Schere, Schatten, Papier!
Der Schattenrissie Romane von Laura Purcell waren letztes Jahr meine absoluten Favoriten. Da wollte ich mir natürlich nicht den dritten Roman entgehen lassen. Cover und Gestaltung sind mal wieder vom feinsten, so langsam ...
ie Romane von Laura Purcell waren letztes Jahr meine absoluten Favoriten. Da wollte ich mir natürlich nicht den dritten Roman entgehen lassen. Cover und Gestaltung sind mal wieder vom feinsten, so langsam kann auch ich ein paar Bücher mit farbigen Buchschnitt mein Eigen nennen. Aber noch wichtiger als die Optik ist natürlich der Inhalt und darum geht es in „Der Schattenriss“:
Schattenrisse. Mit diesem Handwerk versucht sich gesundheitlich angeschlagene Agnes über Wasser zu halten. Doch wird diese Kunst immer mehr von der Fotografie verdrängt. Als die wenigen Kunden die Agnes geblieben sind nach ihren Terminen auf mysteriöse Weise umkommen, gerät sie schnell ins Visier der Polizei.
Um den Mörder auf die Spur zu kommen, bittet sie das junge Medium Pearl um Hilfe. Diese kann Kontakt zur Geisterwelt aufnehmen, jedoch nicht ohne Preis….
Ich hatte große Erwartungen und erfüllt wurden sie leider nicht ganz. Zunächst hat mich die Geschichte etwas zu sehr an den Vorgänger „Das Korsett“ erinnert, wo die Protagonistin scheinbar mit Nadel, Faden (und Schere) mordet, während es Agnes scheinbar mit Papier und Schere tut.
Dann bin ich schon ganz am Anfang hinter eines der Geheimnisse gekommen, das erst gegen Ende enthüllt wird. Ich fand es so offensichtlich, aber vielleicht habe ich schon zu viele Romane gelesen und bin nicht mehr so leicht hinters Licht zu führen.
Das Ende ähnelt von der Stimmung her den Vorgängern und auch wenn ich melancholische Enden mag, muss ich nach dieser Geschichte zugeben: Ich wäre mal wieder bereit für ein Happy End.
Mich hat das Ende dieses mal sehr runtergezogen.
Auch wenn die Spannung am Anfang etwas auf sich warten lies, konnte mich der Roman später doch noch fesseln. Spiritualismus passt ja einfach perfekt in diese Zeit und ich würde gerne mehr Romane über das Thema lesen. Trotz des für mich niederschmetterndes Endes, hat mir auch der für Purcell typische Twist zum Schluss wieder gut gefallen.
Für mich ist „Der Schattenriss“ etwas schwächer geraten als die Vorgänger. Da muss ich so ehrlich sein und einen Stern weniger vergeben.
Schon jetzt freue ich mich auf den nächsten Roman von Laura Purcell und vergebe immer noch gute 4 Sterne.