Vielleicht hätte es mich schon warnen sollen, dass sich zu dem angeblichen Autor dieses Buches, H.M.Connally, im Internet nicht wirklich etwas finden lässt. Doch war der Inhalt sehr spannend beschrieben. ...
Vielleicht hätte es mich schon warnen sollen, dass sich zu dem angeblichen Autor dieses Buches, H.M.Connally, im Internet nicht wirklich etwas finden lässt. Doch war der Inhalt sehr spannend beschrieben. Eine Therapie einer Mörderin, das klingt spannend, und das hätte ich auch sehr gerne gelesen. Wenn nur das Buch hauptsächlich auch davon gehandelt hätte und nicht ungefähr ab der Mitte in eine völlig andere Richtung abgedriftet wäre!
Die erste Hälfte des Buches hat mir noch recht gut gefallen, es liest sich flüssig und spannend und man lernt die Psychiaterin Ava und ihre Klientinnen - alles Mörderinnen, aber meistens solche, die davor lange missbraucht worden waren und sich dann nur gegen ihre Peiniger zur Wehr gesetzt oder dafür gerächt hatten - ein bisschen kennen und es gibt erste Therapiegespräche, die durchaus interessant sind. Die Geschichte wird auch aus unterschiedlichen Perspektiven geschildert. Auch der Vortrag der Psychiaterin auf einer Tagung und die Hintergrundinformationen zu typischen Mordmotiven von Männern vs. Frauen und einigen psychologischen Theorien waren noch recht interessant und einigermaßen fachlich fundiert.
Doch im letzten Teil des Buches kommt es zu wirklich extremen Gewalt- und Vergewaltigungsexzessen, die bis ins letzte Detail in fast schon pornographischer Art und Weise geschildert werden. Das macht schreckliche Bilder im Kopf, die man nicht so leicht wieder los wird und die in diesem Detailgrad für die Handlung des Buches überhaupt nicht notwendig gewesen wären. Es geht dann auch nicht mehr wirklich um die Therapie oder Psyche von irgendwelchen Mörderinnen, sondern um etwas ganz anderes. Insgesamt kann ich dieses Buch also leider nicht wirklich empfehlen und vergebe 2 Sterne für einen gelungenen Anfang, der leider dann in eine sehr hässliche und auch nicht zur Beschreibung passende Richtung abdriftet.
"Die Ausweichschule" von Kaleb Erdmann hat es immerhin auf die Shortlist des diesjährigen Deutschen Buchpreises geschafft. So etwas macht neugierig auf ein Buch. Doch nachdem ich die Lektüre beendet habe, ...
"Die Ausweichschule" von Kaleb Erdmann hat es immerhin auf die Shortlist des diesjährigen Deutschen Buchpreises geschafft. So etwas macht neugierig auf ein Buch. Doch nachdem ich die Lektüre beendet habe, lässt es mich ratlos rätselnd zurück, wie es dazu gekommen sein könnte. Wenn sich etwas wirklich ganz Besonderes und Preisverdächtiges darin verstecken sollte, dann hat es sich zumindest mir als Vielleserin und geübter Bucheinschätzerin nicht gezeigt. Gegen Ende klingt es auch so, als ob der Autor tatsächlich einen Roman über die Geschehnisse rund um das Attentat an seiner Schule in Erfurt schreiben hätte wollen, der aber von allen Verlagen abgelehnt worden sei.
Hier handelt es sich nun um etwas, das ich kritisch die Überbleibsel aus diesem misslungenen Schreibprozess nennen würde. Mit sehr viel Wohlwollen könnte es etwas Ähnliches wie ein Memoir sein - dafür gibt es für mich aber deutlich zu wenig gelungene Selbstreflexion in diesem Buch. Für mich wirkt es wie ein künstlich konstruierter Versuch, eine Geschichte um etwas zu schreiben, das der Autor ganz am Rande als 11-jähriger mitkommen hat: den Amoklauf in Erfurt. Leider gibt das eigene Erleben des Jungen nicht viel her, das berichtenswert wäre, eben so wenig wie die spärlichen Informationen, die er rund um den Amoklauf zusammenträgt. Vielleicht kann man ihm mit viel Wohlwollen zu Gute halten, dass er nichts erfinden wollte? Geschätzt 70 Prozent des Buches bestehen aber leider aus für mich sehr uninteressant geschilderten Details aus dem Alltagsleben des Autors, viel wird dabei einfach irgendetwas gegessen oder irgendwo herumgegangen. Weder die psychische Befindlichkeit des Autors noch der Amoklauf an sich sind mir durch dieses Buch in irgendeiner Weise näher gekommen. Am ehesten bleiben noch die Referenzen auf andere Autoren im Gedächtnis, die sich an ähnlichem versucht haben: einer nicht zu reißerischen Aufarbeitung realer Mordfälle anhand weniger Details, und die dahinter stehende Frage, ob es zwangsläufig ein langweiliges Buch werden muss, wenn man so wenige Informationen hat und selbst nur ganz am Rande betroffen war.
Vielleicht verbirgt sich in diesem Buch irgendetwas Großartiges, das die Jury des Deutschen Buchpreises erkannt hat und sich vor mir verbirgt. Persönlich tendiere ich zu 2 bis 3 Sternen, wobei ich schon viele bessere Bücher gelesen habe, die ich mit 3 Sternen bewertet habe. Dem Buch nur deshalb 3 Sterne zu geben, weil es ein Buchpreiskandidat war, wäre nicht mehr meine ehrliche Meinung. Also 2 Sterne für ein Buch, aus dem mit Überarbeitung sicher etwas viel Interessanteres werden hätte können - ohne zugleich in die Sensationsberichterstattung zu gehen - es hätte gereicht, wenn der Autor selbst mit seiner Persönlichkeit für mich greifbarer geworden wäre, abseits all der Alltagsbanalitäten.
"Adama" von Lavie Tidhar ist ein hartes Buch. Die Härte, mit der sich die Überlebenden des Holocausts und die schon früher nach Israel ausgewanderten oder dort geborenen Juden dieses Land mit der Waffe ...
"Adama" von Lavie Tidhar ist ein hartes Buch. Die Härte, mit der sich die Überlebenden des Holocausts und die schon früher nach Israel ausgewanderten oder dort geborenen Juden dieses Land mit der Waffe erkämpft haben, wird spürbar. Erzählt wird eine Geschichte über mehrere Generationen. Gründungsperson dieser Familie ist Ruth, die große Teile ihrer Familie im Holocaust verloren hat und die es geschafft hat, schon vor der Shoah nach Palästina auszuwandern und dort im Kibbuz lebt. Später kommt ihre Schwester Shosh(ana), die ein Konzentrationslager überlebt hat, für eine Weile dazu, außerdem gibt es Kinder und Enkel. Familie soll aber im Kibbuz nicht wirklich gelebt werden, die Kinder werden von Anfang an ihren Eltern entfremdet, gemeinschaftlich aufgezogen und sollen die Eltern nicht "Mama" oder "Papa" nennen, sondern nur beim Vornamen, siehe z.B. diese Stelle: "Yael gehörte ihr nicht, ihr gehörte nichts, jedenfalls nicht, solange sie im Kibbuz lebte. Yael war nur eine von vielen Rotznasen in der Masse der Kinder, unterschied sich durch nichts von Yoram und Ophek, den Kindern ihrer Schwester. Sie gehörten alle dem Kibbuz." (S. 228). Auch deshalb scheint in späteren Generationen, die so nicht mehr leben möchten, der Kibbuz ein aussterbendes Konzept zu sein.
Am interessantesten war für mich an diesem Buch tatsächlich die Schilderung des harten Alltags des Ankommens in Palästina in den späten 1940er Jahren und danach, sowie der kommunistisch organisierte Alltag im Kibbuz, ohne traditionelle Familienstrukturen oder Privateigentum und die extreme Betonung des Werts von Arbeit, siehe z.B. diese Stelle: "Jetzt traf Ruth sich mit all ihren alten Freunden und Freundinnen in einem hübschen, gemütlichen Saal, wo sie Produkte aus der Fabrik verpackten: eine leichte, unanstrengende Arbeit, aber immer noch Arbeit. Und die war im Kibbuz von allerhöchstem Wert. Arbeiter sein. Wer arbeitete, war jemand und war kein Schmarotzer. Ein Wort, das Ruth ausspie wie die schlimmste Beleidigung, schlimmer als alles andere. Wenn man hart arbeitete, spielte es keine Rolle, was man sonst machte." (S. 44)
Und sonst gemacht wird eine Menge, unter anderem mit der Waffe für das Land gekämpft, aber auch, in einer späteren Generation, für Geld Auftragsmorde verübt, und noch so einiges mehr. Es ist eine kalte Zeit, in der arabische Dörfer einfach ausgelöscht werden, denn: "Die Tzabarim waren nicht schwach wie die alten europäischen Juden. Sie waren neu und hart und die Herrscher in diesem Land, diesem "Adama". Sie hatte das Wort im Hebräischunterricht gelernt und hasste es. "Es gibt kein A-d-a-am-a ohne d-a-m", hatte ihr erster Lehrer stolz erklärt. "Dam" war Hebräisch und bedeutete Blut. Kein Land ohne Blut. Shosh hatte Blut satt." (S. 224)
Aber auch jüdische Flüchtlingskinder nicht sicher sind und laufen Gefahr, skrupellosen Menschenhändlern zum Opfer zu fallen, ohne dass es die meisten anderen Menschen besonders kümmert. Stark spürbar sind die tiefen Wunden und Traumatisierungen durch die NS-Zeit, und der starke Wunsch, weiterzuleben und das Leben weiterzugeben, siehe z.B. diese Stelle: "Shosh wünschte sich auch ein Baby. Von wem, spielte keine Rolle. Sie wollte neues Leben in die Welt setzen, neues Leben für all das verlorene. Schon allein, um den Nazis zu sagen, ihr konntet uns nicht alle töten, und jetzt sind wir hier, wir leben noch und wir schaffen neues Leben. Ein Baby zu bekommen, hatte etwas von einem Wunder." (S. 156)
An diesen erwähnten Themen sieht man also: das Buch behandelt wichtige Aspekte der Geschichte Israels und regt zum Nachdenken an. Damit komme ich allerdings auch schon zur Kritik: sprachlich und literarisch ist es weit entfernt davon, ein Meisterwerk zu sein. Die Sprache ist überwiegend sehr einfach, teilweise voll mit übertriebenen, unpassenden Metaphern. Es gibt unzählige für die weitere Handlung irrelevante Szenen zum Rauchen oder Essen, die in wiederholender Art detailliert geschildert werden. Die Charaktere sind simpel konstruiert, keinen davon konnte ich wirklich nachfühlen, insgesamt verbindet sie fast alle nur die Härte, die sie in sich tragen, ansonsten werden sie wenig individuell spürbar. Von der inhaltlichen Konstruktion her sind es auch eher einzelne Szenen, die geschildert werden, als ein in sich schlüssiger Thriller. Spannung kommt auch nicht wirklich auf. Insgesamt ist es also ein bestenfalls mittelmäßiges Buch, das ich nicht wirklich empfehlen kann, denn auch zu oben geschilderten Themen gibt es in der israelischen Literatur weit besseres.
"Mein Vater, der Gulag, die Krähe und ich" ist ein Buch, dessen Beschreibung mich sehr neugierig gemacht hat: Familiengeschichten, alte Traumata, vielleicht ein bisschen Selbsterkenntnis - das ist genau ...
"Mein Vater, der Gulag, die Krähe und ich" ist ein Buch, dessen Beschreibung mich sehr neugierig gemacht hat: Familiengeschichten, alte Traumata, vielleicht ein bisschen Selbsterkenntnis - das ist genau meines, dachte ich. Nun steht es auch noch auf der Longlist für den diesjährigen Österreichischen Buchpreis.
Das Buch behandelt auch wirklich spannende Themen und vermittelt eine besondere, sehr eindringliche Atmosphäre. Man merkt, dass die Autorin viel zu sagen hat und sprachlich einiges wagt. Aber genau mit dieser Sprache hat sich mich leider auch verloren: das Buch besteht fast nur aus bewusstseinsstromartigen, unglaublich langen Sätzen, sodass sich die Lektüre für mich äußerst mühsam gestaltet hat. Ich habe überlegt, zur Anschauung einen davon zu zitieren, sehe aber wieder davon ab, weil die Sätze so extrem lang sind, dass dieses Zitat hier unverhältnismäßig viel Raum einnehmen würde. Fast jeder Satz zieht sich über mehrere Seiten, man kommt kaum zum Durchatmen und Pause machen zwischendurch. Das ist möglicherweise ein bewusst gewähltes Stilmittel, um die Eindringlichkeit der vermittelten Botschaften zu unterstreichen, freundlich gegenüber Lesenden ist es aber definitiv nicht.
Dadurch war es für mich auch sehr schwierig bis stellenweise unmöglich, mich wirklich auf die Geschichte einzulassen. Schade, denn inhaltlich steckt viel drin: die Auseinandersetzung mit Herkunft und Prägung durch die Geschichte des Vaters, die Schwere von Erinnerungen und transgenerationalen Traumata und das Suchen nach einem Platz in der Welt als queere Person.
Insgesamt ist es ein Buch mit wichtigen Botschaften und einer sehr ungewöhnlichen Erzählweise, das für mich aber leider ein eher zähes Leseerlebnis war. Empfehlen würde ich es nur bedingt, es braucht schon viel Konzentration, Interesse und Hingabe, um sich auf dieses sehr speziell geschriebene Buch einzulassen.
Ich liebe Bücher und bin immer eher geneigt, sie wohlwollend zu beurteilen, was sich auch daran zeigt, wie viele ich schon mit vier oder fünf Sternen bewertet habe. Ein Buch muss mich also schon sehr verärgern ...
Ich liebe Bücher und bin immer eher geneigt, sie wohlwollend zu beurteilen, was sich auch daran zeigt, wie viele ich schon mit vier oder fünf Sternen bewertet habe. Ein Buch muss mich also schon sehr verärgern oder enttäuschen, damit es von mir nur zwei Sterne bekommt. Leider ist das bei "Eislotus - Wasser findet seinen Weg" der Fall und das bedaure ich selbst, denn das Buch hat so vielversprechend begonnen.
Äußerlich ist es wunderschön und passend zum Element Wasser gestaltet und insbesondere der Farbschnitt sieht selbst wie ein Seelenbuch aus. Und auch die Geschichte beginnt und entwickelt sich erst einmal vielversprechend.
Aufwendig und liebevoll wurde eine eigene High-Fantasy-Welt der Elementemagie geschaffen, in der sich Menschen an die vier Elemente Wasser, Erde, Luft und Feuer mittels eines Seelenbuches binden und dann entsprechende Magie ausüben und eine Art Unsterblichkeit erlangen können, da sie nach ihrem physischen Tod in das Buch als Seele eingehen, sich dort mit anderen geliebten Seelen im selben Buch wiedervereinigen können und "zu Tinte werden". Je mehr Seelen ein Buch enthält, desto mächtiger ist es.
Diese Idee hat mir sehr gefallen - endlich mal wieder ein spannendes High-Fantasy-Buch, in dem es um eine seltenere Art von Magie geht (mal keine Werwölfe, Vampire, Hexen oder ähnliches) und das nicht so stark in Richtung Romantasy geht, sondern klar Fantasy ist (auch wenn zwei Charaktere sich ein bisschen zueinander hingezogen fühlen, aber mehr als tiefe Freundschaft entwickelt sich in dem Buch zwischen ihnen nicht und es gibt keinerlei romantische oder "spicy" Szenen, das habe ich zur Abwechslung sehr angenehm gefunden).
Um neue Bücher an Seelen binden zu können, braucht es die Buchbinder, und damit die den verschiedenen Elementen nahestehenden Menschen nicht mehr, wie in der Vergangenheit, blutige Kriege um diese knappe Ressource führen, gibt es eine Art Turnier, einen "Stellvertreterkrieg", bei dem ausgewählte Angehörige der vier Elemente miteinander darum kämpfen, wer die Buchbinder für den nächsten Zyklus in die eigene Region und Stadt führen darf. Die ausgewählten beziehen für diese Zeitspanne eine Akademie in Lort, der Stadt, die auf den Ausgleich der Elemente achtet, werden dort untergebracht, verpflegt und ausgebildet und müssen sich immer wieder Aufgaben und einer Auswahl durch die Stadtbewohner stellen.
Das ist eine durchaus bekannte Idee, die sich auch in anderen Fantasybüchern und Dystopien findet, hier aber auf eine ganz eigene Art und Weise ausgetragen wird. Originell habe ich gefunden, dass es nicht hauptsächlich um Kämpfe geht, sondern auch um Intelligenz und Kreativität, um Verbindungen der Elemente miteinander und darum, die Dinge kritisch zu hinterfragen. Geschildert ist das Buch abwechselnd aus den Perspektiven der Mondgebundenen (Wasser-Element) Nara und des Sonnengebundenen (Feuerelement) Katso, das macht es auch nochmal interessanter.
Bis kurz vor dem Ende hätte ich das Buch insgesamt mit soliden vier Sternen bewertet (keine fünf Sterne, weil es speziell am Anfang einige Längen aufweist). Ein aufwendiges, interessantes Worldbuilding, spannende Aufgaben und glaubwürdige Charaktere, das mag ich. Während der Lektüre baut sich Spannung auf und man hofft auf die Beantwortung vieler offener Fragen, die sich stellen, z.B. was mit Naras angeblich verstorbenen Eltern wirklich passiert ist, was es mit den Ungebundenen auf sich hat, wer hinter gewissen Attentaten steckt, wer die Stimme ist, die immer wieder in den Fußnoten kommentiert, wem zu trauen ist und wem nicht und natürlich, wer am Ende das Turnier gewinnt.
Ohne spoilern zu wollen, muss ich an dieser Stelle sagen: so gut wie keine dieser Fragen wird am Ende beantwortet. Das Buch endet einfach mittendrin, wir sind noch nicht einmal in der Nähe des Endes des Turniers, da ist das Buch auf einmal zu Ende, und auch sonst wird so gut wie keine dieser und meiner weiteren offenen Fragen beantwortet, nur eine einzige, eher irrelevante, Kleinigkeit in Bezug auf einen Verrat wird aufgedeckt. Aber ansonsten endet das Buch gefühlt einfach in der Mitte der Handlung und lässt mich ratlos und enttäuscht zurück.
Mir ist klar, dass es sich dabei um den ersten Band eines Zyklus handelt und dieser somit nicht absolut alle offenen Fragen klären wird. Ich habe aber schon viele mehrbändige Fantasy-Zyklen gelesen, und die guten davon sind so verfasst, dass man auch am Ende eines einzelnen Bandes ein befriedigendes Leseerlebnis hat. Üblich ist zum Beispiel, dass viele offene Fragen sich am Ende des Bandes klären, aber eine offen bleibt, es also einen Cliffhanger gibt, der neugierig macht, weiterzulesen. Das würde ich angebracht finden. Aber das Ende dieses Buches ist eine einzige Sammlung an offenen Themen und Fragen, es wird so gut wie nichts aufgeklärt.
Und genau das verärgert und enttäuscht mich und macht mich auch nicht geneigt, die Folgebände zu lesen... wer sagt mir, dass dann meine Fragen beantwortet werden und nicht jeder Band und vielleicht am Ende auch die komplette Serie mit vielen offenen Fragen endet?
Ein guter Anfang und eine spannende Idee, die aber völlig unzureichend ins Ziel bzw. eben nicht ins Ziel gebracht wurde. Fast scheint es so, als wären die letzten 50 oder 100 Seiten verloren gegangen. Schade, dass das Lektorat die Autorin hier nicht darauf hingewiesen hat. Sie hat zweifellos Erzähltalent und es wäre sonst so ein spannendes Buch, aber mit so einem unbefriedigenden Ende kann ich von diesem Buch nur abraten.