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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.09.2025

War nicht so meins

Die Porzellanmanufaktur – Zerbrechlicher Frieden
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Die Geschichte spielt 1947 in Selb, der Heimat des weißen Goldes, im Wiederaufbau nach dem Krieg. Marie übernimmt als älteste Tochter die Porzellanmanufaktur, unterstützt von ihrer ungestümen Schwester ...

Die Geschichte spielt 1947 in Selb, der Heimat des weißen Goldes, im Wiederaufbau nach dem Krieg. Marie übernimmt als älteste Tochter die Porzellanmanufaktur, unterstützt von ihrer ungestümen Schwester Sophie. Politische und wirtschaftliche Spannungen, Schwarzmarkt und Machtspiele des Papierfabrikanten Metsch treiben die Handlung voran. Zwischen Wiederaufbau, Geheimnissen und Liebeswegen bahnt sich eine dramatische Entscheidung an.

Die Kulisse der Nachkriegszeit und der regionalen Industrie ist spürbar, der Hörfluss gelingt insgesamt solide. An einigen Stellen fehlen mir stärkere emotionale Impulse, um direkt mitzufiebern.

Der Anfang wirkt mitunter chaotisch und es dominieren sogar Fußball-/Sportpassagen, wodurch der Handlungsfaden zeitweilig verloren scheint. Die Geschichte bleibt insgesamt interessant, doch der Funke konnte bei mir nicht vollständig überspringen.

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Veröffentlicht am 12.09.2025

Knall bleibt aus

Very Bad Company
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Die Einführung gelingt direkt: Einmal im Jahr lädt das trendige Tech-Start-Up Aurora seine Top-Führungskräfte in ein luxuriöses Fünf-Sterne-Resort nach Miami Beach. Jetski-Rennen, ein exklusives Dinner ...

Die Einführung gelingt direkt: Einmal im Jahr lädt das trendige Tech-Start-Up Aurora seine Top-Führungskräfte in ein luxuriöses Fünf-Sterne-Resort nach Miami Beach. Jetski-Rennen, ein exklusives Dinner beim Nobel-Japaner und eine Champagner-Cocktail-Party – der Glamour schreckt vorerst nicht ab. Neu dabei ist Caitlin Levy, die von Auroras exzentrischem Gründer John Shiller abgeworben wurde und nun als Head of Events glänzen soll. Wer könnte bei einem sechsstelligen Gehalt, Aktienpaket und einem spektakulären Bonus schon Nein sagen?
Schon beim Kennenlernen der Kollegen spürt man, dass hinter der glänzenden Fassade von Aurora mehr steckt: Spannungen, Konflikte, Affären – und die Aussicht auf Millionen beim geheimen Verkauf des Unternehmens. Als nach der ersten Nacht eine Kollegin spurlos verschwindet, gerät der Deal in Gefahr, und Öffentlichkeit ist tabu.
Alle Beteiligten wollen ihren Anteil, alle haben Geheimnisse, niemand kann einander trauen – doch unter ihnen lauert ein Mörder. Und doch liegen die wahren Motive oft nicht in den offensichtlichen Konflikten, sondern in den versteckten Intrigen, die die Gruppendynamik prägen.
Die Charaktere wirken abwechslungsreich und glaubwürdig, und der Blick hinter die Kulisse einer großen Firma ist fesselnd. Die Grundidee finde ich stark, ebenso die Struktur und der Verlauf der Handlung. Die Atmosphäre ist dicht, die Spannung brodelt, und der Einstieg gelingt gut.
Was mich letztlich nicht ganz überzeugt hat, ist die Auflösung. Sie blieb mir nicht krass genug. Mehr Knall oder eine unerwartete Wendung hätten mir persönlich besser gefallen. 

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Veröffentlicht am 31.08.2025

Weniger Drachen als der Titel verspricht

Dragons last Dance
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Der Klappentext klingt vielversprechend, realisiert aber nicht ganz, was versprochen wird. Denn Drachen kommen kaum vor, was irritierend wirkt und ich als sehr irreführend empfunden habe. Vielleicht kommt ...

Der Klappentext klingt vielversprechend, realisiert aber nicht ganz, was versprochen wird. Denn Drachen kommen kaum vor, was irritierend wirkt und ich als sehr irreführend empfunden habe. Vielleicht kommt da noch mehr im zweiten Teil der Reihe?

Die Story konnte mich leider nicht wirklich packen, da ich teilweise über die Schreibweise und einzelne Fehler in Sätzen gestolpert bin, die meinen Lesefluss beeinschränkt haben. Auch hab ich nicht dass Gefühl gehabt dass die Geschichte einen roten Faden hat und das hat für mich kein Gefühl des Mitfiebers vermittelt.
Die Aufmachung des Buches fand ich aber widerum sehr gut umgesetzt. Macht auch was her fürs Auge. Die ganzen Charaktere konnte ich mir leider auch nicht so wirklich bildlich vorstellen.

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Veröffentlicht am 18.08.2025

Nicht ganz überzeugt

Gruß aus der Küche
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Irma, 40, betreibt das Gasthaus „Zum Hirschen“ und hat dort eine vegetarische Spezialität, die Aubergine, kreiert. Die Belegschaft ist bunt: eine 17-Jährige als Mädchen für alles, eine tratschige Hilfsköchin, ...

Irma, 40, betreibt das Gasthaus „Zum Hirschen“ und hat dort eine vegetarische Spezialität, die Aubergine, kreiert. Die Belegschaft ist bunt: eine 17-Jährige als Mädchen für alles, eine tratschige Hilfsköchin, ein Ex-Weltenbummler als Kellner und Manager sowie der 80-jährige Gemüsemann, der beim Schnippeln hilft und angeblich fast taub ist. Die enge Gemeinschaft bringt neben positiven Vibes auch Turbulenzen mit sich.

Die Figuren wirken äußerst speziell und teils skurril, was ich liebenswert finde und an sich echt gerne mag. Ihre Eigenheiten sorgen für farbenfrohe Momente und prägen das Ambiente des Gasthause stark. Der Stil ist flüssig und angenehm zu lesen. Mehr Kommunikation untereinander würde der Geschichte gut tun, denn Missverständnisse führen zu teils komischen Situationen. Das führt zu witzigen, aber auch nervenaufreibenden Momenten, die das Zusammenarbeiten prägen. Das Finale kommt überraschend, wirkt aber überspitzt und hat mich persönlich nicht überzeugt.

Wenn du skurrile Charaktere und feine Alltagskomik magst, lohnt sich die Lektüre. Mich konnte es leider nicht zu 100 % überzeugen.

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Veröffentlicht am 04.08.2025

Eher für jüngere Leser

Gestohlener Name
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Das Hörbuch handelt von der vermissten sechzehnjährigen Alyssa und den Ermittlungen der Kommissare Silver und House. Während Alyssa um ihr Überleben kämpft und mit ihren Ängsten konfrontiert wird, geraten ...

Das Hörbuch handelt von der vermissten sechzehnjährigen Alyssa und den Ermittlungen der Kommissare Silver und House. Während Alyssa um ihr Überleben kämpft und mit ihren Ängsten konfrontiert wird, geraten auch die privaten Leben der Ermittler ins Wanken. Ein dunkles Geheimnis kommt ans Licht, und die Geschichte stellt die Frage, ob Alyssa gerettet werden kann oder ob sie bereits zu spät ist. Das Cover ist ansprechend gestaltet und weckt Interesse an der düsteren Geschichte. Allerdings empfand ich den Zeitsprung in der Handlung als unnötig, da er für mich den Fluss der Geschichte gestört hat. Auch die Liebesgeschichte hätte für meinen Geschmack nicht unbedingt sein müssen, da sie für mich nicht wirklich zum Fall gepasst hat. Außerdem fand ich am Ende einige Dinge unrealistisch, was die Spannung etwas gemindert hat. Ich glaube gerade für jüngere Hörer:innen ist das Hörbuch ein perfekter Einstieg in die Krimi-/Thrillerwelt.

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