Lost in the Wild – Papa gegen Tochter im Survival-Buddyread
Lost in the WildKein Netz, keine Ausrüstung und plötzlich hängt man mitten im Gebirge fest – und ich dachte schon, mein Handy-Akku bei 5 % wäre Hardcore-Survival. Gemeinsam mit meiner Tochter habe ich mich in dieses Buch ...
Kein Netz, keine Ausrüstung und plötzlich hängt man mitten im Gebirge fest – und ich dachte schon, mein Handy-Akku bei 5 % wäre Hardcore-Survival. Gemeinsam mit meiner Tochter habe ich mich in dieses Buch gestürzt und wir waren sofort drin im Abenteuer. Sie hatte schon bei der ersten Lawinenszene Herzklopfen, ich eher Schweißhände, weil ich mir nur ausgemalt habe, wie mies meine Kondition wäre, wenn ich da hochkraxeln müsste. Buddyread-Highlight: Sie hat mir ständig meine eigenen panischen Kommentare vorgelesen und sich dabei kaputtgelacht.
Die Story ist rasant, detailreich und packend. Man spürt quasi jeden Stein, über den die Figuren stolpern, und die ganze Zeit fragt man sich: „Wie würde ich das eigentlich überleben?“ Meine Tochter meinte irgendwann trocken: „Papa, du wärst schon beim ersten Bergaufmarsch tot.“ Ja danke, Kind. Trotzdem – genau dieses Mitfiebern macht das Buch so stark.
Besonders cool fanden wir die Prepper-Gruppe, die plötzlich auftaucht. Klingt erstmal nach Rettung, aber naja … wir haben ziemlich diskutiert, ob wir den Typen vertrauen würden. Sie meinte: „Nein, Papa, du bist viel zu naiv!“ Und ich so: „Aber die haben Essen und Ausrüstung!“ – da hatte sie mich schon wieder ausgelacht.
Warum keine fünf Sterne? Ein paar Szenen wirkten für mich leicht überdreht, fast wie aus einem Actionfilm. Meine Tochter fand das wiederum mega, also hat das wohl mit meinem Alter zu tun. Insgesamt aber ein packender Survival-Trip mit echtem Kopfkino und einigen Momenten, bei denen wir uns gegenseitig gefragt haben: „Und jetzt? Was würden wir tun?“ Antwort meistens: „Vermutlich heulen und hoffen.“
Fazit: Spannend, wild, nervenaufreibend – perfekt für ein Buddyread-Abenteuer, bei dem man mehr lacht, als man sollte.