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Veröffentlicht am 10.09.2025

Tolles Kinderbuch zu Trauer und Trost

Malte & Oßkar und der Lauf der Dinge
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Malte & Oßkar und der Lauf der Dinge hat mir wirklich gut gefallen als Buch.

Die Zeichnungen sind lebhaft und warm gestaltet, sodass man sich sehr aufgehoben in den Seiten fühlt, und die Texte offensichtlich ...

Malte & Oßkar und der Lauf der Dinge hat mir wirklich gut gefallen als Buch.

Die Zeichnungen sind lebhaft und warm gestaltet, sodass man sich sehr aufgehoben in den Seiten fühlt, und die Texte offensichtlich mit Liebe verfasst, und das auf eine so angenehme Art, dass sie einerseits kindgerecht sind und das Thema von Verlust, Schmerz und Trost super angenehm aufgreifen, sodass man es auch mit Kindern thematisieren kann, andererseits aber auch so melodisch und "blumig" geschrieben, dass man auch als erwachsene Person viel Freude an den Texten haben und sie ebenfalls genießen kann.

Auch wird in den Bildern selbst durch die Darstellung von Geistern oder Hunden mit Gehhilfen viel Potenzial für Gespräche oder das Anregen von Gedanken geboten (und einfach eine sehr angenehme nebenbei entstehende Art von Diversität in die Geschichte eingeflochten), und es gibt sogar ein paar Karten am Anfang und Ende, die die Welt ein bisschen zeigen.

Ich persönlich habe anfangs gar nicht wahrgenommen, dass es sich um ein "Influencer-Buch" handelt, hätte man es mir nicht mitgeteilt, und bin ehrlich froh darüber, denn sonst wäre es mir vielleicht auf Grund von Vorurteilen sogar entgangen, und nachdem ich es nun gelesen habe muss ich sagen, dass mir da wirklich so einiges verloren gegangen wäre.

Eine warme Darstellung von Trauer und Trost, die einfach zum Leben gehört, die schöne Freundschaft zwischen Malte und Phia, die Tatsache, dass Malte so leicht um Hilfe bittet und diese auch bekommt ... in dem Buch steckt eindeutig ganz viel Liebe, die ich beim Lesen auch deutlich gespürt habe, und ich glaube, um mit Kindern über Verluste zu sprechen, eignet es sich ziemlich hervorragend.

Ein sehr schönes Buch.

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  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 07.09.2025

Erstaunlich wenig Kinderbuch

Der kleine Prinz
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Ich habe das Buch bereits seit einer ganzen Weile bei mir herumliegen gehabt, und es heute in dem (vermeintlichen) Wissen, dass es ein nettes Kinderbuch für zwischendurch sein wird endlich einmal gegriffen, ...

Ich habe das Buch bereits seit einer ganzen Weile bei mir herumliegen gehabt, und es heute in dem (vermeintlichen) Wissen, dass es ein nettes Kinderbuch für zwischendurch sein wird endlich einmal gegriffen, um es zu lesen, nur leider musste ich feststellen, dass dem dann doch nicht so war.
Es liest sich schon wie ein Kinderbuch, die kleinen süßen Zeichnungen tragen ebenfalls zu dem Gefühl bei, und es geht so schnell zu lesen, wie ich es eigentlich auch nur von Kinderbüchern kenne, aber letztendlich sind die ganzen kleinen Geschichten zwischendurch eigentlich nur Symbolisch für so viele Dinge, die Erwachsene vermutlich eher verstehen als Kinder, und entsprechend kommt es mir doch nicht nur wie ein Kinderbuch vor. Ebenso wie das Ende, das sich für ein Kind bestimmt schön liest, und so einiges an Magie bereit hält, ich muss allerdings zugeben, dass es mich ziemlich kalt erwischt hat, denn ohne es zu merken habe ich den kleinen Prinzen tatsächlich in mein Herz geschlossen, und alles bis dahin las sich so schön hell und auch irgendwie fröhlich, dass mich der Umschwung an (meinen) Gefühlen da ziemlich überrumpelt hat.
Trotzdem (oder vielleicht auch gerade deswegen) ein sehr schönes und bewegendes Buch in meinen Augen.

Veröffentlicht am 06.09.2025

Ich wünschte, ich hätte das Buch schon früher gelesen

Herr der Diebe
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Ein wirklich schönes Buch, das ich sehr gerne gelesen habe. Bei Funke erwarte ich inzwischen auch nichts anderes mehr, weil ich bisher all ihre Bücher geliebt habe, aber trotzdem war's schön, dass ich ...

Ein wirklich schönes Buch, das ich sehr gerne gelesen habe. Bei Funke erwarte ich inzwischen auch nichts anderes mehr, weil ich bisher all ihre Bücher geliebt habe, aber trotzdem war's schön, dass ich auch hier wieder nicht enttäuscht wurde. Sondern sogar eher schon wieder positiv überrascht, denn irgendwie gehe ich an all ihre Bücher mit dem Gedanken, dass es ein nettes kleines Kinderbuch wird, und dann ist es am Ende immer ernster als ich eigentlich dachte, weil Funke dann doch ganz viele Dinge und Probleme aufgreift, vor denen die meisten Kinderbücher eher zurückschrecken würden, aber ihre tun's nicht.
Sind die Probleme immer realistisch erklärt? Nein. Werden die Bücher dadurch zwingend total düster oder so? Auch nicht. Habe ich immer das Gefühl, dass alles total kindgerecht aufgearbeitet wird? Nicht wirklich, es ist eher eine Art Idee des Problems, das in einem fantastischen Setting aufgegriffen wird. Aber denke ich, dass die Art, wie sie es macht, sich für ihre Kinderbücher eignet und sie gut in die entsprechenden Bücher und ihre Geschichten hineinpassen? Absolut. Ich glaube, ich hatte es bisher kein einziges Mal, dass ich irgendwas bei ihr wirklich komplett fehl am Platz fand, und die Art, wie sie "echte" Schwierigkeiten in nicht immer ganz echte Welten einbaut hat mich auch hier wieder überzeugen können. Auch wenn es diesmal mit dem Schauplatz Venedig natürlich mehr echte Welt war, als in einigen anderen Büchern, aber trotzdem ist der Ansatz nach meinem Gefühl oft ein eher fantastischer oder märchenhafter, der in Funkes Stil aber sehr schön zur Geltung kommt.
Abgesehen von den ernsten Themen hat mich aber auch der Rest überzeugen können. Die Figuren waren alle sehr menschlich und lebendig, mit nicht immer realistischen Hintergründen, Beweggründen oder alltäglichen Eigenschaften, aber für die Geschichte haben sie wie so oft richtig schön funktioniert, und ich fand, dass man den Unterschied der einzelnen Charaktere super gemerkt hat, sodass ich auch an keiner Stelle wirklich überrascht war, was die Wendungen oder Handlungen betraf. Hat am Ende jed Person bekommen, was sie verdient hat und/oder wollte? Fraglich, aber genau das trägt für mich irgendwie auch zum magischen Gefühl der Geschichte bei.
Ich hatte auf jeden Fall eine Menge Spaß und fand die Geschichte richtig schön, und ein bisschen schade ist es schon, dass ich sie nicht viel früher gelesen habe, denn ich glaube als Kind hätte mich das Buch wirklich noch mal viel mehr überzeugt, als es das ohnehin schon getan hat.

Veröffentlicht am 05.09.2025

Echt gut und sehr deprimierend

Die Geschichte des Wassers
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Ich habe das Buch jetzt in zwei Tagen verschlungen, und einerseits fand ich es unglaublich spannend und bewegend und richtig gut, andererseits auch sehr deprimierend und hoffnungslos, und ich weiß gar ...

Ich habe das Buch jetzt in zwei Tagen verschlungen, und einerseits fand ich es unglaublich spannend und bewegend und richtig gut, andererseits auch sehr deprimierend und hoffnungslos, und ich weiß gar nicht so recht, wohin mit diesen ganzen Gefühlen. Ich habe mit nichts anderem gerechnet, weil ich meine, dass Die Geschichte der Biene auch eher niederschmetternd ist (das habe ich nie in den Händen gehalten, aber Leute haben davon erzählt) und nach den ersten zwei Kapiteln habe ich erst recht nicht mehr mit einer "schönen" Geschichte gerechnet, aber das ganze hat mich noch mal viel mehr runtergezogen als so viele andere Bücher, und ich kann es gar nicht so richtig verstehen.
Aber vermutlich, weil die Geschichte so realistisch ist (nicht zwingend auf eine "das wird auf jeden Fall so eintreffen"-Art, sondern eher, dass es auf jeden Fall so kommen könnte). Es liest sich nicht wie eine fantasievolle Geschichte, oder irgendein Thriller, es liest sich nicht mal wie Blackout, das ja auch eher realistisch war, wo immer dieser kleine Hoffnungsschimmer war, dass am Ende alles noch gut werden kann. Es liest sich einfach nur sehr endgültig, und als wäre von Anfang an klar, dass es egal ist, was passiert, weil die Lage so aussichtslos ist, dass es dann doch keinen Unterschied macht.
Und das ganze mit in meinen Augen durchaus realistischen Figuren. Nicht zwingend Allerwelts-Leute, von denen es überall unglaublich viele gibt, aber eben solche, die es auch gibt, und so normalen Menschen dabei zuzusehen, wie sie in dieser Welt leben/zu überleben versuchen, war schon irgendwie ziemlich ... tragisch?
Was nicht heißt, dass das Buch komplett grauenhaft endet, oder dass alles nur immer schlechter wird, ich würde sogar behaupten, dass gewisse Hoffnungsschimmer auf jeden Fall vorhanden sind, nur für mich persönlich ist die Situation am Ende irgendwie doch nur die gleiche wie am Anfang, und ich habe einfach nicht das Gefühl, dass irgendwas einen Unterschied machen würde. Zumindest nicht 2041.
Fand ich die Figuren sympathisch? Nicht wirklich. Aber kamen sie mir mit ihren Fehlern und Ansichten und ihrem Handeln menschlich vor? Zu 100%. Und ich glaube, genau das trägt auch dazu bei, wie sehr mich das alles mitgenommen hat, einfach weil ich denke, das tatsächlich alle so gut gehandelt haben, wie sie konnten, und könnte ich es besser? Nein. Und würde es einen Unterschied machen? Auch nein.
Es gab im Buch auf jeden Fall einige Handlungsstränge oder Dinge, die ich persönlich nicht gebraucht hätte, und ich fand auch auf jeden Fall nicht alles super, was den Stil oder die Geschichte anging, aber die Geschichte im großen und ganzen, und wie laut sie auf ein Wasser-Problem aufmerksam macht, und wie egal es Menschen ist, was um sie herum in der Welt passiert: das hat mich wirklich sehr bewegt, und (vermutlich auch weil ich nicht so viel besser bin, auch wenn ich mir Gedanken mache) mitgenommen.
Entsprechend ein in meinen Augen ziemlich fantastisches Buch, aber trotzdem nicht die beste Lese-Erfahrung, egal wie sehr ich's mochte, weil ich glaube, für meine Psyche hätte ich es vermutlich nicht alles an zwei Tagen verschlingen sollen, das war doch sehr viel deprimierendes auf einmal.

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Veröffentlicht am 03.09.2025

Bisher mein liebster Band

Rico, Oskar und das Vomhimmelhoch (Rico und Oskar 4)
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Ich fand alle Rico und Oskar-Bände bisher ziemlich amüsant, aber bei keinem habe ich bisher so gelacht, wie bei diesem hier (Frau Ryu ist eindeutig meine Favoritin), am Ende wurde ich auch noch mal ein ...

Ich fand alle Rico und Oskar-Bände bisher ziemlich amüsant, aber bei keinem habe ich bisher so gelacht, wie bei diesem hier (Frau Ryu ist eindeutig meine Favoritin), am Ende wurde ich auch noch mal ein bisschen emotional, was mir ja schon in Band 3 so gut gefallen hat, und der Anfang war eigentlich einfach eine richtig schöne Geschichte. Es war nicht ganz so sehr Kriminalfall wie bisher, was ich schon teilweise schade fand, aber das hat das Buch auf jeden Fall durch jede Menge Chaos (genau mein Humor), ansprechende Geschichte und emotionale Momente wettgemacht, und gerade für ein Weihnachtsbuch (das ich mit Anfang September natürlich zu einer komplett falschen Jahreszeit gelesen habe, aber wie ein Weihnachts-Special hat es sich dennoch angefühlt) kann ich absolut damit leben, dass es mal ein bisschen anders ist, besonders weil die Figuren und der Charme der Geschichte ja weiterhin so liebenswert erhalten geblieben sind, und ich fand es sehr schön, die Entwicklungen bis hier und während des Buches sehen und genießen zu dürfen. Hatte wirklich viel Spaß an allem!