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Veröffentlicht am 13.09.2025

Zwischen Fantasie und Schmerz

Dodo
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Dodo ist ein Buch, das mich auf eine ganz eigene Weise berührt hat. Es ist sprachlich zurückhaltend, fast leise – und gerade deshalb so eindringlich. Die Geschichte erzählt von Dorian, einem Jungen, der ...

Dodo ist ein Buch, das mich auf eine ganz eigene Weise berührt hat. Es ist sprachlich zurückhaltend, fast leise – und gerade deshalb so eindringlich. Die Geschichte erzählt von Dorian, einem Jungen, der sich mehr und mehr in seine Fantasiewelt zurückzieht, weil die Realität um ihn herum zu viel wird. Und in dieser Welt begegnet er Dodo.

Was mich sofort beeindruckt hat, war die Art, wie hier mit Sprache und Illustration gearbeitet wird. Die Worte sind reduziert, fast sparsam – aber genau dadurch entsteht Raum für Gefühle, Bilder und Zwischenzeilen. Thomas M. Müllers Illustrationen ergänzen den Text nicht nur, sie erzählen weiter. Mal verstärken sie, mal hinterfragen sie das Gelesene. Dieses Zusammenspiel hat mich immer wieder innehalten lassen.

Dorian selbst ist eine Figur, die man sofort spürt – mit seiner Sehnsucht, seinem Rückzug, seinen stillen Kämpfen. Ich habe sehr mit ihm mitgefühlt, auch wenn nicht alles direkt erklärt oder aufgelöst wird. Und genau das mochte ich: dass nicht jede Frage beantwortet wird, dass man selbst mitdenken und -fühlen darf.

Das Thema psychische Gesundheit – gerade bei jungen Menschen – wird hier sensibel, aber ungeschönt behandelt. Ohne Pathos, aber mit viel Empathie. Am Ende bleibt man nachdenklich zurück, vielleicht auch ein bisschen traurig, aber nicht ohne Hoffnung.

Dodo ist ein stilles, starkes Buch über Verlust, Verdrängung und das schmerzhafte Erwachsenwerden. Kein Titel, den man einfach durchliest – sondern einer, den man fühlt. Und einer, der nachwirkt.

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Veröffentlicht am 10.09.2025

Voller Gefühl und Tempo

Crushing Souls (Driven Dreams-Dilogie, Band 1)
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Crushing Souls hat mich direkt mitgerissen – nicht nur wegen des Titels, der schon eine gewisse Wucht verspricht, sondern auch wegen der emotionalen Tiefe, die mich beim Lesen immer wieder überrascht hat. ...

Crushing Souls hat mich direkt mitgerissen – nicht nur wegen des Titels, der schon eine gewisse Wucht verspricht, sondern auch wegen der emotionalen Tiefe, die mich beim Lesen immer wieder überrascht hat. Carolin Wahl hat eine Sprache, die nah an ihren Figuren bleibt, ohne ins Kitschige abzurutschen. Ich mochte diese Mischung aus Härte und Verletzlichkeit sehr.

Die beiden Hauptfiguren sind stark, auf ihre jeweils ganz eigene Art. Er versucht, alles zu kontrollieren, plant, kalkuliert – und genau das macht die Dynamik zwischen den beiden so spannend. Denn plötzlich steht da jemand, den er eben nicht kontrollieren kann. Diese Entwicklung mitzuerleben war fesselnd, emotional, manchmal schmerzhaft, aber durchweg glaubwürdig.

Was ich besonders mochte: Die Geschichte geht unter die Oberfläche. Es geht nicht nur um Anziehung oder dramatische Szenen, sondern auch um tiefsitzende Ängste, alte Wunden und das Ringen mit sich selbst. Gerade in den ruhigeren Momenten hat mich das Buch wirklich berührt.

Der Schreibstil ist angenehm flüssig, mit genau dem richtigen Maß an Gefühl und Spannung. Ich habe immer weitergelesen, weil ich wissen wollte, was als Nächstes passiert – aber auch, weil ich die beiden einfach nicht loslassen konnte.

Wenn ich überhaupt etwas anmerken müsste, dann vielleicht, dass ich mir an wenigen Stellen noch mehr Raum für bestimmte Entwicklungen gewünscht hätte. Aber das ist Meckern auf hohem Niveau.

Crushing Souls ist intensiv, emotional und macht Lust auf mehr. Ich bin jetzt schon gespannt, wie es in Band zwei weitergeht – und ob es für alle eine echte Chance auf Heilung gibt.

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Veröffentlicht am 10.09.2025

Mitten ins Herz

Variation – Für immer oder nie
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Variation war für mich eine dieser Geschichten, bei denen man schon nach wenigen Seiten weiß, dass sie einen nicht so schnell loslassen wird. Rebecca Yarros schreibt emotional, intensiv und mit einer Tiefe, ...

Variation war für mich eine dieser Geschichten, bei denen man schon nach wenigen Seiten weiß, dass sie einen nicht so schnell loslassen wird. Rebecca Yarros schreibt emotional, intensiv und mit einer Tiefe, die unter die Haut geht – ohne dabei jemals übertrieben oder künstlich zu wirken.

Die Charaktere haben mich sofort abgeholt. Besonders die Hauptfigur war für mich greifbar und so vielschichtig, dass ich stellenweise das Gefühl hatte, direkt neben ihr zu stehen. Ihre Gedanken, Zweifel, Verletzlichkeit – all das war spürbar. Es geht um zweite Chancen, um Träume und darum, wie sehr Liebe manchmal mit Schmerz verknüpft ist. Die Geschichte nimmt sich Zeit, sich zu entfalten, ohne dabei an Spannung zu verlieren.

Was ich besonders mochte: Es war nicht alles vorhersehbar. Einige Wendungen haben mich überrascht – andere haben mich emotional getroffen, ohne laut zu sein. Gerade diese ruhigen, ehrlichen Momente haben die Geschichte so stark gemacht. Und auch die Musik als zentrales Element hat für mich wunderbar funktioniert – fast so, als hätte die Geschichte einen eigenen Klang.

Kleiner Kritikpunkt auf hohem Niveau: An ein, zwei Stellen hätte ich mir etwas weniger Tempo und mehr Raum zum Atmen gewünscht. Manche Entwicklungen gingen mir einen Hauch zu schnell – was aber den Gesamteindruck kaum schmälert.

Variation ist berührend, stark und bleibt im Kopf. Ein Roman, der sich anfühlt wie ein bittersüßes Lied: Man hört es einmal – und trägt es dann noch eine ganze Weile mit sich herum.

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Veröffentlicht am 30.08.2025

Kopenhagen im Kopf

Copenhagen Cinnamon 1. Delicate
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Copenhagen Cinnamon – Delicate war für mich wie eine Mischung aus Fernweh, Bauchkribbeln und leisen Tönen. Schon nach den ersten Kapiteln hatte ich das Gefühl, durch die Straßen Kopenhagens zu schlendern, ...

Copenhagen Cinnamon – Delicate war für mich wie eine Mischung aus Fernweh, Bauchkribbeln und leisen Tönen. Schon nach den ersten Kapiteln hatte ich das Gefühl, durch die Straßen Kopenhagens zu schlendern, den Duft von Zimt in der Nase und dieses typische Skandi-Gefühl im Herzen. Stefanie Neeb hat es geschafft, Atmosphäre und Emotion so miteinander zu verbinden, dass ich ganz in der Geschichte verschwunden bin.

Die Figuren mochte ich auf Anhieb. Sie wirken authentisch, mit echten Gedanken, Fehlern und Gefühlen. Nichts ist überzogen dramatisch, sondern fein erzählt – in Momenten, Blicken, kleinen Gesten. Gerade das hat mich oft mehr berührt als große Worte. Die Dynamik zwischen den beiden Hauptfiguren entwickelt sich glaubwürdig und mit genau dem richtigen Maß an Spannung und Nähe. Kein Insta-Love, sondern ein echtes Kennenlernen.

Besonders schön fand ich auch die Verbindung zu Kopenhagen – nicht nur als Kulisse, sondern als lebendiger Teil der Geschichte. Die Stadt gibt der Handlung eine ganz eigene Stimmung: ruhig, aber nicht langweilig; klar, aber mit Tiefe. Und ja – ich hatte zwischendurch großen Appetit auf Zimtschnecken.

Ein winziger Punktabzug vielleicht dafür, dass ich mir an einer Stelle noch etwas mehr emotionale Tiefe gewünscht hätte – aber das ist Meckern auf hohem Niveau. Insgesamt hat mich der Auftakt richtig begeistert, und ich freue mich schon sehr auf die Fortsetzung. Ein Buch zum Eintauchen, Mitfühlen und Genießen.

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Veröffentlicht am 24.08.2025

Magisch mitreißend

Heart of Night and Fire
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Heart of Night and Fire hat mich von Anfang an total gepackt. Ich war sofort in dieser Welt drin, und je weiter ich gelesen habe, desto mehr wollte ich über ihre Geheimnisse erfahren. Nisha J. Tuli hat ...

Heart of Night and Fire hat mich von Anfang an total gepackt. Ich war sofort in dieser Welt drin, und je weiter ich gelesen habe, desto mehr wollte ich über ihre Geheimnisse erfahren. Nisha J. Tuli hat es geschafft, eine Geschichte zu erschaffen, die gleichzeitig magisch, gefährlich und unglaublich atmosphärisch ist.

Die Protagonistin mochte ich richtig gern. Sie wirkt echt – nicht übertrieben stark, sondern mit Zweifeln, Ängsten und Momenten, in denen sie über sich hinauswachsen muss. Genau das macht sie für mich so greifbar. Auch die Nebenfiguren sind spannend und bringen viel Leben in die Geschichte. Einige Szenen haben mich zum Schmunzeln gebracht, andere wiederum richtig berührt.

Die Handlung selbst hat für mich die perfekte Mischung: Magie, Intrigen, Geheimnisse und eine Prise Romantik, die sich angenehm zurückhält. Ich mag es, wenn sich Beziehungen entwickeln dürfen und nicht direkt alles offensichtlich ist – das hat die Spannung für mich nur noch verstärkt.

Besonders begeistert hat mich die Atmosphäre. Ich konnte die Hitze förmlich spüren, das Knistern der Magie fast greifen und war total in dieser Welt gefangen. Ein-, zweimal hatte ich das Gefühl, dass die Geschichte ein kleines bisschen schneller vorangehen könnte, aber das hat meinen Lesefluss kaum gestört.

Für mich ist Heart of Night and Fire ein gelungener Auftakt, der mich neugierig auf mehr gemacht hat. Ich freue mich schon riesig darauf, wieder in diese Welt einzutauchen und zu sehen, wie sich alles weiterentwickelt.

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