Endlich Neues aus dem Lovis-Universum
Lorenz Lovis / Tote wohnen besserBereits zum 7. Mal ermittelt Lorenz Lovis im idyllischen Südtirol. Mit dabei seine Verlobte Angelika, deren witzige T-Shirt-Sprüche ihr Markenzeichen sind und die genau weiß, wie sie ihren „Lollo“ nehmen ...
Bereits zum 7. Mal ermittelt Lorenz Lovis im idyllischen Südtirol. Mit dabei seine Verlobte Angelika, deren witzige T-Shirt-Sprüche ihr Markenzeichen sind und die genau weiß, wie sie ihren „Lollo“ nehmen muss.
Der Lovis ist ein gutmütiger Mensch und solche werden leider all zu oft ausgenützt. In der heutigen Ellbogenmentalität, in der alle nur darauf achten, dass es ihnen selbst gut geht, fallen Menschen wie der Lovis besonders auf.
Und weil der Lovis so schlecht Nein sagen kann, wohnen außer ihm, der Angelika, seinen beiden Knechten Tom und Paul und ganz vielen Tieren, plötzlich noch zwei neue Leute auf dem Messnerhof. Der eine ist sein geschlagener Rivale um die Privatermittlerlizenz, Mirco Mader (siehe Band 6 „Im Schnee lauert der Tod“) und der andere Reini Lazaari, der unter Verdacht steht, seinen Vater erschlagen zu haben.
Mirco und der Lovis sollen gemeinsam ermitteln und den wahren Mörder von Reinis Vater finden, doch der Mader treibt ein falsches Spiel. Und während selbst sein Lieblingshuhn Alma plötzlich Gefallen am Mader findet, verliert der Lovis immer mehr die Kontrolle über alles, was ihm lieb und teuer ist.
Auch Feriengast Hanne ist mal wieder angereist und liebt es sich in die Ermittlungen einzumischen, viel schöner als nur Krimis zu lesen.
Ich liebe das Südtirol Flair in diesen Geschichten rund um den Messnerhof. Dabei bringt die Autorin auch aktuelle Probleme der Region ins Spiel. Übertourismus, weil Influencer unbedingt ihre Fotos machen müssen und damit noch mehr Touristen herlocken, ein großes Angebot an Ferienwohnungen aber nicht an Mietwohnungen für Einheimische. Grundstücke und Immobilien zu kaufen, schaffen nur noch Reiche, weshalb viele in die Nachbarländer auswandern, wo es noch bezahlbaren Wohnraum gibt. Aber natürlich bleibt auch noch viel Raum für Schönes, für die wunderschöne Landschaft oder die Südtiroler Küche, die das Beste aus Italien und Österreich vereint. Leckere Schlutzkrapfen zum Beispiel oder ein Kaiserschmarren, für letzteren gibt es am Ende des Buches noch ein Rezept der Autorin und mir läuft jetzt schon das Wasser im Mund zusammen.
Tote wohnen besser hat mich wieder begeistert, es gab ein Wiedersehen mit vielen bekannten Gesichtern und es bleibt noch viel Raum für weitere Geschichten, der Lovis ist noch lange nicht reif für die Rente 😉.
Sehr gerne empfehle ich diese amüsante Krimi-Reihe aus der Bozener Region weiter.