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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.09.2025

Humor steht im Vordergrund

Allerheiligen-Fiasko
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Der Regionalkrimi aus Stinatz ist eine satirische Abhandlung über die Bedeutung von Allerheiligen und wie ernst die Stinatzer gewisse Traditionen nehmen. Der Schreibstil ist einfach gehalten, kurze Sätze, ...

Der Regionalkrimi aus Stinatz ist eine satirische Abhandlung über die Bedeutung von Allerheiligen und wie ernst die Stinatzer gewisse Traditionen nehmen. Der Schreibstil ist einfach gehalten, kurze Sätze, bildhaft beschreibend und mit einer Brise Satire und Humor, alles darf man nicht ganz ernst sehen, auch nicht an Allerheiligen.
Kommissar Stifkovits bedient alle Klischees und ermittelt mit seinem Team und burgenländischen Eigenheiten an einem Ermittlungsfall, der durch das ganze Drumherum fast schon in den Hintergrund rückt. Die Auflösung des Falles konnte mich nicht ganz überzeugen, das war eher ein Nebeneffekt. Der Krimi eignet sich für Leser*innen, die gerne Regionalkrimis lesen und das Kriminalistische nicht ganz so wichtig nehmen, dafür Humor mögen. Aus der Reihe war es für mich nicht der stärkste Teil.

Veröffentlicht am 15.09.2025

Der Countdown läuft

Not Quite Dead Yet
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Die Autorin schreibt auch Jugendbücher, das merkt man am Schreibstil und an der Ausarbeitung der Charaktere auch hier. Jet ist 27 Jahre alt, hat aber das Verhalten, die Gedankengänge und die Ausdrucksweise ...

Die Autorin schreibt auch Jugendbücher, das merkt man am Schreibstil und an der Ausarbeitung der Charaktere auch hier. Jet ist 27 Jahre alt, hat aber das Verhalten, die Gedankengänge und die Ausdrucksweise eines Teenagers, somit passt das Buch nicht nur für Erwachsene, sondern es können sich auch Jugendliche gut mit Jet und Billy identifizieren, vielleicht sogar noch einfacher als Erwachsene.
Inhaltlich finde ich es spannend, dass man schon zu Beginn erfährt, dass Jet am Ende sterben wird und man auch ein gewisses Zeitfenster dazu hat. Somit beginnt ein Countdown, die Stunden laufen, und Jet versucht herauszufinden, wer daran schuld ist, dass sie bald an den Folgen ihrer schweren Kopfverletzung sterben wird. Einerseits ist es traurig mitzuverfolgen, wie mit der Zeit immer mehr körperliche Einschränkungen und Schmerzen bei Jet erfolgen, aber auf der anderen Seite ist es auch schön anzusehen, wie sie sich nicht unterkriegen lässt und das Beste aus diesen wenigen Tagen herausholen möchte. Auch die Beziehung zwischen Jet und Billy wir intensiver und von ihren Eltern oder Menschen, die ihr nicht guttun, wendet sie sich ab. Sie füllt ihre Stunden und Tage mit sinnstiftenden und für sie schönen Tätigkeiten und verbringt sie mit Menschen, die ihr viel bedeuten.
Ich finde, dass es sich eher um ein Jugendbuch als um ein Buch für Erwachsene handelt, aber es hat mir dennoch gut gefallen, nachdem ich mich an den Sprachstil und die Einstellung von Jet gewöhnt habe.

Veröffentlicht am 07.09.2025

keine Kleingartenidylle

Perfekte Freunde – Jeder hat Geheimnisse
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Dies ist der zweite Band einer Reihe, aber man kann diesen Teil auch lesen, ohne dass man den ersten Teil kennt. Es werden alle Charaktere wieder neu vorgestellt und der Fall selbst ist in sich abgeschlossen. ...

Dies ist der zweite Band einer Reihe, aber man kann diesen Teil auch lesen, ohne dass man den ersten Teil kennt. Es werden alle Charaktere wieder neu vorgestellt und der Fall selbst ist in sich abgeschlossen. Der Schreibstil ist regional, lokal und mit einer Brise schwarzem Humor. Karl Daske, der Kriminalhauptkommissar, ist frisch ambitionierter Kleingärtner, doch die Idylle trügt. Schon bald wird sein Nachbar tot aufgefunden und er gerät selbst als Verdächtiger ins Visier. Zum Ende hin gibt es noch ein paar überraschende Wendungen, die nicht unbedingt vorhersehbar waren. Der Krimi ist eher unterhaltsam und mit Humor zu sehen und weniger blutrünstig oder brutal.

Veröffentlicht am 06.09.2025

unerwarteter Täter

Die Ärztin - Gefährliche Nachtschicht
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Der Thriller hat einen sehr guten Spannungsbogen, der zu Beginn aufgebaut wird und zwischenzeitlich nicht absackt, sondern konstant hoch bleibt. Die einzelnen Kapitel werden aus Sicht der Charaktere geschrieben, ...

Der Thriller hat einen sehr guten Spannungsbogen, der zu Beginn aufgebaut wird und zwischenzeitlich nicht absackt, sondern konstant hoch bleibt. Die einzelnen Kapitel werden aus Sicht der Charaktere geschrieben, sodass zusätzlich nochmals Spannung aufgebaut wird. Eva, die als Ärztin arbeitet und versucht, den Vergewaltiger zu finden, der junge Studentinnen brutal überfallen und misshandelt hat, gerät selbst unter Druck, da sie erpresst wird. Auch wenn sie nicht immer korrekt handelt, kann ich ihre Handlungsweisen vollkommen nachvollziehen. Frauke, die Kommissarin, ermittelt mit ihrem Team und ist dem Täter knapp auf den Fersen, aber doch einen Schritt hintennach, auch mit ihr kann man mitfiebern. Wer als Täter in Frage kommt, wird längere Zeit hin- und hergeschoben, aber am Ende ist es dennoch eine Überraschung.

Veröffentlicht am 05.09.2025

Moral und Privilegien

Ehemänner & Liebhaber
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Der Roman spielt in zwei Zeitebenen und in zwei unterschiedlichen Kontinenten, von 1951 bis 2022. Zu Beginn werden die Charaktere eingeführt und es erscheint recht sprunghaft, sodass man sich als Leser*in ...

Der Roman spielt in zwei Zeitebenen und in zwei unterschiedlichen Kontinenten, von 1951 bis 2022. Zu Beginn werden die Charaktere eingeführt und es erscheint recht sprunghaft, sodass man sich als Leser*in erst einfinden muss, in welchem Handlungsstrang man sich gerade befindet, aber mit der Zeit wird dies einfacher. Die beiden Frauen beschäftigen komplett unterschiedliche Problem, während Mallory auf der Suche nach einer Spenderniere für ihren Sohn ist, beschäftigt sie sich mit ihrer eigenen Vergangenheit und gräbt fast vergessene Details aus. Hannah lebt mit ihrem Ehemann in Kairo ein ruhiges Leben, bis sie sich auf eine nicht ungefährliche Affäre einlässt. Beide Geschichten haben es in sich und lassen die Frage nach Moral und in Kombination mit den Erzählungen aus der Vergangenheit, finde ich es spannend erzählt.