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Veröffentlicht am 04.02.2026

Erwartungen nicht erfüllt

This Story Might Save Your Life
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🅆🄴🅁🄱🅄🄽🄶 📝 Rezension
📚 Rezensionsexemplar / Thriller
thisstorymightsaveyourlife Rowohlt #tiffanycrum
Buddyread: @lineslieblingsbuecher Insta

❓️Warum wollte ich das Buch lesen?

Schon lange habe ich mich ...

🅆🄴🅁🄱🅄🄽🄶 📝 Rezension
📚 Rezensionsexemplar / Thriller

thisstorymightsaveyourlife

Rowohlt #tiffanycrum
Buddyread: @lineslieblingsbuecher Insta

❓️Warum wollte ich das Buch lesen?

Schon lange habe ich mich auf "This Story Might Save Your Life" gefreut. Podcast-Setting, verschwundene Protagonistin und der beste Freund als möglicher Täter. All das klang nach einer Geschichte ganz nach meinem Geschmack. Die Erwartungen waren entsprechend hoch.

🔎 Worum geht’s?

Joy und Benny sind beste Freunde und führen einen erfolgreichen Survival-Podcast über Leben und Tod. Als Joy plötzlich verschwindet, ebenso wie ihr Ehemann Xander, gerät Benny unter Verdacht. Ein gefundenes Manuskript von Joy offenbart Geheimnisse aus ihrer Vergangenheit und stellt alles infrage, was man über sie zu wissen glaubte.

🧠 Meine Meinung:

Der Aufbau der Geschichte ist grundsätzlich spannend. Die Handlung schreitet tageweise nach Joys Verschwinden voran und wird durch Auszüge aus ihrem Manuskript ergänzt, die Einblicke in die Vergangenheit geben. Dieses Konzept funktioniert theoretisch gut, konnte mich aber praktisch nie ganz abholen.
Über weite Strecken wusste ich nicht, wohin die Geschichte eigentlich will.  Vor allem fehlte es mir an Atmosphäre. Spannung baute sich auch nur schleppend auf, Überraschungen blieben selten, und echtes Miträtseln kam kaum zustande. Schade für unseren Buddyread.
Die zentrale Frage, was ist mit Joy passiert?, trägt die Handlung zwar, doch der Weg zur Auflösung fühlte sich träge an. Erst ab etwa Seite 273 (2. Teil) kommt spürbar Bewegung in die Geschichte, diese hält jedoch nicht lange genug an, um den vorherigen Spannungsmangel auszugleichen.
Einen Thriller habe ich hier nicht gefunden. Für mich ist es eher ein Spannungsroman, dem genau das entscheidende Quäntchen Spannung fehlt. Auch der Podcast als zentrales Element wirkte auf mich eher skurril als faszinierend und konnte meine emotionale Bindung zur Geschichte nicht stärken.

✅️ Fazit:

This Story Might Save Your Life startet mit einer vielversprechenden Idee, bleibt für mich aber hinter ihren Möglichkeiten zurück. Zu wenig Atmosphäre, zu wenig Nervenkitzel, zu wenig Raum für eigene Theorien. Positiv bleibt das Grundkonzept und die kurze Phase, in der das Buch zeigt, was es hätte sein können.
Oder kurz gesagt:
Diese Geschichte wollte mein Leben retten, hat mich aber eher auf eine Probe gestellt, mit erschwerten Bedingungen. Ein Fiebertrum, den ich überlebt habe.

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Veröffentlicht am 19.12.2025

Abgebrochen nach 100 Seiten

Maggie
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❓️Warum wollte ich das Buch lesen?

Der Klappentext klang vielversprechend. Eine Geschichte, die Humor und Traurigkeit verbindet, eine ungewöhnliche Prämisse und ein Titel, der neugierig macht. Ich hatte ...

❓️Warum wollte ich das Buch lesen?

Der Klappentext klang vielversprechend. Eine Geschichte, die Humor und Traurigkeit verbindet, eine ungewöhnliche Prämisse und ein Titel, der neugierig macht. Ich hatte auf eine kluge, emotionale Mischung gehofft, auf ein Buch, das trotz schwerer Themen Leichtigkeit zulässt und dabei berührt.

🔎 Worum geht’s?

Eine Frau lebt mit ihrem Mann Sam und ihren zwei Kindern in Brooklyn. Eines Abends gesteht Sam ihr in einem Restaurant, dass er eine Affäre mit einer Frau namens Maggie hat. Kurz darauf wird bei der Noch-Ehefrau Brustkrebs diagnostiziert. Während sie sich mit der Trennung, der Krankheit und Erinnerungen an ihre Vergangenheit auseinandersetzt, beginnt sie, mit ihrem Tumor zu sprechen und nennt ihn ebenfalls Maggie. So verknüpfen sich Liebeskummer, Krankheit und Selbstreflexion zu einer sehr persönlichen Erzählung.

🧠 Meine Meinung:

So gut die Grundidee klingt, so wenig hat sie mich leider erreicht. Die Erzählform in der Ich-Perspektive wirkte auf mich  distanziert und monoton. Trotz der ernsten Themen blieb ich emotional außen vor. Selbst beim Vorblättern hatte ich das Gefühl, dass sich auch viele Seiten später kaum etwas verändert oder entwickelt.
Nach etwa 100 Seiten fehlte mir schlicht der Anreiz weiterzulesen und habe es deswegen abgebrochen. Kurz noch das Ende gelesen, aber auch das konnte meine Meinung nicht mehr ändern. Insgesamt empfand ich die Geschichte als erstaunlich emotionslos, was gerade bei einem Stoff über Trennung, Krankheit und Identität für mich besonders enttäuschend war.
Ironischerweise war der Titel für mich das Originellste und Humorvollste an dem ganzen Buch.

✅️ Fazit:

Maggie oder ein Mann und eine Frau kommen in eine Bar hatte für mich großes Potenzial, das jedoch nicht ausgeschöpft wurde. Die Idee ist interessant und sicher spricht die ruhige, reflektierende Erzählweise andere Leser:innen an. Mich persönlich hat das Buch jedoch nicht abgeholt, weshalb ich es nach rund 100 Seiten abgebrochen habe. Wer leise Literatur mag, könnte hier dennoch etwas finden, für mich blieb es leider blass.

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Veröffentlicht am 24.11.2025

Das war leider nix

Das kleine Zuhause in Prag
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❓️Warum wollte ich das Buch lesen?

Wie jedes Mal, wenn ein neuer Band der Romance-Escape-Reihe erscheint, war ich sofort in Vorfreude-Stimmung. Diese Bücher sind für mich kleine Fluchten aus dem Alltag, ...

❓️Warum wollte ich das Buch lesen?

Wie jedes Mal, wenn ein neuer Band der Romance-Escape-Reihe erscheint, war ich sofort in Vorfreude-Stimmung. Diese Bücher sind für mich kleine Fluchten aus dem Alltag, sowie neue Orte, neue Menschen und ein neues Gefühl von Leichtigkeit. Als ich gehört habe, dass es diesmal nach Prag geht, dazu noch mit einer Brauerei-Story und der Rückkehr von Leo aus dem Amalfiküsten-Band, da konnte ich gar nicht anders. Das Buch musste her!

🔎 Worum geht’s?

Anna braucht dringend Abstand von ihrer Familie und dem Brauereileben in England. Da kommt eine Fortbildung in Prag wie gerufen. Neues Handwerk, neue Stadt, neues Kapitel. Was sie nicht erwartet,  ausgerechnet ihr Exmann Leo wohnt mit ihr in derselben charmanten, wenn auch von außen ziemlich gewöhnungsbedürftigen, Dachgeschosswohnung.
Während sie zwischen Bierkurs, Sightseeing und den liebenswert-schrulligen Hausbewohnern versucht, professionell zu bleiben, macht ihr Prag mit seinem Zauber, und Leo mit seiner unverkennbaren Lebenslust, die Sache nicht gerade leicht.

🧠 Meine Meinung:

Ich sag’s offen: Ich bin mit einer Riesenportion Begeisterung gestartet und mit deutlich weniger Begeisterung gelandet. Prag als Setting? Wundervoll! Die Idee rund um die Brauerei? Spannend! Leo? Ein Sonnenschein, den ich schon im Amalfi-Band mochte und auf dessen Geschichte ich total neugierig war.
Aber dann kam Anna.
Und Anna, nun ja, sie hat es mir wirklich nicht leicht gemacht. Während Leo sprüht vor Herz, Humor und >>joie de vivre<<, zieht Anna gedanklich gefühlt ständig die Handbremse. Sie stellt alles in Frage, bezieht jedes Wort auf sich, und dieser dauernde Selbstzweifel-Marathon hat mich irgendwann zu entnervten Augenroll-Pausen gezwungen. Ich wollte sie mögen, wirklich, aber es hat einfach nicht klick gemacht.
Dass die Fortbildung zum Bierbrauen plus Wettbewerb kaum Raum bekam, hat mich zusätzlich irritiert. Zwischen Pilze sammeln, Möbel restaurieren, Freunden besuchen und nächtlichen Grübeleien fragt man sich irgendwann, wann, bitte schön, brauen die eigentlich dieses Bier?
Die einzigen Figuren, die mich wirklich abgeholt haben, waren Michaela und Jan samt ihrer Chata. Immer wenn die beiden auftauchten, stieg meine Lesestimmung deutlich.
Das größte Problem für mich war aber, dass ich die Magie zwischen Leo und Anna nicht gefühlt habe. Keinen Funken, keinen „Oh wow“-Moment, einfach nichts. Und als das Ende dann dramaturgisch ein bisschen in die Kindergartenkiste griff (inklusive eines seltsam weichgespülten Wettbewerbsendes), blieb ich doch etwas enttäuscht zurück.
Sogar Leo, mein heiß erwarteter Protagonist, wurde irgendwann Opfer von Kommunikationsproblemen und das ist etwas, das mich in Liebesgeschichten zuverlässig nervt. Wie alt sind diese Figuren? Haben die nichts aus ihren Fehlern gelernt? Schade!

✅️ Fazit:

Ein schönes Setting, ein geliebter Nebenfiguren-Cast und eine tolle Stadt,  aber die Hauptfiguren haben mich emotional leider nicht abgeholt. Leo bleibt großartig, Anna blieb mir fremd, und der Funke zwischen beiden sprang nicht über. Ein Roman mit viel Potenzial, aber für mich ohne das Herzklopfen, das ich mir so sehr erhofft hatte.

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Veröffentlicht am 01.10.2025

Langweilig

Eine falsche Lüge – Wird es ihre letzte sein?
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❓️Warum wollte ich das Buch lesen?

Schon die Empfehlung von Liane Moriarty hat mich neugierig gemacht: „Der Inbegriff eines Pageturners - schlau, originell und wendungsreich.“ Klingt nach einem Thriller ...

❓️Warum wollte ich das Buch lesen?

Schon die Empfehlung von Liane Moriarty hat mich neugierig gemacht: „Der Inbegriff eines Pageturners - schlau, originell und wendungsreich.“ Klingt nach einem Thriller ganz nach meinem Geschmack. Dazu die Idee einer notorischen Lügnerin als Erzählerin, das versprach Spannung, psychologische Spielereien und jede Menge Twits.

🔎 Worum geht’s?

Sloane Caraway ist eine geborene Geschichtenerzählerin, nur dass ihre Geschichten selten wahr sind. Als sie im Park vorgibt, Krankenschwester zu sein, bringt sie das in das Leben von Jay und Violet Lockhart. Was mit einer kleinen Notlüge beginnt, entwickelt sich zu einer engen Verbindung mit der Familie. Sloane wird Kindermädchen, nähert sich Violet, der Mutter, immer mehr an, bis hin zur Nachahmung. Doch bald stellt sich die Frage, wer hier eigentlich wen belügt?

🧠 Meine Meinung:

Der Anfang hat mich eher kaltgelassen. Bis Seite 100 plätscherte die Handlung vor sich hin, ohne wirkliche Spannung. Kurzzeitig wurde es interessanter, als Sloane tiefer in die Familie integriert wurde, doch selbst da wollte der Funke nicht richtig überspringen.
Ab Seite 190 hatte ich meinen Tiefpunkt erreicht. Zu viel Geplänkel, zu wenig Handlung. Gerade bei einem Thriller erwarte ich mehr Tempo und Nervenkitzel. Die versprochenen Twists waren für mich kaum vorhanden oder zu vorhersehbar. Vieles konnte man sich bereits aus dem Klappentext zusammenreimen. Das Ende brachte zwar noch einen Versuch der Wendung, aber da war ich schon zu sehr ausgestiegen, um begeistert zu sein.

✅️ Fazit:

Eine spannende Grundidee mit viel Potenzial, doch die Umsetzung war für mich zu ruhig, zu vorhersehbar und schlicht kein Thriller im eigentlichen Sinn. Wer es subtil und ruhig mag, könnte hier auf seine Kosten kommen. Ich persönlich habe mir aber mehr Intensität, Sogwirkung und vor allem gut platzierte Twists erhofft.

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Veröffentlicht am 02.09.2025

Abgebrochen nach 120 Seiten

Pinguine fliegen nur im Wasser
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❓️Warum wollte ich das Buch lesen?

Ich greife grundsätzlich gerne zu Büchern, in denen Pinguine vorkommen. Auch wenn das Tier hier nur im Titel genannt wird, hat mich die Bedeutung neugierig gemacht, ...

❓️Warum wollte ich das Buch lesen?

Ich greife grundsätzlich gerne zu Büchern, in denen Pinguine vorkommen. Auch wenn das Tier hier nur im Titel genannt wird, hat mich die Bedeutung neugierig gemacht, ebenso wie die versprochene Geschichte im Klappentext.

🔎 Worum geht’s?

Greta ist laut, bunt und voller Gefühle, genau das, was Vincent eigentlich vermeiden will. Doch nachdem er Job, Wohnung und Ruf verloren hat, landet er ausgerechnet in ihrem Taxi. Aus der Not heraus nimmt er ihr Angebot an. Wenn er bei der Renovierung der geerbten Villa hilft, darf er dort wohnen. Während sie Zimmer für Zimmer verwandeln, merken beide, dass sie sich ähnlicher sind, als gedacht. Doch Nähe ist schwer, wenn man ständig auf der Flucht ist.

🧠 Meine Meinung:

𝘼𝙗𝙗𝙧𝙪𝙘𝙝‼️

Dieses Buch hat mich von Beginn an herausgefordert. Schon die ersten Kapitel wirkten wie ein Puzzle, dessen Teile nicht zusammenpassen wollten. Ein kleines Mädchen 1996, Vincent 2024, mal durchnässt vom Regen, mal plötzlich ohne Job. Dann Szenen im Jahr 2002, dazu Greta als Taxifahrerin. Oft hatte ich das Gefühl, mit jedem erneuten Aufschlagen ein völlig anderes Buch in der Hand zu halten.
Nach etwa hundert Seiten kam dann endlich die Handlung ins Spiel, die der Klappentext versprochen hatte. Vincent zieht in die Villa von Gretas Großvater und hilft bei den Renovierungen. Zum ersten Mal schienen die Figuren greifbarer zu werden, und ich hoffte, dass sich nun eine berührende, vielleicht auch humorvolle Geschichte entwickeln würde. Besonders ein skurriler Mitbewohner oder Helfer weckte kurzzeitig meine Neugier.
Leider hielt dieses Gefühl nicht lange an. Die anfängliche Verwirrung und die oft bruchstückhaft wirkenden Szenen erschwerten mir den Zugang so sehr, dass meine Neugier auf das Ende verloren ging. Nach etwa 120 Seiten habe ich mich entschieden, das Buch abzubrechen.

Dennoch glaube ich, dass diese Geschichte ihre Momente hat. Vielleicht braucht sie einfach die richtigen Leser:innen, die Geduld mitbringen und Freude daran haben, den Figuren nur langsam näherzukommen.


✨ Fazit:

Auch wenn mich die Geschichte nicht erreichen konnte und ich sie schließlich abgebrochen habe, weiß ich, dass viele Leser:innen ganz anders empfinden. Ich habe bereits einige sehr positive Stimmen zu diesem Roman gelesen, die genau das schätzen, womit ich mich schwergetan habe, - die langsame Annäherung an die Figuren und die besondere Erzählweise. Für mich persönlich war es nicht das richtige Buch, aber ich bin überzeugt, dass es andere berühren und begeistern kann.

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