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Veröffentlicht am 13.09.2025

Wohlfühlzeit mit Apfelduft

Apfelzeit am Deich
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Apfelzeit am Deich ist genau das richtige Buch für gemütliche Lesestunden mit Tee, Kuscheldecke und einem leichten Lächeln auf den Lippen. Die Geschichte hat mich direkt in ihren Bann gezogen – nicht durch ...

Apfelzeit am Deich ist genau das richtige Buch für gemütliche Lesestunden mit Tee, Kuscheldecke und einem leichten Lächeln auf den Lippen. Die Geschichte hat mich direkt in ihren Bann gezogen – nicht durch große Dramen, sondern durch die ruhige, lebensnahe Atmosphäre und die charmanten Figuren, die man schnell ins Herz schließt.

Im Mittelpunkt steht nicht nur eine Frau, die sich neu sortieren muss, sondern auch ein ganzes Dorf, das mitsamt Deich, Apfelbäumen und kleinen Eigenheiten zum Wohlfühlort wird. Ich mochte besonders, dass es nicht nur um Romantik geht, sondern auch um Freundschaft, Familie, alte Wunden und den Mut, nochmal neu anzufangen – egal in welchem Alter.

Frieda Lamberti hat einen angenehm flüssigen, unaufgeregten Schreibstil, der trotzdem nicht oberflächlich bleibt. Es gibt immer wieder nachdenkliche Momente, die dem Buch Tiefe geben, ohne es schwer zu machen. Die Dialoge sind authentisch, der Humor ist leise und liebevoll – kein Klamauk, sondern ehrliches Schmunzeln.

Ein paar Wendungen waren zwar vorhersehbar, aber das hat mich nicht gestört. Im Gegenteil: Gerade weil man ahnt, wie sich gewisse Dinge entwickeln könnten, fühlt man sich umso wohler in der Geschichte. Man liest nicht wegen der Spannung, sondern wegen des Gefühls, das sie auslöst.

Apfelzeit am Deich ist ein echtes Wohlfühlbuch – warmherzig, bodenständig und mit ganz viel Apfelduft. Wer Geschichten über Neuanfänge, zwischenmenschliche Nähe und das Wiederentdecken von Lebensfreude liebt, wird hier genau richtig sein. Ein Buch, das einem zeigt, dass manchmal schon ein neuer Blickwinkel reicht, um wieder durchzuatmen.

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Veröffentlicht am 05.09.2025

Schnell verliebt

Kiss Me Once: Die Graphic Novel (Kiss the Bodygard, 1)
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Kiss Me Once war meine erste Graphic Novel – und ich war überrascht, wie sehr mich das Format direkt abgeholt hat. Ich bin super schnell durch die Seiten geflogen, und trotzdem hat sich beim Lesen richtig ...

Kiss Me Once war meine erste Graphic Novel – und ich war überrascht, wie sehr mich das Format direkt abgeholt hat. Ich bin super schnell durch die Seiten geflogen, und trotzdem hat sich beim Lesen richtig viel bewegt. Es war spannend zu sehen, wie viel Emotion, Stimmung und Dynamik allein durch die Bilder transportiert werden. Manche Szenen haben mich durch die Zeichnungen sogar stärker berührt als ein langer Fließtext es vielleicht getan hätte.

Die Geschichte selbst kennt man ja – zumindest, wenn man den Roman gelesen hat – aber in dieser visuellen Form wirkt alles noch einmal ganz anders. Intensiver, aber auch komprimierter. Genau das ist für mich der einzige kleine Kritikpunkt: An manchen Stellen hätte ich mir etwas mehr Tiefe oder langsameres Tempo gewünscht. Die Entwicklungen zwischen den Figuren gingen teilweise sehr schnell, was vermutlich am Medium liegt – aber es ließ mir manchmal wenig Raum zum Nachspüren.

Dafür waren die Illustrationen wirklich schön gemacht. Ausdrucksstark, emotional und mit viel Liebe zum Detail. Auch der Humor kam nicht zu kurz – gerade in den kleinen Mimiken oder Zwischenszenen steckt viel Charme. Ich habe oft geschmunzelt und mich dabei an typische Stella-Tack-Momente erinnert gefühlt.

Insgesamt war Kiss Me Once – Die Graphic Novel ein überraschend intensives Leseerlebnis. Leicht, unterhaltsam, romantisch – aber mit einer eigenen visuellen Tiefe, die mich beeindruckt hat. Für mich ein toller Einstieg ins Genre – und sicher nicht die letzte Graphic Novel, die ich lesen werde.

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Veröffentlicht am 05.09.2025

Zwischen Schweigen und Sehnsucht

Die Verlorene
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Die Verlorene hat mich von Anfang an berührt. Bereits auf den ersten Seiten war ich mitten in der Geschichte – gefangen in der Atmosphäre aus Aufbruch, Enge und den unausgesprochenen Geheimnissen der damaligen ...

Die Verlorene hat mich von Anfang an berührt. Bereits auf den ersten Seiten war ich mitten in der Geschichte – gefangen in der Atmosphäre aus Aufbruch, Enge und den unausgesprochenen Geheimnissen der damaligen Zeit. Die Hauptfigur wirkt greifbar, nahbar, zerrissen – und genau deshalb so echt. Ich habe mit ihr gefühlt, gelitten, gehofft.

Miriam Georg schreibt mit großer Feinfühligkeit. Es sind oft die leisen, scheinbar unbedeutenden Momente, die tief unter die Haut gehen. Je weiter ich gelesen habe, desto mehr Rätsel taten sich auf. Und einige Antworten haben mich erschüttert – nicht durch Schockeffekte, sondern durch das, was zwischen den Zeilen steht. Besonders ein Wendepunkt hat mich emotional sehr mitgenommen.

Der letzte Abschnitt war unglaublich intensiv. Ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen und musste danach trotzdem erst mal alles sacken lassen. Die Enthüllungen geben der Geschichte eine Tiefe, mit der ich so nicht gerechnet hatte. Es wurden zwar einige Fragen beantwortet, aber viele Gedanken wirken noch lange nach.

Nicht jede Entscheidung der Figuren konnte ich persönlich nachvollziehen, aber ich glaube, genau das macht den Reiz des Romans aus: Er zeigt, wie komplex Menschen und ihre Geschichten sind – vor allem, wenn sie von Schweigen umgeben sind. Und genau das hallt nach.

Die Verlorene ist ein Roman, der nicht laut ist – aber lange bleibt. Eine Geschichte, die wirkt, Fragen aufwirft und in Erinnerung bleibt.

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Veröffentlicht am 31.08.2025

Leise Wunder

Der Garten der kleinen Wunder
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Der Garten der kleinen Wunder ist ein Buch, das man nicht hastig durchliest, sondern eher in kleinen Schlucken genießt. Patricia Koelle schreibt mit einer leisen, poetischen Sprache, die einen sofort entschleunigt. ...

Der Garten der kleinen Wunder ist ein Buch, das man nicht hastig durchliest, sondern eher in kleinen Schlucken genießt. Patricia Koelle schreibt mit einer leisen, poetischen Sprache, die einen sofort entschleunigt. Ich habe das Buch bewusst langsam gelesen – nicht, weil es sich zog, sondern weil ich immer wieder innehalten wollte, um einzelne Gedanken sacken zu lassen.

Im Mittelpunkt steht nicht nur der Garten als Ort, sondern das, was er symbolisiert: Wachstum, Loslassen, Veränderung, aber auch Erinnerungen und das Wunder in den kleinen Dingen. Die Figuren sind fein gezeichnet, besonders die Hauptfigur mochte ich sehr. Sie wirkt still, aber nicht schwach – eher wie jemand, der lernt, sich selbst zuzuhören.

Was mir besonders gefallen hat, war diese Mischung aus Natur, Vergangenheit und innerem Wandel. Es gibt kein großes Drama, keine plötzlichen Wendungen, sondern eine sanfte Entwicklung, die genau zur Stimmung passt. Manche Stellen wirkten fast ein wenig märchenhaft – im besten Sinne.

An wenigen Stellen hätte ich mir etwas mehr Tempo oder Konkretheit gewünscht. Manchmal blieb mir eine Szene emotional zu vage oder zu verträumt. Aber genau dieser Stil macht auch den Reiz aus – und passt zur Geschichte.

Insgesamt ist Der Garten der kleinen Wunder ein stilles, warmes Buch, das einen daran erinnert, dass das Leben selten laut ist – und dass die kleinen Dinge oft die wichtigsten sind. Ideal für alle, die Geschichten lieben, die zwischen den Zeilen wirken.

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Veröffentlicht am 31.08.2025

Magie und Macht

The Deer and the Dragon
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The Deer and the Dragon war für mich ein mitreißender Auftakt, der vieles vereint, was ich an Fantasy liebe: starke Figuren, eine komplexe Welt und ein Hauch von Mythologie, der sich wie ein roter Faden ...

The Deer and the Dragon war für mich ein mitreißender Auftakt, der vieles vereint, was ich an Fantasy liebe: starke Figuren, eine komplexe Welt und ein Hauch von Mythologie, der sich wie ein roter Faden durch die Handlung zieht. Ich mochte besonders, dass sich das Buch Zeit nimmt, seine Welt aufzubauen – manchmal fast schon ein bisschen zu sehr, aber nie so, dass es mich verloren hätte.

Die Protagonistin ist mutig, eigensinnig und trägt ihre Narben mit Würde. Ich habe sie gern begleitet, auch wenn sie manchmal Entscheidungen trifft, die ich selbst so nicht getroffen hätte – aber genau das macht sie menschlich. Auch die Nebenfiguren sind spannend, facettenreich und sorgen dafür, dass sich die Geschichte vielschichtig anfühlt.

Die Sprache ist stellenweise fast poetisch, ohne überladen zu wirken. Ich mochte den Ton sehr – manchmal düster, manchmal unerwartet sanft, dann wieder kraftvoll. Es gibt einige richtig starke Szenen, die im Kopf bleiben, und kleine Sätze, die nachhallen.

Was mich ein klein wenig gestört hat, war, dass es gelegentlich zu viel auf einmal sein wollte: Emotionen, Spannung, Politik, Magie – nicht alles hatte immer genug Raum. Aber das ist Meckern auf hohem Niveau.

Insgesamt war es ein gelungener Start in eine Reihe, die definitiv Potenzial hat, noch tiefer zu gehen. Ich bin gespannt, wohin uns Band 2 führen wird – und ob der Drache noch mehr Feuer zeigt.

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