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Veröffentlicht am 10.09.2025

Überraschender zweiter Teil

Dragon Games - Liebe aus Flammen
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Achtung, Band 2 inhaltliche Spoiler zu Band 1 vorhanden.

Das Drachenturnier ist vorbei, ein Verdächtiger der die Anschläge auf die Drachenritter verübt hat, verurteilt, aber ein weiterer ist nach wie ...

Achtung, Band 2 inhaltliche Spoiler zu Band 1 vorhanden.

Das Drachenturnier ist vorbei, ein Verdächtiger der die Anschläge auf die Drachenritter verübt hat, verurteilt, aber ein weiterer ist nach wie vor auf der Flucht. Vics Traum, Drachenritter zu werden, konnte zwar nicht erfüllt werden, doch immerhin darf sie ihre Drachendame Daireann behalten. James und Vic sind nun offiziell ein Paar und leben gemeinsam in James großer Stadtvilla. Doch Vic träumt nach wie vor von großen Veränderungen und versucht diese dank James großartiger Verbindungen zum Rat durchzusetzen, was allerdings alles andere als leicht ist. Doch dann passiert eines Nachts etwas, mit dem sie nicht gerechnet hätte und plötzlich wird sie mit weiteren unangenehmen Wahrheiten konfrontiert.

Wow, diese Rezension wird echt schwierig, da sich hier die gesamte Geschichte aus Band 1 völlig dreht und mit Veränderungen daherkommt, mit denen ich in keinster Weise gerechnet hätte.

Der zweite Band beginnt ca ein halbes Jahr nach dem Ende von Band 1 und es hat sich so einiges verändert. Wir starten mit der Handlung im Stahlimperium und eigentlich glaubt man im ersten Moment, Vic könnte nicht glücklicher sein. Doch weit gefehlt, denn Vic hat als Frau keine wirklichen Rechte und lebt nun in einem goldenen Käfig an James Seite. Doch dann kommt es zu einem Plottwist, der mich absolut überrascht hat und der die gesamte Handlung spannender werden lässt und auch zusätzlich zum Nachdenken anregt. Ab jetzt wird es schwierig, denn ich möchte einfach gar nichts dazu verraten, was hier nun geschieht, nur so viel, es ändert die gesamte Geschichte.

Für Vic gibt es hier einiges zum Nachdenken und überdenken und sie muss einsehen, dass sich im Stahlimperium noch viel mehr ändern muss, als angenommen. Außerdem muss sie eine Entscheidung fällen, die wirklich schwer ist. Ihr Zwiespalt ist verständlich und auch ihr Gedankenkarussell nachvollziehbar. Wir lernen hier eine nue Seite von Vic kennen und dürfen ihr bei einer spannenden Entwicklung zusehen.

Im Gegensatz zum ersten Band erfahren wir hier auch einige Kapitel aus der Sicht von James, der dem Leser dadurch deutlich näher gebracht wird. Gerade seine Kapitel zeigen seine wirkliche Stärke und Haltung und vor allem auch seine Liebe zu Vic.

Neben den beiden treffen wir auf einige spannende neue Charaktere und einige Wahrheiten, auch rund um Drachen. Aber nicht nur das, denn Ursa Jaumann bringt weitere spannende Aspekte mit in die Geschichte, die zwar hier auf die Umwelt und das Leben im Stahlimperium abzielen, aber durchaus Parallelen in der eigenen Welt aufzeigen. Was die neuen Charaktere angeht, so ist vor allem einer sehr wichtig für die Handlung, denn auch wenn er Vic bis aufs Blut reizt und die Schlagabtäusche zwischen den Beiden manchmal wirklich schlimm sind, öffnet er ihr die Augen. Mein Herz schlägt durchaus für diesen Charakter.

Mein Fazit: Band 2 habe ich in gerade mal 2 Abenden völlig verschlungen. Wir bekommen hier so einige Überraschungen präsentiert und die Handlung wird eine Mischung aus Spannung, Umdenken, etwas Politik und eine schwere Entscheidung. Gerade auch was die Gesellschaftskritik angeht, darf man als Leser ruhig parallelen zu unserer Welt ziehen. Das Ende hat einen ganz schlimmen Cliffhanger, der gespannt auf den nächsten Band warten lässt.

Veröffentlicht am 10.09.2025

Unglaublich wichtiges Buch

The Glass Girl
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Seit der Trennung der Eltern und dem Tod der geliebten Oma geht es Teenagerin Bella psychisch immer schlechter. Mit dem Gefühl, immer alles zu müssen und doch einfach nicht gesehen zu werden, kämpft sie ...

Seit der Trennung der Eltern und dem Tod der geliebten Oma geht es Teenagerin Bella psychisch immer schlechter. Mit dem Gefühl, immer alles zu müssen und doch einfach nicht gesehen zu werden, kämpft sie sowieso schon, doch dann trennt sich auch noch ihr Freund. Während Bella das Gefühl hat, im Alltag mit allem überfordert zu sein, helfen ihr die Abende mit ihrer Clique. Hier fließt der Alkohol und dieser macht alles so schön leicht und hilft beim Vergessen der Sorgen. Zwar wird der Wunsch nach Alkohol nun schon am Tage immer präsenter, doch diesem Drang kann Bella locker widerstehen. Glaubt sie.
Ich habe mittlerweile einige Bücher der Autorin Kathleen Glasgow gelesen und jedes einzelne weiß zu berühren, wachzurütteln und nachdenklich zu stimmen. So ging es mir dann auch mit The Glass Girl, bei dem mich die Autorin wieder absolut schnell fesseln konnte. Wie auch mit ihren anderen Romanen erzählt sie recht nüchtern und das macht dieses Buch noch einen Tick realer, emotionaler und vor allem fühlt man sich dadurch noch mehr mit Bella verbunden.
Die Handlung fand ich wirklich großartig umgesetzt. Die Autorin beschreibt, wie der Weg in die Sucht verläuft, dass die Abhängigkeit nach und nach entsteht und wie die Spirale einen immer weiter in den Abgrund führt. Das selbst nicht glauben wollen, dass man abhängig ist und die Wahrnehmung und Gedanken sind ebenfalls ein großes Thema. Ebenso wie der Weg raus aus der Sucht, der Entzug mit all den Höhen und Tiefen und auch, dass es nach dem Entzug nicht gleich alles rosarot und eitel Sonnenschein ist, sondern hier wieder neue, andere Herausforderungen auf die Teenagerin warten.
Protagonistin Bella wird hier unglaublich intensiv gezeichnet. Als Leser kann man sich nicht nur in die Fünfzehnjährige hineinversetzen, sondern auch hautnah all ihre Gefühle und Gedanken miterleben. Aufgrund der Trennung der Eltern, vom Freund und dem Tod der Großmutter wird es Bella nach und nach einfach zu viel. Dieses Gefühl, nie gut genug zu sein, nichts wirklich richtig zu machen, all das wird so greifbar und geht zu Herzen.
Neben Bella gibt es weitere wunderbare Charaktere, wie die ein oder andere Freundin oder ihre Schwester. Allerdings kristallisiert sich hier schnell heraus, wer wahre Freunde sind und wer es einfach nie wirklich war. Auch das fand ich absolut greifbar und realistisch.
Mein Fazit: Ein Buch nicht nur für Teenager, sondern auch für Erwachsene. Glasgow macht hier eindringlich klar, wie der Weg in die Sucht führt, dass es nicht leicht ist, überhaupt jemals abzuschließen und dass der Kampf, nicht wieder rückfällig mal mehr, mal weniger präsent ist. Um Hilfe bitten fällt oft schwer, umso schöner ist es, wenn jemand einem den Rücken stärkt. Für mich war dieses Buch einfach nur wieder großartig und es bekommt eine absolute Leseempfehlung.

Veröffentlicht am 06.09.2025

Herzensreihe

Broken Prince
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Da jegliche Inhaltsangabe zu diesem Buch den ersten Band spoilern würde, gibt es von mir an dieser Stelle mal keine kurze Zusammenfassung.
Broken Prince ist der zweite Band der Northern Royals Dilogie ...

Da jegliche Inhaltsangabe zu diesem Buch den ersten Band spoilern würde, gibt es von mir an dieser Stelle mal keine kurze Zusammenfassung.
Broken Prince ist der zweite Band der Northern Royals Dilogie aus der Feder von Anya Omah. Die Bücher bauen komplett aufeinander auf und die Ereignisse knüpfen unmittelbar ans Ende des ersten Bandes an. Hier gilt auf jeden Fall, die Reihenfolge einzuhalten.
Anya Omahs Schreibstil ist einfach nur wundervoll, flüssig, locker, leicht verständlich und mit Dialogen gespickt, die dem Leser ein klares Bild der Protagonisten liefert. Man schlägt das Buch auf und ist auch schon am Ende angekommen, so sehr gelingt es der Autorin, den Leser in ihren Bann zu ziehen.
Die Handlung ist recht spannend, da es neben dem royalen Romancepart auch ein wenig Suspense liefert. Wir finden hier Lügen und Intrigen am Hof und eine ganze Menge Gefahren, vor allem für Protagonistin Sofia. Wie es scheint, deuten alle Hinweise in die Vergangenheit und auf Ereignisse, mit denen man so nicht gerechnet hat.
Erzählt wird die Geschichte aus wechselnden Ich-Perspektiven zwischen Sofia und Maximilian. Beide sind mir schon im ersten Band ans Herz gewachsen und man kann sich wirklich in beiden hineinversetzen und ihre Gefühlslagen nachvollziehen.
Sofia ist einfach toll, ich mochte sie vom ersten Moment an, denn sie trägt ein bisschen ihr Herz auf der Zunge und ist loyal und stark. Selbst von Royals lässt sie sich nicht unterkriegen und bleibt sich selber treu. Allerdings werden ihre Lügen oder besser gesagt ihre nicht ganzen Wahrheiten zum Verhängnis.
Maximilian ist so ganz anders, als man sich einen Royal vorstellen würde. Um ihn zu beschreiben, kann ich nur sagen: durchweg eine Green Flag.
Mein Herzcharakter ist Sofias Oma, die ich einfach nur herzig und toll fand. Andere Charaktere, wie Maximilians Schwester, tauchen hier gar nicht mehr oder nur am Rande auf, was ich ein wenig schade fand. Anya Omah konzentriert sich hier in erster Linie auf ihre beiden Hauptcharaktere.
Mein Fazit: Ich habe diese Dilogie von der ersten bis zur letzten Seite genossen und verschlungen. Hier passte einfach alles, von der Romance über Spannung bis hin zum royalen Flair kann man die Geschichte einfach fühlen. Eine Freundin wie Sofia kann man sich eigentlich nur wünschen. Auch wenn ich ab einem Punkt eine Ahnung hatte, was hier wirklich los war, brachte das dem Buch keinen Abbruch. Ganz klare Leseempfehlung!

Veröffentlicht am 06.09.2025

Tolle Unterhaltung

Secret Academy - Verborgene Gefühle (Band 1)
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Die junge Alexis hat einfach alles, was eine Powerfrau im Dienst der Krone braucht, denn Alexis ist Mitglied der Secret Academy. Durch ein Serum wird ihre von Natur aus gegebener Begabung noch einmal mehr ...

Die junge Alexis hat einfach alles, was eine Powerfrau im Dienst der Krone braucht, denn Alexis ist Mitglied der Secret Academy. Durch ein Serum wird ihre von Natur aus gegebener Begabung noch einmal mehr gefördert und im letzten Jahr nun, darf sie ihre Kräfte während Einsätzen ausprobieren. Doch als ein neuer Schüler an ihre Schule kommt und genau zur gleichen Zeit ihre kleine Schwester entführt wird, glaubt Alexis nicht so richtig an Zufall. Wer steckt hinter der Entführung? Ein Konkurrent? Der Neue? Vielleicht sogar jemanden, der ihr Nahe steht? Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt.
Mit Secret Academy 1 legt der Verlag das bereits im Jahr 2020 erschienene Buch noch einmal als wunderschönes Paperback neu auf.
Ich kannte das Buch noch nicht und wurde neugierig, auf die spritzig locker klingende Story. Bei dieser fällt auch der Einstieg wirklich leicht, denn stilistisch ist Autorin Valentina Fast einfach toll zu lesen. Dynamisch, fesselnd und leicht verständlich, fliegen die Seiten beim Lesen nur so vorbei.
Die Handlung ist spannend und fesselnd und macht definitiv Spaß und bietet lockere Unterhaltung. Besonders gut gefallen haben mir die kleinen Gadgets, mit denen unsere junge Agentin ausgestattet wird. Auch wer jetzt wirklich wohinter steckt und wem man trauen kann, bleibt verborgen und man kann ordentlich miträtseln.
Protagonistin und Ich-Erzählerin Alexis ist eine starke Persönlichkeit, die ich vom ersten Augenblick an mochte. Ihre Gefühle und Gedanken erleben wir hautnah mit und auch wenn sie manches Mal aus dem Bauch heraus handelt, kann man es doch immer nachvollziehen und verstehen.
Das sie hier so nach und nach jedem gegenüber misstrauisch wird, fand ich ebenfalls passend, denn auch ich hatte keine Ahnung, wer nun wirklich dahintersteckt.
Dean ist Alexis größter Konkurrent, dabei ist er natürlich auch noch gutaussehend und absolut charmant. Doch kann man ihm vertrauen? Außerdem ist da ja auch noch der Neue, Adam, ebenfalls gutaussehend und schon einmal ein Schüler an der Academy, doch irgendwie umgibt ihm auch ein Geheimnis, denn er war zwischenzeitlich einfach weg und es darf niemand anderes etwas aus seiner Akte erfahren.
Neben diesen dreien erleben wir hier auch einige Nebencharaktere, von denen in erster Linie Alexis beste Freundin Vivien noch klar gezeichnet wurde. Die anderen bleiben hier deutlich im Hintergrund, würden aber auch sonst jeglichen Rahmen sprengen.
Mein Fazit: Spannend, fesselnd und toll geschrieben und obendrauf gibt es noch eine super sympathische Protagonistin, mit der man mitfiebern kann. Das Buch bietet einfach sehr gute Unterhaltung und Abwechslung und ich kann es echt empfehlen.

Veröffentlicht am 01.09.2025

Spannender Start in die Trilogie

Der Trailer
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Camp Donkerbloem in den belgischen Ardennen, ein idyllisches Ferienparadies, bietet alles, was man zur Erholung braucht. Doch das Camp hat eine dunkle Vergangenheit, denn vor fünfzehn Jahren verschwand ...

Camp Donkerbloem in den belgischen Ardennen, ein idyllisches Ferienparadies, bietet alles, was man zur Erholung braucht. Doch das Camp hat eine dunkle Vergangenheit, denn vor fünfzehn Jahren verschwand hier eine junge Studentin spurlos. Als Kommissarin Frieda Stahnke, die aus dem gleichen Ort wie die damals verschwundene Lisa stammt, in einem Podcast zu dem Fall interviewt wird, beginnt sie selbst neugierig zu werden und beginnt auf eigene Faust zu ermitteln. Dabei stößt sie auf den Barbesitzer Wout, der damals nicht nur selbst Gast im Camp war, sondern auch ein verurteilter Stalker.
Ich kenne seit seiner ersten Veröffentlichung den Autor Linus Geschke und er war sogar einer der ersten Autoren, die ich interviewen durfte. Seitdem habe ich alle seine Bücher gelesen.
Ich mag den Schreibstil, er liest sich leicht, fesselnd und atmosphärisch, so dass man eigentlich immer mittendrin steckt. Was mir immer besonders gut gefällt, sind seine Ideen hinter den Thrillern, denn er bietet oftmals Themen, die nicht ständig in Thrillern vorkommen.
Mit der Trailer erschien der erste Band der Reihe rund um das belgische Camp Donkerbloem. Da ich selbst nicht allzu weit davon entfernt lebe, konnte ich dieses Camp mit der gesamten Umgebung direkt vor mir sehen, was das Ganze noch spannender machte. Ein Camp am Rande eines düsteren Waldes und eine junge Studentin verschwindet. Reicht absolut für Gänsehaut.
Der Fall ist spannend, denn immerhin ist es schon sehr lange her, dass Lisa verschwand und doch ist es etwas, mit dem sich nicht leicht abschließen lässt, weil es ein Cold Case ist. Was dabei herauskommt, lässt einen doch kurz innehalten und ich bin gespannt, inwieweit dieses Grundthema hier weiter ausgearbeitet wird. Auf jeden Fall ist das harter Tobak und leider auch vorstellbar, dass es irgendwo so ein Camp gibt.
Aus wechselnden Perspektiven zwischen Lisa in der Vergangenheit, Frieda und Wout und einem Unbekannten in der Gegenwart erleben wir das Geschehen.
Lisas Perspektive ist düster und man ahnt, dass das nicht gut ausgehen kann. Frieda ist zielstrebig und hartnäckig und Wout, scheinbar kaputt, triefend vor Sarkasmus und doch mit einem guten Herzen, auch wenn er es gut verbergen kann. Er war einfach sehr unsympathisch und doch mochte ich ihn, weil er einfach mal anders ist. Auch Wout und seine beiden Freunde zieht es nach Camp Donkerbloem, auch wenn er ein wenig andere Motive hat als Frieda.
Mein Fazit: Düster, Spannend und mit ganz viel Atmosphäre lässt uns Linus Geschke hier in ein finsteres Camp reisen, in dem vieles nicht mit rechten Dingen zuging. Da es sich hier um den Einstieg in eine Trilogie handelt, gibt es natürlich noch genügend offene Punkte, die es zu lösen gilt. Ich bin absolut gespannt auf den nächsten Teil und empfehle das Buch gerne weiter.