Gregs Geburtstag: chaotisch, lustig und typisch Greg
Gregs Tagebuch 20 - Bock auf Party?Der zwanzigste Band von Gregs Tagebuch zeigt einmal mehr, dass Gregs Leben voller Missgeschicke steckt, die nur ihm passieren können. Diesmal dreht sich alles um seinen Geburtstag, der eigentlich ein ganz ...
Der zwanzigste Band von Gregs Tagebuch zeigt einmal mehr, dass Gregs Leben voller Missgeschicke steckt, die nur ihm passieren können. Diesmal dreht sich alles um seinen Geburtstag, der eigentlich ein ganz besonderer Tag werden sollte. Greg hat große Wünsche – von einem Jetski über ein Katana-Schwert bis hin zu einem Stapel Geld. Doch wie so oft bleibt die Realität weit hinter seinen Träumen zurück. Schon die letzten Geburtstage waren für ihn eine Enttäuschung, und auch diesmal scheint sich das Schicksal gegen ihn verschworen zu haben.
Als der große Tag endlich gekommen ist, hofft Greg darauf, dass seine Eltern ihn überraschen wollen. Er ist überzeugt, dass der Kuchen, den seine Mutter seit Tagen vorbereitet, für ihn bestimmt ist und bei einer geheimen Party serviert werden soll. Doch statt einer Feier wartet auf ihn die nüchterne Wahrheit: Der Kuchen gehört zu einem Wettbewerb der Kirche, und Greg bleibt enttäuscht zurück. Gerade diese Mischung aus Hoffnung, Selbsttäuschung und bitterer Erkenntnis macht die Geschichte so typisch für Greg – man lacht über seine Erwartungen und fühlt gleichzeitig mit ihm, wenn sie zerplatzen.
Jeff Kinney gelingt es auch im zwanzigsten Band, die Balance zwischen Humor und Alltagssituationen zu halten. Die kurzen Texte, kombiniert mit den bekannten Cartoons, sorgen dafür, dass man das Buch fast in einem Rutsch durchliest. Die Szenen sind pointiert, die Dialoge lebendig, und die Zeichnungen verstärken die komischen Momente noch zusätzlich. Besonders eindrucksvoll ist, wie alltägliche Missverständnisse – wie das Vergessen eines Geburtstags – zu großen Abenteuern werden, die Greg mit seiner typischen Mischung aus Selbstmitleid und Einfallsreichtum meistert.
Was die Reihe so besonders macht, ist die Verlässlichkeit, mit der Greg immer wieder in neue Schwierigkeiten gerät, ohne dass es langweilig wird. Man erkennt die Muster, freut sich aber gleichzeitig über die neuen Wendungen. Dass diesmal sogar ein alter Kühlschrank eine Rolle spielt, zeigt, wie kreativ Kinney darin ist, banale Dinge zu Auslösern für komische Katastrophen zu machen.
Insgesamt ist Gregs Tagebuch 20 ein weiterer gelungener Band, der die Fans der Reihe nicht enttäuschen wird. Er bietet genau das, was man von Greg erwartet: viel Chaos, jede Menge Missverständnisse und eine große Portion Humor. Wer die Reihe liebt, wird auch hier wieder bestens unterhalten – und es bleibt die Hoffnung, dass dies noch lange nicht das letzte Abenteuer von Greg sein wird.