Bizarre Morde
Schwüre, die wir brechenAls seine Chefin bei Jon Nordh anklingelt weiß er, dass es sich um einen komplizierten Fall handelt, um einen sehr bizarren Mord. Ein Krokodilkopf ist der Leiche, anstatt des eigenen Kopfes angenäht worden. ...
Als seine Chefin bei Jon Nordh anklingelt weiß er, dass es sich um einen komplizierten Fall handelt, um einen sehr bizarren Mord. Ein Krokodilkopf ist der Leiche, anstatt des eigenen Kopfes angenäht worden. Jon weiß, das dies ihn in die Öffentlichkeit bringt, die er momentan persönlich nicht gebrauchen kann. Doch seine Chefin will ihn und deshalb handelt er Informationen über den Unfalltot seiner Frau heraus, damit er damit abschließen kann. Seine Kollegin Svea Karhuun unterstützt ihn dabei, da sie diese Fälle liebt. Also machen sie sich auf den Weg, um Spuren zu sichern und Informationen einzuholen und zu verbinden. Es bleibt sehr undurchsichtig, bis ein nächster Toter gefunden wird, auch mit einem Tierkopf versehen. Es scheint sich um einen Mythos zu handeln und so nehmen sie die Verbindungen in die Vergangenheit auf.
„Schwüre, die wir brechen“ von Voosen/Danielsson ist ein spannender Krimi um das Ermittlerduo Svea Karhuus & Jon Nordh. Das Cover gefällt mir ganz gut und wird auch noch einen Bezug zum Inhalt bekommen, der ganz wichtig ist. Aber zu Beginn gibt es wirklich sehr bizarre Morde und mir fällt auf Anhieb kein Krimi ein, der dieses thematisiert. Es werden in eingeschobenen Kapiteln Ausflüge in die Vergangenheit eines und später mehrerer Beteiligter beschrieben. Diese Einschübe haben die Autoren sehr klug und langsam in den Roman eingebaut. Langsam meine ich Schritt für Schritt, um dem Leser Zeit zu geben, diese Inhalte für sich einzuschätzen. Auch die Ermittlungen gefallen mir sehr gut, da immer wieder klar wird, dass sie viel Informationen von außerhalb gebrauchen, um einen
roten Faden zu finden. Ich habe auch viel über die ägyptische Mythologie erfahren. Außerdem wird auch der Druck der Öffentlichkeit ansprechend dargestellt und es dauert schon eine ganze Zeit bis sich so ganz langsam, die Verbindungen der handelnden Personen herauskristallisieren. Das ist aber noch nicht alles, denn es werden auch die Personen Jon und Svea an anderen Schauplätzen dargestellt. Denn Jon ist noch nicht fertig mit dem Unfalltot seiner Frau und Svea hat noch ihre Stockholmer Baustelle, denn sie und ihr Lebensgefährte werden bedroht und auch hier ist sie gefragt. Außerdem hat Jon auch seinen Kinder und man sieht wie anstrengend diese Doppelrolle für ihn ist. Das Ganze ist wunderschön choreographiert, so dass keine Langeweile aufkommt. Auch die Sprache lässt keine Wünsche offen, mein Kopfkino hat mich mit in die Story hineingezogen. Der Spannungsbogen ist gut aufgebaut und die Autoren haben auch noch einen weiteren Schlenker als Nebenschauplatz eingebaut.
Das ist jetzt der zweite Band, den ich über dieses Ermittlerduo lese und ich werde langsam warm mit den beiden. Sie sind ein tolles Paar, dass hier erfolgreich ermittelt, obwohl sie unterschiedlicher nicht sein können. Ich kann das Lesen dieses Buches nur empfehlen und freue mich schon auf einen weiteren Band dieser Autoren