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Veröffentlicht am 26.03.2026

Ein Fluss, launisch wie das Leben

Der Fährmann
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Um die Wende vom neunzehnten zum zwanzigsten Jahrhundert verbindet noch keine Brücke sondern nur eine Fähre die Menschen zweier von der Salzach getrennter Dörfer, Hohenwart und Siegering. Hannes folgt ...

Um die Wende vom neunzehnten zum zwanzigsten Jahrhundert verbindet noch keine Brücke sondern nur eine Fähre die Menschen zweier von der Salzach getrennter Dörfer, Hohenwart und Siegering. Hannes folgt seinem Onkel als neuer Fährmann in diesem gefährlichen und sehr einsamen Dienst. Seine Familie und auch seine beiden Kindheitsfreundinnen Annemarie und Elisabeth sieht er nur noch selten. Elisabeth wird verheiratet und Annemarie muss hart in der elterlichen Gastwirtschaft arbeiten. Doch trotz der Distanz bleiben die Freunde einander verbunden. Für jeden von ihnen hält das Schicksal allerdings harte Prüfungen bereit, die schließlich eskalieren…

In einem leicht lesbaren Stil, der ein wenig von der süddeutschen Mundart anklingen lässt, erzählt Regina Denk die Geschichte dreier Freunde im Wandel der Zeit. Sie tut das auf eine eindrückliche Weise, die den historischen und sozialen Bedingungen jener Zeit gerecht wird.
Die Dörfer Hohenwart und Siegering und ihre Bewohner stehen stellvertretend für gesellschaftliche Zwänge und die Doppelmoral, wie sie damals vorherrschten.
Auch dem Fluss schreibt die Autorin seine Bedeutung zu; denn so launisch wie der Fluss seine lieblichen, aber auch gefährlichen Seiten zeigt, so erscheint auch das Leben einmal angenehm und ein andermal bösartig.
Mein Fazit: Auch wenn das Ende des Romans ein wenig melodramatisch gerät, „Der Fährmann“ ist ein wirklich lesenswertes Buch.

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Veröffentlicht am 01.02.2026

Moderne Verbindung zu enem Bilderbuchklassiker

Henri-Jette-Sausebahn
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„Henriette hat zwei nette Enkelchen …" So knüpft Cornelia Boese an James Krüss´ berühmten Bilderbuch-Klassiker an. Die munteren Zwillingsbähnchen Henri und Jette wechseln sich ab beim Transport einer ...


„Henriette hat zwei nette Enkelchen …" So knüpft Cornelia Boese an James Krüss´ berühmten Bilderbuch-Klassiker an. Die munteren Zwillingsbähnchen Henri und Jette wechseln sich ab beim Transport einer großen Schar buntgemischter Fahrgäste, während ihre „Großmutter“, die alte Henriette, wohlwollend zuschaut.

Boeses lustige, kindgerechte Verse führen die kleinen Leser durch eine fröhliche Fahrt ans Meer. Sie sind eingebettet in großformatige farbige Illustrationen von Pina Gertenbach. In ihren Bildern betont sie (ebenso wie vor vielen Jahrzehnten Lisl Stich) den harmonischen Charakter des Inhalts und zeigt (realitätsfern) die Welt als Idylle, für ein Kinderbuch aber angemessen.

Für die einen (uns Omas) bedeutet Eisenbahn-„Oma" Henriette eine liebenswerte Kindheitserinnerung - für die anderen (unsere Enkelkinder) sind die Lokomotiven-Frischlinge Henri und Jette zeitgemäße Partner, wenn auch ihr Aussehen nicht dem aktuell gewohnten Eisenbahn-Look entspricht.

Zwar fehlt mir persönlich hier die unnachahmliche Leichtigkeit der Verse und das Spiel mit Worten, wie es für James Krüss typisch war; dennoch: in Vers und Bild schaffen Cornelia Boese und Pina Gertenbach eine moderne Verbindung zu einem klassischen Kinderbuch.

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Veröffentlicht am 24.09.2025

Ein ganz und gar nicht dummes Schaf

Mäc Mief und das total verrückte Baumstammwerfen
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…ist Mäc Mief, Finns auserkorener Liebling der Olifant-Farm in Schottland. Zwar teilt Miefi anfangs die Begeisterung der Farmerfamilie, die für die Highlandgames übt, gar nicht, übernimmt schließlich ...

…ist Mäc Mief, Finns auserkorener Liebling der Olifant-Farm in Schottland. Zwar teilt Miefi anfangs die Begeisterung der Farmerfamilie, die für die Highlandgames übt, gar nicht, übernimmt schließlich aber doch gemeinsam mit Hütehund Bonnie die Aufgabe des „Glücksbringers", und das mit Hingabe. Und als er entdeckt, dass sein Misstrauen gegen einen bestimmten Festbesucher womöglich gerechtfertigt ist, kommen sein Einfallsreichtum und Bonnies Spürnase zum Einsatz ...
Mit viel Witz und Fantasie erzählt die Autorin von Mäc Miefs aufregenden Erlebnissen bei den schottischen Highlandgames. Dabei werden die Einzelheiten eines solchen Spektakels in eine lustig-spannende Geschichte verpackt und in kindgerechter Sprache vermittelt.
Die fröhlich-bunten Zeichnungen der Illustratorin Ina Krabbe begleiten die Geschichte. Witzige Details ergänzen den Text, die Vor- und Nachsatzblätter sind bildhaft gestaltet und zeigen eine kuriose Verfolgungsjagd.
Als eine wirklich nette Idee empfinde ich auch die kurze Vorstellung von Autorin und Illustratorin am Ende des Buches - so bekommen die Kinder einen lebendigen Eindruck von den "Machern" der Geschichte.


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Veröffentlicht am 01.09.2025

Krimi auf japanisch

Die Bibliothek meines Großvaters
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Nicht nur ihr Beruf als Lehrerin verbindet die junge Kaede mit ihrem inzwischen dement gewordenen Großvater. Beide lieben es geheimnisvolle Kriminalrätsel zu lösen. Dabei kann sich Himonya-sans logisches ...

Nicht nur ihr Beruf als Lehrerin verbindet die junge Kaede mit ihrem inzwischen dement gewordenen Großvater. Beide lieben es geheimnisvolle Kriminalrätsel zu lösen. Dabei kann sich Himonya-sans logisches Denkvermögen mit den Vorbildern klassischer Kriminalliteratur, die in seiner Bibliothek zu finden ist, durchaus messen - zumindest in seinen „hellen“ Stunden, die allerdings immer wieder mit Phasen eingebildeter Ereignisse und Visionen abwechseln.
In ruhigem, unaufdringlichem Erzählstil schildert Konishi die respekt- und liebevollen Begegnungen von Großvater und Enkelin und ihren Gedankenaustausch zu verschiedenen - mehr oder weniger komplizierten – rätselhaften Begebenheiten, die sich in ihrer Umgebung zugetragen haben. Der Autor bettet diese Szenen ein in Kaedes Alltag, der sich in der Schule und in Treffen und Diskussionen mit ihren wenigen Freunden abspielt. Alles geht seinen geregelten Gang, bis Kaede eines Tages in einen echten Kriminalfall verwickelt wird…




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Veröffentlicht am 19.05.2025

Schnell und schmackhaft

Fast & Tasty
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Nur zwischen 10 und 30 Minuten Arbeitszeit (Koch- bzw. Backzeit nicht mitgerechnet) verlangen die Rezepte, die uns "@Kitchenachim“ in seinem Kochbuch serviert. Hobbyköche mögen hier mitleidig lächeln, ...

Nur zwischen 10 und 30 Minuten Arbeitszeit (Koch- bzw. Backzeit nicht mitgerechnet) verlangen die Rezepte, die uns "@Kitchenachim“ in seinem Kochbuch serviert. Hobbyköche mögen hier mitleidig lächeln, aber für alle diejenigen, die nicht gern lange am Herd stehen, bieten sie eine gute Alternative.
Übersichtlich unterteilt in Kategorien wie Snacks, Salate, sowohl vegetarische als auch Fleischgerichte, Pasta und Süßspeisen erhält der Leser leicht verständlich formulierte Anleitungen, jede mit einem appetitanregenden Foto illustriert. Auch Oecals Einführung in seine „Küchenphilosophie" ist für den Normalverbraucher gestaltet, kurz und unkompliziert.
Die Herstellung der Gerichte ist also „fast“ - aber sind sie auch „tasty“? Dazu haben wir aus jedem Kapitel mindestens ein Rezept getestet und fanden die Speisen sehr schmackhaft. Alle Rezepte können natürlich variiert oder aufgepeppt werden. Auch hierzu gibt Oecal seine Tipps.
Ein Rezeptregister, nach Zutaten geordnet, rundet das Buch ab.
Und noch ein Plus: Wer weitergehende Informationen sucht, etwa Nährwertangaben, Mengenrechner oder gar ein individuelles Tagesprotokoll führen möchte, wird auf der Website im (kostenlosen) Verlagsservice fündig.



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