hofften
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Ich muss zugeben, dass ich mit Liebesgeschichte in letzter Zeit zwar meist durchaus zufrieden war, aber mich kaum noch eine wirklich vom Hocker gerissen hat, umso mehr freut es mich, dass ich diesen dritten ...

Ich muss zugeben, dass ich mit Liebesgeschichte in letzter Zeit zwar meist durchaus zufrieden war, aber mich kaum noch eine wirklich vom Hocker gerissen hat, umso mehr freut es mich, dass ich diesen dritten Band der Problems-Reihe von Brittainy Cherry einfach nur geliebt habe.

Dieser handelt von der dritten der Kingsley-Schwestern und damit auch der Jüngsten, Willow, ein echter Sonnenschein, welche auf den grummeligen Einzelgänger Theo trifft, was zu einigen interessanten, teils tragischen, teils echt süßen Ereignissen führt. Dabei bekommt man hier zwei vollkommen unterschiedliche Welten, die aufeinander treffen, was anfangs noch zu einigen Neckereien führt. Doch nach und nach kommen sich die beiden wie selbstverständlich immer näher, auf eine super süße Weise auch noch dazu. Aber natürlich gibt es auch eine Menge Drama, denn Willow wird insgeheim von starken Schuldgefühlen gequält, welche sie mit ihrer quirligen Art zu vertuschen versucht, während Theo scheinbar noch immer darunter leidet, dass er als Kind von seiner Mutter verlassen wurde. Zudem ist da noch sein echt anstrengender und abstoßender Cousin Peter mit dessen Sohn Jensen, der ein total lieber Junge ist und dem sich Theo immer wieder annimmt.

Und dann gibt es da noch Theos Großeltern Molly und Harry, bei welchen er aufgewachsen ist und die für ihn wie Eltern sind, sein Großvater aber bereits hochbetagt und nicht mehr ganz gesund. Damit drängt sich auch noch das Thema Abschied und Tod immer näher heran. Schön fand ich diesbezüglich, dass die Geschichte auch teilweise aus Mollys und Harrys Sicht erzählt wird, sodass man ebenfalls eine Einsicht in deren Gedanken und Gefühle bekommt. Das Bonuskapitel aus Mollys Sicht, hat mich dann endgültig gecatcht, denn dieses ist super emotional und wunderschön. Ebenso fand ich schön, dass man auch noch einmal Yara und Avery begegnet, welche inzwischen eigene Familien gegründet und damit ihr Glück gefunden haben.

Überhaupt fand ich auch die Charaktere in diesem Roman wunderbar geschrieben, sehr lebensnah und liebenswert. Vor allem Willow ist mir im Laufe der Geschichte immer mehr ans Herz gewachsen und auch Molly ist eine super weiche und herzliche Person. Theo und Harry hingegen kommen eher etwas grummelig rüber, sind aber dennoch super weich unter ihrem harten Kern.

Alles in allem war dieser Band für mich der Schönste dieser Reihe und ich habe ihn von vorn bis hinten absolut genossen. Für mich war er ebenfalls ein würdiger Abschluss der Geschichten rund um die Kingsley-Schwestern, die ich wirklich ins Herz geschlossen habe.

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Veröffentlicht am 23.07.2025

Bedrückend realistisch und verstörend

The way I used to be
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Was für ein Buch! Ehrlich, ich muss sagen, man kann hier den positiven Stimmen absolut vertrauen, denn diese Geschichte hämmert sich schon auf den ersten Seiten in den Kopf und wird dort, zumindest bei ...

Was für ein Buch! Ehrlich, ich muss sagen, man kann hier den positiven Stimmen absolut vertrauen, denn diese Geschichte hämmert sich schon auf den ersten Seiten in den Kopf und wird dort, zumindest bei mir, wohl auch noch eine Weile verweilen.

Ziemlich ungeschönt, leicht zu verstehen und passend umgangssprachlich, wird hier die Geschichte von Eden erzählt, die wohl eines der schlimmsten Erlebnisse durchmachen muss, welches einem Mädchen geschehen kann und damit in eine Abwärtsspirale gerät, welche sich kaum noch aufhalten lässt. Mit dem durch dieses Erlebnis ausgelöste Vertrauensverlust kommt auch ein Kontrollverlust. Eden verändert sich, um sich selbst wieder wahrzunehmen, anstatt sich jemandem anzuvertrauen. Sie raucht, feiert, lügt und verliert dadurch noch viel mehr als nur ihr Vertrauen. Ebenfalls kommt es zu einer kleinen Liebesgeschichte, die aber natürlich auch nicht so laufen darf, wie sie laufen sollte.

Dabei ist die Geschichte wahnsinnig bedrückend und oftmals auch super melancholisch. Sie hat mich wirklich mitgenommen und ich muss zugeben, dass ich zwischen Mitleid und Wut über Eden und ihre Situation hin- und hergerissen war. Ich habe ihre Entwicklung absolut verstanden, aber auch gehofft, dass sie sich endlich jemandem anvertraut, hätte sie am liebsten geschüttelt und dann in den Arm genommen. Am meisten aber habe ich Kevin verabscheut und all die Menschen, die einfach nichts mitbekommen haben. Andererseits habe ich mich aber auch gefragt, wie ich als Mutter, Schwester oder Freundin reagiert hätte.

Alles in allem war dieses Buch einfach nur herzzerreißend und ich hatte oftmals eine kleine Träne in den Augen, weil ich diese Ungerechtigkeit und wie sich Eden immer mehr zerstört, kaum ertragen konnte. Das Ende hat aber auch Hoffnung gemacht und ich bin echt gespannt, ob Eden im zweiten Band endlich ihr Happy End bekommen wird.

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Veröffentlicht am 19.07.2025

Packendes Drama über Rassismus in den USA

Kleine große Schritte
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Ich muss zugeben, mit diesem Roman habe ich mal wieder einen dieser gelesen, bei denen es mir schwerfällt, die richtigen Worte zu finden, weil er mich so sehr beeindruckt und gleichzeitig viel zum Nachdenken ...

Ich muss zugeben, mit diesem Roman habe ich mal wieder einen dieser gelesen, bei denen es mir schwerfällt, die richtigen Worte zu finden, weil er mich so sehr beeindruckt und gleichzeitig viel zum Nachdenken geboten hat.

Dabei geht es in diesem Buch im Vordergrund um echten Rassismus und welche Nachteile schwarze Menschen zum Teil noch immer aufgrund ihrer Hautfarbe in Amerika haben. Dieses Thema hat die Autorin mit der Geschichte rund um Ruth und den Tod des Neugeborenen Davis Bauer auch wirklich gut umgesetzt, wobei sie viel Raum gibt, um sich seine eigenen Gedanken darüber zu machen. Gerade auch weil die Geschichte wahnsinnig emotional ist, gleichzeitig mit Turk Bauer aber auch einen Vater zeigt, der von seinem Hass zerfressen ist, mag man vielleicht dazu neigen, die ganze Sache einseitig zu betrachten, doch da man die Geschichte aus drei verschiedenen Perspektiven erzählt bekommt, fiel es zumindest mir doch recht schwer, sie nur aus einem Blickwinkel zu betrachten. So bekommt man hier natürlich Ruths Sicht beschrieben, die aufgrund ihrer Hautfarbe Opfer von Turks Suche nach einem Schuldigen wird. Aber auch Turks Sicht bekommt man geboten und diese zeigt, wie er überhaupt so geworden ist, wie er ist. Und dann ist da noch die Perspektive von Ruths Anwältin Kennedy, die versucht, sie zu verstehen, aber gleichzeitig auch, ihren ersten Mordfall zu gewinnen.

All diese Charaktere und auch so manch anderen lernt man in diesem Roman zu lieben oder zumindest zu verstehen, vielleicht auch zu hassen. Doch ich finde, sie machen alle eine große Entwicklung im Laufe der Ereignisse zwischen dem Tod des kleinen Davis bis zum Ende des Verfahrens gegen Ruth durch, wobei ich natürlich am meisten mit Ruth mitgefiebert habe, da sie wirklich unschuldig ist und ich die Ungerechtigkeit, die ihr geschieht, absolut nicht ertragen konnte. Aber auch für Turk habe ich gehofft, konnte mit seiner Frau Brittany absolut mitfühlen und Kennedy fand ich super sympathisch.

Alles in allem fand ich diesen Roman wahnsinnig emotional, auf verschiedene Arten. Ich habe mit Ruth gehofft, habe Turk teilweise gehasst, teilweise aber auch bemitleidet. Ich habe viel über Rassismus gelernt, vor allem darüber, wie richtiger Rassismus aussieht, muss aber auch sagen, dass Vorurteile in alle Richtungen nicht gut sind. Letztendlich bin ich aber absolut zufrieden, wie die Geschichte ausgegangen ist und dass jeder genau das Ende bekommen hat, welches gut für ihn, beziehungsweise die Geschichte, war.

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