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Veröffentlicht am 11.09.2025

Voller Spannung und überraschender Wendungen

Eine falsche Lüge – Wird es ihre letzte sein?
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Eine falsche Lüge hat 416 Seiten. Das Cover mit den dunklen Farbtönen macht neugierig darauf, was sich hinter dieser Geschichte verbirgt. Der Klappentext hat mich angesprochen, deshalb habe ich mich entschieden, ...

Eine falsche Lüge hat 416 Seiten. Das Cover mit den dunklen Farbtönen macht neugierig darauf, was sich hinter dieser Geschichte verbirgt. Der Klappentext hat mich angesprochen, deshalb habe ich mich entschieden, es zu lesen.
Sloane ist eine Lügnerin. Sie strebt, seitdem sie ein kleines Mädchen war, nach Anerkennung und nach Aufmerksamkeit. Sie lügt nicht, um anderen zu schaden, sondern um sich ein wenig interessanter zu machen. So auch an einem Nachmittag im Park, als sie einem weinenden Mädchen zur Hilfe eilt und sich dem Vater als Krankenschwester vorstellt. Es kommt ihr nicht leicht über die Lippen, sie macht es aber trotzdem. Nun, Jay glaubt ihr und sie kommen ins Gespräch. Aus Dankbarkeit stellt Jay sie seiner Frau Violet vor. Die beiden Frauen freunden sich an. Jay und Violet suchen zufälligerweise ein Kindermädchen für ihre 5-Jährige Harper. So wird Sloane Teil dieser privilegierte Familie. Und lügt und lügt immer weiter. Dabei gleicht sie sich Violet an, immitiert sie. Violet stört es nicht, sie ermutigt sie sogar dazu. Doch ist sie die Einzige, die lügt? Kann sie glauben, was ihr tagtäglich erzählt wird oder hat sie diesmal die Falsche belogen? Jeder von ihnen trägt Geheimnisse mit sich, die im Laufe der Zeit ans Licht kommen könnten.
Der Schreibstil ist leicht, locker, flüssig. Es ist spannend und interessant zugleich. Die Leseabschnitte haben angenehme Länge, wirken nicht langatmig. Die wechselnden Perspektive zwischen den Protagonistin fand ich gut gelungen. Somit hat beim Lesen noch mehr an Interesse gewonnen. Das Ende ist sehr abenteuerlich und überraschend, gespickt mit vielen unerwarteten Wendungen, hat mir gut gefallen. Eine gute herbstliche Lektüre, wenn die Abende lang werden. Mit hat es gefallen, deshalb vergebe ich 4 Sterne und definitiv eine Weiterempfehlung.

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  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 09.09.2025

Regt zum Nachdenken an

Kleine Wunder in der Mitternachtskonditorei
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Kleine Wunder in der Mitternachtskonditorei hat 272 Seiten. Das Buch hat mich optisch angesprochen: Das Hardcover, die beruhigenden Farbtöne, die süsse Konditorei. Es macht Lust auf mehr. Den QR-Code mit ...

Kleine Wunder in der Mitternachtskonditorei hat 272 Seiten. Das Buch hat mich optisch angesprochen: Das Hardcover, die beruhigenden Farbtöne, die süsse Konditorei. Es macht Lust auf mehr. Den QR-Code mit den Rezepten am Ende des Buches finde ich super, da werde ich bestimmt mal das ein oder andere Rezept ausprobieren.
Yeonhwa erbt von ihrer Oma eine Konditorei für koreanisches Gebäck, leider mit Schulden. Zuerst ist sie etwas ratlos, wie soll sie die abbezahlen? Dazu hat ihre Oma noch zwei Bedingungen aufgeschrieben. Sie müsse es mindestens 4 Wochen führen und erst um 22 Uhr eröffnen. Was will Oma damit bezwecken? Yeonhwa hat keine Idee. Sie macht es, obwohl es ziemlich ungewohnt ist. Die nächste Überraschung folgt sehr schnell, die Kunden sind nicht ganz lebendig und das nicht nur in dem Sinne, dass sie nur ein Kaffee benötigen. Mit Hilfe von Yeonhwa, ihren Wunschkeksen und einer schwarzen Katze versuchen die Verstorbenen eine letzte Nachricht an ihre Liebsten zu schicken, um so ihren Frieden zu finden. Dabei stößt Yeonhwa auf ein Geheimnis...
Die Geschichte ist berührend, herzwärmend, sehr interessant und spannend zugleich. Es wird aus der Perspektive von Yeonhwa in der Ich Form sowie der Vergangenheitsform erzählt. Der Schreibstil ist leicht, locker, flüssig, bildlich und sehr geradlinig. Man muss immer wieder pausieren, innehalten, um das Gelesene zu reflektieren. Yeonhwa erfährt von ihren Kunden, wie tragisch sie verstorben sind, welche Schicksale sie begleiteten. Diese Geschichten sind sehr ergreifend und traurig. Es hat mich sehr berührt und so manches auch positiv überrascht. Man wird mit dem Tod konfrontiert, mit dem Abschiednehmen, dem Trauern und dem Verarbeiten der neuen Situation. Die Kekse, die Yeonhwa backen darf, sind auch nicht ohne, sie sind ein Versöhnungsritual. Die Charaktere fand ich authentisch, Yeonhwa sympathisch. Die jeweiligen Geschichten sind nicht zu lang, es liest sich gut, es wird nicht langweilig dabei. Die koreanische Literatur ist für mich noch eher fremd, könnte mich aber nach Lesen dieses Buches mit anfreunden. Deshalb vergebe ich vier Sterne und eine Weiterempfehlung.

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  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 04.09.2025

Man braucht nicht viel, um glücklich zu sein

Pinguine fliegen nur im Wasser
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Pinguine fliegen nur im Wasser hat 368 Seiten. Das Cover verrät nicht wirklich etwas darüber, was sich hinter der Geschichte verbirgt. Somit ist der Leser überrascht, wenn man am Ende angekommen ist. Es ...

Pinguine fliegen nur im Wasser hat 368 Seiten. Das Cover verrät nicht wirklich etwas darüber, was sich hinter der Geschichte verbirgt. Somit ist der Leser überrascht, wenn man am Ende angekommen ist. Es hat mich angesprochen und auch der Klapptext klang interessant, sodass ich zu dem Buch gegriffen habe.
Greta ist alles, was Vincent nicht will: laut, bunt und voller übersprudelnder Gefühle. Als er in ihrem Taxi landet, hat er gerade alles verloren. Beide sind 36 Jahre alt, wohnen im Berlin und haben eine schwere Kindheit hinter sich. Die Eltern von Greta sind hochintelligente Ärzte, arbeiten viel und haben wenig Zeit, um sich um ihre eigene Tochter zu kümmern. Greta lebt bei ihren Großeltern, aber auch sie sind oft mit der Aufgabe überfordert. Die Großeltern haben eine polnische Haushälterin. Von ihr hat Greta in jungen Jahren Zuneigung, Liebe und Wärme erfahren. Vincent ist Deutsch-Vietnamese, seine Mutter hat ihm im Alter von 3 Jahren bei seinem depressiven Vater gelassen und hat sich nicht mehr um ihn gekümmert, stattdessen ihr eigenes Leben gelebt. Heute ist für Vincent ein schwerer Tag. Seine ehemalige Chefin und Geliebte hat ihm gekündigt und aus der gemeinsamen Wohnung geworfen. Vincent ist ratlos und total am Boden zerstört. Kein Job, kein Obdach. Greta rettet ihm und bietet ihm ein Job an. Er soll ihr bei der Renovierung der vererbten Villa ihrer Großeltern helfen. Dafür darf er dort mietfrei wohnen. Wird Vincent das Angebot annehmen? Ja, er wagt es und nimmt das Angebot an. Bei der Renovierung merken sie langsam, dass sie gar nicht so verschieden sind. Aber wie soll man sich näher kommen, wenn man mit Weglaufen beschäftigt ist? Die beiden entdecken bei der Arbeit, was im Leben eigentlich wichtig ist und, wovor sie Angst haben.
Der Schreibstil ist leicht, locker und flüssig. Die Charaktere wirken authentisch und sympathisch auf den Leser. Beide stehen mitten im Leben, sind offen und selbstbewusst, haben Ziele und Träume. Die Kapitel haben angenehme Leselänge und sind nicht langatmig. Einige Kapitel sind in der Gegenwart geschrieben, dann gibt es wieder Abschnitte mit Rückblicken in die Kindheit, Jugend und Studienzeit von den beiden Protagonisten. Es werden viele Themen unser heutigen Gesellschaft angesprochen und thematisiert. Es wird gezeigt, dass man nicht wirklich viel braucht um glücklich zu sein, was eine tolle Botschaft ist, gerade in der heutigen Zeit. Mir hat die Geschichte gut gefallen, deshalb vergebe ich 4 Sterne und spreche eine Weiterempfehlung aus.

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Veröffentlicht am 01.09.2025

Wieder mal gut

Great Big Beautiful Life
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Great big beautiful life hat 464 Seiten. Optisch hat mich das Buch angesprochen, die Autorin kannte ich schon von anderen ihrer Werke, deshalb war die Neugier und die Vorfreude noch größer.
Eine Schriftstellerin. ...

Great big beautiful life hat 464 Seiten. Optisch hat mich das Buch angesprochen, die Autorin kannte ich schon von anderen ihrer Werke, deshalb war die Neugier und die Vorfreude noch größer.
Eine Schriftstellerin. Ein Schriftsteller. Beide haben nur eine Chance, die Geschichte ihres Lebens zu schreiben. Alice ist ein Optimistin, sie träumt davon, eines Tages doch den Durchbruch als Autorin zu schaffen. Hayden ist Gewinner des Pulitzer Preises und eine menschliche Gewitterwolke. Auf der malerischen Little Crescent Island hoffen beide darauf, die legändere Margaret Ives, Tochter einer der skandalträchtigsten Familien des 20 Jahrhundertes, zu finden und ihre Biographie zu schreiben. Sie werden überraschend beide zu einem Probemonat bei ihr eingeladen. Am Ende soll entschieden werden, wer die Biographie schreiben darf. Beiden erzählt sie einiges über sich, sie dürfen sich aber nicht untereinander austauschen. Nun gibt es ein Problem, ein gänzlich unpassendes Verlangen, wenn sie einander begegnen. Wie werden sie es lösen, bleiben sie professionell und kämpfen weiter um die Zusage, oder hören sie auf ihre Herzen? Wer gewinnt am Ende?
Das Buch ist humorvoll, romantisch und mit viel Leichtigkeit im Text. Der Schreibstil ist locker und flüssig und beim Lesen kommt keine Langeweile auf, es passiert immer etwas und es bleibt durchgehend spannend. Die Geschichte selbst ist gut aufgebaut, die Protagonisten wirken lebendig und authentisch. Die Themen, die Vergangenheit, die langsam eine Form annimmt, ist interessant. Sie bringt eine Tiefe und Betroffenheit mit sich. Es ist in zwei Zeitebenen geschrieben: Die Gegenwart von Alice und ihre Vergangenheit, die langsam enthüllt wird. Es werden viele Emotionen wieder wach. Die Geschichte von Alice wirkt auf den Leser traurig, berührend, fast schon mystisch. Die Nebengeschichte hat mich auch ziemlich mitgenommen und die fand ich gut. Sie war fesselnd, gut recherchiert und spannend zugleich. In den Abschnitten bekommt man Einblicke in die Geheimnisse einer mächtigen amerikanischen Familie. Insgesamt würde ich für dieses Buch 4 Sterne vergeben und eine Weiterempfehlung aussprechen.

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Veröffentlicht am 30.08.2025

Gefahr auf hoher See

Ocean – Gefangen im Blau
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Ocean - Gefangen in Blau hat 336 Seiten. Das Cover zeigt tiefblaues Wasser und eine Yacht. Es passt perfekt zu dieser Geschichte. Optisch hat es mich sofort angesprochen und neugierig gemacht. Ich wurde ...

Ocean - Gefangen in Blau hat 336 Seiten. Das Cover zeigt tiefblaues Wasser und eine Yacht. Es passt perfekt zu dieser Geschichte. Optisch hat es mich sofort angesprochen und neugierig gemacht. Ich wurde nicht enttäuscht.
Der Schreibstil ist leicht, locker und flüssig. Es gibt viele interessante und spannende Abschnitte, die auch eine angenehme Leselänge haben, sodass keine Langeweile aufkommt. Die Geschichte wird aus der Perspektive der Ich - Erzählerin Helen dargestellt. Die Hauptcharaktere sind gut ausgearbeitet, sie wirken lebensecht und authentisch und ihre Emotionen wirken nachvollziehbar auf den Leser. Die bildhafte Sprache versetzt den Leser an den Ort des Geschehens, man fühlt sich beim Lesen, als wäre man unter den Protagonisten mit dabei.
Was Dich nicht umbringt, macht Dich nur stärker. Helen ist 42 Jahre alt, sie scheint an einem schrecklichen Erlebnis fast zu zerbrechen. Sie war schwanger, das ungeplante Kind sollte der Beziehung neuen Halt geben. Nun erlebt und überlebt Helen ein Bombenattentat in der Londoner U-Bahn. Ein fremder Mann, James, rettet sie. Trotzdem verliert Helen ihr ungeborenes Kind und trägt ein Trauma davon, das bliebt. Eines Tages schlägt ihr Mann einen Segeltörn vor, es soll sie von dem Erlebten abzulenken. Helen und Frank haben sich in ihrer Jugend an Bord der Innisfree kennengelernt und ineinander verliebt. Jahre sind vergangen, das Ehepaar hat einen 12 jährigen Sohn, Nicholas, und eine Pflegetochter, Sindi, die 16 ist. Der Plan ist: Frank hat alles verkauft und möchte mit seiner Familie eine Atlantiküberquerung starten. Doch auf hoher See haben sie dann mit ganz unerwarteten Gefahren zu kämpfen. Helen's Gedanken sind leider immer bei der Tragödie, die sie beinahe das Leben gekostet hätte. Was wäre, wenn sie nicht von diesem Fremden gerettet worden wäre? Dieser Ausflug mit der Yacht ist für sie ein Albtraum. Bis auch der Ozean sich gegen sie wendet und es kein Entkommen zu geben scheint. Jeder muss sich auf jeden verlassen in einer solchen Situation, dass war der Familie nicht ganz bewusst. In Stress und lebensgefährlichen Situationen sind sie dem Ganzen nicht gewachsen.
Ein Drama, in dem eine Frau mit den überwältigenden Kräften der Natur und des Herzens konfrontiert wird. Es ist eine wendungsreiche Geschichte. Eine Liebe zur Yacht und zum Meer, ein Familiengeheimnis, das gut behütet zu scheinen mag. In der zweiten Hälfte ist die Geschichte eher nachdenklich, aber auch sehr fesselnd. Spannung pur. Ein unerwarteter Twist belebt die Situation am Wasser. Drama auf hoher See, ob es mit einem Happy End endet... Lassen Sie sich überraschen, Sie werden es nicht bereuen. Mir hat es insgesamt gut gefallen, vergebe deshalb 4 Sterne und spreche eine Weiterempfehlung aus.

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