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Veröffentlicht am 21.09.2025

Emotionaler Rockstar-Abschluss voller Herz und Spannung

Everything I Want With You
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Mit Everything I Want With You ist Sarah Saxx ein berührender Abschluss der Mighty-Bastards-Reihe gelungen. Besonders Spencers innere Kämpfe haben mich tief bewegt: Seine Angst vor einem Outing, die Diskrepanz ...

Mit Everything I Want With You ist Sarah Saxx ein berührender Abschluss der Mighty-Bastards-Reihe gelungen. Besonders Spencers innere Kämpfe haben mich tief bewegt: Seine Angst vor einem Outing, die Diskrepanz zwischen dem Rockstar-Image und seinen wahren Gefühlen sind sehr glaubwürdig und nachvollziehbar beschrieben. Oliver bringt mit seiner ruhigen, empathischen Art eine wunderbare Ergänzung in die Geschichte, und die Chemie zwischen den beiden hat mich sofort gepackt. Ich mochte, dass die Liebesgeschichte langsam und intensiv aufgebaut wird, während gleichzeitig durch den Stalker und die drohende Enthüllung genug Spannung bleibt, um die Handlung mitreißend zu gestalten. Der Schreibstil ist locker, gefühlvoll und sorgt dafür, dass man sich leicht in beide Perspektiven hineinversetzen kann. Zwar sind einige Wendungen vorhersehbar und das Tempo schwankt an einzelnen Stellen, aber das hat mein Leseerlebnis kaum geschmälert. Für mich ist dieses Buch ein schöner, emotionaler Abschluss der Reihe, der Liebe, Musik und innere Konflikte gelungen verbindet.

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Veröffentlicht am 21.09.2025

Atmosphärischer Auftakt voller Spannung und Gefühlen

Queens Cartel (Band 1) - With All Your Scars
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Mit Queens Cartel – With All Your Scars hat Anne Lück einen spannenden und atmosphärischen Reihenauftakt geschaffen, der mich von Anfang an fesseln konnte. Schon das Setting hat mich begeistert: die herbstliche ...

Mit Queens Cartel – With All Your Scars hat Anne Lück einen spannenden und atmosphärischen Reihenauftakt geschaffen, der mich von Anfang an fesseln konnte. Schon das Setting hat mich begeistert: die herbstliche Stimmung in Leeds mit roten Backsteingebäuden, regnerischen Straßen und dem düsteren Unterton des Gang-Milieus schafft sofort eine besondere Atmosphäre. Man spürt die Gefahr im Hintergrund, gleichzeitig aber auch dieses gewisse Knistern, das perfekt zu einer Romantic-Suspense-Geschichte passt.

Florie als Protagonistin hat mir richtig gut gefallen. Sie ist ehrgeizig, zielstrebig und will unbedingt ihren Weg als Medizinstudentin gehen. Gerade ihr moralischer Kompass, ihre Stärke, aber auch die kleinen Unsicherheiten machen sie sehr greifbar. Im Kontrast dazu steht Cillian, der Anführer des Queens Cartel, der mit seiner harten Fassade, seiner geheimnisvollen Ausstrahlung und seinen Machtspielen sofort Neugier weckt. Die Dynamik zwischen den beiden hat mich durchweg in den Bann gezogen – es ist ein langsamer, intensiver Aufbau, ein echter Slow Burn, der perfekt zur Geschichte passt. Auch die Nebenfiguren wie Judd, Parker oder Nico bringen Tiefe ins Geschehen und geben der Welt rund um das Cartel mehr Gewicht.

Besonders gut fand ich die Mischung aus Gang-Gefahren, der aufkommenden Liebesgeschichte und den medizinischen Aspekten. Diese Verbindung habe ich so noch nicht oft gelesen, und sie bringt viel Abwechslung in die Handlung. Anne Lücks Schreibstil trägt dazu bei, dass man sich in die Szenen hineinversetzen kann – er ist emotional, bildhaft und gleichzeitig leicht zu lesen.

Allerdings gab es auch ein paar Punkte, die für mich nicht ganz so stark waren. Während der Anfang sehr spannend und überraschend ist, habe ich gegen Ende das Gefühl gehabt, dass sich manches ein wenig vorhersehbar entwickelt. Einige Wendungen konnte man schon früh erahnen, wodurch der Nervenkitzel etwas verloren ging. Auch das Tempo ist stellenweise ungleichmäßig – manche Passagen ziehen sich ein wenig, während andere vor Spannung nur so sprühen. Außerdem darf man vom Gang- und Mafia-Setting keine allzu harte, realistische Darstellung erwarten. Vieles wirkt eher romantisiert, was für mich in diesem Genre aber nicht unbedingt störend war.

Insgesamt habe ich das Buch sehr gerne gelesen und finde, dass es ein gelungener Auftakt für die Dilogie ist. Es kombiniert Romantik, Spannung und eine geheimnisvolle Atmosphäre auf eine Weise, die mich mitgerissen hat. Wer Lust auf eine Liebesgeschichte mit düsterem Hintergrund, starken Figuren und einer Prise Gefahr hat, wird hier sicher auf seine Kosten kommen. Für mich ist With All Your Scars ein packender Einstieg, der Lust auf mehr macht – ich freue mich schon sehr auf die Fortsetzung.

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Veröffentlicht am 09.09.2025

Emotionaler Sommerroman voller Tiefe

The Summer I Saved You
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The Summer I Saved You hat mich von Anfang an mit seiner Atmosphäre eingefangen. Elizabeth O’Roark erzählt die Geschichte von Lucie, die nach einer schmerzhaften Trennung in das Seehaus ihrer Familie zurückkehrt ...

The Summer I Saved You hat mich von Anfang an mit seiner Atmosphäre eingefangen. Elizabeth O’Roark erzählt die Geschichte von Lucie, die nach einer schmerzhaften Trennung in das Seehaus ihrer Familie zurückkehrt – ein Ort voller Erinnerungen an unbeschwerte Sommer. Doch statt Ruhe erwartet sie Caleb, der mürrische Nachbar, in den sie schon als Jugendliche heimlich verliebt war. Ausgerechnet er ist nun auch noch ihr neuer Chef.

Die Ausgangssituation verspricht eine Menge Spannung – und genau die liefert O’Roark auch. Zwischen Lucie und Caleb liegt diese unausgesprochene Anziehung, die sich trotz Widerständen nicht leugnen lässt. Mir hat gefallen, wie intensiv die Emotionen transportiert werden. Lucie ist verletzlich, aber nicht passiv – man spürt ihren Wunsch nach Heilung und Neubeginn. Caleb dagegen ist das perfekte Gegenstück: verschlossen, manchmal stur und schwer zugänglich, was mich stellenweise frustriert, gleichzeitig aber auch fasziniert hat.

Besonders stark fand ich das Setting. Die sommerliche Kulisse am See mit ihren Erinnerungen an die Vergangenheit verleiht dem Buch eine melancholische, fast bittersüße Note. Es ist kein leichter Sommerroman, den man mal eben zwischendurch liest – dafür ist er zu emotional, zu roh. Genau das kann man sowohl als Stärke als auch als Schwäche sehen: Mich hat die Intensität oft berührt, manchmal aber auch ein wenig erschöpft.

O’Roarks Schreibstil ist flüssig und atmosphärisch. Sie versteht es, Stimmungen zu erschaffen und Figuren lebendig wirken zu lassen. Dennoch hätte ich mir an manchen Stellen mehr Leichtigkeit oder kleine humorvolle Momente gewünscht, um die Schwere der Handlung auszugleichen.

Insgesamt ist The Summer I Saved You eine emotionale, atmosphärisch dichte Liebesgeschichte über Verletzlichkeit, zweite Chancen und den Mut, sich wieder auf die Liebe einzulassen. Wer dramatische, gefühlsgeladene Romane liebt, wird hier fündig. Wer eher eine lockere Sommerromanze erwartet, sollte sich darauf einstellen, dass dieses Buch deutlich tiefer geht.

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Veröffentlicht am 05.09.2025

Wenn der Sog der Dunkelheit dich packt

The Stars are Dying
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Ich muss sagen, The Stars are Dying hat mich ein bisschen hin- und hergerissen zurückgelassen. Die düstere Atmosphäre und die Mischung aus Romantasy und Magie sind genau mein Ding – aber der Einstieg? ...

Ich muss sagen, The Stars are Dying hat mich ein bisschen hin- und hergerissen zurückgelassen. Die düstere Atmosphäre und die Mischung aus Romantasy und Magie sind genau mein Ding – aber der Einstieg? Uff. Ich hatte wirklich Mühe, in die Geschichte reinzukommen. Der Schreibstil ist ziemlich blumig, und ich musste oft mehrmals zurückblättern, weil ich einfach nicht durchgeblickt habe.

Astraea, die Hauptfigur, hat mich leider auch nicht ganz überzeugt. Ich hatte oft das Gefühl, dass sie viel zu langsam von den ganzen Geschehnissen erfasst wurde, und auch Nyte, der mysteriöse Vampir, blieb mir irgendwie zu kühl und zu weit weg. Da hat die Beziehung zwischen den beiden leider nicht ganz gezündet.

Trotzdem… die Grundidee ist echt cool! Die Welt hat viel Potenzial, besonders das Libertatem, und die ganze Spannung zwischen den Charakteren ist schon fesselnd. Ich glaube, für Leser*innen, die auf romantische, langsame Entwicklungen und ein bisschen Drama stehen, kann das hier ein echter Hit sein.

Fazit: Wenn du Lust auf eine dunkle, emotionale Story hast und kein Problem mit einem etwas schleppenden Einstieg, dann ist das hier vielleicht genau dein Ding. Für mich war es ein bisschen zu viel Durcheinander, aber trotzdem ein Buch, das einen besonderen Flair hat.

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Veröffentlicht am 05.09.2025

Magische Herbststimmung und eine Reise zu sich selbst

Rewitched
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Ich habe mich sofort in die Stimmung dieses Buches verliebt. Schon die ersten Kapitel fühlten sich an wie ein gemütlicher Herbstabend mit Tee, Kerzen und einem Stapel Kürbiskekse – genau das richtige Buch, ...

Ich habe mich sofort in die Stimmung dieses Buches verliebt. Schon die ersten Kapitel fühlten sich an wie ein gemütlicher Herbstabend mit Tee, Kerzen und einem Stapel Kürbiskekse – genau das richtige Buch, wenn man mal wieder etwas Magisches und Warmes fürs Herz braucht.

Im Mittelpunkt steht Belle Blackthorn, die ein kleines Buchgeschäft in London führt und ihre Magie fast vergessen hat. Sie wirkt zu Beginn unsicher, manchmal ein bisschen verloren, aber gerade das macht sie so menschlich. Als ihr Hexenzirkel sie zwingt, sich einer Prüfung zu stellen, die über ihre Kräfte entscheidet, war ich sofort gefesselt. Besonders dieser Satz ist mir hängen geblieben:
„Magie war nicht etwas, das ich verlor. Sie war etwas, das ich vergessen hatte, wie man sie atmet.“
Für mich steckt darin so viel Wahrheit – auch jenseits der Fantasy. Wie oft vergessen wir im Alltag, was uns eigentlich ausmacht?

Die Atmosphäre ist für mich das größte Highlight des Buches. Alles wirkt nach Herbst, nach knisternden Blättern und geheimnisvollen Nächten. Ich habe mir Belle’s Buchladen, die Ritualkreise und ihre Begegnungen mit Rune bildlich vorstellen können. Apropos Rune: Seine geheimnisvolle, zurückhaltende Art hat mich total neugierig gemacht, und ich habe die langsame Entwicklung zwischen ihm und Belle sehr genossen. Es ist keine überstürzte Liebesgeschichte, sondern eher ein vorsichtiges Herantasten, das unglaublich echt wirkt.

Ja, manchmal war mir das Tempo ein bisschen zu langsam, und es hätte hier und da mehr passieren dürfen. Aber ehrlich gesagt passte es auch zu dieser Art von Geschichte – sie will nicht durch Action glänzen, sondern durch Atmosphäre und Gefühl.

Am Ende habe ich das Buch mit einem warmen Lächeln zugeschlagen. Rewitched ist für mich ein echtes Wohlfühlbuch, das daran erinnert, dass wir unsere eigene Magie nie ganz verlieren – wir müssen uns nur manchmal wieder daran erinnern.

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